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Zitat zum Thema Politik

 

Hier kommt wie jeden Tag ein Zitat. Mehr in dem Buch „Mit spitzer Feder“. In diesem Buch finden Sie ungewöhnliche Aphorismen. Es wäre nett, wenn Sie daraus einmal etwas zitieren würden.

Es wird immer das Fehlen der Moral beklagt. Was aber wichtiger ist, ist das Fehlen der Solidarität. Wenn niemand dort Kunde bliebe, wo das Personal ausgebeutet oder ausspioniert wird oder wo die Manager absahnen, dann würde das erreicht, was durch die fehlende Moral verloren gegangen ist.
(H. Pöll)


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Corona: Frau Merkel, wo bleibt der Klartext?

Wir hören so viele Appelle der Politiker. Dabei ist auch immer wieder von Solidarität die Rede und wir sehen wunderbare Beispiele davon im Fernsehen.
Was ich aber vermisse, ist eine gemeinsame Aktion der deutschen Führungskräfte nach dem Motto: „Wenn wir euch schon in Kurzarbeit schicken müssen, verzichten wir natürlich auch auf einen gleichen Prozentsatz unserer Bezüge!“
Die Kanzlerin sollte die Bosse zu einer solchen Aktion ermahnen und ganz klar sagen: „Bevor ihr wieder etwas wollt, zeigt erst einmal Solidarität!“

Wo bleibt die Solidarität?

Es gab einmal eine Zeit, in der die Menschen zusammen standen. Aber das „Wir“ von einst ist kaputt gemacht worden. Jeder schaut auf sich selbst und andere sollen eben selbst sehen, wie sie zurecht kommen. Dadurch können sich Regierungen und Firmen heute Dinge leisten, die sie sich früher nie getraut hätten.
Nehmen wir als jüngstes Beispiel Erdogans Überfall auf die Kurden. Früher wären die Menschen entsetzt gewesen, wenn sie die Bilder von Bombenangriffen mit getöteten und schwer verletzten Kindern gesehen hätten und sie hätten auf keinen Fall Urlaub in einem Land gemacht, dessen Herrscher für so etwas verantwortlich ist.
Und heute? Ich glaube, dass es nicht einmal einen kleinen Rückgang bei den Türkeireisen gegeben hat. Traurig, dass die Solidarität so verloren gegangen ist. Wer weiß: Vielleicht sind ja auch wir einmal auf sie angewiesen.

Uns fehlt die Solidarität

Gerade lesen wir: Ein Jahr nach der Inhaftierung des „Welt“-Korrespondenten Deniz Yücel in der Türkei hat der deutsche Außenminister Sigmar Gabriel erneut die Freilassung des Journalisten verlangt. Wie schön von ihm! Wahrscheinlich ist es auch das beste für Erdogan, wenn er Yücel ohne Prozess alsbald frei lässt, denn womöglich würde sich in einem Prozess herausstellen, dass die Tatvorwürfe nicht recht nachvollziehbar sind.
Yücel wäre sofort frei gekommen, wenn sich die Deutschen solidarisch verhalten hätten und wenn alle im Urlaub der Türkei ferngeblieben wären.
Ein anderes Beispiel für mangelnde Solidarität ist das Verhalten der VW-Kunden. Die VW-Werke weigern sich ja, ihre Schadstoff ausstoßenden Autos nachzurüsten. Wie schnell hätte das funktioniert, wenn die Deutschen in einen Käuferstreik eingetreten wären.
Da könnte man noch viele Beispiele bilden, aber es würde nichts nützen. Die Menschen sind zu sehr mit sich selbst beschäftigt, als dass sie noch mit anderen solidarisch sein könnten. Schade!