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Die neue Art, Weihnachten zu feiern

Weihnachten ohne Kirche?


Da habe ich gestaunt, als ich das in den Fernsehnachrichten sah: In mehreren großen Fußballarenen habe sich Zehntausende zusammen gefunden und Weihnachtslieder gesungen. Die Stadien waren bis zum letzten Platz gefüllt, obwohl ein beträchtliches Eintrittsgeld zu zahlen war. Und die Menschen kamen am Schluss der Veranstaltung begeistert heraus und sprachen von einem „tief berührenden Erlebnis“, das sie „aufgewühlt“ habe.
Ist das eine neue Art der Frömmigkeit, die neben den Kirchen entsteht oder sich gar von ihnen abwendet? Sind die mit Missbrauchskandalen belasteten Kirchen, die den Peterpfennig statt für Bedürftige für Luxusimmobilien in London ausgeben, noch die Orte. wo Menschen seelischen Halt suchen können?

Löws größter Fehler


Den habe ich schon hier beschrieben:
https://autorenseite.wordpress.com/2018/06/19/wm-loews-groesster-fehler/
Er hätte Özil sofort nach Hause schicken müssen. Nun hat Özil wieder trotzig die Nationalhymne nicht mitgesungen. Er hat sich dadurch außerhalb seiner singenden Mannschaftskameraden gestellt und damit einen Spaltpilz in das Team hinein getragen.
Was wäre denn dabei gewesen, wenn er aus voller Kehle mit gesungen und so auf seine Kritiker reagiert hätte? Er wäre dann mit einer viel positiveren Einstellung ins Spiel gegangen.
Ich verstehe nicht, warum wir Psychologen als Betreuer haben, die auf solche Dinge offensichtlich keinen Wert legen. Da bilden die Spieler vor dem Spiel einen Haufen, um sich mental zu stärken. Aber was nützt das, wenn man bei der Nationalhymne nicht auch ausnutzt, wie viel Schwung eine Mannschaft aus einem gemeinsam geschmetterten Lied mitnehmen kann. So haben unsere Jungs ein wenig vor sich hin gelispelt und dann auch entsprechend gespielt.

Volkssport Özil-Bashing

 Özil steht im Kreuzfeuer der Kritik, weil er die Nationalhymne nicht mitsingt. Nun melden sich seine Fans zu Wort und meinen, die Kritiker hätten ja keine Ahnung: Özil bete nämlich anstatt zu singen. Die Fans werfen den Kritikern vor, sie würden Özil-Bashing betreiben.
Nun, die Spielweise, die Özil zuletzt gezeigt hat, sollte ihm und seinen Fans vor Augen führen, dass sich weder Gott noch Allah mit solchen Kleinigkeiten wie einem Fußballspiel befassen.
Aber wenn Özil schon meint, vor dem Spiel unbedingt beten zu müssen, dann kann er das ja in der Kabine tun oder auf dem Marsch zum Spielfeld oder kurz vor der Nationalhymne. Die paar Worte, die er zu sagen hat, ließen sich überall unterbringen, aber nicht ausgerechnet während der Nationalhymne. Sein Gebet lautet nämlich nach seinen Angaben: „Allah, gibt uns für das heutige Spiel Kraft und schütze mich und meine Teamkollegen vor Verletzungen. Allah, Du kannst uns den Weg eröffnen und auch verschließen. Führe uns nicht vom rechten Weg ab. Amen.“
Der Gesang der Nationalhymne ist eine Gemeinschaftsaufgabe der Mannschaft und wer da streikt, handelt genauso, als wenn ihm plötzlich während des Spiels einfiele, eine Gebetspause einzulegen.
À propos beten: Warum betet Özil denn nicht so, wie es sich meines Wissens für einen Moslem gehört: nämlich indem er sich auf den Boden wirft?
Für mich klingt alles, was Özil zu seiner Rechtfertigung vorbringt, nach einer ganz faulen Ausrede dafür, dass er zu faul zum Singen ist.