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Zitat zum Tag über die Coronakrise

Hier kommt wie jeden Tag ein Zitat. Mehr in dem Buch „Mit spitzer Feder“. In diesem Buch finden Sie ungewöhnliche Aphorismen. Es wäre nett, wenn Sie daraus einmal etwas zitieren würden.

„Wenn man sieht, wie die Regierung die Seniorenheime behandelt hat, könnte man als Zyniker sagen, sie musste unbedingt die Rentenkassen entlasten. So etwas nannte man ,sozial verträgliches Frühableben’.

Mehr über den Autor auf der Homepage oder in er Sonderseite für Frauen–Nichtversteher: https://autorenseite.wordpress.com/frauen/

Warum heute nicht nur mein Tag ist

Prost!

Nach dem Kalender der kuriosen Feiertage haben wir heute einen dreifachen Grund zum Feiern:

Da bin ich gleich dreimal dabei, denn erstens schreibe ich nicht nur Gedichte, sondern ich pflege mich auch ein wenig zu pflegen (mit kaltem Wasser*) und schließlich bin ich auch schon sehr alt.
Wenn das alles bei Ihnen nicht zutrifft, wäre es doch auch ein Grund zum Feiern, dass heute Freitag ist und das Wochenende vor der Tür steht.

*) Zu meiner Körperpflege noch eine Anekdote:  Als ich bei einer Hautärztin war, um einen Hautcheck zu machen, bekam ich mit, dass sie einen Patienten fragte, wie er seine Haut pflegen würde. Er sagte: „Mit nix!“ Dann verwies sie auf ein Bild einer alten faltigen Bäuerin, dass sie zur Warnung in der Praxis aufgehängt hatte und sagte:
„Wollen Sie einmal so aussehen wie die Frau auf dem Bild oder wollen Sie sich nicht doch eincremen und auch im Alter noch so eine Pfirsichhaut haben wie der alte Herr hier?“
Damit war ich gemeint. Beinahe hätte ich gesagt, dass ich keine Creme benutze (außer Sonnencreme). Und das mit der Pfirsichhaut war auch völlig falsch, wie mein kleiner Enkel einmal feststellte:
„Gell Opa, du musst bald sterben?“
„Wieso?“
„Schau doch deine alte Haut an!“
Was lernen wir daraus? Es ist eben alles eine Sache der Perspektive.

Manchmal denke ich…

Manchmal denke ich, viele Politiker haben die falschen Berater. Sonst hätte Söder nicht so einen Unsinn reden können wie die Forderung nach einer Verjüngung des Kabinetts:
https://autorenseite.wordpress.com/2020/01/06/nee-herr-soeder-so-nicht/
Ich habe ihm ja in diesem Beitrag prognostiziert, dass er Proteste der älteren Generation hervorrufen würde. Und genau so ist es auch gekommen.
Er war ja doch bisher auf einem guten Weg, so klammheimlich den Weg ins Kanzleramt zu schaffen, auch wenn er Bescheidenheit demonstriert hat. Aber nun scheint er AKK zu folgen, die ja auch so gern in Fettnäpfchen getreten ist.
Söder hat mit seiner Äußerung den Spaltungen, die unser Land belasten, eine weitere hinzu gefügt: Alt gegen Jung.
Es gab einmal eine Zeit, in der der Rat der Alten etwas galt. Aber heute blicken viele Junge auf die Alten herab und finden: Was soll ich mir denn anhören, was jemand sagt, der nicht mal mit einem PC richtig umgehen kann? Vielleicht kommt der ja bloß wieder mit der alten Leier: „Früher war alles besser„. Und womöglich redet der gar von so einem Blödsinn wie Verzicht, wo wir doch ständig einen Aufschwung brauchen. Die Alten, die nur eine Rentenlast darstellen, sollen uns nicht mit ihren längst überholten Ansichten belästigen. Wir brauchen neue Ideen!
Und wenn manche Junge so daher reden, denken Ältere oft: Ich komme mir jünger, nämlich geistig beweglicher vor als viele von euch, die so einrissig sind, dass sie nicht einmal anhören wollen, was Anderdenkende zu sagen haben (z.B.: De Maizière in der Uni).

Oma, die Umweltsau: Was sind wir doch für ein humorloses, hysterisches Volk geworden

In meinen Zitaten habe ich gerade geschrieben:

In Deutschland herrscht zur Zeit eine geradezu hysterische Aufgeregtheit – etwa so, als ob man in einen Hühnerstall hinein geschossen hätte.

Und mit der Oma als Umweltsau habe ich mich auch schon befasst:
https://autorenseite.wordpress.com/2019/12/30/oma-die-umweltsau/
Wer hätte aber gedacht, dass es nun auch noch wegen dieser Oma zu Demonstrationen kommen würde? Und noch erschreckender ist, dass dabei Linke gegen Rechte standen und über Tausend Menschen beteiligt waren – und das alles wegen eines Kinderliedes. Besonders dumm war die Einmischung des Intendanten Buhrow. Er sagte
: „In diesem Fall hat in einem Familienprogramm ein nicht als Satire direkt erkennbares Video pauschal eine ganze Gruppe mit Umweltverschmutzung in den Zusammenhang gestellt. Und dadurch haben sich einfach viele Seniorinnen und Senioren verletzt gefühlt.“
Dem Mann fehlt der Durchblick, wenn er meint, das Lied sei nicht als Satire erkennbar gewesen. Ja, was denn sonst soll ein Lied sein, das sich mit einer Oma befasst, die im Hühnerstall Motorrad fährt? Und außerdem fehlt ihm der Humor: Er hätte sagen sollen, er entschuldige sich bei allen Senioren, die im Hühnerstall Motorrad fahren. Damit wäre die Sache erledigt gewesen.

Heute ist der Tag der Senioren und der Dichter

Heute ist also mein Tag. Ich bin alt und reime gelegentlich ein bisschen. Deshalb stelle ich heute nochmals meine Gedicht über die Alten ins Netz:

Rentnerleben

Kann es etwas schön’res geben
Als ein erfülltes Rentnerleben?
Vorläufig kriegst Du noch Dein Geld,
Und Du reist in alle Welt,
Denn Reisen ist der große Sport –
Kaum einen hält es noch am Ort.
Aus Alten wurden „Senioren“,
Man hat dies Wort für die erkoren,
Die ihr Alter froh genießen,
Ohne dabei zu verdrießen.
Wie sich die Lebenswege gleichen:
Zu Haus’ ist keiner zu erreichen.
Ihr Lieblingssatz ist: „Tut mir leid,
Da hab’ ich leider keine Zeit.“
Mancher kann gar nicht versteh’n,
Wie er noch konnt’ zur Arbeit geh’n,
Wo er doch völlig überlastet
Durch den Terminkalender hastet,
Bis einer dann die Bremse tritt
Und nimmt den Alten einfach mit.

Und wenn Sie meine Altersweisheiten lesen wollen: Hier sind sie:
https://autorenseite.wordpress.com/altersweisheiten/

Die Diskriminierung der Alten

Das Fernsehen gibt sich modern und weltoffen. Immer mehr Frauen bevölkern den Fernsehschirm – nicht nur zur Dekoration, sondern sie moderieren im Gegensatz zu früher nun sogar die politischen Sendungen. Natürlich haben wir auch eine Reihe von farbigen Moderatoren. Und auch Schwule, die sich als solche geoutet haben, sind dabei. Wie bunt ist doch die Welt geworden.
Aber als 78 Jahre alter sogenannter Senior vermisse ich doch eine Gruppe von Menschen auf dem Schirm: die Alten. Natürlich kommen sie überall in irgendwelchen Sendungen vor, beispielsweise in „Der Alte“. Oder es wird über Missstände in Pflegeheimen berichtet. Aber eine Sendung, wie sie in „Mona Lisa“ für Frauen ausgestrahlt wird, gibt es für die Alten nicht. So kann man sie ungestraft diffamieren, wie es Ursula Heller einmal im Bayrischen Fernsehen getan hat: als Bevölkerungsgruppe, die sich hemmungslos auf Kosten der Jüngeren amüsiert.