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Zitat zum Tag


So ehrlich sollte man in den Schwimmbädern schon sein!

Hier kommt wie jeden Tag ein Zitat aus dem gerade erschienenen Buch Mit spitzer Feder. In diesem Buch finden Sie ungewöhnliche Aphorismen, die sich gut als Zitate für Reden und Schriften.

Die interessanten Dinge erfährt man nicht, z.B. wie viel Prozent Urin enthält das Wasser im Schwimmbad?


Mehr über den Autor auf der Homepage oder in der Leseecke. Sonderseite für FrauenNichtversteher: https://autorenseite.wordpress.com/frauen/

Was ist nur mit der Menschheit los?

> Während sich früher die Menschen im Schwimmbad erholten, ist eine solche Badeanstalt immer öfter ein Ort für Randale geworden. In Düsseldorf musste die Polizei schon drei Mal ein Bad räumen.
> Frustrierten Halbstarken fällt häufig nichts anderes ein, als nachts Rennen auf öffentlichen Straßen zu fahren. In Berlin gibt es jährlich 300 Fälle. Dabei kommt es zu tödlichen Unfällen und es wurden deshalb schon Fahrer wegen Mordes verurteilt. Aber das scheint nichts zu nützen.
>
Perverse Tierquäler sind unterwegs: Der eine schneidet einen Alpakababy die Ohren ab, ein anderer sticht auf ein Pferd ein.
> Heute stößt ein Mann ein Kind vor einen Zug. Schon vor etwa einer Woche hatte ein anderer eine Frau vor einen Zug gestoßen. Beide Opfer sind tot.
> Nur in London ist es noch schlimmer:
https://autorenseite.wordpress.com/2019/07/26/gott-sei-dank-bye-bye-great-britain/

Tote durch Armut


Überall können wir deutlich sehen, wie Deutschland verarmt. Ein Beispiel ist die Post: Viele Postämter wurden verkauft und nun werden die Postangelegenheiten oft hinten in irgendwelchen Geschäften abgewickelt. Die ersten Orte haben schon gar keine Post mehr und die Leute müssen in die 10 km entfernte Stadt fahren.
Ein weiteres Zeichen für unsere Verarmung sind die ständig steigenden Zahlen der Badetoten: Im letzten Jahr ist ihre Zahl schon wieder gestiegen, nachdem
2016 so viele Menschen ertrunken waren wie seit zehn Jahren nicht mehr. Die Zahl der Toten war damals um 49 auf mindestens 537 Menschen angewachsen. Auch 2015 hatten die Lebensretter deutlich mehr Todesopfer verzeichnet als im Vorjahr.
Die DLRG meldete dazu, schuld sei, dass sich immer mehr Gemeinden kein Schwimmbad mehr leisten können. Viele Bäder würden geschlossen. Die Folge davon sei, dass nur noch die Hälfte der Schüler sicher schwimmen könne und ein Viertel gar keinen Schwimmunterricht habe.
Da fragt man sich, wie so etwas sein kann: Früher hatte man genügend Geld, um all die Schwimmbäder zu bauen. Heute ist man zu arm, diese zu unterhalten. Dabei ist der Ölpreis doch so niedrig wie schon lange nicht mehr.

Der Mensch is‘ a Sau

Bad

So lautete ein Chanson von Qualtinger. Daran musste ich denken, als ich auf der Frontseite von Web.de las, was wirklich in den Schwimmbädern los ist. Aber der Artikel ist nicht sehr instruktiv.
Bei vielen Bädern ist es so, dass das Wasser erst einmal auf Badetemperatur aufgeheizt werden muss. Und weil dies so ist, wird es natürlich nicht so schnell erneuert. Mir ist ein solches Wasser zu unappetitlich, denn man hat festgestellt, dass die Badenden im Durchschnitt pro Tag 200 Liter Urin ins Becken ablassen.
http://www.tagesspiegel.de/weltspiegel/schwimmen-urin-im-pool-wie-gehen-hallenbaeder-damit-um/6988150.html
In den USA hat man mal versucht, gegenzusteuern, in dem man eine Chemikalie ins Badewasser gegeben hat, die sich rot färbte, wenn sie mit Urin in Berührung kam. Das hat sich leider nicht durchgesetzt, weil ein Gericht festgestellt hat, dass es eine Verletzung des Persönlichkeitsrechts ist, wenn jemand in dieser Weise als Ferkel bloß gestellt wird. Und auch Chemikalien wollten die Leute nicht im Wasser haben, dann schon lieber Urin. Wenn Sie wie viele Heilpraktiker an die Heilkraft des Urins glauben, gehen Sie in solche Bäder. Fragen Sie sich aber, ob sie dem Rat eines Arztes folgen sollen, der Ihnen sagt, Sie sollten sich nach dem Bad nicht duschen, sondern das Heilwasser weiter wirken lassen und sich deshalb nur mit dem Handtuch leicht abtupfen.
Am saubersten haben Sie es freilich, wenn Sie sich einen Badezusatz kaufen und sich damit in Ihre eigene Badewanne legen. Oder verlegen Sie Ihre Kur in den Sommer und gehen ans Meer.

Wer kauft sich denn einen Ferrari, wenn er kein Geld hat?

Die Stadt Bad Reichenhall hat so etwas Ähnliches gemacht: Sie hat sich trotz aller Warnungen den Luxus eines Familienschwimmbads in einer Zeit gegönnt, als etliche Städte ihre Bäder aus Kostenersparnisgründen schlossen. Die Mentalität, die dahinter steckt, ist immer die gleiche. Man bekommt Staatsgelder, wenn man so etwas macht, und sagt sich, man könne doch das viele Geld nicht einfach verfallen lassen. Nun plötzlich merkt man in Bad Reichenhall etwas spät, dass das Geld nicht reicht und man erwägt, die Straßenbeleuchtung teilweise abzuschalten.
Das sind ja düstere Aussichten!
Eines Tages wird man sich das Schwimmbad sowieso nicht mehr leisten können, weil die Energiepreise zu hoch sein werden. Wie sich die Energiepreise entwickeln, möchte ich mit 2 Beispielen beleuchten:
Als ich mein erstes Auto kaufte, tankte ich für 49 Pfennig pro Liter.
Mein erstes Heizöl ließ ich mir für 7,2 Pfennig liefern.
Jetzt, wo wir die letzten Öltropfen aus Schiefern herauspressen müssen oder in einige tausend Meter Meerestiefe nach Öl bohren, glauben doch tatsächlich Leute, dass bei den Preisen das Ende der Fahnenstange erreicht ist.