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Die Vögel werden immer lauter – die Menschen auch


Dass das Vogelgezwitscher immer lauter wird, haben Wissenschaftler festgestellt. Sie nehmen an, das müsse daran liegen, dass die Umwelt immer lauter wird.
Als Nicht-Wissenschaftler stelle ich fest, dass auch die Menschen immer lauter werden. Früher war es üblich, dass man sich in einem Gasthaus dezent unterhielt. Nur die Leute am Tisch sollten hören, was gesprochen wird. Heutzutage ist der Geräuschpegel in manchen Lokalen so, dass man meinen könnte, lauter Schwerhörige säßen beieinander. Das stimmt vielleicht auch, denn Mediziner haben heraus gefunden, dass die Großstädter mit dem Abbau des Gehörs im Vergleich zur Landbevölkerung um 10 Jahre voraus sind. Ursache sollen die ständigen Geräusche der städtischen Umwelt sein.
Kürzlich sah ich im Fernsehen Bilder aus einer Kleinstadt. Dort gibt es immer schon Gasthäuser, bei denen man im Sommer auch noch abends draußen sitzen kann. Nun auf einmal wehren sich die Anwohner und verlangen eine frühe Polizeistunde. Sie beklagen sich darüber, dass der Lärm unerträglich geworden ist. Die Lokalbesucher sind also nicht mehr in der Lage, Rücksicht auf die Nachtruhe der Anwohner zu nehmen. Auch hier sehen wir also wie sonst auch eine Verrohung der Sitten.

Schwerhörige Kinder werden mehr

Kinder
Ich habe ja schon einmal etwas darüber geschrieben, wie die Leute ihre Augen kaputt machen:
https://autorenseite.wordpress.com/2017/02/02/tut-was-fuer-eure-augen/
Dasselbe ist es mit den Ohren: Schon im Jahr 2009 stand in der Zeitung: Die Zahl schwerhöriger Kinder und Jugendlicher in Deutschland hat dramatisch zugenommen, nämlich im Vergleich zu 2005 habe es einen ein Anstieg um 38 Prozent gegeben, teilte die DAK in Hamburg seinerzeit mit.

Nun wurde in den Nachrichten wiederum ein Anstieg der Schwerhörigkeit bei Kindern und Jugendlichen gemeldet, und zwar eine Zunahme um ein Drittel! Wie soll das bei den schwerhörigen Kindern weiter gehen? Wenn im Alter die Hörfähigkeit abnimmt, könnte es sein, dass diese Kinder einmal später völlig taub werden. Warum tut man so wenig dagegen?
Viele dumme Eltern verzichten bei ihren Kindern aufs Vorlesen und legen sie mit den Ohrstöpseln eines Wiedergabegeräts ins Bett. Aber das empfindliche Ohr der Kinder bräuchte Ruhe.
Wenn die Kinder älter werden und ein Handy besitzen, hören viele von ihnen damit Musik in einer Lautstärke, dass man mithören kann. Dasselbe ist es mit den Autoradios: da dröhnt es oft durch das Blech nach draußen. Schlimm ist auch die Lautstärke bei vielen Veranstaltungen. Ich habe meinen Kindern zur Vorsicht immer Ohropax mitgegeben, das sie oft gerne benutzt haben.
Völlig inkonsequent ist die EU: Als ich mir eine Telefon kaufte, gab es nur EU-konforme Geräte mit einer Klingellautstärke von höchstens 40 Dezibel. Die Folge davon ist, dass man das Läuten des Telefons nicht mehr wie früher in der ganzen Wohnung hört. Warum werden solche Beschränkungen der Lautstärke nicht auch mindestens dort eingeführt, wo sich junge Leute zur Zeit ihre Hörschäden holen?
Erinnern Sie sich noch an die Geschichte mit dem unbekannten U-Boot vor Schweden? Man setzte damals Horchgeräte ein, um das U-Boot zu orten, aber die Schweden hörten zu schlecht. Man holte daher die Horcher woanders her.

Tut was für eure Augen!

Brille

Es gibt die Redensart: etwas „wie einen Augapfel zu hüten“. Doch dieser Spruch stimmt nicht mehr. Wir sind unsensibel (oder dümmer?) geworden, was unsere Augen anbetrifft:
In Europa und den USA sind bereits rund 40 Prozent der Kinder und Jugendlichen kurzsichtig . Das sind doppelt so viele wie noch in den 1990-er Jahren. Unter den Studenten braucht sogar jede(r) Zweite eine Brille. Zwar lesen wir hier, dass Kurzsichtige vergleichsweise schlauer sind als Normalsichtige:
http://web.de/magazine/gesundheit/kurzsichtigkeit-folge-intelligenz-31959610
Sehr Kurzsichtige sollen sogar noch intelligenter sein. Das stimmt aber in dieser Allgemeinheit nicht. Natürlich sind Menschen, die durch vieles Lesen ihre Augen kaputt gemacht haben, oft klüger als diejenigen, die kaum gelesen haben.
Aber ein wirklich intelligenter Mensch geht sorgsam mit seinem Körper um, also auch mit seinen Augen. Er ernährt sich gesund. Und so, wie ein Mensch, der sitzend arbeitet, etwas für seine Wirbelsäule tun muss, muss auch derjenige, der viel liest, Ausgleichsübungen für seine Augen machen. Ich habe schon in der Volksschule gelernt, dass man alle Viertelstunden von seinem Buch aufschauen und in die Ferne blicken muss, um die Augen zu trainieren. Und das stimmt tatsächlich. Ich brauche mit meinen 82 Jahren immer noch keine Brille. Vielleicht liegt es auch daran, dass ich häufig Karotten zu essen bekam -wegen der Augen. Und natürlich saße früher nicht vor dem PC, denn den gab es noch nicht. Wir waren draußen an der frischen Luft. Schade, dass solches Grundwissen heute verloren gegangen zu sein scheint. Die Menschen von heute können oft nicht mehr über den Tellerrand ihres berufsbedingten Wissens hinaus sehen.
Kurzsichtige sind also vielfach Leute, die ganz einfache, aber sehr wichtige Grundregeln für das Leben nicht kennen.
Und wer weiß schon, dass
empfindliche Kinderaugen das kurzwellige Licht von Smartphones ungehindert bis zur Netzhaut vordringen lassen und dass die Strahlen dort einen Schaden wie bei einem einen Sonnenbrand verursachen können? Als Folge sind schwere Sehstörungen zu befürchten, bis zum Verlust der Lese-Fähigkeit. Aber wer nutzt schon eine App zur Dämpfung des kurzwelligen Lichts seines Smartphones?
Ähnlich verhält es sich ja mit den Ohren: Diese Organe sind oft schon in frühester Kindheit erheblichen Belastungen ausgesetzt, weil viele Kinder nicht mehr vorgelesen bekommen, sondern mit Ohrstöpseln Geschichten von einem Gerät hören. Und so geht es dann weiter: Krach in Discotheken, Radio im Auto auf full Power …
Wachsen da einmal schwerhörige, halbblinde Menschen heran?