Schlagwort-Archive: Schadstoff

Typisch Wahlkampf: Tempolimit

Typisch am Wahlkampf ist, dass dabei Äpfel mit Birnen verglichen werden.
Nehmen wir als Beispiel den Streit über das Tempolimit: Fest steht, dass es bei einer Geschwindigkeitsbegrenzung weniger Tote gibt und dass der Schadstoffausstoß geringer wird:
Ein Tempolimit von 130 Kilometern pro Stunde würde die Treibhausgasemissionen des Verkehrs um jährlich 1,9 Millionen Tonnen CO2-Äquivalente mindern. Bei einem Tempolimit von 120 km/h wären es 2,6 Millionen Tonnen.  Das kann die Union nicht weg diskutieren. Auch die Zahl der Toten ließe sich wesentlich reduzieren, wie Vergleiche von Autobahnabschnitten vor und nach einer Geschwindigkeitsbegrenzung eindeutig belegen. Aber weil Scheuer dagegen keine sachlichen Argumente vorbringen kann, desavouiert er das Tempolimit als politisches „Kampfinstrument“ und sogar als „Fetisch“. Wenn er sagt, die deutschen Autobahnen seien die sichersten der Welt, so ist das kein Argument dagegen, dass man sie nicht noch sicherer machen kann. Und wenn er von Freiheit redet, so hat halt diese halt sowieso in den Verkehrsregeln ihre Grenzen. Und wenn er von einer Durchschnittsgeschwindigkeit auf Autobahnen von 117 km/h  redet, so redet er in typischer Weise am Thema vorbei: Es geht nicht um die Durchschnittsgeschwindigkeit, die in Staus oft 0 ist, sondern um die Raserei, ihre Gefahren und ihren Schadstoffausstoß.
Wir können halt nicht mehr sachlich diskutieren, schon gar nicht im Wahlkampf.
Wenn Scheuer ehrlich wäre. müsste er sagen: „Die paar Toten mehr und auch die paar Tonnen CO2 müssen wir hinnehmen, damit die Autoindustrie teure Autos verkaufen kann.“

Tag des Datenschutzes: Das waren noch Zeiten!

Heute ist der Tag des Datenschutzes. Ich brauche einen solchen Schutz eigentlich nicht, denn ich freue mich über jeden, der sich für das interessiert, was ich hier treibe. (Online-Banking mache ich vorsichtshalber sowieso nicht)
Ich bin ja schon seit Jahrzehnten im Internet und am Anfang hatte ich Angst, dass mir jemand eine Schadstoff-Software auflädt. Ich unterhielt mich damals mit einem der führenden Geheimdienstler über die Gefahren des Internets. Er sagte mir, ich würde einer von Milliarden sein, die im Internet unterwegs sein würden, und dann fragte er: „Glaubst du wirklich, dass sich da jemand ausgerechnet für dich interessiert?“
So hat man damals gedacht. Das waren noch Zeiten!
Und heute frage ich mich manchmal, was mein PC womöglich treibt, wenn er auf einmal stark beschäftigt rauscht, ohne dass ich weiß, warum. Ist er vielleicht ein Zombie und wie stelle ich das fest?

Eine erschreckende Meldung: Alles verseucht!

Gestern kam in den Nachrichten eine erschreckende Meldung: Man hat Pflanzen, die ohne Gifte rein biologisch in Hausgärten aufgezogen wurden, untersucht. Dabei wurde festgestellt, dass sie dieselben Giftstoffe aufwiesen, wie die gespritzten Pflanzen der Landwirtschaft. Das war selbst bei solchen Pflanzen zu beobachten, die auf Balkonen der Großstädte wuchsen. Wie kann das sein, auch wenn der nächste Acker weit weg ist? Man nimmt an, dass der Wind diese Schadstoffe überall hin verbreitet. Wenn die Belastung der „biologischen“ Pflanzen auch unter dem Grenzwert liegt, sehe ich doch ein anderes Problem, dessen Folgen untersucht werden müssten: Wir atmen demnach ständig Gifte ein, die von den landwirtschaftlichen Flächen aus durch den Wind verbreitet werden. Kann das auf die Dauer ohne Folgen bleiben? Oder sind Entmannung der Männer, Gendrifizierung … schon Anzeichen für solche Auswirkungen?
Gift ist überall, selbst in den abgelegensten Winkeln: Bei meiner letzten Bergtour im Hochgebirge fiel mir auf: Das Schmelzwasser, das auf dem Eis abfließt kann man heutzutage nicht mehr trinken: Es schmeckt nach Öl. Das stammt offenbar aus den Niederschlägen, die mit Abgasen belastet sind.
Öl auch im Milchpulver:
https://web.de/magazine/ratgeber/essen-trinken/rueckruf-verkaufsstopp-gefordert-foodwatch-mineraloelspuren-milchpulver-34126296

CSU: Weiter „auf Krawall gebürstet“


Gerade hörten wir vom neuen bayerischen Ministerpräsidenten schöne Floskeln wie diese: Man wolle „ein Profil mit Stil“ und keinen Streit. Kaum sind diese wohl klingenden, aber wenig aussagenden Worte verhallt, da ist ein Streit über die Einführung von Geschwindigkeitsbeschränkungen entbrannt. Verkehrsminister Scheuer nannte solche Pläne als „gegen jede menschliche Vernunft“ gerichtet.
Wir sind es ja von der Bildzeitung gewohnt, dass das, was ihr nicht gefällt, als „Wahnsinn“ oder „Irrsinn“ bezeichnet wird. Aber innerhalb einer Regierung sollte doch ein anderer Ton herrschen.
Scheuer desavouiert sich selbst, wenn er dem übrigen Europa, wo es ja Geschwindigkeitsbegrenzungen gibt, die Vernunft abspricht.
Er sollte doch ehrlich sagen: „Es geht um die Abwägung von Schadstoffbelastungen, also von Menschenleben, gegen Arbeitsplätze. Das Auto ist unser Gott. Schon die alten Religionen haben ihren Göttern Menschen geopfert. Das war doch immer so.“
Söder sollte seine Kläffer Dobrindt und Scheuer vielleicht doch ein bisschen im Zaume halten. Er selbst erinnert ja in seiner neuen Würde den Bürger an den Wolf aus dem Märchen, der „Kreide gefressen“ hat.

E-Auto-Prämie – wieso eigentlich?

Der Bundesrechnungshof hat mit Recht Kritik an der Kaufprämie für Elektroautos geübt und festgestellt: „Die deutsche Automobilindustrie hat die Entscheidung der Bundesregierung zum Umweltbonus und zu dessen Ausgestaltung wesentlich beeinflusst.“
Die Prämie beträgt 4000 Euro, die sich der Bund und die Autoindustrie angeblich teilen. Das klingt ja noch einigermaßen beruhigend für die Menschen mit grün gefärbter Brille: Sie freuen sich, dass etwas für die Umwelt getan wird und dass dies auf freiwilliger Basis geschieht.
Warum betont man eigentlich bei solchen Regelungen immer die Freiwilligkeit, die wir Steuerzahler bezahlen müssen. Wir tragen wie schon bei der Abwrackprämie diese Kosten der Umstellung auf die E-Mobilität. Wieso eigentlich? Wäre es nicht richtiger, die Daumenschrauben beim Schadstoffausstoß anzuziehen? Je mehr Schadstoff – je mehr Steuer. Und: kein Schadstoff – keine Steuer.
So etwas geht bei uns nicht, denn die Lobby der Autoindustrie verhindert eine solche vernünftige Lösung. Sie will ja erreichen, dass die Nobelkarossen, die meist Dreckschleudern sind, weiter verkauft werden können. Als Bonbon für die Bürger erklärt sich die Industrie bereit, die Hälfte der E-Prämie selbst zu bezahlen. Na so was! Die hat man natürlich vorher auf den Kaufpreis drauf geschlagen.
So subventionieren wir halt wieder einmal die Milliardengewinne der Autoindustrie. Das ist eben so in der „sozialen“ Marktwirtschaft, denn wie heißt es in Art 14 Grundgesetz: „Eigentum verpflichtet.“ Also haben wir mit unserem Eigentum Subventionen zu zahlen.

 

Ein Wunder: Kleine Ursache – große Wirkung


Man sollte es nicht für möglich halten: In Hawaii sind bestimmte Sonnencremes verboten, weil sie Korallen und anderen Tieren schaden:
https://web.de/magazine/gesundheit/sonnencremes-meerestieren-schaden-hawaii-verbietet-produkte-33031454
Da staunt man, weil man sich nicht gut vorstellen kann, dass verhältnismäßig minimale Mengen in einem großen Meer einen solchen Schaden anrichten können. Dasselbe gilt übrigens auch für Schiffsfarben, die wahre Giftbomben sind. Und wenn ich mir die Skifahrerei anschaue, frage ich mich, wie viele Tonnen Skiwachs wohl insgesamt Jahr für Jahr in die Landschaft gelangen. In den Gewässern ist das keinesfalls harmlose Gleitmittel schon als Spurenelement nachweisbar.
Was haben wir nicht alles im Wasser: Nitrat, Glyphosat, Mikroplastik, weibliche Hormone…
Welche Wirkungen die weiblichen Hormone haben, beobachtet man am Ausfluss von Kläranlagen: Dort wird das Geschlecht von Fischen umgewandelt. Diese Hormone finden sich auch in geringen Mengen im Trinkwasser. Grenzwerte dafür gibt es zwar nicht, aber man ist der Überzeugung, dass die minimalen Mengen keine Folgen haben.
Die Mikroplastikteilchen finden sich inzwischen sogar im menschlichen Gehirn.
Das Sonderbare am Ganzen ist, dass die Homöopathie an die gesundheitlichen Wirkungen auch sehr stark verdünnter Substanzen glaubt, dass aber andererseits die Wissenschaft meint, Gefahren von der Bevölkerung fern halten zu können, indem man für Schadstoffe Grenzwerte festsetzt, für die es kaum Erfahrungen gibt,
Die Menschheit ist zur Zeit Gegenstand eines Experiments mit ungewissem Ausgang.

Ist „Luftkurort“ ein Betrug?

atemluft

https://autorenseite.wordpress.com/2018/02/13/dicke-luft-im-kurort/
Müsste man nicht strengere Voraussetzungen für das Prädikat „Luftkurort“ schaffen? In Gebirgsorten stauen sich Heizungs- und Autoabgase bei Inversionswetterlagen. Wenn ein Erholungssuchender Pech hat, fällt sein Urlaub in eine solche Wetterperiode. Von einer „Luftkur“ kann dann wohl keine Rede sein.
Auch die Österreicher denken über dieses Problem nach:
https://www.sn.at/panorama/oesterreich/luftkurorte-werden-zur-farce-24312004

Uns fehlt die Solidarität

Gerade lesen wir: Ein Jahr nach der Inhaftierung des „Welt“-Korrespondenten Deniz Yücel in der Türkei hat der deutsche Außenminister Sigmar Gabriel erneut die Freilassung des Journalisten verlangt. Wie schön von ihm! Wahrscheinlich ist es auch das beste für Erdogan, wenn er Yücel ohne Prozess alsbald frei lässt, denn womöglich würde sich in einem Prozess herausstellen, dass die Tatvorwürfe nicht recht nachvollziehbar sind.
Yücel wäre sofort frei gekommen, wenn sich die Deutschen solidarisch verhalten hätten und wenn alle im Urlaub der Türkei ferngeblieben wären.
Ein anderes Beispiel für mangelnde Solidarität ist das Verhalten der VW-Kunden. Die VW-Werke weigern sich ja, ihre Schadstoff ausstoßenden Autos nachzurüsten. Wie schnell hätte das funktioniert, wenn die Deutschen in einen Käuferstreik eingetreten wären.
Da könnte man noch viele Beispiele bilden, aber es würde nichts nützen. Die Menschen sind zu sehr mit sich selbst beschäftigt, als dass sie noch mit anderen solidarisch sein könnten. Schade!

Dicke Luft im Kurort?

In Bad Reichenhall hörten wir immer, wie rein und gesund doch die Alpenluft sei. Und gerade wegen dieser Luft ist Bad Reichenhall ja auch ein Kurort für Lungenkranke.
Aufgeschreckt wurden die Reichenhaller allerdings einmal durch einen Bericht der Bildzeitung, die bei einem Test feststellte, dass die Luft in Bad Reichenhall schlechter war als in Gelsenkirchen. Nun, das ließ sich von offizieller Seite mit einer besonderen Inversionswetterlage erklären. So sah man angeblich keinen Grund zur Besorgnis.
Man veröffentlichte im Fernsehen allerdings im Gegensatz zu anderen Orten merkwürdigerweise nur lückenhafte Luftwerte.

Die Rechtsrätin der Stadt Bad Reichenhall erklärte hierzu, dass derzeit in der Kurstadt nur die Ozonwerte gemessen werden. Für die Messungen anderer Schadstoffe gebe in Bad Reichenhall keinen Anlass. Pfeifer bezog sich dabei auf das Landesamt für Umwelt und deren „Luftgütemessungen“ an 54 anderen Standorten in Bayern. Die dort gemessenen Konzertrationen an Blei, Benzol, Kohlenmonoxid, Feinstaub und Schwefeldioxid seien selbst in den Metropolen so gering gewesen, dass für Städte wie Reichenhall ebenfalls keine Überschreitung der Grenzwerte erwartet werden könne.
http://www.heimatzeitung.de/lokales/berchtesgadener_land/2830910_Dicke-Luft-in-der-Kurstadt-Keine-gesonderten-Messungen.html
Nun will man in Bad Reichenhall einen Tunnel für den Durchgangsverkehr bauen. Dagegen regt sich Widerstand. Da der Verkehr hier besser läuft als in vielen anderen Städten, kann man das Projekt nur damit rechtfertigen, dass man die Lärm- und Luftbelastung als Grund für das 160-Millionen-Projekt angibt.
Das Staatliche Bauamt Traunstein erklärt, man wolle die Verkehrsqualität und -sicherheit der Bundesstraße B 21 als wichtige überregionale Straßenverbindung zwischen Salzburg – Bad Reichenhall – Lofer bzw. Freilassing – Bundesautobahn (BAB) A 8 – Bad Reichenhall und Berchtesgaden deutlich erhöhen und die Lärm- und Abgasimmissionen für die Anwohner in der Kurstadt Bad Reichenhall verringern.
https://www.bgland24.de/bgland/region-bad-reichenhall/bad-reichenhall-ort28289/neue-plaene-kirchholztunnel-bgl24-1226167.html
Nur fragt sich der aufmerksame Bürger, wieso auf einmal wieder von belasteter Luft die Rede ist, wo man doch jahrelang immer gehört hat, wie rein und gesund die Luft in diesem Kurort sein soll. Und wenn man darauf hinwies, dass im 15 km entfernten Salzburg manchmal katastrophale Luftwerte gemessen würden, hieß es, Bad Reichenhall und Salzburg seien nicht vergleichbar. Nun auf einmal sollen aber beim Tunnelprojekt doch die Salzburger Werte mit einbezogen werden. Man könnte doch verlangen, dass bei einem 160-Millionen Projekt, das dann am Ende weit über 200 Millionen kosten wird, endlich einmal in Bad Reichenhall ständig gemessen wird wie andernorts auch.
Es ist selbstverständlich, dass wir jedes Jahr nachlesen können, welche Strände die blaue Flagge bekommen haben. Warum gibt es keine blaue Flagge für die Luft? Schließlich werden ja Lungenkranke gerade wegen der angeblich gesunden Luft in Heilkurorte geschickt.

 

Trump ehrlicher als Merkel?

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US-Präsident Donald Trump hat per Dekret mehrere Klimaschutzbestimmungen seines Amtsvorgängers Barack Obama rückgängig gemacht oder zur Überprüfung ausgeschrieben. Und nun ist natürlich zweifelhaft, ob die USA jetzt überhaupt noch die Regeln des Pariser Klimaschutz-Abkommens einhalten können, denn wie soll das gehen? Allgemein wird Trumps Vorgehen als Abschied vom Klimaschutz verstanden.
Wir dagegen gebärden uns ständig als Musterknaben des Klimaschutzes. Aber das ist Vortäuschung falscher Tatsachen. Wir hatten schon im April den CO2-Schadstoff-Ausstoß erreicht, der uns im ganzen Jahr zugestanden hätte:
https://autorenseite.wordpress.com/2017/04/11/wir-werden-staendig-belogen/
Man kann also feststellen, dass Trump mit seiner Klima-Politik nur ehrlicher ist als wir.
À propos Ehrlichkeit: Wie wir ständig belogen werden können sie beispielsweise auch hier nachlesen:
https://autorenseite.wordpress.com/2017/03/30/schaebige-staaten/