Schlagwort-Archive: Russland

Corona im Zeitalter der Desinformation

Das Impfen geht bei uns nur langsam voran, während China schon wieder tanzt, weil dort die Pandemie überwunden ist. Auch Russland scheint, wenn man den Berichten trauen kann, mit Sputnik V bessere Erfolge zu erzielen als wir.
Dennoch beklagt sich der Auswärtige Dienst der EU , Russland und China würden das Thema der Corona-Impfstoffe in großem Stil für Desinformationen gegen die Europäische Union nutzen; beide Staaten würden seit Monaten aggressiv auf der ganzen Welt für ihre staatlichen Impfstoffe werben.
Es tut mir leid, dass ich bei meinem derzeitigen Kenntnisstand eher den Russen und Chinesen glaube als der eigenen EU. Auch Söder scheint viel von Sputnik V zu halten, denn er hat seine Fühler nach Russland ausgestreckt.
Was die EU vermissen lässt, ist eine Aufklärung darüber, warum die Zulassung der russischen und chinesischen Impfstoffe so lange dauert. Zahlen wir den Chinesen heim, dass sie Importe behindern? Das wäre schlimm, weil es Menschenleben kostet. Oder misstrauen wir den Prüfungsunterlagen der russischen und chinesischen Behörden (und das bei den erkennbaren Erfolgen der Impfungen!)? Oder welche sonstigen Bedenken hat die europäische Arzneimittelprüfungsbehörde?
Weil alles so im Dunklen bleibt, kommt der Verdacht auf, dass man die eigenen Vakzine vor Konkurrenz möglichst lange schützen will.
Kein Wunder also, dass es Verschwörungstheorien gibt. Die Informationspolitik der EU beflügelt sie.

Schonzeit für Putin? Kein Interesse an der Wahrheit?

Der Fall Nawalny ist für den Westen klar: Ein Mordversuch, der nicht ohne Wissen Putins stattgefunden haben kann.
Putin weist natürlich alles von sich und fragt: „Nawalny, wer ist das schon?“ Er stellt den Fall als Fake des Westens hin. Und wenn nun Nawalny behauptet, vom Geheimdienst ein Geständnis bekommen zu haben, so ist dieses Telefongespräch nach russischer Darstellung eine Fälschung.
Was ist nun die Wahrheit? Die ließe sich sehr leicht herausbringen: Man hätte vom russischen Krankenhaus, wo Nawalny erst behandelt wurde, Blutproben anfordern können, um zu belegen, dass diese schon das Gift enthalten haben. Und wenn dies verweigert worden wäre, hätte man Schlüsse daraus ziehen können.
Und bei dem von Nawalny behaupteten Telefongespräch ließe sich auch die Wahrheit ganz einfach feststellen: Man macht einen Stimmenvergleich.
Dass man insoweit Putin nicht die Daumenschrauben angelegt hat, zeigt, dass man an einem guten Verhältnis zu Russland mehr Interesse hat als an einer Aufklärung der Tat. Und die läppischen gegenseitigen Sanktionen bestätigen diese Vermutung.
Aber vielleicht bohren einmal findige Journalisten nach und liefern einen Stimmenvergleich oder beschaffen sogar eine Blutprobe. Es muss doch jemanden geben, der Interesse an der Wahrheit hat.

Fall Nawalny: Da stimmt doch was nicht!

Die Russen behaupten, das Gift Nowitschok sei erst in Deutschland in Nawalnys Blut gelangt. Warum hat den keiner eine Probe des Blutes verlangt, das Nawalny in einer russischen Klinik entnommen wurde? Dann könnte man ganz einfach feststellen, ob die Russen recht haben oder nicht. Ich glaube nicht, dass die Russen Den Giftstoff spurlos aus dem Blut hätten entfernen können.
Irgendwie macht das Ganze den Eindruck, als ob niemand ein rechtes Interesse an der Aufklärung hat,

Staatsfeind Schröder


Mein Senf dazu:

Altbundeskanzler Schröder ist in der Ukraine zum Staatsfeind erklärt worden, weil er zum Thema Krim in einem Interview daran erinnert hat, „dass die Halbinsel 1954 vom damaligen sowjetischen Regierungschef Nikita Chruschtschow der Ukraine geschenkt wurde. Sowohl Russland wie auch die Ukraine waren damals Teil der UdSSR.“
Ist das Völkerrecht nicht absurd? Es wird allgemein akzeptiert, dass ein Staatschef ein Land verschenkt, ohne die Bevölkerung zu befragen. Eine normale Schenkung kann man wegen Undanks widerrufen, die Schenkung eines Landes aber nur nach Putins Auffassung.
Und auch nun wäre eine einfache Lösung des Problems
Ukraine zu erreichen, indem man eine Umfrage veranstaltet, in der die Bevölkerung entscheiden kann, zu welchem Staat sie gehören will und dementsprechend könnte man im Donbass eine Grenze ziehen. Das wäre doch mal echt demokratisch, wenn das Volk etwas zu sagen hätte und auf diese Weise Frieden einkehren würde. Aber das geht nicht, weil die Mächtigen ihr eigenes Süppchen kochen wollen – auf Kosten der armen Bevölkerung.
Schließlich noch eine Bemerkung zur Ukraine: Wenn sich Sanktionen als nutzlos erweisen, sollte man sie aufheben, besonders wenn uns an einem besseren Verhältnis zu Russland gelegen ist.

Plot: America first!


Ein Plot ist das Handlungsgerüst eines Films. Und manchmal denke ich, mir würde da schon einiges einfallen.
Hier ein Plot© darüber, wie die USA die Weltherrschaft an sich reißen:
Man bringt einem russischen Exspion Gift bei und behauptet, das seien die Russen gewesen. So löst man tiefgreifende Sanktionen gegen Russland aus und hält auf diese Weise diesen Konkurrenten klein.
Dann behauptet man grundlos, der Iran bastele an Atombomben. Die USA verhängen Sanktionen gegen den Iran und verlangen, dass die anderen westlichen Staaten mitmachen. Weil dadurch ein Hauptproduzent von Erdöl ausfällt, steigt der Ölpreis und die USA als größter Erdölförderer verdienen plötzlich ein Vielfaches im Verhältnis zu vorher. Der Dollar wird zur einzigen Leitwährung. Und dann zwingen die USA die anderen Staaten mit ihrer „America-first-Politik“ durch Strafzölle in die Knie.
So geht Weltherrschaft ganz ohne Krieg.

Wie gesagt: Das ist nur ein Fantasiegebilde für einen Film. Aber so einfach könnte es doch auch in Wirklichkeit funktionieren oder?

Warum nicht so, Herr Gabriel?

Herr Gabriel, Sie sind gerade mit dem Vorschlag angeeckt, die  Sanktionen gegen Russland aufzuheben. Das zeigt, wie verbohrt an einer Maßnahme festgehalten wird, die nichts nützt, sondern im Gegenteil sogar schadet.
Und warum sollte man nicht einen Schritt weiter gehen und die Bevölkerung abstimmen lassen, wer zu Russland und wer zur Ukraine gehören will? Dann könnte man eine entsprechende Grenze ziehen und wir hätten einen Krisenherd mit vielen Toten weniger. Die Schotten durften ja auch abstimmen, ob sie weiter zu Großbritannien gehören wollten oder nicht.
Wenn man demgegenüber auf Prinzipien herum reitet, die sich nicht durchsetzen lassen, so verlängert das nur das Leiden der Menschen.
Diejenigen, die sich auf das Völkerrecht berufen, sollten einmal darüber nachdenken, wie viele Staaten entgegen dem Völkerrecht entstanden sind: die USA beispielsweise durch Vernichtung der Indianer.

Ist Putin schuld?

putin-892654_1280
Die Kommission, die den Abschuss von MH17 untersucht hat, vertritt eine interessante These: Auch Russland sei schuld, weil die Buk-Rakete, die das Flugzeug getroffen habe, von dort stamme. Jetzt halten wir uns mal vor Augen, dass wir einer der größten Waffenlieferanten der Welt sind. Ein großer Teil unserer Waffen richtet gerade in Syrien unsägliches Leid an. Trägt also Deutschland eine Mitschuld?

Gefährliches Spiel: Destabilisierung Russlands

putin-892654_1280.jpg
Die USA treiben ein gefährliches Spiel. Sie wollen Russland destabilisieren. Es gelang ihnen, die Ukraine aus dem Einflussbereich des Ostens heraus zu lösen und zum Westen herüber zu ziehen (jedenfalls den größten Teil). Und als Putin seinen russischen Landsleuten zu Hilfe kam, wurde er als der böse Usurpator hingestellt, der mit Sanktionen bestraft werden musste. Diese bringen natürlich die Russen in wirtschaftliche Schwierigkeiten. Ihr Rubel verfällt. Hinzu kommt, dass die Amis durch Fracking den Ölpreis ins Rutschen gebracht haben, so dass die Russen auch am Energieexport nicht mehr viel verdienen können.  Die Amis setzen darauf, Putin in die Knie zu zwingen.
Die Amerikaner sollten sich fragen, ob sie nicht ein gefährliches Spiel treiben. Sie haben offenbar aus ihren früheren Fehlschlägen nichts gelernt:
Sie haben mit ihrer früheren Unterstützung der Taliban gegen die Russen das Land Afghanistan destabilisiert. Noch schlimmer aber sind die Folgen ihrer Nahostpolitik, die uns über eine Million Flüchtlinge beschert hat. Was wird passieren, wenn Russland einmal ein ähnliches Schicksal erleidet?
Eigentlich schade, dass Schröder nicht mehr Kanzler ist. Der würde mal mit Putin ein Bier trinken und dabei manches zurecht rücken.

Wer ist der schlimmere Rechtsbrecher: USA oder Russland?

Vergleichen wir einmal die Völkerrechtsverstöße der beiden Staaten USA und Russland und wundern uns über die Folgen dieser Rechtsbrüche:
Bush hat den Irak wegen des Öls überfallen und dabei die ganze Welt belogen, indem er behauptete, Saddam Hussein baue Atombomben. Bush schlug zu, obwohl eine internationale Untersuchungskommission den Irak bereiste, um die Richtigkeit dieser Vorwürfe zu prüfen.
Und Putin? Er kam seinen Landsleuten zu Hilfe, als die Ukrainer Massaker und Folterungen an Russen begingen und Russisch als zweite Amtssprache abschafften. Putins Vorgehen mag völkerrechtswidrig sein, ist aber menschlich verständlich. Anders als bei Bush war bei ihm jedenfalls wohl kaum Geldgier das Motiv.
Und nun vergleichen wir einmal, wie unsere Kanzlerin sich in den beiden Fällen verhalten hat: Bei Bush wäre sie am liebsten mit marschiert, hat aber die Wahl verloren, weil das deutsche Volk gescheiter war. Hat man irgendwann einmal etwas davon gehört, dass jemand auf die Idee gekommen wäre, Sanktionen gegen die USA zu verhängen?
Und wie anders sieht es nun bei Putin aus. Die Sanktionen sind übrigens sinnlos. Sie treffen zwar Russland hart, aber das schweißt die russische Bevölkerung zusammen. Für sie ist der Westen zum Feind geworden, der sie ruinieren will. Es ist so ähnlich wie bei den verbrecherischen Terrorangriffen der Alliierten auf die deutsche Bevölkerung. Die hielt umso tapferer durch, weil sie das Schlimmste befürchtete, wenn die Alliierten Deutschland besetzen würden.
Es hat den Anschein, als ob die Sanktionen auch immer mehr westliche Länder treffen. Kurorte wie Karlsbad und Marienbad sind wie ausgestorben. Die Wiener Juweliere, die mehr Umsatz machten als der gesamte österreichische Fremdenverkehr, jammern schwer. Und unsere Landwirte müssen Obst und andere Produkte verramschen.

Russlands Wirtschaft taumelt und Putin droht

Das hat Putin nun davon. Wir lesen in den Nachrichten: „Die Wirtschaft seines Landes taumelt. Infolge der Krise hat sie stark an Fahrt verloren. Die Zentralbank rechnet für 2015 mittlerweile sogar mit einer Stagnation der Wirtschaft.“
http://web.de/magazine/politik/kampfjets-kriegsschiffe-russlands-manoevern-steckt-30209200
Wie schlimm es in Russland bei einem Nullwachstum zugehen muss, können wir Deutschen am besten ermessen. Wir haben zwar ein Wachstum von über einem Prozent, aber die Wirtschaft ist eigentlich nicht in der Lage, allen ihren Arbeitnehmern einen Lohn zu zahlen, von dem sie leben können (so die Wirtschaftsweisen zum Mindestlohn). Webb alsoRussland ein Nullwachstum hat, müssten logischerweise die ersten Menschen verhungern, während sie bei uns immerhin bei unserem kleinen Wachstum noch an den Tafeln ernährt werden können.
Und noch etwas bereitet uns Sorge. Putin bedroht nicht nur mit 3 Kriegsschiffen (und einem Versorgungsschiff) die gesamte australische Marine. Nein, er soll gerüchtweise auch selbst mit einem Segelboot im Schwarzen Meer unterwegs sein und eine Pistole dabei haben, die er angeblich zum Selbstschutz mitführt. Was führt er da wieder im Schilde? Die NATO ist in Alarmbereitschaft.