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Eine absurde Diskussion

Gerade finden die Philippiner nichts dabei, den Sohn des üblen Diktators Marcos zum Präsidenten zu wählen, da tut sich im Rahmen des Ukraine-Kriegs eine absurde Diskussion auf: Ein Oligarch wirft verschiedenen deutschen Politikern vor, sie hätten SS-Goßväter gehabt:
https://web.de/magazine/politik/russland-krieg-ukraine/scholz-lindner-lauterbach-russischer-oligarch-unterstellt-ss-grossvaeter-36851736
In der Politik ist nichts zu blöde, um als Argument her genommen zu werden. Was hat denn der Großvater mit dem Enkel zu tun? Könnte nicht schon der Sohn aus der Art schlagen und völlig anders sein als der Vater?

Aber in der Politik zählen solche Argumente nicht. Wir Deutschen müssen immer noch im Büßerhemd herum laufen, weil die Vorfahren der heutigen Generationen den Zweiten Weltkrieg begonnen haben. Und an diese Abstempelung knüpft Russland im Rahmen seiner Propaganda gerade an.
Wie erfrischend klang es in meinen Ohren, als ein junges Mädchen einmal sagte: „Was geht mich das an, dass mein Opa im Krieg war?“

Ukraine-Krieg: Was ich nie verstehen werde

Manchmal komme ich mir vor wie der einsame Rufer in der Wüste. Und wenn ich nun die Schrecknisse des Krieges in der Ukraine sehe, frage ich mich, ob man das ganze Elend nicht hätte vermeiden können. Am 19.2. kritisierte ich die Sturheit des Westens und prophezeite, dass es dadurch nun wohl Krieg geben würde. Leider habe ich Recht behalten.
Was ich nicht verstehe, ist die Tatsache, das der Westen nicht einmal zu minimalen Zugeständnisse bereit war. Und was ich noch weniger verstehe, ist, dass es hierüber nicht einmal eine Diskussion in den Medien gab, aber was will man schon vom subventionierten Mainstream erwarten? Die traurigen Folgen sehen wir nun. Sind die vielen Toten, all die Zerstörungen und die vielen Flüchtlinge es wert, dass man diesen Krieg riskierte? Und musste es wirklich sein, dass wir nun am Rande eines Atomkriegs stehen, der von der geistigen Befindlichkeit Putins abhängt, die immer mehr diskutiert wird? Die Angst der Menschen ist groß, wie man am Ausverkauf der Jodtabletten sieht.

Hier noch mal mein Beitrag vom 19.2.:

Der Westen beharrt darauf, dass keinem Staat die Freiheit genommen werden dürfe, Bündnisse nach seinem Belieben einzugehen. Also könne auch die Ukraine in die NATO eintreten.
Die NATO, die ihre Handlungsfreiheit betont, sollte sich aber dessen bewusst sein, dass diese Freiheit auch bedeutet, „nein“ sagen zu können. Warum kann die NATO nicht verstehen, dass Russland ein Sicherheitsbedürfnis hat und nicht will, dass die NATO ihm immer mehr „auf die Pelle rückt“?
Wie sehr ein Land wie Russland traumatisiert sein muss, ergibt sich aus der Tatsache, dass allein in Leningrad 2 Millionen Menschen Opfer des letzten Krieges waren, und der war nicht der einzige, in dem Russland überfallen wurde.
Vernünftig wäre es also, wenn die NATO sagen würde: Wir respektieren das Sicherheitsbedürfnis Russlands und dehnen uns nicht auf die Ukraine aus.

Und noch ein Gedanke zum Ukraine-Konflikt: Wenn ich den Herd dieses Konflikts, den Donbas, sehe, frage ich mich, ob sich der Streit um diesen trostlosen Landstreifen lohnt.
Natürlich ist es verständlich, dass sich die Ukraine nicht einfach ein Stück ihres Staatsgebiets wegnehmen lassen will. Aber könnte man den Konflikt nicht einfach so lösen, indem man die Bevölkerung entscheiden lässt, zu welchem Staat sie gehören will? Normalerweise hört ja die Demokratie bei solchen Fragestellungen auf. Aber könnte hier nicht Großbritannien als Beispiel dienen? Das Land ermöglichte den Schotten eine Volksabstimmung darüber, ob sie sich abspalten wollten. Könnte nicht auch so im Donbas Frieden einkehren? Und könnte nicht auch die Ukraine sagen: Wenn wir so durch ein Einlenken die Gefahr eines Krieges abwenden könnten – warum sollten wir es dann nicht tun?

Aber leider haben die Scharfmacher auf beiden Seiten das Wort und das verheißt nichts Gutes. Auch die neue Bundesregierung befindet sich im Schlepptau der Amis und wagt es nicht, Gedanken wie diese in die mentale Abrüstung einzubringen. So wird es nun wohl Krieg geben.

 

15 Jahre Haft für die Wahrheit

Gerade hören wir in den Nachrichten, dass eine kritische Berichterstattung über den Ukraine-Krieg nach einem neuen Mediengesetz verboten ist. Worte wie „Krieg“ oder „Angriff“ dürfen nicht benutzt werden, sondern es muss von einer „Operation“ gesprochen werden. Wer dagegen verstößt, kann mit bis zu 15 Jahren Haft bestraft werden.
Daraufhin haben sich Sender wie BBC und CNN aus Russland zurück gezogen, um ihre Mitarbeiter nicht zu gefährden, nun auch ARD und ZDF.
Facebook wurde in Russland abgeschaltet und Twitter stark eingeschränkt. Dadurch können sich die Russen nun nicht mehr objektiv informieren.

Das erinnert mich an die Nazi-Zeit. Damals durfte man nur einen „Volksempfänger“ benutzen. Das war ein scheußliches krächzendes Radio in einem schwarzen Bakelit-Gehäuse mit zwei Adlern und Hakenkreuz. Manche mutige Menschen hatten jedoch ihr altes besseres Radio behalten und hörten heimlich unter der Bettdecke „Feindsender“.

Ich bin – was die Technik anbetrifft – sehr naiv und frage mich daher, wieso es nicht möglich ist, von einem Satelliten aus ein Programm auszustrahlen, das nicht nach Belieben von einem Staat abgeschaltet werden kann.

Das Beste, was die Ukraine tun könnte


So leid es mir tut, aber die Ukraine ist in der Lage eines schmächtigen Mannes, der einem bärenstarken Räuber gegenüber steht. Was würde der wohl tun, wenn der Räuber sagt: „Geld oder Leben?“ Na, sehen Sie! Mit der Ukraine verhält es sich ähnlich:

Ich habe es hier schon beschrieben:
°Die Ukraine täte gut daran, keinen sinnlosen Widerstand zu leisten, der nur überflüssige Opfer fordern würde:
Vergleicht man die Militärstärke der Ukraine mit Russland, dann zeigt sich, dass die Ukraine bei einem Krieg sowieso keine Chance hat:
https://de.statista.com/statistik/daten/studie/292788/umfrage/vergleich-der-militaerstaerke-von-russland-und-der-ukraine/
Die Russen verfügen über fünfmal so viele Panzer wie die Ukraine und zehnmal so viele Kampfflugzeuge, um nur zwei Beispiele heraus zu greifen.
Bei einem Angriff der Russen wäre die Ukraine chancenlos. Man kann zwar jetzt noch den Russen drohen, sie würden bei einem Angriff einen hohen Blutzoll bezahlen, aber im Ernstfall wären die Ukrainer diejenigen, die unvergleichlich mehr zu leiden hätten. Und dann stellt sich für Selenskyj die Frage, ob er die Opfer unter seiner Bevölkerung und die Zerstörung von Städten wirklich hinnehmen will.“

Ich erinnere mich dabei an den zweiten Weltkrieg. Meine Mutter machte sich Sorgen um meinen Vater, der an der Front kämpfte. Aber mein Vater schrieb ihr, an der Front sei es sicherer als in der Heimat. Recht hatte er, denn die modernen Kriege zeichnen sich dadurch aus, dass es immer mehr Tote unter den Zivilisten gibt als unter den Soldaten.

Alarmstufe rot: Haben Sie keine Phantasie?

 

Biden rechnet nun mit einem Angriff Russlands auf die Ukraine. Auch der Kanzler spricht von drohender Kriegsgefahr. Die Deutschen glauben so etwas erst im Ernstfall. Darum sorgen sie auch nicht vor. Die Regale in den Supermärkten werden deswegen noch nicht geplündert.:
Aber stellen Sie sich vor: Sie wachen morgen auf und hören in den Nachrichten, dass russische Panzer auf dem Weg nach Kiew sind. Dann können Sie sicher sein, dass im Nu alle Regale im Supermarkt lee sind.
Also sorgen Sie vor!

Mein Vater pflegte zu sagen:

Das Schicksal winkt erst mit dem Zaunpfahl, dann schlägt es zu.

Wo wir hin schauen, sehen wir nicht nur  bei der Ukraine solche Winke, die uns auf Gefahren hinweisen, sondern auch sonst. Aber wer reagiert schon darauf? Nehmen wir zwei Beispiele:

Vor einiger Zeit fielen bei etlichen Banken deren Geldautomaten infolge eines Cyberangriffs aus. Nach wenigen Tagen war der Schaden repariert. Wer garantiert uns aber, dass nicht ein viel schlimmerer Cyberangriff das Bankenwesen viel länger sabotiert? Was dann? Haben Sie immer genügend Geld im Haus? Ein Angriff Russlands wird mit Sicherheit mit einer Cyber-Beeinträchtigung einher gehen, die sich auch bis zu uns erstrecken könnte.

Zur Zeit funktionieren die Lieferketten nicht mehr richtig. Medikamente (auch lebenswichtige), Computer-Chips, Rohstoffe … sind nicht mehr uneingeschränkt lieferbar. Man sollte jetzt schon für alle Fälle vorsorgen.
Wie steht es mit Ihren Lebensmittelvorräten? Schon in der Adenauer-Zeit wurden die Bürger aufgefordert, einen solchen Vorrat anzulegen. Und auch heute mahnen Politiker zur Vorsorge für unvorhergesehene Ereignisse. Ich erinnere mich an den Jom-Kippur-Krieg. Damals konnte ich mir bei ALDI gerade noch ein paar Dosen Bohnen als Vorrat sichern. Denken Sie daran: Die Ukraine ist viel näher an uns dran.

Noch eine Bemerkung um Ukraine-Konflikt: Mich erschreckt die Unnachgiebigkeit der NATO. Sie hat kein Verständnis für das Sicherheitsbedürfnis der Russen. Natürlich darf jeder Staat entscheiden, welche Bündnisse er eingeht. Das muss aber nicht heißen, dass die NATO die Ukraine aufnehmen muss, sondern sie könnte sagen: Wir respektieren Putins Angst, dass ihm der Westen zu sehr „auf die Pelle rückt“.  Wir halten uns daher aus der Ukraine fern.
Der Westen sollte erkennen, dass Putin bei der Krise am längeren Hebel sitzt. Was nützen die Drohungen mit schrecklichen Sanktionen, wenn man wenig in der Hand hat? Wäre es nicht besser, den russischen Sicherheitsbedürfnissen entgegen zu kommen, anstatt die Ukraine zu opfern mit sehr ungewissem Ausgang?

Die kriegsgefährdende Sturheit des Westens

Der Westen beharrt darauf, dass keinem Staat die Freiheit genommen werden dürfe, Bündnisse nach seinem Belieben einzugehen. Also könne auch die Ukraine in die NATO eintreten.
Die NATO, die ihre Handlungsfreiheit betont, sollte sich aber dessen bewusst sein, dass diese Freiheit auch bedeutet, „nein“ sagen zu können. Warum kann die NATO nicht verstehen, dass Russland ein Sicherheitsbedürfnis hat und nicht will, dass die NATO ihm immer mehr „auf die Pelle rückt“?
Wie sehr ein Land wie Russland traumatisiert sein muss, ergibt sich aus der Tatsache, dass allein in Leningrad 2 Millionen Menschen Opfer des letzten Krieges waren, und der war nicht der einzige, in dem Russland überfallen wurde.
Vernünftig wäre es also, wenn die NATO sagen würde: Wir respektieren das Sicherheitsbedürfnis Russlands und dehnen uns nicht auf die Ukraine aus.

Und noch ein Gedanke zum Ukraine-Konflikt: Wenn ich den Herd dieses Konflikts, den Donbas, sehe, frage ich mich, ob sich der Streit um diesen trostlosen Landstreifen lohnt.
Natürlich ist es verständlich, dass sich die Ukraine nicht einfach ein Stück ihres Staatsgebiets wegnehmen lassen will. Aber könnte man den Konflikt nicht einfach so lösen, indem man die Bevölkerung entscheiden lässt, zu welchem Staat sie gehören will? Normalerweise hört ja die Demokratie bei solchen Fragestellungen auf. Aber könnte hier nicht Großbritannien als Beispiel dienen? Das Land ermöglichte den Schotten eine Volksabstimmung darüber, ob sie sich abspalten wollten. Könnte nicht auch so im Donbas Frieden einkehren? Und könnte nicht auch die Ukraine sagen: Wenn wir so durch ein Einlenken die Gefahr eines Krieges abwenden könnten – warum sollten wir es dann nicht tun?

Aber leider haben die Scharfmacher auf beiden Seiten das Wort und das verheißt nichts Gutes. Auch die neue Bundesregierung befindet sich im Schlepptau der Amis und wagt es nicht, Gedanken wie diese in die mentale Abrüstung einzubringen. So wird es nun wohl Krieg geben.

Corona im Zeitalter der Desinformation

Das Impfen geht bei uns nur langsam voran, während China schon wieder tanzt, weil dort die Pandemie überwunden ist. Auch Russland scheint, wenn man den Berichten trauen kann, mit Sputnik V bessere Erfolge zu erzielen als wir.
Dennoch beklagt sich der Auswärtige Dienst der EU , Russland und China würden das Thema der Corona-Impfstoffe in großem Stil für Desinformationen gegen die Europäische Union nutzen; beide Staaten würden seit Monaten aggressiv auf der ganzen Welt für ihre staatlichen Impfstoffe werben.
Es tut mir leid, dass ich bei meinem derzeitigen Kenntnisstand eher den Russen und Chinesen glaube als der eigenen EU. Auch Söder scheint viel von Sputnik V zu halten, denn er hat seine Fühler nach Russland ausgestreckt.
Was die EU vermissen lässt, ist eine Aufklärung darüber, warum die Zulassung der russischen und chinesischen Impfstoffe so lange dauert. Zahlen wir den Chinesen heim, dass sie Importe behindern? Das wäre schlimm, weil es Menschenleben kostet. Oder misstrauen wir den Prüfungsunterlagen der russischen und chinesischen Behörden (und das bei den erkennbaren Erfolgen der Impfungen!)? Oder welche sonstigen Bedenken hat die europäische Arzneimittelprüfungsbehörde?
Weil alles so im Dunklen bleibt, kommt der Verdacht auf, dass man die eigenen Vakzine vor Konkurrenz möglichst lange schützen will.
Kein Wunder also, dass es Verschwörungstheorien gibt. Die Informationspolitik der EU beflügelt sie.

Schonzeit für Putin? Kein Interesse an der Wahrheit?

Der Fall Nawalny ist für den Westen klar: Ein Mordversuch, der nicht ohne Wissen Putins stattgefunden haben kann.
Putin weist natürlich alles von sich und fragt: „Nawalny, wer ist das schon?“ Er stellt den Fall als Fake des Westens hin. Und wenn nun Nawalny behauptet, vom Geheimdienst ein Geständnis bekommen zu haben, so ist dieses Telefongespräch nach russischer Darstellung eine Fälschung.
Was ist nun die Wahrheit? Die ließe sich sehr leicht herausbringen: Man hätte vom russischen Krankenhaus, wo Nawalny erst behandelt wurde, Blutproben anfordern können, um zu belegen, dass diese schon das Gift enthalten haben. Und wenn dies verweigert worden wäre, hätte man Schlüsse daraus ziehen können.
Und bei dem von Nawalny behaupteten Telefongespräch ließe sich auch die Wahrheit ganz einfach feststellen: Man macht einen Stimmenvergleich.
Dass man insoweit Putin nicht die Daumenschrauben angelegt hat, zeigt, dass man an einem guten Verhältnis zu Russland mehr Interesse hat als an einer Aufklärung der Tat. Und die läppischen gegenseitigen Sanktionen bestätigen diese Vermutung.
Aber vielleicht bohren einmal findige Journalisten nach und liefern einen Stimmenvergleich oder beschaffen sogar eine Blutprobe. Es muss doch jemanden geben, der Interesse an der Wahrheit hat.

Fall Nawalny: Da stimmt doch was nicht!

Die Russen behaupten, das Gift Nowitschok sei erst in Deutschland in Nawalnys Blut gelangt. Warum hat den keiner eine Probe des Blutes verlangt, das Nawalny in einer russischen Klinik entnommen wurde? Dann könnte man ganz einfach feststellen, ob die Russen recht haben oder nicht. Ich glaube nicht, dass die Russen Den Giftstoff spurlos aus dem Blut hätten entfernen können.
Irgendwie macht das Ganze den Eindruck, als ob niemand ein rechtes Interesse an der Aufklärung hat,

Staatsfeind Schröder


Mein Senf dazu:

Altbundeskanzler Schröder ist in der Ukraine zum Staatsfeind erklärt worden, weil er zum Thema Krim in einem Interview daran erinnert hat, „dass die Halbinsel 1954 vom damaligen sowjetischen Regierungschef Nikita Chruschtschow der Ukraine geschenkt wurde. Sowohl Russland wie auch die Ukraine waren damals Teil der UdSSR.“
Ist das Völkerrecht nicht absurd? Es wird allgemein akzeptiert, dass ein Staatschef ein Land verschenkt, ohne die Bevölkerung zu befragen. Eine normale Schenkung kann man wegen Undanks widerrufen, die Schenkung eines Landes aber nur nach Putins Auffassung.
Und auch nun wäre eine einfache Lösung des Problems
Ukraine zu erreichen, indem man eine Umfrage veranstaltet, in der die Bevölkerung entscheiden kann, zu welchem Staat sie gehören will und dementsprechend könnte man im Donbass eine Grenze ziehen. Das wäre doch mal echt demokratisch, wenn das Volk etwas zu sagen hätte und auf diese Weise Frieden einkehren würde. Aber das geht nicht, weil die Mächtigen ihr eigenes Süppchen kochen wollen – auf Kosten der armen Bevölkerung.
Schließlich noch eine Bemerkung zur Ukraine: Wenn sich Sanktionen als nutzlos erweisen, sollte man sie aufheben, besonders wenn uns an einem besseren Verhältnis zu Russland gelegen ist.