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Drei Weiber sind einfach zu viel für mich

Mein Tag beginnt normalerweise so: Kurz vor 6.00 Uhr schalte ich das Radio ein und höre bei Bayern 1 den Spruch zum Tag (meist nicht so gut wie meiner hier im Blog). Dann höre ich noch etwa 3 Minuten lang die Nachrichten, und anschließend treten drei Weiber vors Mikrofon. (Der Ausdruck „Weiber“ ist in diesem Fall angebracht, denn er bezeichnet nicht nur die positiven Erscheinungen jenes anderen Geschlechts, das ich normalerweise bewundere, sondern auch die unerträglichen.)
Erst kommt also nach den Nachrichten eine Sprecherin mit den Meldungen aus Oberbayern, die in der Regel aus einem Satz bestehen. Ist denn in Oberbayern nichts los? Dann meldet sich die Wetterfee und sagt auch wieder nur einen Satz. Und schließlich hören wir einen dritten Satz von einer weiteren Sprecherin über den Straßenzustand, der normalerweise nur lautet: „Noch nichts los auf Bayerns Straßen.“
Warum ich mich darüber aufrege, und das schon am frühen Morgen? Erstens finde ich, dass es eine Personalverschwendung ist, wenn drei Personen schon morgens um 6.00 Uhr Dienst tun, indem sie je einen Satz vorlesen, den der Nachrichtensprecher ohne weiteres auch noch mit vorlesen könnte. Früher hat es so etwas nicht gegeben, aber jetzt zahlen wir anscheinend zu viel Gebühren, die ja irgendwie ausgegeben werden müssen.
Was aber ganz schrecklich an dieser neuen Form von ergänzten Nachrichten ist: Die drei Weiber säuseln das, was sie rüber bringen sollen, in einem Ton, den sie für charmant halten, den ich aber unerträglich finde. Anscheinend haben sie das Bedürfnis, den einen läppischen Satz, den sie sagen dürfen, zu einem echten Ereignis zu machen. Solche Süßholzraspelei passt einfach nicht zu schlichten Meldungen. Und so werde ich mich halt von Bayern 1 verabschieden.

Ich hasse die Wetterfeen im Fernsehen und Rundfunk

Schon morgens in aller Frühe säuselt mir bei Bayern 1 nach den Nachrichten eine Wetterfee ins Ohr, ob ich Sonnenschein oder Regen erwarten kann. Dann kommt noch die Verkehrsexpertin und meldet, dass noch nichts los ist auf den deutschen Straßen. Ich frage mich dann immer, warum ich diese Damen mit meinen Gebühren bezahlen soll. Kann man denn nicht einfach den Wetterbericht vom deutschen Wetterdienst beziehen und nach den Nachrichten vorlesen und beim Straßenzustandsbericht genauso verfahren?
Wenn mir dann noch in manchen Fernsehsendern junge Damen nicht als Meteorologinnen, sondern als „Wetterfeen“ vorgestellt werden, dann vermute ich, dass die vom Wetter keine Ahnung haben, sondern nur einen irgendwo herunter geladenen Wetterbericht auswendig vortragen. Vielleicht sagen sich die Sender: es sieht einfach besser aus, wenn nach den nüchternen Nachrichten eine Frau auftritt. Nur lohnt es sich, für einen so kurzen Auftritt eine Frau zu engagieren und zu bezahlen? Anscheinend schon, wenn man bedenkt, was Monika Lierhaus für eine kurze Werbung verdient. Da müssen wir Männer neidisch bekennen, dass ein Auftritt von unsereinem längst nicht so viel bringt. Das liegt an einem großen Fehler, den der Liebe Gott leider begangen hat. Lesen Sie Näheres in meiner kostenlosen „Leseecke“ bei Jimdo! Der Klick lohnt sich! Gönnen Sie sich diesen Spaß!

Über Geschmack soll man nicht streiten

Der bayrische Rundfunk ist an sich ein guter Sender. Das gilt nicht für den „Frankenfunk“ Bayern 1 am Morgen. Da läuft eine Sendung, die die schönsten Oldies verspricht. Tatsächlich aber werden amerikanische Hits aus den 70-er Jahren gespielt, und weil es da nur einen begrenzten Vorrat gibt, hat man oft den Eindruck, als würden öfter die gleichen Bänder gespielt. Gerade spielen sie wieder zum so-und-so-vielten Mal das „Up-Town-Girl“. Was Oldies sind, die beim Publikum ankommen, könnte der Sender bei denen abschauen, die davon leben, dass sie schöne Musik machen: den Alleinunterhaltern. Ich habe noch nie einen Oldie, den diese Leute spielen, im bayrischen Rundfunk gehört.
Nicht nur die Gleichförmigkeit der Musik nervt, sondern auch die Aktionen: „Rufen Sie an!“ Man möchte ja Musik hören und kein Geschwafel.
Weshalb ich aber diesen Beitrag schreibe: Ich finde es übel, jeden Tag die stereotype Ansage zu hören, wie viele Tage es noch bis Silvester sind und wie lange es noch dauert, bis die Tage wieder kürzer werden. Warum kann man nicht den Augenblick genießen? Warum kann man nicht sagen, dass in ein paar Tagen der kalendarische Sommer beginnt und wir darauf hoffen, dass er schön wird? Sie die Leute krank, die jetzt schon vor dem eigentlichen Sommer an Silvester denken? Und irgendwann im Sommer kommt dann auch noch das Weihnachtsfest aufs Tapet. Und dann gibt’s bald bei ALDI auch schon den Christstollen.
Jetzt wird vielleicht einer fragen, warum ich denn überhaupt Bayern 1 höre: nur wegen der Nachrichten aus der Region!

Beinahe wäre ich heute geschieden worden

In einem früheren Blog haben wir hier erörtert, dass im Fernsehen eine Reihe von Nachrichtensprecherinnen auftritt, die eigentlich für diesen Job nicht geeignet sind: Sie näseln vor lauter Blasiertheit und bräuchten dringend Sprachunterricht.
Im Bayrischen Rundfunk hingegen treten Sprecherinnen auf, die säuseln in einer Sprache, als wollten sie ihre männlichen Hörer umgarnen. Sie reden drei Tonlagen höher als normal, kommen mit einer unerträglich künstlichen Fröhlichkeit daher und zwitschern so ihren Text herunter.
Meine Frau hat sich nun einfallen lassen, einen Tag auch in dieser Tonlage mit mir zu reden. Das war anfangs noch lustig, dann lästig und schließlich unerträglich. Als meine Frau auf meinen Protest hin mit diesem Blödsinn nicht aufhören wollte, stellte ich sie vor die Alternative: „Entweder du redest wieder normal oder ich lasse mich scheiden!“ Das mit der Scheidung hat nun meiner Frau gar nicht gefallen und seit dem redet sie wieder normal. Gott sei Dank!