Schlagwort-Archive: Rentner

Kinderschutzbund, Familienverband, Mieterverein, VdK, Rentner, Tafelbesucher… Rafft euch endlich auf! Das ist eure Stunde.


Wir leben in einer Schreihalsdemokratie. Wer nicht über eine einflussreiche Lobby verfügt, muss auf die Straße gehen, um seine Interessen wahr zu nehmen. Sonst rührt sich nichts bei unserer Politik.
Die Entrechteten unserer Politik, die sich beispielsweise ihr Existenzminimum erst beim Bundesverfassungsgericht erstreiten mussten, sind den Politikern ziemlich egal, weil diese Menschen aufgegeben haben: Sie gehen kaum zur Wahl, weil sie meinen, dass sich sowieso nichts ändert. Deshalb werden sie von der Politik zu wenig beachtet.
Das muss sich ändern. Deshalb sollten sich die Organisationen, die die Rechte von den Armen wahrnehmen, zusammen tun und gerade jetzt vor der Wahl eine machtvolle Demonstration veranstalten. Es geht doch nicht an, dass die Kinderarmut ständig steigt und dass dadurch die Chancen der armen Kinder schlechter sind. Wollen die Alten hinnehmen, dass ihre Rente nicht mehr sicher ist? Und wollen die Tafelbesucher nicht auch ein auskömmliches Leben führen?
Ja, es läuft vieles schief in unserem Staat:
https://autorenseite.wordpress.com/2021/08/15/schmaehschrift-was-union-waehler-wollen/
Leisten Sie mit einer machtvollen gemeinsamen Demonstration einen Beitrag dafür, dass sich jedenfalls insoweit etwas ändert!

Immer noch brandaktuell: Vor acht Jahren schrieb ich:

                                                                   Mein Senf dazu

Vor 8 Jahren schrieb ich:
„Drei Meldungen, die zu denken geben:
> Auf eine parlamentarische Anfrage der Linken musste die Bundesregierung einräumen, dass die Rentner in den letzten 10 Jahren durch die Inflation einen Schwund ihrer Rente um 7 % hinnehmen mussten. Hinzu kommen die Einschnitte im Gesundheitswesen.
> Dagegen haben die Topmanager allein im letzten Jahr 20 % mehr erhalten. Wo soll das noch enden? Sie haben früher einmal das 20-fache ihrer Angestellten verdient und haben ihr Einkommen auf das 200-fache gesteigert.
> Gerade haben die UN Deutschland wegen der sozialen Unausgewogenheit kritisiert.
Aber das nützt alles nichts. Es wird weiter so gehen, dass die Armen immer ärmer und die Reichen immer reicher werden –bis das Fass zum Überlaufen kommt.
Deutschland ist von einer Schmutzschicht überzogen.“

Und ich habe recht gehabt: Es ist so weiter gegangen.

Verschwiegenes Thema: die Flucht aus Deutschland


Darüber, dass immer mehr Deutsche aus unserem Land wegziehen (oder muss man sagen: fliehen?) wollen, hört man bei uns nicht viel, nur hier:
https://autorenseite.wordpress.com/2017/11/29/flucht-aus-deutschland/

Nun lesen wir in den „Salzburger Nachrichten“: „Mehr als die Hälfte der Deutschen würde einer Umfrage zufolge gern eine Zeit lang oder auch für immer im Ausland leben. Das sagten 55 Prozent der Befragten in einer repräsentativen Yougov-Umfrage. 29 Prozent gaben an, vor zwei Jahren noch weniger dazu bereit gewesen zu sein.“
Interessant wäre nun eine Untersuchung darüber, warum so viele unser Land verlassen wollen. Da sind natürlich viele Rentner, die es in die Sonne zieht. Und dann haben wir außerdem einen bedenklichen Aderlass an fähigen Wissenschaftlern, die in den USA mehr verdienen wollen oder bessere Forschungsmöglichkeiten suchen. Und nun werden die Menschen immer mehr, die sich in diesem Land nicht mehr sicher oder jedenfalls nicht mehr wohl fühlen, seit die Flüchtlingswelle über uns herein gebrochen ist (Vgl. Link oben).

Die CSU denkt falsch herum

Wir haben ein angeblich soziales Unterstützungssystem, das nach einem Wirtschaftskriminellen benannt wurde: Hartz IV. Dementsprechend ist es auch ausgefallen: Die österreichischen Rentner erhalten 50 % mehr: https://www.focus.de/finanzen/altersvorsorge/rente/auch-selbststaendige-zahlen-ein-besseres-system-warum-es-in-oesterreich-fast-60-prozent-mehr-rente-gibt-als-bei-uns_id_8029888.html
Unsere armen Hartz-IV-Empfänger kommen schon finanziell ins Schleudern, wenn die Waschmaschine defekt ist oder das Kind für die Schule ausgerüstet werden muss. Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) will daher prüfen, ob Hartz-IV-Empfänger in derartigen finanziellen Notsituationen mehr Geld bekommen sollen. Der bayerische Wirtschaftsminister Franz Pschierer (CSU) ist strikt gegen eine Lockerung der strengen Vorgaben für Hartz-IV-Empfänger. Pschierer hält die von Heil vorgeschlagenen
Milderungen für falsch. Er meint, man dürfe die Einkünfte von Geringverdienern nicht weiter der staatlichen Unterstützung annähern. Notwendig sei ein neues Bündnis für Arbeit.
Da kann man nur sagen: Schäbig! Mit einem Bündnis für Arbeit ist einer Alleinerziehenden mit Kindern nicht geholfen. Und was die Annäherung von staatlicher Unterstützung und Einkünften der Geringverdiener anbetrifft, denkt Pschierer falsch herum: Nicht die Hartz-IV-Bezüge sind zu hoch, sondern die Einkommen der deutschen Arbeitnehmer zu niedrig. Die EZB und die OECD haben daher Deutschland schon vor Jahren aufgefordert, das Lohnniveau anzuheben. Das hat allerdings nicht viel genützt. Deshalb ist Trump auf die Idee gekommen, Strafzölle auf deutsche Autos zu erheben, weil diese nach seiner Ansicht mit Dumpinglöhnen produziert werden. Recht hat er, wenn man die vielen prekären Arbeitsverhältnisse in Betracht zieht und die üppigen Subventionen, die auf die Autoindustrie herabrieseln.

 

 

Egoismus der Alten?

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Es gab mal eine Zeit, in der es hieß: „“Ehre das Alter!““ Man begegnete den Alten mit Respekt und legte Wert auf ihren Rat. Damals hatten die Alten wenig Geld und bekamen daher fast überall Ermäßigungen.
Heute gönnt man den Alten ihre meist bescheidene Rente nicht. Im Bayrischen Rundfunk verstieg sich Frau Heller einmal sogar dazu, den Alten Egoismus vorzuwerfen: Egoismus ist es in ihren Augen, wenn die Alten, die im Krieg im Bombenhagel in den Kellern gesessen sind, danach fast verhungert wären und dann Deutschland wieder aufgebaut haben, sich erdreisten, eine“ Durchschnittsrente von 700 Eurozu beziehen. Und so machen Leute wie Frau Heller ständig Rechnungen auf, wie die armen jungen Leute im Gegensatz zu früher mehr Rentner zu unterhalten haben. Bei diesen Rechnungen wird aber immer geflissentlich außer Betracht gelassen, dass sich die Produktivität der Menschen so sehr gesteigert hat, dass die heutigen Arbeitnehmer durchaus für mehr Alte sorgen können als früher: Wo beispielsweise früher Schweißerkolonnen in Autofabriken arbeiteten, erledigt dies heute eine automatische Fertigungsstraße. Auf diese Weise sind die Arbeitnehmer heute viermal produktiver als zu meiner Jugendzeit. So gesehen ist es für sie also durchaus erträglich, wenn sie für mehr Rentner aufkommen müssen als wir seinerzeit.
Man bezeichnet heute als „Rentenlast“, was früher als selbstverständliche Pflicht gegolten hat. Man hetzt gegen die Alten und diffamiert sie als „so egoistisch“, dass ihnen das Wohlergehen der Jungen „herzlich wurscht“ sei, so der Originalton aus einem Beitrag von Frau Heller im Bayrischen Fernsehen. In der Sendung zeigte man unter dem Motto Egoismus die Alten beim Pelzkauf, Tanz und Spiel und stellte sie als eine Klasse der Gesellschaft hin, die sich durch ihr zahlenmäßiges Übergewicht ungerechtfertigte Vorteile verschafft.
Tatsächlich aber sieht die Lage ganz anders aus: Die Rentner haben in 5 Jahren den größten Verlust des Realeinkommens hinnehmen müssen: 8,4%! Steigerungen des Rentenniveaus beruhen nicht immer auf Rentenerhöhungen, sondern oft auch nur darauf, dass die Alten gezwungen sind, länger zu arbeiten.
Was Leute wie Frau Heller auch immer geflissentlich übersehen, ist dies:
Durch die Niedrigzinspolitik hat man vor allem die Alten bestohlen: Jeder Haushalt hat in 10 Jahren 20.000 Euro verloren.
Nicht außer Betracht bleiben sollte auch: Die Rentner meiner alten Generation haben eine wesentlich höhere Gesamtarbeitszeit in ihrem Leben ableisten müssen als die heutigen Arbeitnehmer: Für uns war es selbstverständlich, dass wir am Freitagnachmittag und Samstagvormittag arbeiteten. Als junge Leute und Dienstanfänger mussten wir uns mit 2 Wochen Urlaub begnügen. Für Überstunden und Nachtdienst erhielten wir keinen Ausgleich. Im Gegenteil verkündete mein Dienstherr stolz in der Presse: „Meinen Leuten gehört nur die Nacht, und die nicht einmal ganz.“ Ja, damals galt es als normal, mehr zu leisten als das bloße Soll.
Wir hätten unsere heutigen Probleme nicht, wenn wir zu den Arbeitszeiten von damals zurückkehren würden, aber das geht nicht, denn wenn ein Politiker nur den Pfingstmontag als Feiertag in Frage stellt, stehen wir kurz vor einer Revolution.
Was aber das Gravierendste ist und was die meisten bei ihrer Kritik am Rentenniveau übersehen, ist dies: Bei Wikipedia las ich einmal diesen Satz über die Verschuldung Deutschlands:
„Während sich das private Gesamtvermögen in Deutschland von 1992 bis 2012 mehr als verdoppelte (von 4,6 auf 10 Billionen Euro), ist das Staatsvermögen im gleichen Zeitraum um 800 Milliarden Euro gesunken.“
Wenn ich das recht verstehe, wurden also Jahr für Jahr Vermögensteile des Bundes im Wert von 80 Milliarden verhökert. Das sind Werte, die von den Alten und früheren Generationen aufgebaut wurden. Und wenn heute die Jungen über die Rentenlast klagen, sollten sie sich vor Augen halten, dass sie auch eifrig mit dabei sind, wenn es um den Verbrauch des von den Alten erwirtschafteten Vermögens geht. Das ist genauso, als würden sie sich an Opas Sparbuch ran machen.
Lange Rede – kurzer Sinn: Wenn Sie mal wieder die Klage darüber hören, dass die Jungen durch den Wasserkopf der Alterspyramide überbelastet seien, sehen Sie das bitte etwas differenzierter!

 

 

 

Mit Aufschwung in den Abschwung

Hier war schon oft zu lesen, wie die Menschen mehr und mehr ausgebeutet, ja sogar versklavt werden. Das geschieht freilich in so in homöopathischen Dosen, so dass die meisten es gar nicht merken oder jedenfalls keinen Anlass sehen, dagegen auf die Straße zu gehen.
Ein anschauliches Beispiel ist die Armut der Alten über 64: Im Jahr 2006 war erst jeder zehnte von Altersarmut bedroht, 2013 schon jeder siebte, bei den Rentnern sogar 14,4 %. Hinzu kommt, dass die Alten bestohlen werden: Durch die Niedrig-Zins-Politik verlieren ihre Ersparnisse immer mehr an Wert. Es sind also die Armen und Alten, die ausgebeutet werden, damit die Wirtschaft läuft und das Ganze wird dann als Aufschwung gefeiert. In Wahrheit hängt die Wirtschaft wie ein Todkranker am Tropf, nämlich an Subventionen.
Und wenn die Kanzlerin einmal wieder über den Aufschwung jubelt, lassen Sie sich nicht blenden. Der normale Bürger hat meistens nichts davon. Die Schere zwischen Arm und Reich geht immer weiter auseinander. Da hilft auch eine Beteiligung der Sozis an der Regierung nichts. Kein Wunder, dass sie keine Volkspartei mehr ist, denn sie ist auch inzwischen ein Arm der Lobbyisten.
Bitte besuchen Sie auch diese Seite, wo ich nach dem Ende von Blog.de zu finden sein werde, heute mit dem Thema: „Mainstream und PEGIDA„.

Blüm: Die Rente ist nicht mehr sicher

Norbert Blüms Standardsatz war immer: „Die Rente ist sicher!“ Nun aber sagt er das Gegenteil in der Saarbrücker Zeitung: „Wenn das Rentenniveau weiter so sinkt wie in den letzten Jahren, dann kommt man in die Nähe der Sozialhilfe“. Er erklärt weiter, zu seiner Zeit war man sich einig, dass die Rente nicht unter 64 Prozent sinken darf. Nun aber soll laut Gesetz das Rentenniveau bis 2030 nur noch in Höhe von 43 Prozent garantiert sein. So werden wir mehr und mehr enteignet, wie hier schon öfter beschrieben wurde.
Man fragt sich, wozu man überhaupt Beiträge zahlen soll, wenn man im Alter nur noch eine Art von Sozialhilfe erwarten kann. Wäre es da nicht gleich besser, jedem die Sicherung seines Alters selbst zu überlassen?
Und noch eine Frage stellt sich: Es heißt immer, die armen Arbeitnehmer von heute hätten im Hinblick auf die vielen Alten eine zu große Last zu tragen. Das stimmt insofern nicht, als sich die Produktivität jedes Arbeitnehmers in etwa genau so erhöht hat, wie die Zahl der Rentner zugenommen hat. So gesehen sind die Arbeitnehmer von heute nicht mehr belastet als die ältere Generation.

Die Enteignung der Armen

Eine Zeit lang war in den Medien der Trend zu beobachten, darüber zu berichten, dass es den Rentnern zu gut geht und die armen Jungen dies alles bezahlen müssen. Wenn einer in unserer Einheitspresse so etwas schreibt oder es im Fernsehen bringt, müssen die anderen ins selbe Horn blasen, um ja nicht als rückständig zu gelten:
Da sahen wir insbesondere in einem Fernsehbeitrag von Ursula Heller, in welchem Luxus die Rentner angeblich leben: Demnach lassen sie es sich bei Tanz im Wellness-Hotel gut gehen, während die Jungen kaum wissen, wie sie über die Runden kommen sollen.
Die Tatsachen sehen anders aus: Die Durchschnittsrente nach 45 Jahren beträgt1176 Euro im Monat, aber viele Versicherte mit mit weniger als 45 Beitragsjahren müssen mit 900 oder 1000 Euro auskommen. Damit kann man keine großen Sprünge machen.
Was aber das Schlimmste ist: Die Rentner werden rapide enteignet: Zwar liest man gelegentlich, wenn auch selten, dass den Rentnern eine kleine Erhöhung ihrer Bezüge bewilligt wurde. Trotzdem schrumpfte ihre Rente nach Recherchen der Bildzeitung in den Jahren 2004 bis 2012 um fast 10 %. Demgegenüber hatten beispielsweise die Ärzte in diesem Zeitraum ein Plus von fast 30 % zu verzeichnen. Dieses Beispiel zeigt, dass die Schere zwischen arm und reich immer weiter auseinander geht. Und typisch für unser Wirtschaftssystem ist, dass die Lasten von Bankenrettung und all den Rettungsschirmen wieder einmal in erster Linie den Ärmsten aufgehalst werden. Aber die tragen sie gerne, wie die steigenden Beliebtheitswerte der CDU/CSU und der Kanzlerin zeigen. Ich hoffe jedoch, dass die Werte insoweit täuschen. Die Leute erwarten halt von der SPD, die Hartz-IV und Rente mit 67 eingeführt hat, noch weniger.
Übrigens sind die Rentner von ihren schrumpfenden Einkünften deshalb besonders hart betroffen, weil die Inflationsrate zwar durchschnittlich 2 % beträgt, bei den Lebensmitteln aber 5 %. Den Rentnern nützt es nichts, wenn die Preissteigerungen bei Kleidung oder Reisen mäßig ausfallen: Sie müssen einen erheblichen Teil ihres Geldes für die teuren Lebensmittel ausgeben.

Ich schäme mich

Ich bin zutiefst erschrocken. Ich sehe ganz gern die Sendung „quer“ im BR. Da wurde eine Rentnerin gezeigt, die bei 12° in ihrer Wohnung saß, denn sie kann sich mit den 2,50 Euro, die ihr pro Tag zur Verfügung stehen, nur entweder Heizung oder Essen leisten. Ich schäme mich, in einem Land zu leben, in dem so etwas möglich ist. Da schnüren wir Rettungspakete und spannen Rettungsschirme für andere Länder auf. Aber wenn wir auf die vielen Armen in unserem Lande schauen, dann können wir uns das eigentlich gar nicht leisten. Und wir sollten es uns auch nicht leisten, ein Volk zu unterstützen, in dem unsere Politiker zum Dank als Nazis beschimpft werden.