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Internet: Was ich bewundere


Manches läuft im Internet erstaunlich schlecht wie hier bei WordPress.

Aber manchmal traue ich meinen Augen nicht, was manche fertig bringen. So googelte ich neulich nach dem „Papst“ und da meldete sich eine Firma und fragte, ob ich den Papst kaufen will. Es gibt Firmen, die haben ein Programm, das Suchbegriffe aufgreift, um dann etwas völlig anderes anzubieten. Respekt! Wie machen die das?
Zur Zeit bekomme ich dauernd Warnungen: Es wird immer wieder versucht, mein Email-Konto zu knacken. Wie soll das gehen, wenn man ein sicheres Passwort hat und wenn Angreifer ja nur wenige Versuche zur Verfügung haben? Da müssen Experten mit besonderen Kenntnissen am Werk sein, denn andere würden es gar nicht erst versuchen.
Manchmal ist die Lautstärke meines PC verstellt. Auch hier habe auch den Verdacht, dass manche Firmen ihre Reklame auf diese Weise mit mehr Nachdruck auf den Schirm bringen wollen.

Gender-Wahnsinn und Meinungsführerschaft

Gerade lese ich diese Schlagzeile bei Web.de: „Til Schweiger verärgert: „Hört mir auf mit dem Gender-Wahnsinn!“
Ganz meine Meinung! Nur schaue ich mir deswegen nicht das dazu angebotene Video an. (Es ist ja schrecklich, dass man immer Videos mit Reklame anschauen muss, anstatt ein paar Zeilen lesen zu können.)
Was mir nur zu denken gibt, ist die Tatsache, dass immer häufiger Promis mit ihren Ansichten in die Medien kommen. Sie übernehmen sozusagen die Meinungsführerschaft und deshalb ist es wichtig, dass man sie für das, was man erreichen will, gewinnt. Das ist bei der Reklame gang und gäbe. Wie viele Millionen es wert ist, wenn ein Promi Reklame macht, sehen wir gerade bei Kanye West und seiner Zusammenarbeit mit Addidas, die nun beendet wird:

https://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/sportartikel-adidas-kanye-west-yeezys-1.5681434
Auch Gottschalck verdiente durch seine Reklame für Haribo, MCDonald … jeweils 1,5 Millionen.
Hier bewahrheitet sich, was ich in meinen Aphorismen geschrieben habe:


Wenn du etwas erreichen oder bewirken willst, ist es besser auf die Dummheit der Menschen zu setzen als auf deren Verstand.
*
Die Dummheit vieler Menschen erkennt man oft am besten daran, dass sie nicht unterscheiden können, wer es wirklich gut mit ihnen meint und wer sie nur umschleimt.

Warum soll man seinem Kind Haribo kaufen, nur weil ein alter Mann dafür Reklame macht? Noch schlimmer ist es bei der Politik: Warum soll ich eine Partei wählen, weil Promis mit ihr sympathisieren? Aber es ist halt leider so, dass die Promis einen unheimlichen Einfluss auch dort ausüben, wo ihre Meinung eigentlich keine Rolle spielen sollte.

Sind Sie auch Zielgruppe für Treppenlifte, Hörgeräte Hämorrhoiden-creme …?

Ich bin ja schon sehr alt. Und das wissen diejenigen, die mir Reklame auf meinen Bildschirm schicken. Aber das, was die mir da präsentieren, ist so deprimierend wie die Reklame im Vorabendprogramm des ZDF. Da bin ich auf eine Idee gekommen: Ich interessiere mich für teure Immobilien, tolle Frauen und anderen Luxus und klicke auf entsprechende Seiten. Und siehe da: Auf einmal sieht es etwas besser aus auf meinem Bildschirm.

Sind wir so blöd? Kein Kaffee vor dem Einkauf

Gerade habe ich etwas Unglaubliches im Radio gehört: Man soll vor dem Einkaufen keinen Kaffee trinken: Wissenschaftler haben heraus gefunden, dass Kaffeetrinker beim Einkauf durchschnittlich 50 % mehr ausgeben als andere ohne Kaffee. Die Kaffeetrinker kaufen entsprechend mehr Überflüssiges.
Da komme ich einfach nicht mehr mit. Bin ich zu alt, um so etwas zu verstehen? Ich kaufe halt das, was ich brauche – fertig.
Interessant ist ja, dass die Älteren für die Werbung in der Regel uninteressant sind, ausgenommen für altersgemäße Artikel. Anscheinend kaufen die Alten vernünftiger ein.
Angehörige meiner Generation, die im Krieg unter großen Entbehrungen aufgewachsen sind, haben auch in der Nachkriegszeit sparsam leben müssen und das liegt ihnen noch im Blut. Sie kaufen nichts Überflüssiges.
Reklame prallt an mir ab. Ich habe noch nie etwas gekauft, nur weil dafür Reklame im Internet gemacht wurde. Cookies usw. könnt ihr euch sparen. Die prallen an mir ab.

 

Ein Übel breitet sich aus: die Videos

Mein Senf dazu:
Nichts gegen Videos, wo sie am Platze sind. Aber es breitet sich im Internet eine Unsitte aus, nämlich dass man das, was man einfach sagen kann, in einem Video mitteilt. Nehmen wir als Beispiel dieses Video: Essig gegen Unkraut: Warum das teuer werden kann.
Wenn Sie also wissen wollen, warum das wie teuer wird, müssen Sie erst ein überlautes Reklamevideo über sich ergehen lassen, bevor man aufs Thema kommt.
Würde das Ganze in einem Text mitgeteilt, hätte man den mit einem Blick überflogen, aber der Provider will, dass man lange auf seiner Seite verweilt und so stiehlt er den Menschen wertvolle Lebenszeit.
Ich gebe in einem solchen Fall zwei Stichworte bei Google ein und habe dann gleich die gewünschte Information. So mache ich es auch, wenn ich in Internet-Zeitungen auf einen kostenpflichtigen Artikel stoße. Dasselbe gibt es anderswo umsonst.

Der Trend zu immer mehr Videos hat zur Folge, dass die Zahl der Analphabeten immer mehr wird: https://autorenseite.wordpress.com/2021/12/04/hilfe-wir-werden-immer-duemmer-21-der-schueler-koennen-nicht-richtig-lesen/

Die Cookies könnt ihr euch sparen!

Ich bin immun gegen Cookies. Ich habe in den 35 Jahren, in denen ich im Internet unterwegs bin, noch nie etwas gekauft, für das auf meinem Bildschirm Reklame gemacht wurde.
Freilich kaufe ich manches über das Internet, aber das habe ich mir mit einer Suchmaschine heraus gesucht und über „Testberichte“ geprüft. Und dann habe ich natürlich nach dem günstigsten Preis geschaut.

Wenn Ihr mir also Cookies auf meinen PC setzt, um zu erforschen, welche Vorlieben ich habe, und um mir dann die entsprechende Reklame zukommen zu lassen, dann ist das vergebliche Liebesmüh‘:
Ich sorge nämlich dafür, dass ich nur nette Reklame bekomme: Ich tue so, als ob ich mich für die teuersten Immobilien, die nettesten Frauen und die tollsten Autos interessiere. Und so sieht das, was mir das angeboten wird, immer gut aus. 

Bayern kaputt

Darüber habe ich hier und in etlichen weiteren Beiträgen geschrieben.
So sieht es heute am Hirschkaser aus:

Auf der Berghütte wächst ein Antennenwald und die alten Holzwände wurden mit Reklame verunstaltet wie die Hütten unten. Wo einst hier oben nur ein Kruzifix zur Besinnung einlud, hat nun der Kommerz sein Banner eingepflanzt.

Die Verhunzung der Alpen


Wenn ich beobachte, wie im Laufe meines langen Lebens die Alpen verändert wurden, kann ich nur feststellen: Sie sind von einem Stück wilder Natur in einen Massenspielplatz verwandelt worden. Ein Netz von Drahtseilbahnen hat die Berge überzogen, Straßen, Sommerrodelbahnen und Stauseen wurden gebaut. Aussichtsplattformen und künstliche Seen für die Schneekanonen verunzieren das Bild der Berge.
Und viele alte Hütten wie die oben im Bild, wurden mit Reklame „aufgemotzt“ oder mit Mobilfunkantennen.

Wo einst die Menschen in der Bergeinsamkeit ihres Herrgotts gedachten, übertrumpft nun die Fahne einer Bierbrauerei den Andachtsort.

Lesen Sie bitte hier weiter, wie Bayern kaputt gemacht wird:
https://autorenseite.wordpress.com/bayern-kaputt/

 

Die Reklame beweist: Wir werden immer blöder

Ich bin ja schon sehr alt und deshalb für die normale Werbebranche uninteressant, ausgenommen Reklame für Treppenlifte usw. Sonst wird die Reklame auf Jüngere abgestimmt. Und da hat sich Entscheidendes geändert: Früher war die Reklame sachlich: Sie informierte beispielsweise bei Autos über deren Vorzüge: niedriger Preis, geringer Benzinverbrauch, großer Kofferraum usw.
Heute ist das ganz anders, so dass man sich fragt: Werden wir immer blöder?
Anscheinend schon, wenn man die Reklame anschaut. Gleichgültig, ob ein Auto angepriesen werden soll oder ein Parfum – – fast alles läuft nach der gleichen Masche: Es wird irgendeine Szene gezeigt, in der ein Paar einen Beinahe-Beischlaf aufführt oder ein ähnlicher Unsinn, der nichts mit dem beworbenen Produkt zu tun hat, und dann erscheint kurz die Marke, die man kaufen soll. Man will ein Gefühl erzeugen und das mit der beworbenen Marke verbinden. Nur klappt das nicht:
Die Wirkung einer solchen Reklame verpufft völlig, wie ein eindrucksvolles Experiment bewiesen hat: Man zeigte eine Frau, die sich in einem offenherzigen Bikini lasziv auf der Haube eines Autos räkelte. Kein Mensch wusste hinterher, für welche Marke Reklame gemacht wurde. So ähnlich ist es auch mit dem Zeug, das uns heute als Reklame auf dem Bildschirm präsentiert wird.
Merkwürdigerweise ist die Reklame heute kaum noch informativ: Haben Sie schon mal bei einer Autoreklame im Fernsehen etwas von Preis, Benzinverbrauch, Platz oder Schadstoffausstoß gehört? Das will man dem Zuschauer nicht zumuten. Also verfällt man ins andere Extrem. Nur was soll’’s? Sollen wir uns ein Auto danach kaufen, wer die absurdeste Reklame macht? Sind wir so blöde?
Warum lässt man nicht beispielsweise die Leute, die das Auto konstruiert haben, darüber reden, warum sie es gerade so gebaut haben und warum sie es für das Beste auf dem Markt halten? Aber so etwas würden die Menschen von heute als langweilig empfinden.
Übrigens bin ich seit ca. 25 Jahren im Internet und erhalte natürlich Reklame, die auf mich abgestimmt ist. Aber ich habe noch nie etwas auf Grund einer Internetreklame gekauft. Wenn ich etwas brauche, was ich nicht im Laden bekomme, vergewissere ich mich über Tests, was für mich das Beste ist und dann bestelle ich das. Aber etwas kaufen nur auf Grund einer Reklame? „Da sei Gott vor!“, würde meine Mutter gesagt haben.

Wie Bayern kaputt gemacht wird

Das habe ich hier schon öfter ausführlich beschrieben:
https://autorenseite.wordpress.com/bayern-kaputt/
https://autorenseite.wordpress.com/2018/08/11/mein-leben-in-der-todeszone-5/
Gerade beobachte ich wieder einen Trend, wie Dörfer verschandelt werden: Es werden an Zäunen, auf Wiesen und sonstigen freien Flächen Reklameschilder aufgebaut, die das ganze Ortsbild beeinträchtigen:

Noch ein Foto zum Thema Ortsbild:

Die Plastikballen drängen sich vor das alte Erscheinungsbild dieses Dorfes. Und wenn ich diese Massen an Plastik sehe, die heutzutage von der Landwirtschaft eingesetzt werden, dann kann ich nur darüber lachen (oder besser: weinen), wenn die EU nun Trinkhalme aus Plastik verbietet und durch Strohhalme ersetzen will. Man sieht deutlich: Der Kampf gegen Plastik ist längst verloren.
Wie haben wir eigentlich früher ohne Plastik leben können und – wie ich meine – sogar besser als heute?