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Die Cookies könnt ihr euch sparen!

Ich bin immun gegen Cookies. Ich habe in den 35 Jahren, in denen ich im Internet unterwegs bin, noch nie etwas gekauft, für das auf meinem Bildschirm Reklame gemacht wurde.
Freilich kaufe ich manches über das Internet, aber das habe ich mir mit einer Suchmaschine heraus gesucht und über „Testberichte“ geprüft. Und dann habe ich natürlich nach dem günstigsten Preis geschaut.

Wenn Ihr mir also Cookies auf meinen PC setzt, um zu erforschen, welche Vorlieben ich habe, und um mir dann die entsprechende Reklame zukommen zu lassen, dann ist das vergebliche Liebesmüh‘:
Ich sorge nämlich dafür, dass ich nur nette Reklame bekomme: Ich tue so, als ob ich mich für die teuersten Immobilien, die nettesten Frauen und die tollsten Autos interessiere. Und so sieht das, was mir das angeboten wird, immer gut aus. 

Bayern kaputt

Darüber habe ich hier und in etlichen weiteren Beiträgen geschrieben.
So sieht es heute am Hirschkaser aus:

Auf der Berghütte wächst ein Antennenwald und die alten Holzwände wurden mit Reklame verunstaltet wie die Hütten unten. Wo einst hier oben nur ein Kruzifix zur Besinnung einlud, hat nun der Kommerz sein Banner eingepflanzt.

Die Verhunzung der Alpen


Wenn ich beobachte, wie im Laufe meines langen Lebens die Alpen verändert wurden, kann ich nur feststellen: Sie sind von einem Stück wilder Natur in einen Massenspielplatz verwandelt worden. Ein Netz von Drahtseilbahnen hat die Berge überzogen, Straßen, Sommerrodelbahnen und Stauseen wurden gebaut. Aussichtsplattformen und künstliche Seen für die Schneekanonen verunzieren das Bild der Berge.
Und viele alte Hütten wie die oben im Bild, wurden mit Reklame „aufgemotzt“ oder mit Mobilfunkantennen.

Wo einst die Menschen in der Bergeinsamkeit ihres Herrgotts gedachten, übertrumpft nun die Fahne einer Bierbrauerei den Andachtsort.

Lesen Sie bitte hier weiter, wie Bayern kaputt gemacht wird:
https://autorenseite.wordpress.com/bayern-kaputt/

 

Die Reklame beweist: Wir werden immer blöder

Ich bin ja schon sehr alt und deshalb für die normale Werbebranche uninteressant, ausgenommen Reklame für Treppenlifte usw. Sonst wird die Reklame auf Jüngere abgestimmt. Und da hat sich Entscheidendes geändert: Früher war die Reklame sachlich: Sie informierte beispielsweise bei Autos über deren Vorzüge: niedriger Preis, geringer Benzinverbrauch, großer Kofferraum usw.
Heute ist das ganz anders, so dass man sich fragt: Werden wir immer blöder?
Anscheinend schon, wenn man die Reklame anschaut. Gleichgültig, ob ein Auto angepriesen werden soll oder ein Parfum – – fast alles läuft nach der gleichen Masche: Es wird irgendeine Szene gezeigt, in der ein Paar einen Beinahe-Beischlaf aufführt oder ein ähnlicher Unsinn, der nichts mit dem beworbenen Produkt zu tun hat, und dann erscheint kurz die Marke, die man kaufen soll. Man will ein Gefühl erzeugen und das mit der beworbenen Marke verbinden. Nur klappt das nicht:
Die Wirkung einer solchen Reklame verpufft völlig, wie ein eindrucksvolles Experiment bewiesen hat: Man zeigte eine Frau, die sich in einem offenherzigen Bikini lasziv auf der Haube eines Autos räkelte. Kein Mensch wusste hinterher, für welche Marke Reklame gemacht wurde. So ähnlich ist es auch mit dem Zeug, das uns heute als Reklame auf dem Bildschirm präsentiert wird.
Merkwürdigerweise ist die Reklame heute kaum noch informativ: Haben Sie schon mal bei einer Autoreklame im Fernsehen etwas von Preis, Benzinverbrauch, Platz oder Schadstoffausstoß gehört? Das will man dem Zuschauer nicht zumuten. Also verfällt man ins andere Extrem. Nur was soll’’s? Sollen wir uns ein Auto danach kaufen, wer die absurdeste Reklame macht? Sind wir so blöde?
Warum lässt man nicht beispielsweise die Leute, die das Auto konstruiert haben, darüber reden, warum sie es gerade so gebaut haben und warum sie es für das Beste auf dem Markt halten? Aber so etwas würden die Menschen von heute als langweilig empfinden.
Übrigens bin ich seit ca. 25 Jahren im Internet und erhalte natürlich Reklame, die auf mich abgestimmt ist. Aber ich habe noch nie etwas auf Grund einer Internetreklame gekauft. Wenn ich etwas brauche, was ich nicht im Laden bekomme, vergewissere ich mich über Tests, was für mich das Beste ist und dann bestelle ich das. Aber etwas kaufen nur auf Grund einer Reklame? „Da sei Gott vor!“, würde meine Mutter gesagt haben.

Wie Bayern kaputt gemacht wird

Das habe ich hier schon öfter ausführlich beschrieben:
https://autorenseite.wordpress.com/bayern-kaputt/
https://autorenseite.wordpress.com/2018/08/11/mein-leben-in-der-todeszone-5/
Gerade beobachte ich wieder einen Trend, wie Dörfer verschandelt werden: Es werden an Zäunen, auf Wiesen und sonstigen freien Flächen Reklameschilder aufgebaut, die das ganze Ortsbild beeinträchtigen:

Noch ein Foto zum Thema Ortsbild:

Die Plastikballen drängen sich vor das alte Erscheinungsbild dieses Dorfes. Und wenn ich diese Massen an Plastik sehe, die heutzutage von der Landwirtschaft eingesetzt werden, dann kann ich nur darüber lachen (oder besser: weinen), wenn die EU nun Trinkhalme aus Plastik verbietet und durch Strohhalme ersetzen will. Man sieht deutlich: Der Kampf gegen Plastik ist längst verloren.
Wie haben wir eigentlich früher ohne Plastik leben können und – wie ich meine – sogar besser als heute?

Google reinlegen

Ich bin ja nun schon sehr alt und das weiß natürlich auch Google. Leider! Und so bekam ich dauernd deprimierende Reklameangebote: Treppenlifte, Hörgeräte, Badewannenausstiegshilfe, … Und da dachte ich mir, das muss aufhören. Und so klickte ich lauter Luxusartikel an: Uhren ab 10.000 Euro, Dachgeschoßwohnung in Salzburg, Ferrari, Weiber…
Tja, und nun sieht es auf meinem Schirm gleich viel besser aus.

 

 

Schlechter fernsehen mit dem ZDF

Die Vorabendkrimis im ZDF richten sich, wie die dabei gezeigte Reklame beweist, vorwiegend an ein älteres Publikum. Warum verschlechtert sich der Ton dieser Sendungen trotz der heutigen ausgezeichneten technischen Möglichkeiten immer mehr? Rühmliche Ausnahmen sind die SOKO Wismar und die Rosenheim-Cops. Der Rest ist sowohl von der Aufnahmetechnik wie auch von der Sprache her unbrauchbar. So schauen wir uns Sendungen wie „Heldt“, “Morden im Norden“… einfach nicht mehr an. Wir verstehen nämlich vieles nicht und anderen Alten geht es genau so. Anscheinend will das ZDF, das im Ruf steht, sich an ein älteres Publkum zu richten, die Alten vertreiben.
Bei manchen Schauspielern hat man sowieso den Eindruck, sie arbeiten auf 450-Euro-Basis.
Also, Leute vom ZDF, hört mal zu: Warum führt Ihr Eure Krimis nicht erst mal einem gemischten Publikum vor, also auch Älteren. Und wenn es dann Kritik gibt, muss man halt nachbessern. So einfach wäre das und das könnten wir doch wohl für unsere viel zu hohen Gebühren verlangen. Bei anderen Produkten gibt es doch auch eine Endkontrolle.Warum nicht auch bei euch?
Das Schlimmste an den Krimis sind die Reklamespots: Sie sind eine Beleidigung für das Publikum, denn sie kommen
häufig dreimal, nämlich vor dem Film, mittendrin und am Schluss: immer dieselbe Reklame für Schmerzmittel, Einschlafhilfen, Pillen gegen Verstopfung usw. Die Reklame wäre ja erträglich, wenn sie jedenfalls ein bisschen humorvoll gemacht würde. Aber das Zeug, was da über den Bildschirm flimmert, ist meist unerträglich. Es würde mich ja direkt reizen, solche Filmchen zu drehen: Bei einer Reklame für die Abführmittel Laxoberal oder Dulcolax würde ich ein Klohäuschen mit Herzerl zeigen, das bei einer dort stattfindenden Entladung erbebt, und dann sagen zwei Kinder: „Gott sei Dank! Bei Opa hat’s wieder geklappt.“ Oder bei den Einschlafhilfen wäre es doch witzig, wenn ein Mann sofort in Tiefschlaf verfallen ist und seine extra hübsch hergerichtete Frau stöhnt: „Dabei wollte ich doch noch…“ Da hätte ich viele Einfälle, aber so etwas braucht man beim ZDF nicht. Das Publikum muss sowieso zahlen.
Übrigens: Einen großen Vorteil hat das schlechte und stupide Programm doch: Man liest mehr – und das ist gut so.

Der Datenskandal interessiert mich nicht



Ich bin seit über 20 Jahren im Internet unterwegs. Und da merke ich natürlich, dass Daten über mich gesammelt werden. Wenn ich einen Test über Rasenmäher anklicke, habe ich hinterher Angebote von solchen Geräten auf dem Schirm. Oder: weil ich so alt bin, bekomme ich Werbung über Treppenlifte und Ähnliches. Ich kann – Gott sei Dank – darüber lachen.
In all den vielen Jahren, die ich im Internet war, habe ich noch nie etwas gekauft, für das Werbung gemacht wurde. Warum sollte ich auch?
Bücher, die ohnehin preisgebunden sind, kaufe ich im Buchhandel. Warum soll ich einen Konzern wie Amazon mit einem solchen Kauf unterstützen?
Wenn ich Bekleidung brauche, gehe ich Shopping. Ein Stadtbummel macht Spaß. Und dabei kann ich alles anschauen und probieren. Das ist mir lieber, als wenn ein Paket mit womöglich nicht passendem Zeug bei der Nachbarin abgeliefert oder bei der Post hinterlegt wird.
Ich orientiere mich bei meinen gewichtigeren Kaufentscheidungen natürlich nicht nach der Werbung, sondern nach Testberichten.
Wenn nun auch die politischen Parteien Daten aus dem Internet nutzen wollen, um für sich Reklame zu machen, dann kann ich nur sagen: Armes Deutschland, wenn sich die Menschen von so etwas beeinflussen lassen.
Von mir aus können Facebook & Co so viel Daten über mich sammeln, wie sie wollen.
Übrigens ist das Datensammeln ja keine Erfindung der neueren Zeit. Als ich studierte, habe ich mich auch bei den studentischen Vereinigungen umgesehen, also auch bei denen der Parteien. Man warnte mich aber, bei der kommunistischen Jugend zu hospitieren, denn die würde vom Verfassungsschutz überwacht. Und so könnte ein solcher Besuch ein Hindernis für eine Anstellung beim Staat sein, weil Zweifel an meiner Verfassungstreue bestünden.
Auch als ich einmal mit einem „Spiegel“ ins Justizgebäude ging, warnte mich ein alter Richter und sagte: „Um Gottes Willen, zeigen Sie das Blatt nicht, sonst steht in Ihren Personalakten: Spiegelleser!“(Da sieht man, was der Spiegel einmal war, als Augstein eingesperrt wurde.)

Entwürdigung der Frau?

Wir leben gerade in einer Zeit der aufkommenden Prüderie. Es ist noch nicht lange her, da liefen selbst die ältesten Weiber oben ohne am Strand herum, selbst in Ländern, wo dies verboten war. Heute achten sie beim Umziehen am Strand peinlich genau darauf, dass man(n) ja nichts sieht. Und auch die Bildzeitung hat ihre peinlichen Nacktbilder auf einmal verschwinden lassen. Nun greift die Säuberungswelle immer mehr um sich. Ja, wir Deutschen sind Gutmenschen oder besser gesagt: Saubermänner (und -frauen) geworden und zwar sowohl politisch wie auch moralisch. Freizügig gekleidete Frauen dürfen nicht mehr Reklame für Waren machen, die in keinem Zusammenhang mit solchen Frauen stehen: Eine Frau im Badeanzug als Werbung für Badekleidung: ja! Aber eine Frau die sich in einem tigerfellartigen Bikini auf einem Ferrari räkelt (seufz!): So etwas geht nicht mehr. Das soll eine Entwürdigung der Frau sein. Nein, das ist Prüderie. Ich sehe es eher als eine besondere Wertschätzung der Frau an, wenn sie mit ihrem Körper eine Wirkung erreichen können, die uns Männern von Natur aus leider so ziemlich versagt geblieben ist.
Wie wird es nun weiter gehen mit der neuen Prüderie? Werden am Eingang des Oktoberfests in Zukunft nicht nur Taschenkontrollen durchgeführt, sondern auch Dirndlausschnitt-
Prüfungen? Wie tief sind die erlaubt?
Und dann kommen wir schließlich bei der „guten alten Zeit“ an, von der uns dieses berichtet wird: Im Platzl beim Hofbräuhaus trat der bayerische Komiker Weiß Ferdl auf und erzählte folgenden harmlosen Witz:
In einer Mädchenklasse bringt der Lehrer seinen Schülerinnen die Bedeutung der Farben bei:
„Blau steht für Treue, rot für die Liebe, grün für die Hoffnung, gelb für den Neid und weiß für die Unschuld.“ Dann unternimmt die Klasse eine Reise nach Paris und als sie wieder zurück kommt fragt der Lehrer eine Schülerin, was sie noch über die Farben weiß. Die zählt dann auf:
„Rot steht für die Liebe und weiß – das weiß ich nicht mehr.“
Daraufhin erschien die Polizei und hat die Veranstaltung wegen Verbreitung der Unzucht geschlossen.

Mit dem Zweiten (ZDF) sieht man schlechter

zdf
Das einzig Positive am ZDF ist für mich die Heute-Show. Weil diese aber für deutsche Verhältnisse doch etwas zu brisant ist, kommt sie erst um 22.30 Uhr, wenn die meisten schon abgeschaltet haben.
Bisher gehörte es für mich zu meiner Feierabend-Entspannung, den Vorabend-Krimi anzuschauen. Vorteil: Er dauert nur halb so lange, wie der Krimi im Hauptprogramm. Aber nun habe ich die Nase voll: Am Montag stieß der Chef der Mordkommission München bei der Zeugenvernehmung auf seine Jugendliebe und war davon so mitgenommen, dass er sich von seiner jungen Kollegin chauffieren lassen musste. Na, so was! Das ist doch wohl total lebensfremd. Ich würde sagen der Mann gehört entlassen. Ich jedenfalls habe abgeschaltet.
Die Vorabendkrimis richten sich, wie die dabei gezeigte Reklame beweist, vorwiegend an ein älteres Publikum. Warum verschlechtert sich der Ton dieser Sendungen trotz der heutigen ausgezeichneten technischen Möglichkeiten immer mehr? Rühmliche Ausnahmen sind die SOKO Wismar und die Rosenheim-Cops. Der Rest ist sowohl von der Aufnahmetechnik wie auch von der Sprache her unbrauchbar. Bei manchen Schauspielern hat man den Eindruck, sie arbeiten auf 450-Euro-Basis. Leute vom ZDF, hört mal zu: Warum führt Ihr Eure Krimis nicht erst mal einem gemischten Publikum vor, also auch Älteren. Und wenn es dann Kritik gibt, muss man halt nachbessern. So einfach wäre das und das könnten wir doch wohl für unsere viel zu hohen Gebühren verlangen.
Das Schlimmste an den Krimis sind die Reklamespots: Sie sind eine Beleidigung für das Publikum, denn sie kommen
in der Regel dreimal, nämlich vor dem Film, mittendrin und am Schluss: immer dieselbe Reklame für Schmerzmittel, Einschlafhilfen, Pillen gegen Verstopfung usw. Man hat den Eindruck, dass der Sender das Gefühl hat, Programme für Demenzkranke zu senden, denen man alles immer wiederholen muss. Die Reklame wäre ja erträglich, wenn sie jedenfalls ein bisschen humorvoll gemacht würde. Aber das Zeug, was da über den Bildschirm flimmert, ist meist unerträglich. Es würde mich ja direkt reizen, solche Filmchen zu drehen: Bei einer Reklame für die Abführmittel Laxoberal oder Dulcolax würde ich ein Klohäuschen mit Herzerl zeigen, das bei einer dort stattfindenden Entladung erbebt, und dann sagen zwei Kinder: „Gott sei Dank! Bei Opa hat’s wieder geklappt.“ Oder bei den Einschlafhilfen wäre es doch witzig, wenn ein Mann sofort in Tiefschlaf verfallen ist und seine extra hübsch hergerichtete Frau stöhnt: „Dabei wollte ich doch noch…“ Da hätte ich viele Einfälle, aber so etwas braucht man beim ZDF nicht. Das Publikum muss sowieso zahlen.