Schlagwort-Archive: Reisen

Zitat zum Tag

Hier kommt wie jeden Tag ein Zitat. Mehr in dem Buch „Mit spitzer Feder“. In diesem Buch finden Sie ungewöhnliche Aphorismen. Es wäre nett, wenn Sie daraus einmal etwas zitieren würden.

Bei der Urlaubsplanung haben viele Menschen eine Art von Zentrifugalkraft in sich: Je weiter weg, desto interessanter.
H. Pöll

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Zitat zum Tag

Hier kommt wie jeden Tag ein Zitat. Mehr in dem Buch „Mit spitzer Feder“. In diesem Buch finden Sie ungewöhnliche Aphorismen. Es wäre nett, wenn Sie daraus einmal etwas zitieren würden.

Reisen bildet: Der Tourist lernt, dass es in fremden Ländern anders aussieht als im Prospekt geschildert.
(H. Pöll
)

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Heute ist Welttourismustag

Guten Morgen! Hier kommt wieder der Spruch zum Tag, dieses Mal vom Dichterfürsten Goethe:
„Die beste Bildung findet ein gescheiter Mensch auf Reisen.“
Der gute alte Goethe kannte aber den Tourismus noch nicht. Deshalb möchte möchte ich seine Weisheit relativieren, indem ich feststelle:
„Reisen bildet – Tourismus verblödet.“
Wer eine Pauschalreise bucht und sich in einer künstlichen Hotellandschaft die Sonne auf den Bauch scheinen lässt, wird wohl kaum einen Gewinn an Bildung mit nach Hause bringen.
Übrigens haben wissenschaftliche Untersuchungen ergeben, dass ein 2-wöchiger Urlaub die geistige Leistungsfähigkeit für den Beruf um 20% mindert. Und so kommen viele Menschen nicht mit einem geistigen Gewinn nach Hause, sondern mit einem dicken Minus.

Unsere schizophrene Jugend

Was gäbe es bei uns alles zu entdecken und zu bewundern!

Schizophrene Jugend: Die einen demonstrieren bei Fridays for Future, die anderen fliegen „in aller Herren Länder“: Das bayerische Staatsministerium für Unterricht und Kultus hat gerade drei Schulen unmissverständlich empfohlen, nicht mehr im Resort Acapulco auf Zypern einzuchecken. Diese „Empfehlung“ erfolgte aber weder aus Gründen des Umweltschutzes noch aus pädagogischen Erwägungen, sondern allein aus politischen Gründen, weil Nordzypern kein anerkannter Staat ist.
So sieh
t sie also aus, unsere schizophrene Jugend: Am Freitag demonstriert sie noch für die „Future“ und am Samstag fliegt sie wer weiß wohin. Bei der Jugend scheint überhaupt der Trend vor zu herrschen: Je weiter weg ein Reiseziel ist, umso begehrenswerter ist es. Bei einer Befragung von Jugendlichen ergab sich, dass Australien und Neuseeland ihre Traumziele sind. Aber ihre Heimat kennen viele nicht richtig. So ergab eine Befragung von Schülern, dass noch keiner die Wieskirche gesehen hatte, die ein begehrtes Reiseziel von Japanern und Chinesen ist.
Für mich ergeben sich in diesem Zusammenhang zwei Fragen:
Warum demonstrieren die Schüler, die an „Fridays for Future“ teilnehmen, nicht auch mal auf Flugplätzen gegen ihre Altersgenossen? Und warum weigert sich nicht mal einer, an einer Ferienflugreise der Schule teil zu nehmen?
Und noch eine Frage möchte ich hier aufwerfen: Sollten nicht Reisen von Schülern einen pädagogischen Wert haben? Wie anders war das doch in meiner Jugend: Wir radelten durch die Backsteingotik und jeder hatte die Aufgabe, den anderen
eine der Sehenswürdigkeiten näher zu bringen.

Wo bleibt die Solidarität?

Es gab einmal eine Zeit, in der die Menschen zusammen standen. Aber das „Wir“ von einst ist kaputt gemacht worden. Jeder schaut auf sich selbst und andere sollen eben selbst sehen, wie sie zurecht kommen. Dadurch können sich Regierungen und Firmen heute Dinge leisten, die sie sich früher nie getraut hätten.
Nehmen wir als jüngstes Beispiel Erdogans Überfall auf die Kurden. Früher wären die Menschen entsetzt gewesen, wenn sie die Bilder von Bombenangriffen mit getöteten und schwer verletzten Kindern gesehen hätten und sie hätten auf keinen Fall Urlaub in einem Land gemacht, dessen Herrscher für so etwas verantwortlich ist.
Und heute? Ich glaube, dass es nicht einmal einen kleinen Rückgang bei den Türkeireisen gegeben hat. Traurig, dass die Solidarität so verloren gegangen ist. Wer weiß: Vielleicht sind ja auch wir einmal auf sie angewiesen.

Maas-los traurig, Herr Maas!

Es ist klar, dass wir uns gegenüber der Türkei nicht viel leisten können, wenn wir vermeiden wollen, dass Erdogan eine Flüchtlingswelle auf uns loslässt. Aber ein bisschen mehr, als Leisetreter Maas tut, sollten wir uns schon trauen: Während Frankreich keine Waffen mehr an die Türkei liefert,  will die Bundesregierung Rüstungsexporte in die Türkei nur begrenzen. Das Land war zuletzt der größte Abnehmer deutscher Rüstungsgüter.
„Vor dem Hintergrund der türkischen Militäroffensive in Nordost-Syrien wird die Bundesregierung keine neuen Genehmigungen für alle Rüstungsgüter, die durch die Türkei in Syrien eingesetzt werden könnten, erteilen“, sagte Maas. Na, toll! Die Türkei hat sicherlich langfristige Lieferverträge, die wir also mit deutscher „Bravheit“ erfüllen.
Maas traut sich nicht einmal das zu tun, was seine Pflicht wäre, nämlich eine Warnung vor Reisen in die Türkei heraus zu geben. Es sei daran erinnert, dass wir schon einmal eine Serie von Attentaten kurdischer Extremisten in der Türkei hatten, die Anlass für eine Reisewarnung waren. Nun, wo die Situation wieder eskaliert ist, ist doch wohl auch mit erneuten Anschlägen zu rechnen. Deshalb tue ich hier das, was Maas sich nicht traut, und warne vor Reisen in die Türkei.

Zitat zum Tag von Goethe

Hier kommt wie jeden Tag ein Zitat aus dem gerade erschienenen Buch Mit spitzer Feder. In diesem Buch finden Sie ungewöhnliche Aphorismen, die sich gut als Zitate für Reden und Schriften.

Viel zu spät begreifen viele

Die versäumten Lebensziele

Drum, Mensch, sei beizeiten weise,

Höchste Zeit ist’s: Reise, reise!“

                                                                                                         Goethe


Mehr über den Autor auf der Homepage oder in der Sonderseite für FrauenNichtversteher: https://autorenseite.wordpress.com/frauen/.

Zitat zum Tag

Hier kommt wie jeden Tag ein Zitat aus dem gerade erschienenen Buch Mit spitzer Feder. In diesem Buch finden Sie ungewöhnliche Aphorismen, die sich gut als Zitate für Reden und Schriften.

Reisen bildet: Der Tourist lernt, dass es in fremden Ländern anders aussieht als im Prospekt geschildert..


Mehr über den Autor auf der Homepage oder in der Leseecke. Sonderseite für FrauenNichtversteher: https://autorenseite.wordpress.com/frauen/

Fridays for Future: So nicht!


Denkt mal darüber nach, ob eure Stoßrichtung nicht geändert werden sollte. Ihr wendet euch gegen die Politiker – schön und recht! Aber solltet ihr nicht eigentlich erst mal bei euren Altersgenossen anfangen? Jetzt kommt ja die große Zeit der Schulabschlussreisen. Die sahen in meiner Jugend so aus, dass die Bahn Züge fahren ließ, die von den Schulen günstig gebucht werden konnten. Meine Abi-Reise sah daher so aus: Wir fuhren mit dem Zug von Kiel nach Traunstein. Schon die Fahrt mit dem Zug war eine Riesengaudi: Es wurde die Nacht hindurch getanzt. Und dann ging‘s auf die Berge.
Und heute? Da fliegen viele Abschlussklassen wer weiß wohin. Erschreckt hat mich dabei ein Vorfall, bei dem Realschüler in die Türkei geflogen waren und einige an giftigem Alkohol gestorben waren. Eine traurige Sauftour ohne Sinn und Verstand!
Nicht nur die Abi-Reisen der Schulen sollten überdacht werden, sondern auch die Unternehmungen der einzelnen Schüler: Wenn man so hört, was die einzelnen frisch gebackenen Abiturienten vor haben, dann verschwenden viele keinen Gedanken an die „Future“. Sie wollen oft erst mal ausspannen und die Welt ansehen. Dazu haben sie Reisen oder Geld geschenkt bekommen.
Flugscham“ kennen sie nicht. Sie wollen unbedingt wissen, wie es in Australien oder Neuseeland aussieht. Die eigene „Leitkultur“ ist ihnen zu fade.
Also, ihr Schulschwänzer, geht mal auf die Flugplätze und bringt euren Altersgenossen mal „Flugscham“ bei!

Weisheiten und Wahrheiten

Hier kommt wie jeden Tag ein Zitat. Mehr lesen Sie in dem Buch: Nebenbei bemerkt – Aphorismen über Gott und die Welt:

Reisen bildet, Tourismus verblödet

H. Pöll, Autor

Kürzlich in einer größeren Gesellschaft hörte ich, wie sich zwei junge Münchner Paare über ihre Chinareise unterhielten: Sie waren natürlich an der chinesischen Mauer gewesen und hatten zufällig im selben bekannten Restaurant chinesisch gegessen, obwohl sie ihre Pauschalreise bei verschiedenen Veranstaltern gebucht hatten. Sie fragten mich, ob ich auch schon in China gewesen sei, wenn nicht, müsste ich unbedingt mal hin.
Ich erwähnte dann, dass die Chinesen inzwischen auch sehr reiselustig seien: Überall würde man sie treffen: in der Wieskirche, am Königssee, beim Kehlsteinhaus (Hitlers D-Haus), in Neuschwanstein…
Ich fragte dann die beiden Paare, ob sie auch schon dort waren. Sie verneinten dies.

Ist es nicht merkwürdig, dass die Leute immer mehr in alle Welt reisen, aber ihre eigene Heimat nicht kennen?