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Kommt auch bei uns eine Vorschrift über Sprachregelung für die Regierung?

Was es alles gibt! Die Briten haben einen Government Digital Service style guide, also eine Regelung über die Art, wie die staatlichen Institutionen sich auszudrücken haben:
https://www.gov.uk/guidance/style-guide/a-to-z-of-gov-uk-style
Da heißt es u.a., man solle den Ausdruck „Brexit“ vermeiden, weil der bei vielen Briten nicht gut ankommt.
Wir Deutsche sind da anders. Bei uns setzen sich in voraus eilendem Gehorsam Sprachregelungen durch, die einen besseren Klang haben. So hören wir gerade bei der Diskussion über die Wölfe, dass man nicht von deren Abschuss spricht, sondern man nennt das „Entnahme aus der Natur“:
https://autorenseite.wordpress.com/2021/12/22/wolf-in-bergen-keiner-traut-sich/
Auch sonst ist es überall so, dass sich ganz von selbst ein“Politsprech“ gebildet hat, ohne dass es einer offiziellen Sprachregelung bedarf:
https://autorenseite.wordpress.com/lexikon-des-politischen-sprachgebrauchs-und-des-sonstigen-geschwafels/
Wir sind Weltmeister im „Framing“.
Neben dem Politsprech gibt es auch einen Gutmenschensprech, der uns Ausdrücke wie Neger, Zigeuner usw. abgewöhnt hat. Gerade entschuldigte sich eine Politikerin für den Gebrauch des Wortes „Indianer“. Man sieht: Man kommt gar nicht mehr mit bei dem, was man nicht mehr sagen darf. Das erste Opfer solcher Regeln war übrigens das nette Fräulein. Und bald wird wohl das Gendern zum Zwang.

Corona: Lachen müsste ich…

Lachen müsste ich, wenn eine 14-jährige tatsächlich ein Wundermittel gegen Coroma gefunden haben sollte:
https://web.de/magazine/news/coronavirus/mittel-coronavirus-14-jaehrige-bahnbrechende-entdeckung-35195652
Das wäre ja zu schön, um wahr zu sein. Jedenfalls Respekt vor dem tollen Mädel!

Noch etwas Erfreuliches: Eine 99-jährige hat gerade ihre Corona-Erkrankung überlebt.

Und schließlich ein anderes Thema: Eine Frage quält mich: Darf es sein, dass ein Gesundheitsminister an Corona erkrankt? Oder müsste Spahn nicht als Beispiel dafür stehen, dass man Corona bei strikter Einhaltung der Regeln vermeiden kann?

 

 

Zitat zum Tag

Hier kommt wie jeden Tag ein Zitat aus dem Buch Mit spitzer Feder“. In diesem Buch finden Sie ungewöhnliche Aphorismen. Es wäre nett, wenn Sie daraus einmal etwas zitieren würden.

Wie verschieden doch die Völker sind: In Frankreich ist es verboten, dass der Handel noch genießbare Lebensmittel entsorgt: Bei uns dagegen verfolgt eine unnachsichtige Justiz das „Containern“.

 

Noch ein Zitat zu diesem Thema:
https://autorenseite.wordpress.com/2020/10/17/zitat-zum-tag-561/
Mehr über den Autor auf der Homepage oder in der Sonderseite für Frauen–Nichtversteher: https://autorenseite.wordpress.com/frauen/

Die EU und der Lärm

Meine Tochter kam gerade vorzeitig von einer Auktion nach Hause und erzählte mir, es sei so laut gewesen, dass sie es nicht mehr ausgehalten habe. Sie hat ja sonst immer bei Musikveranstaltungen vorsichtshalber Ohrstöpsel dabei, aber sie hatte nicht damit gerechnet, dass es auch bei einer Versteigerung akustisch so zugehen würde.

In der aktuellen Apotheken Umschau wird vor zu großer Lautstärke gewarnt. Wer sich länger als 1 Stunde einem Krach von mehr als 100 Dezibel aussetze, müsse mit dauernden Gehörschäden rechnen, heißt es da. Rockkonzerte sind so laut.

Eigentlich müsste man ja nun annehmen, dass die EU ihre Bürger vor solchen Gesundheitsschäden schützt, aber sie traut sich offenbar nicht. Sie hat nur die Lautstärke des Ruftons der Telefone auf 40 Dezibel reduziert mit der Folge, dass man das Läuten in einem Einfamilienhaus nicht mehr hört, wenn man in einem anderen Zimmer ist. Deshalb muss man ein Zusatzgerät kaufen, das genauso viel kostet wie das Telefon und das dann den Klingelton wieder verstärkt.

Aber an Rockkonzerte traut sich die EU nicht heran. Gerade fand hier der Chiemsee-Summer statt. Obwohl die Veranstaltung 14 km von meinem Wohnsitz entfernt ist, konnten wir die Musik hören. Und als in der nahen Stadt ein Rockkonzert stattfand, ging es so unerträglich laut zu, dass die Anwohner Anzeige wegen Körperverletzung erstattet haben. Trotzdem tut keiner was dagegen, denn die jungen Leute wollen bei überlauter Musik so richtig ausflippen und wer von ihnen denkt da schon an einen Gehörschaden?

Die EU greift wohl deshalb nicht ein, weil eine einflussreiche Lobby dagegen ist. An den großen Konzerten und Festivals wird gut verdient. Beispielsweise kommen nach Wacken jährlich mehr als 70.000 Besucher. Wenn die Phonstärke gedrosselt würde, wären es wesentlich weniger.