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Zitat zum Reformationstag

Hier kommt wie jeden Tag ein Zitat. Mehr lesen Sie in dem Buch: Nebenbei bemerkt – Aphorismen über Gott und die Welt:

„Ist es nicht merkwürdig, dass sich die beiden völlig verschiedenen Teile Deutschlands wieder vereinigen konnten, die beiden Konfessionen aber nicht?“
H. Pöll, Autor

Mehr über den Autor auf der Homepage oder in der Leseecke. Übrigens lesen Sie in der Leseecke auch die amüsante Geschichte „Reformationstag“.
Hier noch eine kleine Reminiszenz: Als mein katholischer Vater meine evangelische Mutter heiraten wollte, brauchte er dazu eine bischöfliche Dispens. Die war damals nicht leicht zu bekommen. Es gab aber einen Geheimtipp: Der gütige Prior von St. Benno in München, der einem Bischof gleich stand, hatte  Verständnis für die Liebenden.
Wie hat sich seither alles gewandelt: Die Kirchen haben sich angenähert und die Gläubigen würden sich heute von ihren Kirchen in solchen Angelegenheiten niemals drein reden lassen. Die Kirchen haben viel Autorität verloren – insoweit sicherlich zu Recht.

Der Teufel und der Reformationstag

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Zunächst einmal ein Zitat aus dem Buch: Nebenbei bemerkt – Aphorismen über Gott und die Welt:

Der Teufel steckt überall, sogar im Detail.
H. Pöll, Autor

Mehr über den Autor auf der Homepage oder in der Leseecke. In der Leseecke lesen  Sie auch die Geschichte „Reformationstag“. Und da erfahren Sie in einer amüsanten Geschixchte mehr darüber, wie Gott wegen des Reformatiomstags eine Wette verliert und der Teufel gewinnt.

Reformationstag – ein Sieg Satans?

Verboten neu

Zur Feier des heutigen Tages lesen Sie doch bitte mal die sehr unterhaltsame Geschichte „Reformationstag“ in der Leseecke. Sie werden den heutigen Feiertag mit anderen Augen sehen und garantiert Ihre Freude dan der Lektüre haben, gleichgültig, ob Sie Protestant, Katholik oder Atheist sind oder gar kein Interesse an Religion haben. Der Lesespaß ist natürlich völlig kostenlos und dient als Werbung für das Buch „Verbotene Zone“: Näheres auf der Seite „Home„.
Und lesen Sie bitte unbedingt auch das Zitat zum heutigen Tag weiter unten!

Zitat zum Reformationstag

unbenannt

Ein trauriges Zeichen für den Zustand der Kirchen ist es, dass es die sich feindlich gegenüberstehenden Teile Deutschlands, nämlich der kapitalistische Westen und der kommunistische Osten, binnen ein paar Jahrzehnten geschafft haben, sich wieder zu vereinigen, dass aber die Kirchen eine solche Wiedervereinigung nicht einmal nach 5 Jahrhunderten fertig gebracht haben, obwohl sie sich doch eigentlich nach ihrer Meinung auf Gottes Hilfe stützen können.

Mehr über den Autor auf der Homepage oder in der Leseecke.

Zum Reformationstag aus dem Lesebuch des Teufels

Hier kommt für Sie anlässlich des Reformationstags eine Geschichte aus „Verbotene Zone
Wie Sie sehen werden, ist das Buch nicht für jeden geeignet, aber für nachdenkliche Menschen wie Sie schon und für solche, die mehr nachdenken sollten: gemeint sind die Pfarrer.

Reformationstag

Luzifer und der Liebe Gott hatten eines gemeinsam: Irgendwann plagte sie immer wieder eine schreckliche Langeweile. Der Herrgott schaute von seinem Himmel hinunter auf die Erde, um sich bei den Menschen eine Anregung zu holen, wie sie sich die Langeweile vertrieben. Aber wo er auch hinschaute, um zu sehen, was da unten so gespielt wurde: Die Menschheit schien fast nur noch den Computer zu kennen, und der war nichts für unseren Herrgott, denn zum einen kannte er sich mit diesem merkwürdigen Apparat nicht aus und zum anderen hatte man ihn erschreckt mit dem, was man darüber berichtete. Ein Erzengel hatte sogar einen Scherz gemacht, der ihn nachdenklich gemacht hatte:
„Eines Tages wird dich der Computer ersetzen.“
Als der Herrgott nun so auf der Erde Ausschau nach spielenden Menschen hielt, blickte er nach Bayern, wo ja immer alles ein bisschen anders war. Da sah er junge Burschen beim Fingerhakeln. Sie hatten einen Riesenspaß dabei, und so dachte sich der Herrgott, es auch einmal mit einer Art von Kräftemessen zu versuchen. Er schaute sich unter seinen Engeln um: Die erschienen ihm als Spielpartner nicht geeignet. Höchstens der Erzengel Michael wäre vielleicht ein gleichwertiger Partner gewesen, aber der Herrgott hatte ihn im Verdacht, dass er vor lauter Dienstbeflissenheit seine Kräfte nicht voll einsetzen würde. So verfiel er auf den Gedanken, Luzifer zu einem Spielchen einzuladen. Dieser war auch gleich begeistert von der Idee, die dem Herrgott eingefallen war.
Allerdings hatten die beiden ein Problem, das der Herrgott gleich ansprach:
„Das mit dem Fingerhakeln wird wohl nicht klappen, denn wir beide sind ja nur Geist, ich ein heiliger und du ein negativer.“
„Als Gott solltest du die Welt doch ein wenig objektiver sehen: Ich bin der Geist der Freiheit. Und die Freiheit ist auch etwas Positives, auch wenn dir das vielleicht nicht gefällt. Aber das Gute wäre ja nichts wert, sondern der schlichte Normalzustand, wenn ich den Menschen nicht die Möglichkeit eröffnet hätte, sich zwischen gut und böse zu entscheiden. Ich habe sozusagen das Gute geadelt. Ich glaube, dass ich schon einmal versucht habe, dir das zu erklären.“
„Aha, da rührt sich wieder der alte Widerspruchsgeist. Aber wir wollen nicht philosophieren oder streiten, sondern spielen.“
„Und ist dir schon was eingefallen?“
„Ja, freilich! Wir gehen auf unsere Lieblingsspielwiese: die Kirche…“
„Halt, halt! Da mache ich nicht mit. Ich hasse die Kirche.“
„Denke doch bitte daran, dass du schon bei der Verführung des Papstes…“
„Also gut, du hast mich überzeugt. Lass also erst einmal hören, was für ein Spielchen du vor hast!“
„Das Spiel ist einfach: Wir schauen wer gewinnt. Ich stehe ja für das Gute, also für Versöhnung, Harmonie, Zusammenführen und du für das Gegenteil…“
„Ganz so einfach ist das nicht!“
„Doch, doch! Du warst es doch, der Luther im Jahr 1517 seine Thesen an die Kirchentür nageln ließ mit der Folge, dass die Kirche sich spaltete.“
„Um Gottes Willen – hätte ich beinahe gesagt. Wie kann man nur die Geschichte so falsch sehen. Ich gebe zu, dass ich bei Luther auf der Wartburg war, aber der hat ein Tintenfass nach mir geworfen. Wenn du es nicht glaubst, kannst du dir heute noch die Tinte an der Wand anschauen. Ich habe jedenfalls eingesehen, dass Luther für mich ein aussichtsloser Fall ist und habe mich zurückgezogen. Es ist die Kirche, die selbst schuld an ihrer Spaltung ist, weil sie in ihrer unermesslichen Geldgier einen üblen Ablasshandel betrieben hat, gegen den dann Luther aufgetreten ist. Ich hatte damit überhaupt nichts zu tun.“
„Um Streit zu vermeiden, lassen wir die Frage lieber offen. Wir wollten doch spielen oder wetten.“
„Lass also mal hören, was für ein Spiel du vorhast!“
„Ich habe ja vorhin schon angefangen, es dir zu erklären: Ich stehe für Ausgleich und Versöhnung und du für Widerspruch und Trennung…“
„Darf ich…?“
„Nein, du darfst nicht. Unterbrich mich nicht und höre erst einmal zu: Die Katholische und die Protestantische Kirche sind nun seit fast 500 Jahren getrennt. Genau genommen haben wir im Jahr 2017 ein halbes Jahrhundert Kirchenspaltung. Ich möchte die Kirchen wieder zusammenführen und wette, dass mir das bis 2017 gelingt.“
„Mir ist das eigentlich egal, ob es eine oder mehrere Kirchen gibt. Aber ich bin irgendwie doch Sportsmann und wette, dass die Kirchenspaltung bis in Ewigkeit fortbestehen wird.“
„Und was macht dich da so sicher?“
„Weil es ums Geld und um Posten geht. Dahinter stecken die schlimmsten Todsünden, die in deiner Liste ganz obenan stehen: die Avaritia, also die Geldgier, und die Superbia, also die Eitelkeit. Das sind besonders hartnäckige Charakterfehler, die noch schlimmer werden, wenn sie das Kirchenpersonal befallen. Diese Todsünden sterben nie aus.“
„Dafür sorgst du ja ständig.“
„Als Gott solltest du mit deinem Urteil etwas vorsichtiger sein. Wie du genau weißt, hasse ich Kirchen, Weihwasser, Weihrauch und Pfaffen. Von denen halte ich mich fern. Deine Diener straucheln übrigens ganz von selbst über kleine Messdiener…“
„Fang jetzt bitte nicht wieder davon an. Das haben wir doch schon längst durch diskutiert.“
„Und wie verbleiben wir jetzt?“
„Wir warten auf das Jahr 2017 und dann sehen wir ja, ob die Kirchenspaltung fortbesteht oder nicht.“
„Und um was wetten wir?“
„Ums Prestige!“
Luzifer gab sich siegessicher:
„Ich würde sagen: Wir wollen sehen, wer von uns beiden der Stärkere ist.“
Der Herrgott sah, dass er dabei war, sich in eine Sackgasse zu manövrieren und entgegnete:
„Also, so weit würde ich nicht gehen. Dazu ist die Situation der Kirchen zu verfahren. Es sind zu viele Betonköpfe am Werk, auf die weder ich noch du Einfluss nehmen können. Bleiben wir also dabei, dass es ums Prestige geht oder besser gesagt: Wir spielen einfach nur darum, wer gewinnt, wie wir es früher auch getan haben.“
„Wenn man dich so reden hört, könnte man fast glauben, du hast schon vorher aufgegeben.“

Unorthodoxe Gedanken zum Reformationstag

Dieser Beitrag ist für 300-prozentige Katholiken oder Protestanten nicht geeignet, also sofort wegklicken! Wir anderen sollten einmal darüber nachdenken, warum die Katholische und die Protestantische Kirche auch nach einam halben Jahrtausend nicht zusammen finden können. Liegt die Ursache dort, wo sie in dem lesenswerten Buch „Nebenbei bemerkt – Aphorismen über Gott und die Welt“ von P. Pöll gesucht wird:
„Wenn die Kirchen Aktiengesellschaften wären, wäre es interessant zu erfahren, welchen Kapitalanteil der Teufel hält.“