Schlagwort-Archive: radikal-soziale Partei

Die Selbstzerfleischung der SPD

Die SPD macht m.E. zu viele Fehler und hat dadurch die AfD als Alternative stark gemacht:
> Die Partei hat mit der Agenda 2010 ihre Stammwähler verraten. Was nun nötig wäre, wäre eine junge unverbrauchte Kraft, die dazu ihr tiefes Bedauern ausspricht, um eine Umkehr glaubhaft zu machen.
> Die Partei hat in  der Zeit ihrer Regierungsbeteiligung verschuldet, dass schlimme Missstände eingetreten sind:  z.B.: Zunahme der Armut und des Reichtums, Zulauf bei den Tafeln … Ich habe daher hier schon oft die Gründung einer radikal-sozialen Partei gefordert, z.B.: https://autorenseite.wordpress.com/2017/04/03/rpd-radikal-soziale-partei-deutschlands/
> Die SPD hat den Fehler begangen, sich von Steinmeier zur Bildung der GroKo überreden lassen. Sie hätte mehr durchsetzen können, wenn es zu einer Minderheitsregierung gekommen wäre und wenn sie dabei mit wechselnden Mehrheiten hätte arbeiten können.
> Die SPD hätte immer klarer ihr eigenes Programm im Gegensatz zum Handeln der Regierung heraus stellen müssen, sozusagen als  Opposition innerhalb der Regierung. Und sie hätte dann klarer machen müssen, dass sie sich auf schmerzhafte Entscheidungen der Regierung eingelassen hat, um im Tausch etwas anderes durchsetzen zu können.
> Die Wahl des neuen Vorstandsduos ist denkbar unglücklich. Die beiden wurden gewählt, weil die Mehrheit der SPD-Genossen raus aus der GroKo wollte. Aber daraus wird nun erst einmal nichts. Ehrlicherweise hätten die beiden Vorstände schon bei ihrer Kandidatur sagen sollen, dass es anders laufen wird.
> Vielleicht beurteile ich ja das neue Vorstandsduo falsch, aber ich fürchte, dass den beiden das Charisma abgeht, das Führungspersonen haben sollten. Sie werden womöglich zu wenig Zugkraft vermitteln können, um Wähler zu gewinnen. Sie wurden wohl zu sehr unter dem Gesichtspunkt „Raus aus der GroKo“ gewählt und wohl zu wenig nach ihrer Eignung als Parteibosse.