Schlagwort-Archive: Radar

Bundeswehr und die krebskranken Radarsoldaten

Gerade erfahren wir wieder, wie die Bundeswehr die Entschädigung von krebskranken Radarsoldaten behindert.
Was die Sache noch schlimmer macht, ist die Tatsache, dass sich das Ganze wiederholt. Erinnern Sie sich noch, dass wir einen Verteidigungsminister Scharping hatten? Als sich Soldaten meldeten und erklärten, sie hätten im Dienst Strahlungsschäden erlitten und seien dadurch an Krebs erkrankt, hörten wir von Scharping markige Worte: Selbstverständlich würde sofort und ganz unbürokratisch geholfen. Die Wirklichkeit sah dann so aus, dass die Soldaten jahrelang um eine Entschädigung kämpfen mussten und viele vorher gestorben sind.
http://de.wikipedia.org/wiki/Gesundheitssch%C3%A4den_durch_milit%C3%A4rische_Radaranlagen
Wer das Lexikon des politischen Sprachgebrauchs gelesen hat, hat nichts anderes erwartet, denn dort wird erklärt, dass sofortige unbürokratische Hilfe bedeutet: Du kriegst nichts und wenn doch, dann erst nach ein paar Jahren.

Aufruf! Mach mit beim Streik der Autofahrer!

Keine Angst, hier wird nicht für einen autofreien Tag geworben. Nein, es geht um die zunehmenden Geschwindigkeitskontrollen. Gerade hat die Verkehrsüberwachung Millionen für neue Messgeräte ausgegeben. Wie wäre es denn, wenn wir uns vornehmen, in der nächsten Zeit besonders korrekt zu fahren?
Das fällt natürlich manchen Leuten schwer, denn sie finden, dass man in einer übersichtlichen zweispurigen Straße mit weit zurückliegenden Häusern ruhig mal einen Zahn zulegen kann. Recht haben Sie, aber gerade dort lauert die Polizei. Eigentlich heißt es in den Anweisungen verschiedener Länder zur Geschwindigkeitsüberwachung, dass an Gefahrenstellen gemessen werden soll. Doch man richtet sich anscheinend nicht danach. Auch habe ich gelesen, dass ein Bundesland (NRW?) diese Einschränkung gestrichen hat. Es soll also überall gemessen werden, damit Geld in die Kassen kommt.
Hinterlistigerweise hat man daher auch völlig unsinnige Geschwindigkeits-Beschränkungs-Schilder aufgestellt, die natürlich missachtet werden und daher eine unerschöpfliche Geldquelle darstellen. Ich erinnere mich an einen Ministerpräsidenten, der stolz verkündete, man habe aus den Einnahmen einer einzigen Radarfalle einen Kindergarten bauen können.
Fallen Sie also nicht auf solche Fallen herein und fahren Sie dort besonders korrekt, wo es als sinnlos erscheint. Sie versäumen dadurch nicht viel Zeit und können sich beim Fahren freuen, der Polizei ein Schnippchen geschlagen zu haben. Wenn das alle machen würden…
Haben Sie sich selbst einmal beobachtet, wenn Sie zu schnell gefahren sind? War wirklich Eile geboten? Wohl kaum. Wenn sie ehrlich sind, war es doch nur Nervosität, die Sie angetrieben hat. Und Nervosität ist eine schlechte Voraussetzung für gutes Fahren.