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Ist Putin gescheiter als der Westen?

Manchmal begegnet man Menschen, die völlig anders denken. Gerade hatte ich es mit einer Putin-Bewunderin zu tun. Sie fand, dass Putin gescheiter ist als der Westen. Erst habe man im Westen gemeint, der Rubel würde abstürzen. Aber der Rubel ist inzwischen eine gesuchte Währung geworden. Sogar reiche Amis investieren in den Rubel, der einen Höhenflug erlebt. Die Frau fragte mich, ob ich als intelligenter Mensch, der ich nach ihrer Ansicht bin, nicht auch in den Rubel gegangen wäre. Ich musste bekennen, dass ich nicht so gescheit war.

Und noch eine These der Frau möchte ich hier erwähnen: Sie meinte, Putin würde über die Sanktionen lachen, weil wir uns ins eigene Fleisch geschnitten hätten; wir würden selbst mehr unter den Sanktionen leiden als die Russen. Das könnte durchaus sein: Wir werden es vielleicht sehen, wenn Putin uns im Winter das Gas abdreht und wir frieren müssen.

Ukraine-Krieg: Vom Ende her denken


Man soll alles immer vom Ende her denken. Wenn wir dies beim Ukraine-Krieg tun, sind verschiedene Möglichkeiten gegeben:
> Die schlimmste ist, dass der Krieg in einen Weltkrieg ausartet, was durchaus nach Expertenmeinung nicht ganz unwahrscheinlich ist:
https://autorenseite.wordpress.com/2022/04/13/die-bloede-geschwaetzigkeit-der-demokratie/
> Auch nicht unwahrscheinlich ist, dass die Russen mit ihrer Übermacht die ganze Ukraine kassieren. Dagegen kann man dann nichts mehr machen (siehe Krim).
> Ich sehe ein eher solches Kriegsende: Putin etabliert in der Ostukraine einen eigenen Staat und bietet dann Friedensverhandlungen zu folgenden Bedingungen an: Dieser Staat wird anerkannt und NATO und Ukraine erklären, dass die Ukraine nicht in die NATO aufgenommen wird. Ob die Ukrainer dann noch weiter kämpfen oder doch finden: Die Opfer wären zu groß und lohnen sich nicht.
Wenn es zu diesem Ende kommen würde, hätte sich der Krieg gar nicht gelohnt, denn dieses Ergebnis hätte man schon vorher haben können:
https://autorenseite.wordpress.com/2022/04/12/der-truemmerhaufen-der-frau-merkel/

 

Die blöde Geschwätzigkeit der Demokratie – Weg in der dritten Weltkrieg?

Die Ukraine fordert schwere Waffen und die Medien melden, dass etliche Ampelpolitiker diesem Wunsch entsprechen wollen. Was ich übel finde, dass sich dies alles in der Öffentlichkeit abspielt. Geheimhaltung kennt die Demokratie offenbar hier nicht, und das ist gefährlich, wie der ehemalige militärpolitische Berater von Altkanzlerin Angela Merkel meint: Brigadegeneral a.D. Erich Vad, sagte der Deutschen Presse-Agentur, solche Lieferungen seien potenziell ein „Weg in den Dritten Weltkrieg“.
Bisher achtete die Politik immer darauf, sich nicht direkt in den Ukraine-Krieg einzumischen, aber irgendwann ist halt die Grenze der Einmischung überschritten und man weiß nicht, wo Putin diese Grenze zieht. Deshalb ist es ein gewaltiger Fehler, über die Lieferung von schweren Waffen in aller Öffentlichkeit zu reden. Schlimm wäre es, wenn Vad Recht behielte und die mangelnde Geheimhaltung ein Weg in den dritten Weltkrieg wäre.

Was die Lieferung von schweren Panzern anbetrifft, so meine ich, dass diese Kampfmittel nicht so einfach zu bedienen sind wie ein Auto: Es handelt sich um ein hoch kompliziertes Waffensystem, das eine intensive Ausbildung erfordert. Wo soll die statt finden? Und wie lange dauert es, bis so ein Panzer in der Hand von Ukrainern einsatzbereit ist? Lohnt sich also die Lieferung schwerer Waffen überhaupt noch?

Politiker – die verlogenen Berufsoptimisten

Die Politiker machen zur Zeit Schulden „auf Teufel komm raus“. Und dabei hören wir immer, dass die Schulden abbezahlt werden sollen, wenn die Konjunktur wieder besser läuft. Aber wer sagt denn, dass es demnächst wieder aufwärts geht? Die Wirtschaft ist vielen Bedrohungen ausgesetzt. Es kann sein, dass Putin uns die Energie abschaltet oder dass wir selbst unseren Widerstand  gegen einen Stopp der Einfuhr von russischem Gas und Öl nicht mehr aufrecht erhalten können: Was dann?
Es kann auch sein, dass Corona die Lieferketten noch mehr abschneiden wird. Es kann auch etwas passieren, was man heute noch nicht voraus sieht. Für solche Fälle hat der Normalmensch einen Notgroschen. Der einzige Politiker, der so etwas in Deutschland eingeführt hatte, war der frühere Finanzminister Fritz Schäffer. Er hatte Geld im „Juliusturm“ verwahrt, das nach seinem Weggang schnell als Wahlgeschenk verstreut wurde.
So machen die Politiker weiter das, was sie am besten können: Sie verschieben die Lösung der Probleme in die Zukunft. Sie können etwas, was der Normalmensch nicht kann: Sie können Schulden machen, die dann die Enkel bezahlen müssen. Kürzlich hat ein Wissenschaftler errechnet, dass sogar auch noch diejenigen zahlen müssen, die noch gar nicht geboren sind. Und diese Armen leben dann in einer kaputten Umwelt mit ausgeplünderten Ressourcen.

 

Wird Putin die NATO-Staaten angreifen?

Erschrocken bin ich, als ich gerade das Ergebnis einer Umfrage las. Demnach fürchten 43%, dass Putin nun auch die NATO-Staaten angreifen wird. Da kann ich euch beruhigen: Putin wird trotz seiner zehnfachen Überlegenheit nicht einmal schnell mit der Ukraine fertig, sondern erleidet schwere Verluste. Das liegt nicht daran, dass er bei seiner „Friedensmission“ die Bevölkerung zu sehr schonen würde. Nein, er setzt sogar völkerrechtswidrig Streubomben ein. Fazit: Die Fähigkeiten seines Militärs halten sich in Grenzen.
Auch wenn er nun wie ein gereizter Stier als zu allem fähig erscheint: So viel Vernunft hat er auf alle Fälle, nämlich dass er keinen kollektiven Selbstmord begeht, es sei denn …
https://autorenseite.wordpress.com/2022/03/02/war-hitler-verrueckt-ist-putin/
Aber an so etwas wollen wir lieber nicht denken.

Müssen wir bald frieren? Putins kurzsichtige Politik

Der Wohlstand Russlands hängt von seinen Energieexporten ab. Nun wird dieser allerdings von Putin gefährdet: Sein Krieg bedeutet eine Zeitenwende, die dazu führt, dass wir uns von der russischen Energie unabhängig machen wollen. Putin sägt sich also den eigenen Ast ab. Vorläufig hängen wir aber noch am Tropf der russischen Energie. Das könnte aber schnell vorbei sein, denn Putin will entgegen den Vertragsbedingungen nun auf einmal eine Bezahlung in Rubel, um seine abstürzende Währung zu stützen. Der Westen hat dies aber abgelehnt. Kann ein Mann wie Putin nun einen Rückzieher machen? Ich glaube kaum! So könnte nun das kommen, was wir Deutschen bisher erfolgreich ausbremsen konnten: ein Gas-und Ölembargo gegen Russland. Ein solches Opfer wollten wir Deutschen ja bisher nicht zugunsten der Ukraine auf uns nehmen.
Zieht euch also schon mal warm an für den nächsten Winter!  Habeck hat schon mal die Frühwarnstufe ausgerufen.

Vielleicht kommt ja aber alles ganz anders: Putin könnte einlenken und verkünden: „Operationsziel erreicht: die Ukraine bleibt neutral.“ Dann könnte er ohne Gesichtsverlust wieder abziehen und durch die Blume sagen: „Bin wieder lieb!“ Und da wird der Westen nichts Eiligeres zu tun haben, als sofort die unliebsamen Sanktionen aufzuheben. Auf einmal wird es dann auch bei uns mit der Verspargelung Deutschlands nicht mehr so schnell voran gehen und es wird eine Zeit lang alles so sein wie vorher.

Wie sagt der Bayer in einem solchen Fall? „Nix G’wisses woaß ma!“

 

 

Ukraine: Ein Krieg, der nicht sein musste

Manchmal komme ich mir vor wie der einsame Rufer in der Wüste. Und wenn ich nun die Schrecknisse des Krieges in der Ukraine sehe, frage ich mich, ob man das ganze Elend nicht hätte vermeiden können.
Warum führt Putin diesen Krieg? Er fühlt sich bedroht, weil er fürchtet, dass die Ukraine NATO- und EU-Mitglied wird. Er will weiter, dass die Krim russisch bleibt und die Ostukraine selbständig wird, weil die Russen dort unterdrückt würden. Er spricht sogar von einem Genozid, ohne Beweise vorzulegen. Aber es spricht einiges dafür, dass die russische Minderheit nach den Vorkommnissen im Weltkrieg keinen leichten Stand hatte.

Wenn nun im Krieg Tausende ihr Leben gelassen haben werden, wird Putin alle seine Ziele erreicht haben. Mussten erst so viele sterben, anstatt dass man Russlands Sicherheitsbedürfnis entgegen kam? So, wie die NATO sich jetzt nicht in den Krieg einmischt, hätte sie auch schon vorher sagen können, dass sie die Ukraine nicht aufnimmt, um Russland einen Sicherheitsgürtel zu belassen. Stattdessen faselte man von Entscheidungsfreiheit für NATO und Ukraine. Man weckte damit in der Ukraine Hoffnungen, dass die NATO ihr im Ernstfall beistehen werde. Was dabei heraus gekommen ist, sehen wir jetzt.

Spulen wir die Geschichte ein wenig zurück: Die Ukraine hatte eine frei gewählte Regierung unter Janukovic, die sich nach Osten orientierte. dagegen revoltierten diejenigen, die die Ukraine in die EU aufnehmen lassen wollten. Der Westen machte nun etwas, was er nicht hätte tun dürfen: Er mischte sich in die inneren Angelegenheiten der Ukraine ein. Er unterstützte die Regimegegner finanziell und auch durch bestärkende Besuche wie den unseres damaligen Außenministers Steinmeier. Dass Putin sich ein Land aus seiner Einflusssphäre nicht so einfach entreißen lassen würde, war durchaus wahrscheinlich. Das war der erste Schritt in Richtung Krieg. 

Damit verschärften sich die Gegensätze zwischen Russen und Ukrainern in der Ostukraine. Es kam hier zum Krieg, den man durch Nachgeben hätte verhindern können: Warum sollte nicht das Volk entscheiden, ob es bei der Ukraine bleiben will, wie ja auch die Schotten über ihre Zugehörigkeit zum UK entscheiden durften? Das wäre doch mal Demokratie pur gewesen und hätte den Konflikt entschärft. 

Und dass einmal über die Annektierung der Krim verhandelt werden könnte, glaubt wohl kein vernünftiger Politiker.

Zusammenfassend kann man sagen: Ein wenig Nachgeben dort, wo man sowieso schon verloren hatte, hätte einen Krieg verhindern können. Vielleicht hätte sich ja Putin nicht getraut, die Ukraine anzugreifen, wenn er ein Einschreiten der NATO hätte befürchten müssen. Aber anstatt hierüber zu schweigen, verkündete man von vornherein, man würde nicht eingreifen.  Das war quasi eine Einladung für Putin.

Und dann hatte ich noch eine völlig unorthodoxe Idee, wie man den Krieg durch einen Friedensmarsch der Frauen in die Ukraine hätte verhindern können:
https://autorenseite.wordpress.com/2022/03/02/wenn-ich-eine-promi-frau-waere-meine-verrueckten-ideen/

 

Hier noch mal mein Beitrag vom 19.2., in dem ich den Krieg prophezeit habe, aber es hat halt keiner darauf gehört:

Der Westen beharrt darauf, dass keinem Staat die Freiheit genommen werden dürfe, Bündnisse nach seinem Belieben einzugehen. Also könne auch die Ukraine in die NATO eintreten.
Die NATO, die ihre Handlungsfreiheit betont, sollte sich aber dessen bewusst sein, dass diese Freiheit auch bedeutet, „nein“ sagen zu können. Warum kann die NATO nicht verstehen, dass Russland ein Sicherheitsbedürfnis hat und nicht will, dass die NATO ihm immer mehr „auf die Pelle rückt“?
Wie sehr ein Land wie Russland traumatisiert sein muss, ergibt sich aus der Tatsache, dass allein in Leningrad 2 Millionen Menschen Opfer des letzten Krieges waren, und der war nicht der einzige, in dem Russland überfallen wurde.
Vernünftig wäre es also, wenn die NATO sagen würde: Wir respektieren das Sicherheitsbedürfnis Russlands und dehnen uns nicht auf die Ukraine aus.

Und noch ein Gedanke zum Ukraine-Konflikt: Wenn ich den Herd dieses Konflikts, den Donbas, sehe, frage ich mich, ob sich der Streit um diesen trostlosen Landstreifen lohnt.
Natürlich ist es verständlich, dass sich die Ukraine nicht einfach ein Stück ihres Staatsgebiets wegnehmen lassen will. Aber könnte man den Konflikt nicht einfach so lösen, indem man die Bevölkerung entscheiden lässt, zu welchem Staat sie gehören will? Normalerweise hört ja die Demokratie bei solchen Fragestellungen auf. Aber könnte hier nicht Großbritannien als Beispiel dienen? Das Land ermöglichte den Schotten eine Volksabstimmung darüber, ob sie sich abspalten wollten. Könnte nicht auch so im Donbas Frieden einkehren? Und könnte nicht auch die Ukraine sagen: Wenn wir so durch ein Einlenken die Gefahr eines Krieges abwenden könnten – warum sollten wir es dann nicht tun?

Aber leider haben die Scharfmacher auf beiden Seiten das Wort und das verheißt nichts Gutes. Auch die neue Bundesregierung befindet sich im Schlepptau der Amis und wagt es nicht, Gedanken wie diese in die mentale Abrüstung einzubringen. So wird es nun wohl Krieg geben.

Die neue Friedensnobelpreisträgerin!

An sich haben mich ja die Frauen schwer enttäuscht:
https://autorenseite.wordpress.com/2022/03/09/nachtrag-zum-frauentag-die-frauen-haben-mich-enttaeuscht/
Ich hatte ja vorgeschlagen, dass sie sich zu einem gewaltigen Friedensmarsch in die Ukraine aufmachen. Aber sie sind zu sehr mit Themen beschäftigt, die nun bei der Kriegsgefahr nur noch nebensächlich sind: Klima und Pandemie.

Nun hat eine Frau die Ehre des weiblichen Geschlechts wieder hergestellt. Sie heißt Marina Owsjannikowa. Das ist die Frau, die plötzlich in Russland in der Nachrichtensendung erschien und ein Schild hoch hielt, auf dem sie das verbotene Wort „Krieg“ benutzte und Putin Lügen vorwarf. Das ist in Russland ein Vergehen, das mit bis zu 15 Jahren Haft bestraft werden kann. Man rieb sich verwundert die Augen, als man lesen konnte, die Frau sei nur zu einer Geldstrafe verurteilt worden. Aber dann erfuhr man, dass die Geldstrafe einen anderen Sachverhalt zum Gegenstand hatte. Frau Owsjannikowa geht also einem ungewissen Schicksal entgegen. Es könnte aber ja auch sein, dass Putin keine Märtyrerin schaffen will und dass er die Sache im Sande verlaufen lässt.
Auf jeden Fallwünsche ich dieser tollen Frau viel Glück und meine, dass sie den Friedensnobelpreis verdient hat.

Großartig finde ich auch, dass die Ministerpräsidenten von Polen, Tschechien und der Slowakei nach Kiew gefahren sind. Respekt! Mich erinnert das an den Krieg im ehemaligen Jugoslawien. Damals haben barbarischen Serben das einmaligen Dubrovnik beschossen. Ein französisches Orchester konnte das nicht mit ansehen und fuhr dort hin, um dort zu spielen.
Solche Aktionen passen Putin nicht ins Konzept und können dazu beitragen, dass er am Ende doch einlenkt. Man sollte sich halt mal wieder eine unorthodoxe Aktion einfallen lassen, wie ich sie hier den Frauen vorgeschlagen hatte.

 

Putin: Da kommen schlimme Erinnerungen auf

Erinnern Sie sich noch an den Nationalsozialismus? Damals holte Hitler die Österreicher „heim ins Reich“. Die waren (im Gegensatz zur Ukraine) immerhin begeistert, was sie heute nicht mehr wahr haben wollen. Später erstreckte Hitler dann seinen Machthunger auf die Tschechoslowakei. Und seine Soldaten sangen: „… Heute gehört uns Deutschland und morgen die ganze Welt“.

Und nun will Putin die Ukraine „heim ins Reich“ holen. Ob  damit sein Machthunger zufrieden sein wird?

Ukraine: Homosexualität als Kriegsgrund?

In München feiert Kardinal Reinhard Marx eine Messe für die LGBTI-Community. Was hat das mit dem Krieg in der Ukraine zu tun? Sehr viel. Im Krieg geht es zwar Putin nach seinen Angaben um die Sicherheit seines Landes, die er durch eine Orientierung der Ukraine nach Westen (EU, NATO) bedroht sieht. Aber es geht auch um etwas ganz anderes:
Putin wird unterstützt vom Oberhaupt der russisch-orthodoxen Kirche, dem Patriarchen Kyrill I. Der sieht den Krieg als „metaphysischen“ Kampf gegen westliche Werte an. Als ein Beispiel nennt er Homosexualität. Wir sehen hieran zweierlei:
„Wieder einmal sind die Schwulen schuld.“
Und im Krieg sind die Kirchen immer vorne mit dabei:
https://autorenseite.wordpress.com/2022/03/13/ukraine-krieg-die-kirche-wie-immer-vorne-mit-dabei/