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Der Busenblitzer

Als ich gestern das Fernsehprogramm studierte, las ich bei Pro Sieben als Angebot für die „Primetime“: „Die Besten! Die 33 spektakulärsten Live-Momente“. Und da hieß es: „U.a.: Warum sorgt ein Busenblitzer im deutschen Fernsehen für einen Riesenskandal?“ Die Sendung, die ich nicht angeschaut habe, dauerte bis 23.10 Uhr und ich nehme an, dass der Busenblitzer erst zum Schluss kam.
Da kann ich mich nur wundern: Vor einigen Jahren gab es die Oben- ohne-Bewegung. Da „befreiten“ sich die Frauen von diesen „einengenden Kleidungsstücken“, die ihnen nach Ansicht der Emanzen nur von den Männern aufgezwungen waren:
https://autorenseite.files.wordpress.com/2013/10/frauen.pdf (S. 67)
Und die Frauen zeigten sogar in der Türkei, wo so etwas verboten war, am Strand ihre „neu gewonnene Freiheit“, während die Türkinnen in Ganzkörperkleidung ins Wasser gingen. Inzwischen aber haben die Frauen eingesehen, was ich ihnen damals prophezeit habe. Sie tragen wieder BHs. Und nun ist direkt eine neue Prüderie ausgebrochen: Wenn sich die Frauen heute am Strand umziehen, achten sie peinlichst darauf, dass man ja nichts sieht, als wenn ein Mann erblinden könnte, wenn er einen Busen zu sehen bekommt. So haben sie es fertig gebracht, aus einem „Busenblitzer“ einen „Riesenskandal“ zu machen. Mit so etwas kann eine Frau bekannt werden und dann viel Geld verdienen. Auch der „Höschenblitzer“ erweist sich als Sensation.
Nur wir armen Männer haben dem nichts entgegen zu setzen.
Wir dürfen nicht einmal in ein Dekolleté hinein schauen: Das gehört sich nicht. Noch schlimmer ist es, wenn sich ein Mann über das Dargebotene dezent äußert: Das kostet ihn die Karriere (Fall Brüderle).
https://autorenseite.wordpress.com/2013/01/26/geile-blicke-sabbernde-anmache-15466426/

Zitat zum Tag

Hier kommt wie jeden Tag ein Zitat aus dem Buch Mit spitzer Feder. In diesem Buch finden Sie ungewöhnliche Aphorismen, die sich gut als Zitate für Reden und Schriften eignen.

Alles wiederholt sich – irgendwann irgendwie.

Beispiel: Die neue Prüderie:
https://autorenseite.wordpress.com/2020/06/16/julitz-co-frauen-als-sexismus-polizei/
Mehr über den Autor auf der
Homepage oder in der Sonderseite für Frauen–Nichtversteher: https://autorenseite.wordpress.com/frauen/.

Wir prüden Pharisäer

Dieses Bild ist eigentlich verboten, weil Sex nicht zu Werbezwecken eingesetzt werden darf. Aber vielleicht gilt das Bild ja als Kunst.

Ist Ihnen das auch schon aufgefallen? Die Menschheit schwankt ständig zwischen Extremen hin und her (Dondolismus):
https://autorenseite.wordpress.com/2019/07/04/tag-des-ungehorsams/
Zur Zeit beobachten wir eine Hinwendung zur scheinheiligen Prüderie. Es ist noch nicht lange her, da hatte jede Nummer der Bildzeitung ein Foto einer Nackten abgedruckt. Das ist nun vorbei.
Wie weit die Prüderie fortgeschritten ist, zeigt dieses Beispiel: Unsere hiesige Brauerei lieferte sich einen heftigen Streit mit dem Deutschen Werberat, weil sie auf einem Bierdeckel den freizügigen Ausschnitt einer Bedienung abgebildet hatte, unter dem die Frau mehrere Bierkrüge trug. „Zu sexistisch!“ hieß es.
Nun brauchen Frauen, die es mithilfe von Sex zu einer erfolgreichen Karriere bringen wollen, quasi eine Entschuldigung für ihre freizügigen Fotos. Zum Beispiel posten sie nun scheinheilig: „Viel Haut für einen guten Zweck“:
https://web.de/magazine/unterhaltung/stars/marie-nasemann-freizuegiger-post-ex-gntm-beauty-zweck-34235686
https://web.de/magazine/unterhaltung/stars/fernanda-brandao-sexy-fotos-umweltzerstoerung-34246088#.homepage.inactivityLayer_treatSimple.Sex-Appeal%20f%C3%BCr%20guten%20Zweck.0
Oder Sylvie Meis sendet uns des öfteren nette Urlaubsgrüße, natürlich immer in einem sehr knappen Bikini. Das ist ja nett von ihr und so etwas kann unsere Sittenpolizei schlecht verbieten. Und so kommt sie immer wieder in die Medien und gibt ihnen das Rätsel auf: Hatte sie eine Brust-OP?
Was sind wir doch für ein trauriger Verein geworden. Warum sollen Frauen nicht zeigen dürfen, was Männern Spaß macht? Das sieht man doch allemal lieber als die trostlose Reklame von Vitasprint.
Wenn das so weitergeht, müssen sich die Damen im Schlosspark von Herrenchiemsee bald anziehen:

Sexismus und die neue Prüderie

Jahrelang thronten zwei Meerjungfrauen in einem Freizeitpark am Rand der indonesischen Hauptstadt Jakarta – bis der Verwaltung auffiel, dass sie barbusig waren. Nun bedecken goldene Bustiers die Brüste der Statuen.
https://www.sn.at/panorama/international/barbusige-statuen-sindin-jakarta-nicht-geduldet-67840228
Auch bei uns greift die Prüderie immer mehr um sich.
https://autorenseite.wordpress.com/2019/03/23/vom-gutmenschentum-zum-bigottismus/
Wer weiß, wie lange mein Buchtitel noch tragbar ist:
https://autorenseite.wordpress.com/2018/03/03/unsere-waffe-sind-die-nackten-brueste-iii/
Bei uns am Chiemsee könnte das Beispiel aus Jakarta bald Schule machen und die vielen Nackten könnten in Zukunft bekleidet werden, etwa so: 

Statt so:

Wenn ich hier im Schlosspark „lust“wandele (darf man das noch sagen, ohne verdächtig zu sein?) und die Nackten sehe, fallen mir immer mahnende Worte einer alten Tante ein (so was gab‘s früher einmal). Sie sagte: „Damit du mal in der Ehe nicht enttäuscht wirst: Die sind alle 14 bis 16 Jahre alt.“ Zum Verständnis für die heutige Generation: Bis zu einem gewissen Alter kannte die Jugend das andere Geschlecht in nacktem Zustand nur aus „Bocks Buch von gesunden und kranken Menschen“. Wenn meine Tante recht hat und also im Schlosspark von Herrenchiemsee nackte Kinder dargestellt werden, wird es wohl nicht lange dauern, bis die Emanzen das bemerkt haben und eine Bekleidung für die armen nackten Kinder fordern werden. Schauen Sie sich also jetzt noch einmal dort um!

 

Entwürdigung der Frau?

Wir leben gerade in einer Zeit der aufkommenden Prüderie. Es ist noch nicht lange her, da liefen selbst die ältesten Weiber oben ohne am Strand herum, selbst in Ländern, wo dies verboten war. Heute achten sie beim Umziehen am Strand peinlich genau darauf, dass man(n) ja nichts sieht. Und auch die Bildzeitung hat ihre peinlichen Nacktbilder auf einmal verschwinden lassen. Nun greift die Säuberungswelle immer mehr um sich. Ja, wir Deutschen sind Gutmenschen oder besser gesagt: Saubermänner (und -frauen) geworden und zwar sowohl politisch wie auch moralisch. Freizügig gekleidete Frauen dürfen nicht mehr Reklame für Waren machen, die in keinem Zusammenhang mit solchen Frauen stehen: Eine Frau im Badeanzug als Werbung für Badekleidung: ja! Aber eine Frau die sich in einem tigerfellartigen Bikini auf einem Ferrari räkelt (seufz!): So etwas geht nicht mehr. Das soll eine Entwürdigung der Frau sein. Nein, das ist Prüderie. Ich sehe es eher als eine besondere Wertschätzung der Frau an, wenn sie mit ihrem Körper eine Wirkung erreichen können, die uns Männern von Natur aus leider so ziemlich versagt geblieben ist.
Wie wird es nun weiter gehen mit der neuen Prüderie? Werden am Eingang des Oktoberfests in Zukunft nicht nur Taschenkontrollen durchgeführt, sondern auch Dirndlausschnitt-
Prüfungen? Wie tief sind die erlaubt?
Und dann kommen wir schließlich bei der „guten alten Zeit“ an, von der uns dieses berichtet wird: Im Platzl beim Hofbräuhaus trat der bayerische Komiker Weiß Ferdl auf und erzählte folgenden harmlosen Witz:
In einer Mädchenklasse bringt der Lehrer seinen Schülerinnen die Bedeutung der Farben bei:
„Blau steht für Treue, rot für die Liebe, grün für die Hoffnung, gelb für den Neid und weiß für die Unschuld.“ Dann unternimmt die Klasse eine Reise nach Paris und als sie wieder zurück kommt fragt der Lehrer eine Schülerin, was sie noch über die Farben weiß. Die zählt dann auf:
„Rot steht für die Liebe und weiß – das weiß ich nicht mehr.“
Daraufhin erschien die Polizei und hat die Veranstaltung wegen Verbreitung der Unzucht geschlossen.

„Unsere Waffe sind die nackten Brüste“

                                   Hier eines der letzten Dekolletee-Bilder vor Einschreiten des Werberats

„Unsere Waffe sind die nackten Brüste.“ Das ist das Schlagwort von Femen. Neulich hat wieder einmal eine „feministische Eingreiftruppe“ von Femen beim Wiener Opernball eine Protestaktion mit nackten Brüsten durchgeführt. Nicht einmal der Vatikan bleibt von diesen Weibern verschont: Weihnachten hat eine halbnackte Frau die Krippe erstürmt mit dem Schlachtruf: „Gott ist eine Frau!“
Ich bin mir nicht sicher, ob auf diese Weise ein für Männer geeignetes Gottesbild vermittelt wird. Vielleicht wird es ja mal in Zukunft einen Gender-Gott geben.
Wir Männer sehen: So einfach haben es Frauen, die Aufmerksamkeit der gesamten Medien auf sich zu ziehen. Das Erstaunliche ist: Es gibt keinen Protest dagegen, dass die weiblichen Brüste zu feministischen Zwecken eingesetzt werden. Anders ist es beim Humor:
Die Polizei hatte sich gerade einen Spaß gemacht und einen Holztransporter mit einem eingeblendeten Dekolletee gepostet und dazu geschrieben: „Holz vor der Hütt’n kann man nicht genug haben – bei Lastern ist bei 40 Tonnen Schluss“. Da meldete sich gleich die Bundesfrauenbeauftragte der Deutschen Polizeigewerkschaft (DPolG), Sabine Schumann und kritisierte: „Das geht gar nicht!“ Schließlich muss ja diese Frau auch gelegentlich etwas tun, um zu zeigen, wie wichtig ihr Job ist.
Ärger bekam auch unsere Brauerei mit einem Bierdeckel, auf dem ein Dekolletee mit zwei Bierkrügen darunter abgebildet war mit der Frage: „Was darf’s denn sein?“ Da meldete sich gleich der Werberat. Nun gibt es unverfängliche Bierdeckel im Lokal. Kein Wunder, dass der Bierverbrauch in Deutschland dramatisch einbricht.
Wir gehen einem neuen Zeitalter der Prüderie entgegen. Es ist ja noch nicht lange her, da liefen die Frauen am Strand „oben ohne“ herum. Aber Abwechslung muss sein: Nun schlägt das Pendel halt extrem in die andere Richtung aus. Unsere Saubermänner und -frauen haben jetzt ständig viel zu tun. Ob sie sich auch dem Oktoberfest zuwenden, auf dem ja das Schaulaufen mit „Holz vor der Hütt’n“ Pflicht ist? Vielleicht gibt es ja bald am Eingang der Wiesn nicht nur eine Kontrolle auf Schusswaffen, sondern auch eine solche auf die Waffen der Frau. Wie viel Busen ist noch erträglich und ab wie viel „Holz“ muss frau heim geschickt werden?
Vorbild könnten die Kirchen auf Malta sein. Als wir dort waren, kontrollierten zwei Männer mit Hellebarden am Eingang die Kleidung der Frauen. Wenn eine zu wenig an hatte, versperrten die Hellebarden das Portal und die Frau musste sich einen teuren Umhang ausleihen. Mein Freund sagte dann zu einem der Kontrolleure: „Mann, deinen Job möcht‘ ich haben!“

Die neue Prüderie gegen Sexismus


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Der Mensch ist wie ein Lemming. Er folgt den Trends, auch wenn sie ihn ins Verderben führen (Nationalsozialismus). Die Trendfolge beginnt ganz harmlos bei der Mode: Auf einmal läuft alles mit Schal herum (auch im heißen Fernsehstudio), wobei die Leute wirken wie Grippekranke. Die Art, wie der Schal nun gebunden wird, sieht ein bisschen nach Würgen aus. Nicht gerade passend dazu sind Turnschuhe, die sich nun „Sneakers“ nennen und gewiss keine Fußbekleidung für den Winter sind, aber man hat anscheinend lieber kalte Füße, als uncool zu sein..
Wir wollen uns hier jedoch nicht mit Mode aufhalten, sondern uns mit einem anderen Trend, dem Sexismus befassen. Es ist noch nicht lange her, da machte sich die Oben-ohne-Bewegung breit. Selbst die ältesten Weiber liefen am Strand ohne BH herum, so dass in Italien nach einer Kommission gerufen wurde, die entscheiden sollte, wer so gehen darf und wer nicht.
In der Türkei, wo so etwas verboten war, setzten sich die deutschen Frauen dreist über dieses Verbot hinweg und zeigten halterlos ihren türkischen Geschlechtsgenossinnen, was sie unter Befreiung verstanden. Die Türkinnen badeten nämlich daneben in Ganzkörperkleidung.
Vorbei sind diese Zeiten. Auf einmal ist auch bei uns die Prüderie ausgebrochen:
In der Formel 1 werden die Grid-Girls abgeschafft.
In Manchester werden Bilder mit barbusigen Frauen abgehängt.
https://web.de/magazine/unterhaltung/kultur/sexismus-debatte-galerie-manchester-haengt-gemaelde-3278008
In der vergangenen Woche hatte der Akademische Senat der Alice Salomon Hochschule in Berlin beschlossen, ein Gedicht des Lyrikers Eugen Gomringer übermalen zu lassen. Man nahm Anstoß an dem Satz: „Alleen und Blumen und Frauen und ein Bewunderer“. Damit würden Frauen, so die Kritiker, zum Objekt männlicher Bewunderung degradiert, hieß es:
http://www.heimatzeitung.de/nachrichten/ticker/2821001_Gomringer-Gedicht-bald-an-fraenkischer-Fassade.html
Da kann man nur sagen: Na, so was! Anscheinend habe ich die Frauen bisher falsch verstanden. Wenn ich ihre Bilder in den Medien sehe, habe ich bisher gedacht, sie wären ganz gern auch ein Objekt männlicher Bewunderung.
Wie lange werden wir nun wohl noch diese schöne Bayerin ohne BH sehen dürfen?

Und wann werden die prüden Gutmenschen endlich den barbusigen Barockengeln in den Kirchen etwas überziehen? Der Missbrauchsskandal der Katholischen Kirche hat ja gezeigt, wohin so etwas führt.
Und wie lange werde ich mein Buch noch mit obigem Titelbild verkaufen dürfen, bevor es einer Bücherverbrennung um Opfer fällt?