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CSU: Schon wieder ein Masken-Deal. Herr Spahn, wir verlangen Aufklärung!

Jetzt gab es schon wieder einen Masken-Deal mit einer Millionenprovision für die Tochter des Ex-CSU-Ministers Tandler:
https://www.tagesschau.de/investigativ/wdr/corona-masken-gewinn-101.html
Die Union scheint auf die Vergesslichkeit der Wähler zu hoffen, denn schon bei den früheren Maskendeal wurden wir nicht darüber aufgeklärt, wie so etwas überhaupt bei einer korrekten Verwaltung möglich ist:
https://autorenseite.wordpress.com/2021/03/12/wahldesaster-fuer-cdu-csu-wegen-des-maskenhandels/
Nun ist es wieder dasselbe. Es kann ja durchaus in Ordnung sein, dass Frau Tandler die Millionen verdient hat, nämlich dann, wenn sich Herr Spahn bei allen Masken- und Schutzkleidungsherstellern umgesehen und nichts besser gefunden hätte als die von Frau Tandler ins Spiel gebrachte Firma. Dann hätte Frau Tandler die Provision verdient. Das müsste uns Herr Spahn aber erst mal detailliert dar tun.
Es geht nicht dauernd nach der bisherigen Methode: „Schwamm drüber und nach vorne blicken.“  Wie wär’s denn, Frau Anne Will, wenn Sie die Maskendeals mal zur Sprache bringen würden?  Es ist doch interessant, wie so etwas bei und möglich sein kann. Oder ist das Thema doch zu heiß?

Wie leicht man übrigens korrekt eine Millionenprovision verdienen kann, erfuhr ich von einem Bekannten. Der hatte einem Handwerker empfohlen, etwas zu tun, was ihm selbst nie eingefallen wäre, nämlich sich um einen Großauftrag bei einer deutschen Großbaustelle zu bewerben. Der Handwerker erhielt den Zuschlag und zahlte dem Bekannten die übliche Vermittlungsprovision von 3 %.

Wahldesaster für CDU/CSU wegen des Maskenhandels


Vielleicht bin ich ja etwas naiv oder blöde: Ich kann nicht verstehen, wie es zu Maskendeals kommen kann, bei denen Abgeordnete vermitteln und Provisionen kassieren. Für mich müsste die Besorgung von Masken ganz schlicht so laufen:
Der Minister ordnet den Kauf an. Die Beamten haben die Anordnung auszuführen und nehmen Kontakt zu den Herstellern auf. Sie lassen sich von ihnen Preise und Lieferfristen nennen und dann wird entschieden, wo bestellt wird. Wo ist denn bei einem solchen korrekten Ablauf Raum für eine vermittelnde, provisionspflichtige Tätigkeit?
Aber schon der Fall Amthor, der leider offenbar keine einschneidenden Konsequenzen hatte, offenbarte, was es sich Firmen kosten lassen, um bloß einen Brief von einem Abgeordneten an ein Ministerium schreiben zu lassen.  Eigentlich dürfte ein solcher Brief am korrekten Ablauf einer Bestellung ja nichts ändern. Aber aus der Tatsache, wie solche Briefe vergütet werden. können wir ersehen, welchen Wert sie haben: Wenn ein Abgeordneter sich einmischt, läuft es eben anders, als es sein sollte, und dafür kassieren diese Menschen.

Das einzig Positive an solchen Vorfällen ist, dass die CDU/CSU-Parteien nun bei den Wahlen schwer dafür büßen müssen, dass sie wie sonst auch schon oft bei anderen wichtigen Vorhaben wieder einmal die Bremser waren, nämlich bei den von der EU verlangten Antikorruptionsregelungen. Recht geschieht es ihnen!
Eine Frage dazu habe ich noch: Warum sind ausgerechnet Abgeordnete der Parteien betroffen, die das Wort „christlich“ im Namen führen? Vielleicht liefert ja das gestrige Zitat eine Erklärung.

Lesen Sie bitte auch:
https://autorenseite.wordpress.com/2021/01/11/der-merkelismus-oder-das-reichtumsfoerderungsprinzip-raubtierkapitalismus/

 

Wie können Abgeordnete so dumm sein? (Sonntags-und Gardinenpredigt)

Zwei Abgeordnete, die ausgerechnet auch noch den sogenannten „christlichen“ Parteien angehören, haben an der Corona-Pandemie dreistellige Provisionen verdient. „Unerhört“, „Sofortiger Rücktritt!“, so schallt es ihnen entgegen. Was aber genau so erwähnenswert ist, ist die nahezu grenzenlose Dummheit, die hinter diesen Vorkommnissen steckt. Kaum zu glauben, dass nach neuesten Recherchen sogar ein Dutzend Abgeordnete solche Geschäfte getätigt haben sollen.
Abgesehen davon, dass wir Abgeordnete im Bundestag haben wollen, die sich moralisch korrekt verhalten, meinen wir doch auch, dass wir dort Leute sitzen haben wollen, die über einen Mindeststandard von Intelligenz verfügen. Und wer von der überall um sich greifenden Geldgier nicht total verblendet ist, tut so etwas nicht, weil er die Folgen seines Tuns bedenkt:
Eigentlich sollten sich christliche Abgeordnete ja nach der Bibel richten, wo es heißt: „Denn nichts ist verborgen, das nicht offenbar werde, auch nichts Heimliches, das nicht kund werde und an den Tag komme.“ (Lukas 8,17) Und noch deutlicher können sie bei Hiob 12,22 nachlesen: „Er öffnet die finsteren Gründe und bringt heraus das Dunkel an das Licht.“
Wie also kann man so dumm sein zu glauben, dass so etwas nicht ans Licht kommt?
Schon der Fall Amthor hat mich seinerzeit veranlasst, diese Spottannonce in diesen Blog zu stellen:

Wenn ich so sehe, was sich gerade im Bundestag tut und was noch Schlimmeres in der Kirche geschehen ist, dann muss ich doch ein Loblied auf die Justiz anstimmen, die doch einigermaßen skandalfrei bleibt – allerdings nur einigermaßen:
https://autorenseite.wordpress.com/2020/08/19/zitat-zum-tag-was-haben-wir-nur-fuer-eine-justiz/