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SPD mit Forderungen aus der Mottenkiste:

„Schluss mit den Privilegien für Beamte: SPD will Beamte gesetzlich versichern.“ So lesen wir es gerade.
Da wird wieder die Neiddebatte geschürt: Die Beamten bekommen Beihilfe und sie müssen keine Sozialversicherungsbeiträge bezahlen. Sie erhalten Pensionen, ohne Rentenversicherungsbeiträge geleistet zu haben.
Das müsste doch sofort geändert werden, so fordern es neben der SPD auch die Grünen. Und sie meinen, wenn die Beamten in die Rentenkasse einzahlen müssten, dann könnten die Renten steigen, aber die Folge wäre: Man müsste den Beamten entsprechend mehr Gehalt zahlen. Das wäre also ein „Nullsummenspiel“. Dasselbe gilt für die Beihilfe. Hört also endlich auf mit dem Neid auf die Beamten!
Die Leute, die meinen, den Beamten ginge es zu gut, sehen nicht die Realität: Obwohl doch die Beamten angeblich so gut besoldet werden, hat der Staat immer häufiger Probleme, frei gewordene Beamtenstellen zu besetzen.
Als ich im Jahr 1964 in den Staatsdienst eintrat, sagten meine Freunde, die mit mir Examen gemacht hatten, ich sei ein Idiot – bei dem Gehalt: „zum Leben zu wenig und zum Sterben zu viel“. So war das damals.
Ich persönlich hätte es ja lieber, wenn die Beamten den Angestellten gleich gestellt würden. Dann würden endlich die Diskussionen über die „fette“ Beamtenbesoldung aufhören.

Siehe auch diesen Beitrag: https://autorenseite.wordpress.com/2017/01/12/bertelsmanns-milchmaedchenrechnung-zur-beamtenbeihilfe/

Weltgesundheitstag: Aphorismen über die Ärzte

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Aphorismen über den Arztberuf

Wer vor seinem Schöpfer sündigt, der soll dem Arzt in die Hände fallen.

(Sirach 38,15)

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Es sind merkwürdige Zeiten, in denen ein Arzt seine Rechnung schneller schickt als ein Handwerker.

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Gebet eines Patienten: Lieber Gott, lass die Diagnosen meines Arztes nicht so falsch sein wie seine Rechnungen.

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Wenn es dir recht schlecht geht und man dich von einem Arzt zum anderen schickt, lernst du etwas kennen, was man die Selbstheilungskraft des Körpers nennt.

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Die meisten Menschen sind fremdbestimmt: Was sie glauben, haben Eltern und Pfarrer entschieden, die Gesundheit überlassen sie einem geldgierigen Arzt und ob sie in den Krieg ziehen, entscheiden machtbesessene Politiker für sie.

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Du bist alt und fühlst dich wohl? Dann lass dich mal vom Arzt durchchecken, und du wirst erfahren, dass du ein behandlungsbedürftiges altes Wrack bist.

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Hüte dich vor einem Gesundheits-Check! Dein Arzt braucht keine Gesunden, sondern Patienten.

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Ein Arzt ist ein Mann, der aus normalen Menschen Patienten macht.( Das lateinische Wort bedeutet zu deutsch: Leidende.)

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Ärztegesetz Nr. 1: Die Statistik ergibt: Je mehr Ärzte in einer Stadt sind, desto mehr Kranke gibt es.

Ärztegesetz Nr. 2: Es besteht ein statistisch erwiesener Zusammenhang zwischen Arztdichte und Lebenserwartung: Je mehr Ärzte in einem Gebiet wohnen, desto früher sterben die Menschen.

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Ein guter Friseur kann bei einer Frau glatt die Angehörigen von drei Berufssparten ersetzen: den Arzt, den Psychiater und den Beichtvater.

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Wenn ein Arzt einer Frau das Rauchen abgewöhnen will, spricht er nicht von Krebsgefahr, sondern macht darauf aufmerksam, dass der Nikotin-Genuss Falten macht, denn das erschreckt die Frauen mehr.

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Man muss sich überlegen, ob man ein Kind heute noch zu Anstand und Ehrlichkeit erziehen soll: Dann kann es sich in vielen Berufen nur schwer durchsetzen, z.B. als Politiker, Geschäftsmann, Arzt oder Anwalt.

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Wenn einer viele Pillen schluckt, hat er einen Arzt, der sein Handwerk versteht, oder vielleicht ist er auch wirklich krank.

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Weil die Ärzte ihre Aufklärungspflicht im Grunde genommen hassen, vernebeln sie lieber die Tatsachen: „Wenn ein besoffener Arzt in Afrika bei einer OP einen Fehler macht, verlangt unsere blöde Justiz, dass wir Sie über dieses Risiko aufklären.“

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Es sollte einem Arzt zu denken geben, dass sein Tun – juristisch betrachtet – als Körperverletzung bewertet wird (wenn freilich auch als eine gerechtfertigte).

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Wenn ein Neider dir sagt, dass du alt geworden bist, ist alles in Ordnung. Aber wenn er findet, dass du gut aussiehst, ist es höchste Zeit für dich, zum Arzt zu gehen.

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Dein Arzt interessiert sich weniger für deine Gesundheit als für dein Geld.

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Wer ist schlechter dran: der Kassenpatient, für den der Arzt keine Zeit hat, oder der Privatpatient, der von vielen Ärzte als Einkommensquelle betrachtet wird und der daher oft mehr über sich ergehen lassen muss, als nötig wäre?

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Der Arzt ist schlimmer als die Krankheit.

Weisheit einer Krankenkasse

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Höre eher auf deinen Körper als auf deinen Arzt. Denn das, was die Ärzte dir heute als wichtige Erkenntnis mitteilen, erweist sich oft schon morgen als Irrtum. Erst heißt es: Iss Spinat und trink Milch, das ist gesund, und nimm viel Vitamin C zur Vorbeugung gegen Grippe. Dann aber hörst du plötzlich, dass Spinat und Vitamin C nicht den versprochen Nutzen bringen und Milch sogar der männlichen Prostata schadet.

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Zyniker behaupten, die ärztliche Kunst bestehe darin, den Patienten so lange hinzuhalten, bis die Selbstheilungskräfte des Körpers wirken. Warum also wartest du nicht selbst darauf – ohne Arzt?

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Man sieht es am Gesicht: Beim Tanz gibt es zwei Gruppen von Menschen: diejenigen, die Spaß daran haben, und diejenigen, die nur dabei sind, weil der Arzt ihnen Bewegung verordnet hat.

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Wenn du zum Arzt gehst, zieh dich ärmlich an! (wegen der Rechnung)
(Weisheit meiner Tante)

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Ein Arzt, der an einem Privatpatienten kein Leiden findet, hat seinen Beruf verfehlt.

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Manchmal könnte man auf den Gedanken kommen, dass die Ärzte das Leben ihrer Patienten nur um die Spanne verlängern, die im Wartezimmer abgesessen wird.

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Früher musste man beim Reisen Angst haben, unter die Räuber zu fallen. Heute muss man fürchten, ein Opfer der Ärzte vor Ort ,zu werden.

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Die Kinder, die einmal antiautoritär oder, wie es dann immer mehr üblich wurde, kaum noch erzogen wurden, sind manchmal nun die Flegel in weiß und schwarz (Ärzte und Richter), mit denen du es jetzt zu tun hast.

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Wenn die Änderung der moralischen Auffassungen so weiter geht wie in den letzten Jahrzehnten, ist die Zeit nicht mehr fern, in welcher das „sozialverträgliche Frühableben der Alten“ nicht nur eine sarkastische Formulierung eines Ärztevertreters ist, sondern zur moralischen Verpflichtung erhoben wird, um die junge Generation zu entlasten.

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Wenn Ärzte von der Verlängerung des Lebens sprechen, sei auf der Hut, ob sie nicht das Sterben meinen oder den Fortbestand einer guten Einkommensquelle.

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Die angehenden Ärzte lernen zu viel über Krankheit und zu wenig über Gesundheit.

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Früher bekamen die Erben den Nachlass, heute kassieren ihn schon vor dem Todesfall die Ärzte.

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Man behauptet oft, es sei ein Zeichen von Alter, wenn jemand findet, dass alles immer schlechter würde. Wie recht man aber mit dieser Schwarzseherei hat, lässt sich einfach mit Zahlen belegen: Z.B. ist der Abrechnungsbetrug der Ärzte in 4 Jahren von rund 7 Millionen Euro auf fast 150 Millionen angestiegen!

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Das Christentum hat sich bei den Juristen und Ärzten nicht durchgesetzt: Diese wissen zwar, wer Justitia und Äskulap sind, können aber meist nicht die Heiligen nennen, die heute für sie zuständig sind.

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Die Gesellschaftsgruppen, die einen Eid leisten sind am meisten aufs Geld aus: die Politiker und die Ärzte.

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Eigentlich müssten die Ärzte gegen die krank machenden chemischen Zusätze der Lebensmittel demonstrieren, aber sie verdienen ja daran und gehen nur auf die Straße, wenn es um ihren Geldbeutel geht.

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Ärzte sind Scharlatane. Sonst würden sie die erwiesenermaßen unwirksame Homöopathie für Humbug erklären.

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Das Krankenhausessen soll nicht schmecken, sondern bezwecken, dass die Patienten möglichst bald die Flucht ergreifen.

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Die Zeitschriften im Wartezimmer eines Arztes sind bewusst so ausgesucht, dass du dich richtig krank fühlst.

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Warum kennen Mediziner den für sie zuständigen Heiligen nicht? Weil für sie ein Gott zuständig ist: Gott Mammon.

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Wenn von einem Vertrauensarzt die Rede ist, ist kein Arzt gemeint, dem du vertrauen kannst.

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Wenn du schwer krank bist und ins Krankenhaus kommst: mach dir keine Illusionen! Du bist nur eine Fallpauschale!

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Mehr Aphorismen in dem Buch: Nebenbei bemerkt – Aphorismen über Gott und die Welt

Mehr über den Autor auf der Homepage oder in der Leseecke.

Wozu öffentlich-rechtliches Fernsehen?

Über die grundsätzlichen Fragen wurde hier schon öfter geschrieben. Aber es sind doch noch einige Randbemerkungen angebracht: Fällt Ihnen das auch auf, dass die öffentlich-rechtlichen Sender immer mehr die privaten kopieren? Boulevard-Sendungen wie „Leute heute“ hat es früher im ZDF nicht gegeben, aber beim Ringen um die Quote müssen die öffentlich-rechtlichen halt erfolgreiche Programme der Privaten kopieren, und so sehen wir jeden Tag, wie Promifrauen bei irgendeinem unbedeutenden Event gekleidet waren. Zum Glück für solche Sendungen gibt es ja fast jeden Tag so ein Event.
Mit den Kochshows ist es dasselbe: Nie wurde früher bei den öffentlich-rechtlichen gekocht, heute im ZDF sogar gleich in zwei Sendungen. Es fehlt aber dort zur Zeit noch die „Shopping-Queen“.
Als RTL sein Nachrichtenstudio umgebaut hatte, konnten die öffentlich-rechtlichen natürlich nicht zurückstehen und machten dies nach, allerdings ziemlich schlecht beleuchtet. Was nun aber das Problem ist: wie bei RTL sitzen nun die Nachrichtensprecherinnen nicht mehr hinter einem Tisch, sondern stehen daneben. Eigentlich will ich die Damen gar nicht in einer Ganzkörperpräsentation sehen. Auch sie fühlen sich in dieser Rolle offensichtlich nicht wohl. Manche fühlen sich zu dick und stehen mit gekreuzten Beinen da, weil sie finden, dass dies schlanker wirkt. Und daher hätte ich einen Vorschlag für ein Programm:
Weil wir dauernd Miss-Wahlen haben (gerade wurde eine Miss Tuning gewählt!), sollte man auch mal eine Miss Kreuzbein wählen. Die fehlt uns noch.
In einem sind allerdings die öffentlich-rechtlichen den privaten Sendern voraus: Sie haben eine Nachrichtensprecherin mit goldenen Haaren. Erst dachte ich ja, sie wurde eine Perücke mit Kunsthaar tragen, die halt im Fernsehen golden herüber kommt. Dann aber sah ich im Fernsehen, dass es einen Goldhaarspray gibt. Aber goldene Haare sehen so scheußlich aus, dass es nicht umsonst ein Märchen über einen Teufel mit goldenen Haaren gibt, allerdings nur mit drei, denn mehr ist auch ihm offenbar unerträglich.