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Preisschock an der Tankstelle bei 1,61 € pro Liter?

Ende Februar habe ich einen Schock erlitten beim Tanken zum Preis von 1,94 Euro für Super. Da habe ich vorsichtshalber nur 20 Liter getankt. Aber beim letzten Mal an der Tankstelle war der Preis auf 2,12 € gestiegen.
Da denke ich wehmütig an meine Jugend zurück, als ich mein erstes Auto für 49 Pfennig pro Liter betankte. Und das erste Öl für mein neues Haus kostete 7,2 Pfennig. Da haben wir sogar die Garage beheizt.
Ja, früher war eben alles besser:
https://autorenseite.wordpress.com/2020/05/22/frueher-war-alles-besser-2/

Und neidisch schaue ich über die nahe Grenze nach Österreich. Dort lese ich von einem Preisschock bei einem Preis von 1,61 €. Nicht nur das ist besser in Österreich, sondern auch die Renten, die Mieten …
Da kann man nur sagen: „Tu felix Austria!“
https://autorenseite.wordpress.com/2019/10/31/tu-felix-austria-traurige-mieten-und-renten-in-deutschland/

Die Cookies könnt ihr euch sparen!

Ich bin immun gegen Cookies. Ich habe in den 35 Jahren, in denen ich im Internet unterwegs bin, noch nie etwas gekauft, für das auf meinem Bildschirm Reklame gemacht wurde.
Freilich kaufe ich manches über das Internet, aber das habe ich mir mit einer Suchmaschine heraus gesucht und über „Testberichte“ geprüft. Und dann habe ich natürlich nach dem günstigsten Preis geschaut.

Wenn Ihr mir also Cookies auf meinen PC setzt, um zu erforschen, welche Vorlieben ich habe, und um mir dann die entsprechende Reklame zukommen zu lassen, dann ist das vergebliche Liebesmüh‘:
Ich sorge nämlich dafür, dass ich nur nette Reklame bekomme: Ich tue so, als ob ich mich für die teuersten Immobilien, die nettesten Frauen und die tollsten Autos interessiere. Und so sieht das, was mir das angeboten wird, immer gut aus. 

Corona: der falsche Weg?

Ich habe hier ja schon öfter gefunden, dass wir bei der Pandemie-Bekämpfung auf dem falschen Weg sind:
https://autorenseite.wordpress.com/2021/02/11/corona-der-falsche-weg-4/
Nun will sich auch Laschet von der bisherigen Strategie abwenden und erntet dafür teils Zustimmung, aber auch heftige Kritik. Zur Zeit ist die Rede davon, dass man vor Aufhebung des Lockdowns den Grenzwert der Neuinfektionen statt bisher auf 50 nun auf 35 pro 100.000 Einwohner herab setzen will. Laschet meint dazu mit Recht, man könne nicht immer neue Grenzwerte erfinden. Führende Virologen sagen nämlich, den Wert von 35 könne man nicht dauerhaft erreichen.
Was wir bisher machen, ist eine Bekämpfung der Pandemie mit Holzkammermethoden oder wie Gabriel es ausdrückt wie bei der Pest im Mittelalter: Man macht einfach fast alles zu, anstatt darauf zu schauen, wo die Infektionsquellen liegen: Wie schon gesagt beträgt beispielsweise die Ansteckungsgefahr in Biergärten auch ohne Schutzvorkehrungen nur 1:1000. Und wenn ich zum Arzt gehe, schätze ich die Ansteckungsgefahr dort um ein Vielfaches höher ein als in einem gut geführten Lokal mit Abstandsregeln und Plexiglasscheiben.
Wie wäre es denn, wenn wir nun beim Grenzwert von unter 50 statt des Lockdowns auf die Nachverfolgung der Infektionsquellen setzen? Das ist dann ohne weiteres möglich, so hören wir aus Bremen, wo die Neuinfektionen bei 58 liegen:
https://www.butenunbinnen.de/nachrichten/gesellschaft/kontakt-verfolgung-gesundheitsamt-bremen-100.html
Übrigens hörte ich im Fernsehen vom Leiter eines Gesundheitsamts, seine Behörde sei sogar in der Lage, bis zu 250 Neuinfektionen verfolgen.
Eine Methode wäre ja auch, dass jeder Infizierte mit Bild im Internet erscheint. Da höre ich schon einen Aufschrei: Um Gottes Willen! Wie kann man bei uns nur auf so eine so blöde Idee kommen! Wo bleibt denn da der Datenschutz?
Man findet es selbstverständlich dass Trumps Corona-Erkrankung publik gemacht wird, aber doch nicht die eigene!
Ich glaube, dass ein hoher Prozentsatz der Bevölkerung bei so einem Öffentlichkeitsmodell mitmachen würde, wenn man ihm die Notwendigkeit einer solchen Methode erklären würde. Dann könnte jeder in seinem Ort die Neuinfizierten anschauen und überlegen, ob er ihnen begegnet ist, wenn ja, würde er sich testen lassen.
Es bleibt Ihnen unbenommen, das hier für Unsinn zu halten, aber besser als alles zu sperren ist es allemal. Und das würden wohl auch viele einsehen.

Und noch etwas zum Thema „falscher Weg“. Gerade erfahren wir, dass die Impfstoffbeschaffung in der EU deshalb so lange gedauert hat, weil es bei den Preisverhandlungen zugegangen ist wie in einem orientalischen Teppichladen. Der EU ist es dabei gelungen, den Preis von 54 Euro auf 15,50 Euro herunter zu handeln. Wie konnte es so weit kommen? Die Firma Biontech erhielt für die Entwicklung des Impfstoffs von der EU viel Geld. Hätte man nicht die Mittelvergabe an die Bedingung knüpfen müssen, dass der Preis für das Vakzin nicht nach Belieben festgesetzt werden darf, sondern nach Herstellungskosten plus Gewinn in fest zu legender Größe?

 

Die Abdankung des Mannes

Begreift es endlich: Männer, Ihr seid auf dem Abstellgleis, wie hier schon öfter beschrieben wurde:
https://autorenseite.wordpress.com/2020/09/14/die-abdankung-des-mannes/
Gerade sehen wir nämlich wieder ein Anzeichen dafür. Auf der Shortlist für den deutschen Buchpreis stehen mehr Frauen als Männer. (An sich kein Wunder, weil viele Männer zur Arbeit gehen, während ihre Frauen zu Hause sitzen und Bücher schreiben.)
Auch meine Bücher sind leider „unbebuchpreist“, aber vielleicht gerade deshalb umso lesenswerter.

Heute ist der Weltnettigkeitstag

Die Nettigkeit der Menschen nimmt immer mehr ab:
Wenn die Gäste, die ein Lokal betreten, freundlich grüßen, herrscht dort insgesamt eine angenehmere Atmosphäre, als wenn die Leute muffig herein stapfen und Platz nehmen. Oft schließt sich ja auch noch dem Gruß ein freundlicher Satz an oder es entwickelt sich sogar ein Gespräch.
Leider ist den meisten das Gefühl dafür verloren gegangen.
Wenn ich in einem Lokal sitze, beobachte ich die Menschen. Ich kann fast immer mit 100%-iger Sicherheit vorher sagen, wer grüßen wird und wer nicht. Die notorischen Nicht-Grüßer sollten sich einmal klar machen, dass sich ihre negative Grundstimmung nicht nur im Gesicht ausprägt, denn Freundlichkeit macht schön. Auch das ganze Leben sieht anders aus, wenn man es mit einer positiven Grundstimmung anpackt.
Vielleicht sollte man einmal im Fernsehen einen Nettigkeitspreis vergeben. Ich erinnere mich an eine solche Sendung aus den USA. Dort hatte ein Ober aus dem Waldorf-Astoria-Hotel den Nettigkeitswettbewerb gewonnen, weil er einem jungen Paar das Fläschchen für sein Baby gewärmt hatte, ohne dass das Paar irgendeine weitere Bestellung aufgegeben hätte.

Echo und Auschwitz

Farid Bang und Kollegah haben den Echo erhalten und nun gibt es Ärger, weil sie diese Worte gerappt (sprich: gestammelt) haben:

„Mein Körper definierter als von Auschwitzinsassen“

Für mich ist das ein an geisteskrank grenzender Unsinn. Was soll das denn bedeuten? „Definieren“ heißt nach Duden:
„den Inhalt [eines Begriffes] auseinander legen, erklären
bestimmen, festlegen; angeben oder beschreiben, worum es sich handelt
seine Stellung bestimmen; sein Selbstverständnis haben“
Ich kann nicht verstehen, welche dieser Bedeutungen die Preisträger damit gemeint haben. Kann mir jemand das erklären?
Für mich ist die beanstandete Formulierung reiner Blödsinn und sollte auch als solcher genommen werden. Allerdings sind die Auschwitzinsassen kein Objekt für Blödsinn.

Brot aus Österreich

Vor Jahrzehnten gab es bei meiner Arbeitsstelle einen Bäcker, bei dem ich mir immer „Maurerweckerl“ (Roggensemmeln) kaufte. Die waren so gut, dass ich sie nur mit Butter aß – ein Hochgenuss. Sie hatten auch noch abends eine krachende Kruste.
Und heute? Der Bäcker hat aufgegeben. Eine Versicherung ist in seinem Laden eingezogen. Und wenn ich nachmittags Semmeln kaufe, sind die abends schon so weich, als wäre ich mit ihnen durch den Regen gegangen. Auch das normale Brot hat kaum noch eine rösche (das Wort ist inzwischen in Vergessenheit geraten) Kruste, und wenn doch, ist die schon bald zu einer gummiartigen Substanz geworden.
Neulich kaufte ich mir mal wieder ein Brot in Salzburg: Das war auch wieder großartig! Wie in alten Zeiten bei uns. Sind dort vielleicht die Triebmittel, die bei uns verwendet werden, verboten? Wohl kaum! Liegt es vielleicht an den Österreichern, die ein gutes Brot essen wollen und bereit sind, dafür mehr zu bezahlen? Dann stehen vielleicht auch die Bäcker wie früher nachts auf, um mit der Arbeit zu beginnen.
Und wir Deutschen? Sind wir vielleicht Vielfraße, die nur auf den Preis schauen? Natürlich gibt es bei uns auch ausgezeichnetes Brot, aber was man so normalerweise in einer Bäckerei bekommt: da muss schon der Aufstrich das ausgleichen, was dem Brot fehlt.

Was unsere Semmeln angeht, weiß ich, waran die schlechte Qualität liegt: die Teiglinge kommen aus China!
„Gut 282 Millionen Brötchen importierten deutsche Händler in 2011 aus China.“
http://www.derwesten.de/wirtschaft/china-auf-deutschen-tellern-id7183223.html#plx14126238
Lesen Sie dort weiter, was wir alles aus China, dem Land mit äußerst niedrigen Standards beim Anbau von Pflanzen importieren.
Und wenn Sie grade an Ihrer fade schmeckenden, weichlichen Semmel kauen, wünsche ich trotzdem guten Appetit!

Für alle, die Bücher schreiben:

Hier kommt ein wichtiger Ratschlag. Bücher schreiben ist heute so einfach geworden, dass es ganze Massen von Schriftstellern und vor allem Schriftstellerinnen gibt. Letztere haben ja meist mehr Zeit und wollen oft mit einem kleinen Ausflug in die Welt der Literatur aus ihrem Hausfrauendasein entfliehen bis dann die Enttäuschung kommt: Keiner will ihren Beitrag zur deutschen Literatur lesen.
So stehen sie plötzlich vor der Frage: Wie vermarkte ich mein Buch? Da kann man natürlich Lesungen veranstalten und es kommen eine Handvoll Leute, die sich lieber vorlesen lassen, was sie auch selber lesen könnten und einige von diesen kaufen tatsächlich auch das vorgelesene Buch.
Was aber besser ist: Man nimmt an Literaturwettbewerben teil. Es gibt ganze Massen davon. Welcher Bücherwurm oder welche Leseratte würde nicht gerne ein Buch kaufen, das beim Mara-Cassens-Preis oder beim Diabetes-Krimi-Preis eine Auszeichnung erhalten hat? Also auf, liebe Poeten, Schriftsteller und Autoren! Frisch ans Werk!
Falls Sie wissen wollen, was Sie beachten müssen, wenn Sie ein literaturprieswürdiges Buch schreiben wollen, schauen Sie unbedingt diese erfolgversprechenden Ratschläge an! Sie sind ihr Geld wert, hätte ich beinahe gesagt, aber sie kosten ja nichts.

Wie schreibt man für einen Literaturpreis?

GrüßeChiemsee

Ich war eingeladen, beim Münchner Kurzgeschichtenwettbewerb mitzumachen. Ich habe dankend abgelehnt, weil ich so ein Zeug, wie es heute für preiswürdig erachtet wird, nicht schreiben mag. Aber vielleicht haben Sie Lust, sich einen Preis zu holen?

Wenn Sie sich bei einem solchen Wettbewerb beteiligen wollen, sollten Sie folgende Regeln beachten:

Humor ist verboten, denn er wird als Oberflächlichkeit verstanden. Man wünscht Tiefsinn, je trister, desto preiswürdiger. Keinesfalls sollten Sie normal schreiben, wie es üblich ist. Bieten Sie etwas Besonderes. Wenn Sie beispielsweise nach einem Punkt mit einem kleinen Buchstaben fortfahren, wird dem eine tiefere Bedeutung beigemessen. Modern wirkt es auch, wenn Sie überhaupt alles klein schreiben. Anführungsstriche lässt man weg – das ist zu bieder, wie schon die Bezeichnung „Gänsefüßchen“ sagt. Auch Personalpronomen wirken antiquiert. Schreiben Sie also etwa so: „War in der Stadt. Emil getroffen…“ Das klingt doch gleich viel flotter. Bisher war es zwar so, dass Bücher und Geschichten in einer gehobeneren Sprache verfasst wurden, heute will man den normalen Umgangston. Dabei sollten unbedingt Worte wie „Scheiße“ oder „Fucking“ vorkommen. Damit zeigen Sie, dass Sie nicht von gestern sind. Schreibfehler geben dem Text Individualität und eine besondere Bedeutung. Wenn in einem der Wettbewerbstexte beispielsweise „rießig“ steht, so gilt nicht der Satz aus dem „Fehler-Archiv“: „Wer riesig mit ß schreibt, bekommt Riesenärger!“ Nein, bei einem Preisträger begibt sich der Leser auf die Sinnsuche, und ich garantiere Ihnen: er wird dabei fündig (oder soll ich mal „pfündig“ schreiben?)

Hier ein paar Zitate aus dem Münchner Wettbewerb als Vorbild:

Stille. Warten. Sie liegt noch immer reglos, kalt, steif. Bin durstig. Krusten an meinen Lippen. Krabble ins Bad, der Klodeckel ist offen. Tauche meine Hände ein und lutsche sie ab. Immer und immer wieder.“


Am Nachmittag auf dem Weg zum Netto ein kalter Ostwind. ich schließe mit einer Hand den Mantelkragen, warte wie alle auf den Frühling, da riecht es mit einem Mal sehr intensiv nach Pferd, mitten auf der Straße. den ganzen Tag schon diese Geruchseindrücke, -empfindungen; beim Klicken durch die Ähnliche-Künstler-Liste auf spotify eine sensorische Wahrnehmung, ganz plötzlich Erbrochenes gerochen, Kondome, ich habe mich umgeblickt, doch es hat nichts darauf gepasst. weiter vorn das Altenheim, neben mir der offenstehende Durchgang zu einem Hinterhof.“

„„Is this love, is this love, is this love, is this love, that I’m feelin?“
Nein, verdammte Scheiße, das war es nicht – ich klicke den Anrufer weg und lösche den Klingelton.“

So, ich glaube, das genügt fürs Erste als Anregung. Wir wollen uns, um es mit einem Zitat aus dem Wettbewerb auszudrücken, „Zurückfinstern bei geschlossenen Lidern“ ins normale Leben. Und da darf ich Ihnen als Kontrastprogramm dieses hier anbieten und wünsche Ihnen, dass sich bei Ihnen dabei der üble Geschmack wieder verflüchtigt.

Wie funktioniert das eigentlich mit dem Goldpreis?

Nehmen wir einmal an, Sie hätten einen Haufen Schulden und besäßen etliche Barren Gold. In normalen Zeiten würden Sie das Gold verkaufen, um Ihre Schulden los zu werden. In der heutigen Zeit könnten Sie aber auch das Risiko eingehen, darauf zu setzen, dass der steigende Goldpreis leicht die Zinslast ausgleicht. Sie behalten also vielleicht lieber Ihr Gold.
Bei den Krisenstaaten scheint es auch so zu sein, dass sie lieber ihr Gold und ihre Schulden behalten. Eine Ausnahme war Zypern. Hier zeigte sich, wie anfällig der Goldpreis im Krisenfall sein kann. Obwohl Zypern ja nur eine geringe Goldmenge verkaufte, stürzte der Goldpreis kurzfristig ab. Man stelle sich einmal vor, was passieren würde, wenn auch Italien, Spanien, Portugal und vielleicht auch Frankreich sich von einem Teil ihres Goldes trennen würden. Das wäre eine Katastrophe. Anscheinend besteht eine stillschweigende Übereinkunft der Staaten darüber, das Gold lieber zu horten, um so einen hohen Wert dieser Reserven ausweisen zu können. So verdient auch unsere Bundesbank Jahr für Jahr zur Zeit noch viel Geld, das dem Staat zugute kommt. Was passiert aber, wenn auch diese Blase einmal platzt wie andere Blasen auch?