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Liebe Österreicher: Ist es bei euch so schlimm?


Seit Chemnitz ist in Deutschland der Teufel los. Vor lauter Aufgeregtheit können die Politiker nicht mehr unterscheiden zwischen Gegnern der Flüchtlingspolitik, Rassisten, Fremdenfeinden und Nazis. Und nun malen manche Politiker ein Horrorbild vor uns hin: Wir könnten bald österreichische Verhältnisse haben, was noch schlimmer als Chemnitz wäre. Sagt mal, liebe Österreicher, ist es bei euch denn wirklich so schlimm? Ist es zu Ende mit „Tu felix Austria“?
Ehrlich gesagt habe ich ein schlechtes Gewissen, weil ich euren Kurz sympathischer als unsere Merkel finde. Ich habe meinen ganzen Mut zusammen genommen, um dies hier zu bekennen, obwohl ich nun wohl als Rechtsextremer gelte und vielleicht ein Fall für den Verfassungsschutz geworden bin.

Volkstribun gesucht

schulz_martin-2047   gegen  karl-theodor_freiherr_von_und_zu_guttenberg_-_cropped

Eines muss man Schulz lassen: Er versteht sein Handwerk. Er ist ein brillanter Populist. Und das kommt gut an bei den „hart arbeitenden Menschen“ (obwohl sich diese seine Floskel schon bis zur Lächerlichkeit abgenutzt hat). Daneben verblasst bei der CDU die Kanzlerin. Und die CSU hat auch keinen aufgestellt, der ein echter Volkstribun und Volblutpolitiker ist. Sie hat Dobrindt als Spitzenkandidaten im Visier. Das ist ein völliger Missgriff: Erstens ist der Mann eher ein Leisetreter als ein Wahlkampfredner. Und zweitens ist er viel zu umstritten, als dass er für diese Spitzenposition geeignet wäre, denn es gibt ja immer noch viele Bürger, die davon überzeugt sind, dass seine Maut ein Missgriff ist, also nichts einbringt, wenn sie überhaupt den Klagen der Nachbarländer stand hält.
Was also ist zu tun? Ganz einfach: Man müsste Guttenberg reaktivieren. Der Mann hat ja lange genug gebüßt für seine Jugendsünde und dürfte doch nun wohl wieder in der deutschen Politik tragbar sein. Er wäre ein Typ, der Schulz Paroli bieten könnte: Florett gegen Säbel – das wäre ein interessanter Wahlkampf, bei dem Guttenberg nicht schlecht aussehen würde. Er müsste ja nicht gleich mit dem Anspruch auftreten, wieder ein Amt zu bekommen, sondern könnte „als schlichter Parteisoldat seine Pflicht tun“. Wenn man ihn so am Aschermittwoch in Passau eine Redezeit überließe, wäre mit Sicherheit der Abwärtstrend der CDU/CSU gebremst und eine Gegenbewegung eingeleitet. Aber Dobrindt gegen Schulz: Da sehe ich schwarz für die Schwarzen.