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Kanzler Kurz in Bedrängnis – aber er hat nichts zu befürchten

Sehr geehrter Herr Kanzler Kurz,
ich liebe Österreich und wäre froh, wenn wir einen Kanzler wie Sie hätten.
Nun muss ich zu meinem Bedauern erfahren, dass Sie in Kalamitäten stecken. Ich habe mich mit den Vorwürfen, die gegen Sie erhoben werden, nicht weiter befasst. Aber eine Verurteilung droht Ihnen nicht:
Wer so alt ist wie ich, wird – wenn er sich selbst gegenüber kritisch ist – schon erfahren haben, dass etwas ganz anders war, als man vielleicht sogar vor Gericht beschworen hätte. Irren ist menschlich. Das gilt auch für das Gedächtnis. Da solche Fehler des Gedächtnisses unvermeidlich sind, kann niemand verurteilt werden, der sein Gehirn ernsthaft angestrengt hat und dann zu einem falschen Ergebnis gelangt ist.
Mir fällt zu Ihrem Problem ein spektakulärer Fall aus Bayern ein: Der frühere bayerische Minister Zimmermann stand wegen Meineids vor Gericht. Dass er falsch ausgesagt hatte, stand fest. Aber er wies jede Schuld von sich und hatte das Glück, einen Sachverständigen zu finden, der ihm bescheinigte, dass seine falsche Erinnerung womöglich an einer kurzen Unterzuckerung des Gehirns gelegen haben könnte. Da das Gericht diese dann nicht ausschließen konnte, wurde Zimmermann freigesprochen.
Ich hoffe für Sie, dass sich alles zum Guten wendet.
Mit freundlichen Grüßen aus Bayern
Judex

Lindner startet mit üblem Fauxpas in den Wahlkampf

Wir sind es ja gewohnt, dass Politiker den Mund zu voll nehmen. So ist es auch bei dem Wahlkampfslogan der FDP: „Nie gab es mehr zu tun!“
Doch, Herr Lindner, es gab schon mehr zu tun: Unsere alte Generation hat das am Boden liegende Deutschland wieder aufbaut. Verglichen damit stehen wir heute vor „Problemchen“.
Mit Ihrem Slogan desavourieren Sie die gewaltigen Aufbauleistungen der alten Generation. Sie haben allen Grund sich dafür zu entschuldigen!

Sterben die Deutschen aus?

Die „Neger“ sind bei uns ausgestorben. Da nützten auch die netten „Negerküsse“ nichts.
Dasselbe Schicksal teilten die Zigeuner trotz ihres „Zigeunerbarons“ und des besungenen „Zigeunerjungen“. Ähnlich erging es auch anderen Völkern wie Eskimos, Lappen …
Kürzlich entschuldigte sich sogar eine Politikerin für die Verwendung des Wortes „Indianer“. Als Älterer, wie ich einer bin, kommt man da gar nicht mehr mit, was man alles nicht sagen darf.

Nun geht es dem Wort „Deutsche“ an den Kragen: Der Schlagersänger Heino hatte Probleme mit der Ankündigung eines „deutschen Liederabends“:
https://autorenseite.wordpress.com/2021/05/06/so-weit-ist-es-in-deutschland-schon-gekommen/

Und auch die Grünen haben Probleme mit dem Wort „Deutschland“.  Viele Parteimitglieder forderten Streichung dieses Wortes aus dem Parteiprogramm, weil es negative Assoziationen hervor rufen könne:
https://www.tagesspiegel.de/politik/wort-kann-negativ-assoziiert-werden-300-gruene-wollen-deutschland-aus-dem-wahlprogramm-streichen/27166512.html
Müssen wir uns Deutsche also vielleicht bald umbenennen? Da würde ich das Wort „Germanen“ vorschlagen – das klingt positiv nach „Made in Germany“.

 

 

 

Armer Laschet: Wer wird denn eigentlich noch die CDU/CSU wählen?

Die Unionsparteien dümpeln bei den derzeitigen Meinungsumfragen bei Werten von immerhin noch erstaunlichen 24 %. Und da frage ich mich, wer sind diese Bürger, die noch die C-Parteien wählen?
Das sind natürlich in erster Linie die Profiteure des Merkelismus, der die Reichen immer reicher und die Armen immer ärmer macht und dem ich etliche Beiträge gewidmet habe.
Aber sonst? Diejenigen, die die C-Parteien allein schon wegen des „C“ gewählt haben, sind ausgestorben oder durch die Missbrauchsfälle abtrünnig geworden.
Sonst fällt mir keiner mehr ein, der motiviert sein könnte, die Union zu wählen.

Aber ich sehe eine wachsende Mehrheit, die auf keinen Fall die Union wählen wird:

> Das sind zunächst einmal diejenigen, die den Dilettantismus der Regierung bei der Bekämpfung der Coronakrise im Gedächtnis behalten haben. Überall hat es gehapert: bei der Beschaffung der Impfstoffe, der Schutzkleidung, der Masken… Wir waren auf dem falschen Weg, wie ich hier in vielen Beiträgen beschrieben habe, denn beispielsweise  Portugal hat es geschafft, binnen Kürze von einer Inzidenz in Höhe von 900 auf 30 herunter zu kommen und nun normal zu leben. Und wir laborieren seit über einem Jahr an viel niedrigeren Ausgangswerten herum. Auch die üblen Maskendeals etlicher Abgeordneter müssen nach Ansicht vieler Wähler so richtig abgestraft werden.

> Keinesfalls Unionswähler werden wohl viele Rentner sein, die neidisch nach Österreich blicken, wo die Renten um 400 Euro höher sind bei 14 Auszahlungen pro Jahr.

> Den Mietern wird es nicht anders gehen, wenn sie sehen, dass in Österreichs Hauptstadt die Mieten auf bezahlbarem Niveau gehalten werden, während sie bei uns explodieren.

> Abwenden von den C-Parteien werden sich auch viele Geschäftsinhaber, die zu Recht einen ungenügenden  Schutz vor Amazon & Co beklagen. Warum kann dieses Unternehmen seine Steuern dort zahlen, wo es am billigsten ist, während die deutschen Unternehmer hier besteuert werden? Warum unterwirft man nicht diese Unternehmen, die hier Umsätze machen, mit diesen Umsätzen insgesamt dem deutschen Steuerrecht?

> Zornig sind auch die vielen Selbständigen, die in dieser Krisenzeit kaum unterstützt wurden, während die Lufthansa 9 Milliarden erhielt. So ist das in unserer Schreihalsdemokratie, in der man auf die größten, also lautesten hört.

> Die Folgen einer solchen Politik sind die Verödungen der Innenstädte. Immer mehr Läden machen zu:

Die Wähler wollen eine Abwendung von einer solchen Politik der Zerstörung ihrer Städte.

> Die Wähler wollen auch nicht mehr, dass der Profit vor der Umwelt rangiert. Nur ein Beispiel: Früher beförderte nur ein einziges Unternehmen, nämlich die Post die Pakete. Nun fahren stattdessen bei uns 6 Auslieferungsfirmen herum mit 6-facher Umweltbelastung – alles nur, weil die Kanzlerin Unternehmern in der Nullzinsphase Anlagemöglichkeiten bieten wollte. Eines dieser Unternehmen hat sein Verteilungszentrum hier völlig abseitig in einem Wald errichten dürfen: Naturzerstörung pur!

> Naturliebhaber wenden sich sowieso von der Union ab wegen der Bevorzugung der Massentierkaltung mit der Folge der Überdüngung der Wiesen, die Grundwasser und Seen belastet. (Zwei Schiffe mit riesigen Mähmaschinen müssen dauernd über den Chiemsee fahren, damit er wegen der Düngerbelastung nicht zu wächst. Einst war er so klar, dass man auch an der tiefsten Stelle bis auf den Grund schauen konnte.)

> Für die arme Jugend gilt nicht mehr Blüms Satz: „Die Rente ist sicher.“ Sie muss selbst fürs Alter vorsorgen, weil die Rente nicht reicht. Und wenn die Jüngeren so den Risiken des Kapitalmarkts ausgesetzt sind, kann es den Leuten so ergehen wie Sylvia. Sie arbeitete hart und sparte eisern, um es sich im Alter so richtig gut gehen zu lassen. Sie zahlte für eine Rente von 3000 Euro ein und bekommt aber nun leider nur noch 750.
https://autorenseite.wordpress.com/2012/05/29/sylvias-rente-wirtschaftssystem-funktioniert-13771220/
Ein ähnlich trauriges Beispiel ist auch der Schauspieler Hannes Jaenicke, der nur 600 Euro Rente bekommt, weil er bei den Rücklagen fürs Alter auf „Experten“ hörte..
Die Menschen wollen Sicherheit fürs Alter, aber doch nicht so was! Also werden sie ihr Kreuz in der Wahlkabine woanders machen.

> Die Leute wollen sich nicht mehr krumm und buckelig arbeiten dafür, dass die Industrie großzügig subventioniert wird und dann Milliarden Gewinne einstreicht, die eigentlich zum Teil für Forschung und Entwicklung ausgegeben werden müssten.

> Kein Mindestlohnbezieher wird die Union wählen, weil er nicht versteht, warum die Wirtschaft zu Grunde gehen soll, wenn er bescheidene 12 Euro Stundenlohn erhält.

> Die vielen Tafelgänger werden sicher auch nicht zu Laschet-Fans. Die Menschen, die von der derzeitigen Politik an den Abgrund gedrängt wurden, haben meist aufgegeben und gehen überhaupt nicht mehr zur Wahl.

>  Dasselbe gilt für die Aufstocker und Mindestlohnbezieher. So etwas hat es in der Bundesrepublik noch nie gegeben und es ist der Union zu „verdanken“ nämlich, dass man mit seiner Hände Arbeit nicht mehr genügend verdienen kann, um leben zu können.

>  Keine Unionswähler sind auch die vielen, die dauernd das Gefühl haben, der Regierung zurufen zu müssen: Deutschland erwache!

> Diese Regierung muss weg, denn sie hat den Absturz Deutschlands eingeleitet, wie Sie in diesen Beiträgen lesen können.

Vielleicht meldet sich ja mal jemand von der Union und schreibt einen kritischen Beitrag hierzu. Aber das ist wohl kaum zu erwarten, denn die Parteimitglieder befinden sich im Schlafwagenabteil der Politik. Bei einer lebendigen CDU/CSU müsste doch ein Beitrag wie dieser sofort die junge Union auf den Plan rufen.

Mir tut Herr Laschet jetzt schon leid, wenn er sich beim künftigen „Triell“ im Fernsehen mit den beiden anderen Kanzlerkandidaten auseinander setzen muss.

 

Söder oder Laschet? Eine absurde Diskussion

Eigentlich sollte es ja bei der Wahl des Kanzlerkandidaten ganz einfach sein wie beim Pferderennen: Man geht mit dem Pferd an den Start, das am meisten Siegeschancen verspricht. So sollte es auch eine Selbstverständlichkeit sein, dass die Union mit dem Kandidaten in den Wahlkampf zieht, der am meisten Zugkraft hat – und das ist nun mal unbestrittenermaßen mit weitem Abstand Söder.
Das Lamento der CDU, ihr Parteivorsitzender Laschet würde dadurch beschädigt, ist doch völlig unsachlich. Wenn man dem folgen würde, könnte es niemals einen CSU-Kanzlerkandidaten geben, denn der würde ja immer so gesehen den CDU-Parteivorsitzenden beschädigen.
Am besten und demokratischten wäre es ja, wenn man sämtliche Unionsparteimitglieder abstimmen ließe.
Nobel von Laschet wäre es übrigens, wenn er sagen würde, er sehe ein, dass er nicht der Typ des Volkkstribuns ist, sondern andere Qualitäten habe; er lasse daher Söder den Vortritt. Und wenn er Humor hat, könnte er unter Anspielung darauf, dass er die größere Partei führt, sagen:
„Ich kann mir keinen Besseren vorstellen, der unter mir Kanzler wird.“

Stuttgart: Der lasche Staat und Corona

Mehr als 10.000 Menschen – größtenteils ohne Masken und Abstand – haben nach Angaben der Polizei am Karsamstag in Stuttgart bei einer Kundgebung der „Querdenken“-Bewegung gegen die Corona-Politik demonstriert. Die Polizei hat sich wieder zurück gehalten. Es ist wieder dasselbe wie bei der letzten Demo:
https://autorenseite.wordpress.com/2021/03/22/spahns-falscher-weg/
Schon damals wurde nicht nur hier das Versagen des Staates kritisiert. Aber es hat nichts genützt,
Wann endlich schützt der Staat seine Bürger vor der Unvernunft etlicher Quertreiber? Das Traurige ist ja, dass andere es auch ausbaden müssen, wenn einige über die Stränge schlagen. Wie viel weiter wären wir, wenn sich alle an die Regeln halten würden und die Polizei mit aller Härte gegen die Gesetzesbrecher vorgehen würde?
Die Virologen sollten uns einmal vorrechnen, wie viele Neuinfektionen zu erwarten sind, wenn zehntausend Menschen ohne Abstand und Maske zusammen treffen.
Wenn der Staat funktionieren würde, würden alle Demonstranten, die die Regeln missachten, bestraft und sie müssten im Fall einer Corona-Erkrankung die Kosten selbst bezahlen. Dazu müsste freilich das strafbare Verhalten vorn vorn bis hinten gefilmt werden.
Und noch etwas: Die Polizei müsste die Demo für beendet erklären können und eine Quarantäne gegen alle verhängen können, die dennoch verbleiben.
Wie oft muss sich eigentlich bei uns ein derartiger Rechtsbruch noch wiederholen, bis der Staat dem Treiben endlich Einhalt gebietet?