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Verschwiegenes Thema: die Flucht aus Deutschland


Darüber, dass immer mehr Deutsche aus unserem Land wegziehen (oder muss man sagen: fliehen?) wollen, hört man bei uns nicht viel, nur hier:
https://autorenseite.wordpress.com/2017/11/29/flucht-aus-deutschland/

Nun lesen wir in den „Salzburger Nachrichten“: „Mehr als die Hälfte der Deutschen würde einer Umfrage zufolge gern eine Zeit lang oder auch für immer im Ausland leben. Das sagten 55 Prozent der Befragten in einer repräsentativen Yougov-Umfrage. 29 Prozent gaben an, vor zwei Jahren noch weniger dazu bereit gewesen zu sein.“
Interessant wäre nun eine Untersuchung darüber, warum so viele unser Land verlassen wollen. Da sind natürlich viele Rentner, die es in die Sonne zieht. Und dann haben wir außerdem einen bedenklichen Aderlass an fähigen Wissenschaftlern, die in den USA mehr verdienen wollen oder bessere Forschungsmöglichkeiten suchen. Und nun werden die Menschen immer mehr, die sich in diesem Land nicht mehr sicher oder jedenfalls nicht mehr wohl fühlen, seit die Flüchtlingswelle über uns herein gebrochen ist (Vgl. Link oben).

Wo soll das enden?

In diesem Jahr stieg die Zahl der überschuldeten Personen in der Bundesrepublik auf fast 7 Millionen. Besonders betroffen sind die Alten: Vier von fünf neuen überschuldeten Personen sind in älter als 50. Kein Wunder, denn die Altersarmut nimmt ständig zu, wie ich hier schon oft beschrieben habe, z.B.:
https://autorenseite.wordpress.com/2017/10/18/ein-toller-ausspruch/
Immer mehr Alte müssen bis zum Grabesrand arbeiten. Der Ruhestand wird mehr und mehr abgeschafft. Aber all das geschieht in homöopathischen Dosen, so dass sich die Menschen daran gewöhnen können und sich dabei angeblich noch wohlfühlen, wie der Wohlfühlatlas herausgefunden haben will. Der wird doch nicht so ähnlich zustande gekommen sein wie jene ADAC-Statistik.

Wie in der Nazi-Zeit


Ich bin in der Nazi-Zeit groß geworden und habe erlebt, wie es ist, wenn man einseitig informiert wird: Die Presse war gleich geschaltet und Radio horte man mit einem schwarzen Gehäuse aus Bakelit mit zwei Adlern und Hakenkreuzen, damit man wusste, was man zu hören hatte. Das Abhören von Feindsendern war bei strenger Strafe verboten: Dafür kam man ins KZ. Manche, die sich dennoch trauten, einen ausländischen Sender zu hören, versteckten sich unter einer Bettdecke, um auch nicht von außen abgehört werden zu können.
Wenn ich mich heutzutage an diese alten Zeiten erinnert fühle, so liegt das an der Gleichschaltung der Medien. Beispiele sind Erdogan und Putin. Ich habe mich hier öfter über die Ukraine geäußert und Verständnis für Putin gezeigt: Googeln Sie mal hier unter „Ukraine“, wenn Sie das interessiert. Gerade ist ein Buch geschrieben worden, in dem sich die Autorin ähnlich äußert, und bevor es auf dem Markt ist, wird schon darüber hergefallen. Politik und Medien bilden eine einheitliche Phalanx gegen Putin. Und wenn in Moskau Homosexuelle verprügelt werden, weiß man bei uns genau: Das waren Putins Schlägertrupps, aber keine Ultra-Orthodoxen.
Auswege aus dem Kalten Krieg werden kaum diskutiert: Aufhebung der nutzlosen Sanktionen gegen Russland (wie sie jetzt endlich nach langer Zeit von der FDP geforderrt wird) oder eine demokratische Abstimmung der Bevölkerung darüber, ob sie zu Russland oder zur Ukraine gehören will. Dann wäre dort Ruhe. Aber der Westen weiß, dass er dabei hier schlechte Karten hat.
Um nun auf Erdogan zu kommen: Es ist schlimm, was er aus der Türkei gemacht hat. Aber das ist kein Grund, auch hier in populistische Schwarz-Weiß-Malerei zu verfallen. Es macht natürlich auf die Türkei keinen guten Eindruck, wenn die Kurden hier mit ihren Fahnen und einem Bild von Öcalan marschieren können. Und seltsam finde ich auch, dass nach dem Putsch in der Türkei viele der Aufwiegler bei uns Unterschlupf gefunden haben, obwohl doch etliche den Tod von vielen Menschen zu verantworten haben. Ein klares Wort der Kanzlerin hierzu fehlt, und das erbost natürlich Erdogan zu Recht. Es kann doch nicht sein, dass der Tod von 265 Türken ungesühnt bleibt, weil keiner der Verantwortlichen an die Türkei ausgeliefert wird. Dies kann Erdogan als Indiz dafür werten, dass der Putsch gegen ihn vom Westen, insbesondere von Deutschland, inszeniert worden ist. Die Bundesregierung drückt sich um eine klare Position herum: Sie sympathisiert offensichtlich mit den Putschisten und will offensichtlich keinen von ihnen ausliefern. Dass sie nicht einmal bei denen, die getötet haben, einen anderen Standpunkt einnimmt, hat sie Erdogan nicht mit der erforderlichen Deutlichkeit signalisiert. So brauchen wir uns nicht zu wundern, dass unser Verhältnis zur Türkei schlecht ist.
Wir haben zugegebenermaßen Spione in der Türkei und es kann durchaus sein, dass einige davon enttarnt und inhaftiert wurden. Und es ist auch möglich, dass einige der Inhaftierten zu sehr Partei für die Kurden ergriffen haben, was ihnen als strafbare Unterstützung der Gründung eines Kurdenstaats ausgelegt wurde. Jedenfalls ist kaum anzunehmen, dass alle inhaftierten Deutschen unschuldig sind und von Erdogan als Geiseln genommen wurden, wie es die Bundesregierung hinstellt.