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Die Blutsauger sind unter uns – Plädoyer für ein anderes Wirtschaftssystem

Wo wir hinschauen, können wir feststellen, das die Blutsauger unter uns sind: Ob es der immer stärker aufgeblasene Bundestag ist, der fette Pfründe für viele Parteigenossen bietet, oder die Autoindustrie, die wieder die Hand aufhält – für alles müssen die ständig weiter verarmenden Bundesbürger bezahlen, und nun sogar bis ins dritte Glied, denn die nun anwachsenden Schulden müssen noch die Enkel abzahlen.
Die Unverschämtheit mancher Konzerne ist geradezu unglaublich: Sie nutzen beim Normalbetrieb jedes Steuerschlupfloch, aber wenn eine Krise kommt, drängen sie an den deutschen Steuertopf. Und manche finden es selbstverständlich, dass sie auch dann noch Dividenden zahlen, wenn sie staatliche Hilfe erhalten.
Was sind wir nur für ein Volk, dass wir solche Zustände hinnehmen! Der Ruf „Deutschland erwache!“ verhallt.
Wie anders die Wirtschaft auch aussehen könnte, habe ich bei einem Millionen schweren Unternehmen erlebt. Es ging pleite und wurde dann zum halben Preis von den neuen Eigentümern übernommen. Aber die ereilte dasselbe Schicksal und die Firma wurde auch wieder zum halben Preis von anderen übernommen. Nun läuft der Laden.
Wie wäre es denn, wenn man mit der Autoindustrie auch so verfahren würde? Um Gottes Willen! Das geht gar nicht! Eine Nachschusspflicht für Aktionäre – das wäre ja Kommunismus und der macht die Demokratie kaputt! So würde man uns sagen.
Aber vielleicht sollte man doch etwas von dieser Idee ins Wirtschaftsleben übernehmen: Warum sollen die Bürger für die Krise bezahlen und nicht die Aktionäre, die ja dieses Risiko eingegangen sind? So könnte man beispielsweise festlegen, dass die Kaufprämien für die Anschaffung von Autos, die nun im Gespräch sind, nur zur Hälfte vom Staat und im übrigen von den Aktionären zu zahlen sind. Aber solche Fragen werden von den braven öffentlich-rechtlichen Sendern nicht gestellt, wenn beispielsweise Tina Hassel den Wirtschaftsminister interviewt.

Corona: Die „Orgien“ der Kanzlerin

Die Kanzlerin bezeichnete die nun geführten Debatten über die schrittweise Normalisierung unseres Lebens mit Corona in unangemessener Weise als „Öffnungsdiskussions-Orgien“.
Sie hat ja durch Ihre Politik diese Diskussionen provoziert. M.E. ist ihre Vorgehensweise verfassungswidrig: Sie hätte differenzierter darüber entscheiden müssen, was zugelassen werden kann und was nicht.
Nehmen wir als Beispiel die Gastronomie, bei der Tausende von Betrieben pleite gehen müssen, weil sie in absehbarer Zeit keine Einkünfte haben.
Weshalb dürfen Gasthäuser nicht unter strengen Auflagen öffnen wie beispielsweise diesen:
> Tische mit gebührendem Abstand
> nur gekochte bzw. gebratene Speisen (kein Brot oder Salat)
> mit 2m Abstand servieren (Mundschutz!)
> Toilettenbenutzung einzeln ohne engen Begegnungsverkehr
> Desinfektionsspraybenutzung
Wenn dies von den Gesundheitsämtern überwacht würde, wäre doch eine Gefährdung der Gäste so gut wie ausgeschlossen.
Jedenfalls kann sich jemand, der im Schuhgeschäft Schuhe anfasst, die sein Vorgänger infiziert hat, viel leichter ein Corona-Virus einfangen. Und wie will man da die Infektionsquelle zurück verfolgen?
So ließen sich viele Beispiele bilden, die zeigen, dass man bei der Lockerung der Schutzmaßnahmen umsichtiger und gerechter vorgehen könnte.
Ob sich bald das Verfassungsgericht an der „Orgie“ beteiligen wird?

Wurden die Urlauber von Thomas Cook betrogen?

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Stellen Sie sich vor: Sie kaufen sich eine Dose Fertignahrung, beispielsweise Gemüsesuppe. Was würden Sie sagen, wenn Sie die Dose aufmachen und feststellen, dass sie nur zu einem Viertel gefüllt ist? Sie würden sich betrogen fühlen.
Und wie ist es mit dem Sicherungsschein der Pauschalurlauber? Da glaubt doch ein jeder, dass er im Falle einer Pleite seines Reiseunternehmens gesichert ist. Das ist jedoch nicht der Fall, wie jetzt heraus kommt. Die Mittel der Versicherung reichen nicht aus, um d
ie Schäden der Urlauber zu bezahlen, denn die Rücklagen müssten eigentlich drei- bis viermal so hoch sein. Da werden sich die Urlauber doch nun auch genauso betrogen fühlen wie die Käufer der obigen Gemüsesuppe..

Und noch ein anderes Beispiel: Nehmen wir an, ein kleiner Busunternehmer, der vor der Pleite steht, verkauft eifrig weiter seine Busreisen, obwohl er die nicht mehr durchführen kann. Der Mann wird sicherlich wegen Betrugs oder wegen eines Konkursdelikts belangt. Anders ist es bei der großen Firmen: Die sind ja auch in aussichtsloser Lage angeblich immer noch auf der Suche nach Investoren. Und wenn das nicht klappt und die Frage des Betruges aufgeworfen wird, heißt es: Das hat doch kein Mensch ahnen können, dass das in die Hose geht.

Geht VW pleite?

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Bisher war es ja ruhig geworden um den VW-Abgasskandal. Aber nun schlägt die US-Justiz tatsächlich zu: VW droht eine Strafe bis zu 17 Milliarden Euro. Kann VW das verkraften? Hinzu kommt, dass auch einzelne US-Counties extra klagen. Kein Mensch weiß, was dabei heraus kommt. Wir denken an die Urteile der US-Justiz gegen die Zigaretten-Industrie und können uns ausmalen, was für Strafen gegen VW zu erwarten sein könnten. Aber VW kann kaum daran pleite gehen, denn die Niederlassung in den USA wird rechtlich selbständig sein. Es ist anzunehmen, dass nur sie jeweils verklagt worden ist. Das deutsche Unternehmen ist wohl (jedenfalls noch) nicht in der Schusslinie.
Nun malen wir uns einmal aus, andere Länder würden den USA folgen und ebenfalls Strafen gegen VW verhängen. Was hätte das für Folgen?
VW hat Glück, dass die 11 Millionen Fahrzeuge, die vom Skandal betroffen sind, nicht sofort stillgelegt worden sind. Aber was kostet es, diese 11 Millionen Autos zu reparieren? Geht das überhaupt? Wenn VW es bisher nicht fertig gebracht hat, mit fortschrittlicher Technik die Abgaswerte einzuhalten, wird dies doch auch nicht ohne weiteres durch Reparaturen möglich sein. Wenn man die Abgaswerte drosselt, wird dies womöglich auf Kosten der Motorleistung gehen. Und das werden die Fahrzeugbesitzer wohl nicht hinnehmen. Werden sie ihre Autos zurückgeben oder Schadensersatz fordern? Was kommt da zusammen? Aber daran wird VW kaum pleite gehen, denn es könnte ja sein, dass VW wirtschaftlich gesehen eine Bank mit angehängtem Autoladen ist.
Nix G’wiss woaß ma.

Geht VW pleite?

Ich habe hier ja schon öfter geschrieben, dass VW in einer sehr prekären Lage ist:
https://autorenseite.wordpress.com/2015/09/30/geht-vw-pleite/
In den USA droht eine Strafe in Höhe von bis zu 18 Mrd. Dollar und ein Landkreis der USA (County) klagt auf 100 Mio. Dollar. Was wird sein, wenn die Klage Erfolg hat und die anderen mehr als 3000 Counties nachziehen? Und stellen Sie sich vor, nicht nur die USA, sondern viele andere Länder würden VW in ähnlicher Weise bestrafen! Und die EU hat nun auch noch festgestellt, dass gegen ihr Recht verstoßen wurde. Ist das womöglich auch strafbar?
Und welchen Kostenfaktor stellen die Nachbesserungen von Millionen Autos dar? Wie soll das Ganze eigentlich ablaufen? Wenn ich mich recht erinnere, waren die deutschen Autohersteller diejenigen, die nicht in der Lage waren, die von der EU geforderten Grenzwerte einzuhalten. Deswegen hat unsere Regierung eine Verwässerung der EU-Pläne durchgesetzt. Wenn VW bisher nur in der Lage war, die Grenzwerte durch Mogeln einzuhalten, fragt sich, wie man es nun ohne Mogeln schaffen will. Und wenn man es schafft, geht das nicht auf die Leistung des Motors? Könnte das dann nicht eine Welle von Mängelhaftungsprozessen auslösen? Man darf gespannt sein, was jetzt alles passiert. Und man fragt sich, wie es sein konnte, dass die Manager von VW die Existenz ihres Unternehmens aufs Spiel setzen konnten.

Geht VW pleite?

Ich habe hier die Frage aufgeworfen, ob VW nun wegen des Abgasskandals pleite geht. Dem Werk drohen: eine Strafe bis zu 18 Milliarden Dollar, Schadensersatzansprüche der US-Counties und der Autobesitzer, Nachbesserungsforderungen …, wie hier schon geschildert wurde. Ich weiß nicht, ob VW genügend Milliarden auf der Seite liegen hat.
Aber keine Angst um VW: Wir sahen es schon bei den Banken, die „Bad Banks“ gründeten, in die sie die Risiken auslagerten, und wir sahen es auch bei den hohen Bußen, die das Kartellamt verhängt hat: Die meisten dieser Bußen wurden nie bezahlt, weil sie „ausgesourct“ wurden, d. h. in einen Unternehmensteil ausgelagert wurden, den man bewusst pleite gehen ließ. So erwarten wir nun auch bei VW eine völlige Umstrukturierung des Unternehmens. Und wenn man das geschickt macht, gehen die Strafen ins Leere.

Wie bedrohlich ist der Abgasskandal für VW und Audi?

Die Städte Wolfsburg und Ingolstadt treten bei den Ausgaben auf die Bremse. In Ingolstadt gibt es den Spruch: „Wenn Audi Schnupfen hat, hat die Region Grippe.“ Der Spruch muss nun wohl geändert werden: „Wenn Audi Schnupfen hat, hat die Region Krebs.“ Es steht nämlich viel schlimmer um den Konzern, als die Leute zur Zeit noch wahrnehmen. Man fragt sich sogar, ob der Konzern nicht vielleicht sogar von einer Pleite bedroht ist: Eine Strafe von 18 Milliarden in den USA gegen VW ist möglich, Nachbesserungen an den vielen Fahrzeugen sind nötig; es bestehen Schadensersatzansprüche der Kunden und nun klagt auch eine der über 3000 US Counties auf Zahlung von 100 Millionen Dollar:
https://autorenseite.wordpress.com/2015/09/30/geht-vw-pleite/
Rechnen Sie mal aus, was alles zusammenkommt, wenn die Klage Erfolg hat und andere Counties folgen!
Wie will man das alles bezahlen, insbesondere dann, wenn andere Länder auch so hart vorgehen wie die USA?
Wie beruhigend ist es für den Konzern zu wissen, dass jedenfalls in Deutschland sicherlich nicht mehr heraus kommt als ein paar Bewährungsstrafen gegen die Verantwortlichen.

Geht VW jetzt pleite?

VW droht wegen des Abgasskandals in den USA eine Strafe von bis zu 18 Mrd. Dollar. Hinzu kommen Schadensersatzprozesse von Großaktionären wegen des Kursverlusts der Aktien und Schadensersatzprozesse von Autobesitzern. Da kommt ganz schön was zusammen. Nun hat auch noch der erste Landkreis in den USA VW auf 100 Millionen Dollar verklagt wegen Umweltverschmutzung. Stellen Sie sich vor, die Klage hat Erfolg, dann ziehen weitere Counties nach. Davon gibt es mehr als 3000. Rechnen Sie sich mal aus, was da zusammen kommt.
https://autorenseite.wordpress.com/2015/09/30/geht-vw-pleite/
Wahrscheinlich wird es wieder so ähnlich laufen wie beim letzten Skandal der Deutschen Bank: Die USA kassieren die Strafe und bei uns passiert nichts. So werden wir ärmer und die USA reicher.
Lesen Sie dazu nun auch das hier: https://autorenseite.wordpress.com/2015/09/25/hoffnungsschimmer-fuer-vw/

Reich werden durch Pleite!

Pleite-Gehen will gelernt sein.
Was soll das denn sein, werden Sie fragen. Nun, das ist ein Phänomen, mit dem wir es immer häufiger zu tun haben. Publik wurde es kürzlich dadurch, dass die Frage aufgeworfen wurde, ob die hohen Geldbußen, die vom Kartellamt verhängt werden, auch bezahlt werden. Nur der Naive wird denken: Selbstverständlich! In Wirklichkeit entziehen sich aber die Firmen durch „Umstrukturierung“ ihren Zahlungsverpflichtungen. Es sollte daher sofort festgelegt werden, dass die Schulden auch an den umstrukturierten Firmenteilen „kleben“ bleiben.
Wichtig wird dies bei den Kosten des Ausstiegs aus der Atomenergie. Die Reaktorbetreiber wurden zwar verpflichtet, Rücklagen für den Abbau von AKWs zu bilden. Das haben sie auch getan, aber diese reichen bei weitem nicht aus, um die Kosten abzudecken. Im übrigen wissen wir seit dem Flughafen Berlin, Stuttgart 21 und der Elbphilharmonie, dass sowieso alles viel teurer wird, als vorher kalkuliert. Deshalb ist es besonders wichtig, dass den AKW-Betreibern eine „Umstrukturierung“ zwecks Befreiung von den Kosten verboten wird.
Wenn ich ein mieser Typ wäre, würde ich hier Kurse für eine gekonnte Pleite anbieten. Ich glaube, mit so etwas könnte man reich werden.

Wann sind wir pleite?

Zur Zeit liest man nur von Pleiten: Kaum ist Eva Herman pleite gegangen, da liest man, dass dieses Schicksal auch dem Radrennfahrer Lance Armstrong droht. Wir staunen und fragen uns: Wie machen die das bloß? Die haben doch gut verdient und müssten doch etwas zur Seite gelegt haben. Und jetzt meldet sich auch noch das IFO-Institut und warnt vor einer Pleite der EU. Da wären wir nie drauf gekommen, wenn wir nicht Herrn Sinn hätten, der uns das erklärt.
Wir in Deutschland und in der EU sind ja auch so dran wie Armstrong und Herman: Wir haben auch nichts zur Seite gelegt. Im Gegenteil haben wir fast alles, was wir besaßen, verkauft: Post, Kasernen, Bahn, Krankenhäuser, Versicherungen… Und so haben wir in der letzten Zeit ganz gut leben können, zumal wir ja auch immer weiter fröhlich Schulden gemacht haben, obwohl es uns ganz gut ging.
Aber so ist es nun mal in der Demokratie: Man muss das Volk bei Laune halten, indem man Geld ausgibt, das man gar nicht hat nach dem Motto: Wir sind ja nur für 4 Jahre gewählt – nach uns die Sintflut.
Seien wir also gespannt, wie es weiter geht.