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Schnellschüsse im Fall Nawalny


Der russische Oppositionspolitiker Alexej Nawalny wurde wahrscheinlich Opfer eines Giftanschlags mit einem chemischen Nervenkampfstoff aus der Nowitschok-Gruppe.
Da tauchen nun auch wieder Verschwörungstheorien auf: Manche sind der Überzeugung, der Giftanschlag sei vorgetäuscht, um Russland zu destabilisieren. Das dürfte aber wohl deshalb nicht stimmen, weil Nawalny sich ja tatsächlich in Lebensgefahr befand, wie sowohl in Russland wie auch in Deutschland festgestellt wurde.

Die allgemeine Meinung ist die, dass Putin dahinter steckt. Wahrscheinlich ist dies schon, wie sich aus früheren Anschlägen auf unliebsame Personen des Regimes ergibt. Aber mir gibt zu denken, dass Nawalny ohne weiteres aus Russland abtransportiert werden konnte. Wenn Putin hinter dem Anschlag steckt, fragt sich, warum er das nicht verhindert hat. Man hätte ja sagen können, der Patient sei nicht transportfähig. Es bestünde Lebensgefahr.
Theoretisch ist auch möglich, dass Gegner der Ostsee-Pipeline hinter dem Anschlag stecken könnten in der Erwartung, das Projekt würde dann Sanktionen zum Opfer fallen.
Es ist auch schon vorgekommen, dass übereifrige Geheimdienstler auf eigene Faust etwas getan haben, was nach ihrer Meinung zu geschehen hatte.
Schließlich ist auch nicht auszuschließen, dass ein Konkurrent Nawalnys zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen wollte: Er wäre den Konkurrenten los und im russischen Volk würde der Widerstand gegen Putin als vermeintlichen Urheber stärker.
Freilich erscheinen die hier aufgezeigten Möglichkeiten eines Tatablaufs als reichlich theoretisch, aber wohl kein Gericht würde Putin wegen des bloßen Verdachts verurteilen, schon gar nicht, bevor er Gelegenheit hatte, das Seinige zur Aufklärung beizutragen.
Es ist daher gut, dass deutsche Schnellschüsse von der EU ausgebremst werden.

Deutschland erwache!

Deutschland erwache! Unter diesem Titel habe ich hier etliche Beiträge geschrieben und auch unter „Deutschland stürzt ab“.
Fällt Ihnen das nicht auch auf? Wo man hinschaut, haben die USA das Heft in der Hand:
Das beginnt bei der Unterhaltungsindustrie, deren Stars natürlich auch aus den USA kommen.
Das geht weiter im Internet: Dort haben amerikanische Firmen das Sagen: Facebook, Ebay,
Google usw. Ich habe ja, als Facebook bei uns auftauchte, vorgeschlagen, sofort ein deutsches Gegenmodell zu entwickeln: Wenn die Fernsehsender, die Regierung und namhafte Firmen mitgemacht hätten, hätte das klappen können. Aber es herrschte das „Schweigen im Walde“. Längst haben wir die Kontrolle über unsere Daten so ziemlich verloren: Die sind nun bei Google & Co.
Noch schlimmer ist, dass amerikanische Konzerne wie Amazon über den Internethandel den deutschen Einzelhandel kaputt machen. Immer mehr Geschäfte müssen aufgeben und die Innenstädte
bieten dadurch ein immer traurigeres Bild:

Das Ganze gipfelt darin, dass den deutschen Städten dadurch erhebliche Steuereinnahmen entgehen, denn Amazon versteuert seine Geschäfte aus „guten Gründen“ anderswo. Eigentlich sollten ja alle Geschäfte dort versteuert werden, wo sie getätigt werden, aber dieses Prinzip wagt man nicht durchzusetzen, weil Trump dann Strafzölle für unsere Autos verlangt.
À propos Autos: Auch hier zeigt sich, dass das Hätschelkind unserer Regierung durch die ständigen Wohltaten aus Berlin den Anschluss verschlafen hat. Bei der E-Mobilität haben andere die Nase vorn.

Was nützen aber der Autoindustrie die milliardenschweren Subventionen aus Berlin, wenn die Amis über Strafzahlungen mit Anwaltskosten wesentlich mehr „absaugen“: Das „Dieselgate“ hat allein VW 25 Milliarden Euro gekostet, wenn man zum gerichtlichen Vergleich in Höhe von 14,7 Milliarden Dollar die Anwaltskosten addiert (ja, Anwalt müsste man sein!).
Nun zeigen uns sie USA bei der Ostseepipeline, wer den Ton angibt.

So gäbe es noch etliche Beispiele, die uns zeigen, dass wir immer mehr ins Hintertreffen geraten oder besser gesagt: Deutschland stürzt ab!
Die USA sind wie ein riesiger Staubsauger, der bei uns alles leer saugt, was sein Rachen erfassen kann. Und das Schlimme ist: Der deutsche Michel schläft und hat nicht gemerkt, wann er wo gegensteuern hätte müssen. So wird es wohl ein böses Erwachen geben.

Grenells völlige Verdrehung der Tatsachen

US-Botschafter Grenell meint, die amerikanischen Sanktionen gegen die Gaspipeline Nord Stream 2 seien „pro-europäisch“.  Wie sehr er irrt, hat er gerade von der EU-Kommission zu hören bekommen.
Und wenn er glaubt, Deutschland mache sich zu sehr von Russland abhängig, so ist ihm entgegen zu halten, dass Deutschland mit der neuen Pipeline mehr Unabhängigkeit anstrebt. Wir haben ja schon erleben müssen, dass es gefährlich ist, wenn andere Länder wie die Ukraine uns die Gaszufuhr drosseln können.
Trump geht es allein darum, dass er weiter sein teures umweltschädliches Flüssiggas verkaufen kann. Und deshalb schiebt er politische Gründe vor, die allerdings auch keine Einmischung in unsere Angelegenheiten rechtfertigen. Trump ist nicht das „Kindermädchen“ von Deutschland, das uns sagen muss, was für uns gefährlich ist.
Ganz übel ist, dass Trump das 10-Milliarden-Objekt erst jetzt kurz vor der Vollendung stoppen will. So etwas kann man mit einer Nation, von der man behauptet, man sei mit ihr befreundet, einfach nicht machen.
Wann wacht man endlich auf in Berlin und merkt, dass man keine Feinde  mehr braucht, wenn man solche „Freunde“ hat. Wer saugt denn Deutschland aus mit Amazon, Facebook & Co? Das ist doch nicht der „böse“ Putin!