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Pinkeln Amazon-Mitarbeiter in Wasserflaschen? Und Sie?

Wenn man etwas getrunken hat, braucht man irgendwann ein Klo. Das kann manchmal sehr dringend sein, wie ein Oktoberfestbesucher es einmal ausdrückte:
„G’suffa hamma, dass mir’s kaum no ham derpieseln könna.“

Eine skurrile Diskussion ist darüber ausgebrochen, ob die armen Fahrer von Amazon gezwungen sind, in Wasserflaschen zu pinkeln. Das wurde zunächst von Amazon vehement bestritten. Dann aber musste man kleinlaut zugeben, dass den Fahrern oft nichts anderes übrig bleibt.
https://web.de/magazine/wirtschaft/amazon-rudert-zurueck-kuriere-urinieren-unterwegs-wasserflaschen-35690852
Was soll ein Fahrer denn machen, wenn er im Stau steht oder in der Stadt kein Klo mit Haltemöglichkeit findet? Soll er da etwa in die Hose machen?
Wie schlimm es ist, wenn man plötzlich einmal „muss“ und kein Klo findet, musste jemand erfahren, der auf einer Messe an eine Wand uriniert hatte und sich dadurch den Spottnamen „Pieselprinz“ zugezogen hatte.
Mir ging es auch einmal in einem Stau so, dass ich „es“ einmal fast nicht mehr hätte halten können. Seitdem habe ich ein altes Marmeladenglas im Auto, das ich allerdings noch nicht gebraucht habe. (Zur Nachahmung empfohlen!)

Das muss ins Grundgesetz: Recht zum Pieseln

Mein Senf dazu:

Deutschland stürzt ab.“ Darüber habe ich hier schon oft geschrieben. Ein sichtbares Zeichen sind beispielsweise die fehlenden Toiletten. Früher hatten selbst die kleinsten Bahnhöfe Toiletten. Heute bleibt nur das Gebüsch (sofern vorhanden!). Und in den Zügen sind die Toiletten auf ein Mindestmaß beschränkt.  In welche kaum vorstellbaren Nöte die Menschen dadurch kommen können, habe ich hier beschrieben.
https://autorenseite.wordpress.com/2018/02/08/die-buschpiesler-armes-deutschland/
https://autorenseite.wordpress.com/2019/09/20/meine-neueste-geniale-erfindung/
Nun hat sich endlich mal ein weitsichtiger Politiker dieses Problems angenommen, nämlich der stellv. Ministerpräsident von Bayern Hubert Aiwanger. Er fordert ein „Recht zum Pieseln“. Recht hat er. Jetzt, wo die Rasthäuser wegen der Corona-Krise geschlossen sind, wissen die LKW-Fahrer nicht, wohin mit ihren Nöten. Da könnte manche Blase platzen und viele Nieren könnten durch den Harnstau kaputt gehen.
Deswegen fordere ich hier mit allem Nachdruck, dass das Pieselrecht ins Grundgesetz aufgenommen wird. Und ein Menschenrecht ist es auch. Deshalb sollte man eine Petition starten.

Die Top-Pinkler der Woche

Soeben haben es zwei Pinkler geschafft, in die Top-News zu kommen. Der erste war ein Vater, der von seinem kleinen Sohn während einer Pinkelpause aus dem Auto ausgesperrt wurde:
http://www.salzburg.com/nachrichten/diverse/verrueckt/sn/artikel/bub-sperrt-papa-bei-pinkelpause-aus-auto-aus-102715/
Der zweite war ein junger Mann, der in die Wasserversorgung einer amerikanischen Stadt gepinkelt hat, so dass das gesamte Wasser erneuert werden musste:
http://www.salzburg.com/nachrichten/welt/chronik/sn/artikel/pinkler-verunreinigt-144-millionen-liter-trinkwasser-103247/
Wer wird denn so penibel sein? Bei uns pieseln doch auch die Skifahrer ständig in unsere Wasserreservoire, nämlich auf die Gletscher. Wir werden getröstet, indem man uns sagt, der Boden würde derartige Verunreinigungen herausfiltern. Wirklich? Aber wie lange noch?
Der Anlass für diesen Beitrag ist eigentlich ein anderer. Der Fall aus Amerika sollte uns warnen: Wir leben viel zu sorglos, weil wir es mit Terroristen zu tun haben, denen der Einfallsreichtum fehlt. Man stelle sich vor, diese Leute würden in einer konzertierten Aktion die Wasserwerke unserer Städte vergiften: Was wäre dann wohl hier los? Stellen Sie sich vor, die Münchner hätten nicht verpieseltes, sondern radioaktiv verseuchtes Wasser getrunken!