Schlagwort-Archive: Phobie

Aktionstag gegen die Angst


Haben Sie Angst? Wenn man wie ich den Krieg mitgemacht hat und den Bombenhagel, der damals  88% unserer Stadt zerstört hat, gerade noch überlebt hat, dann weiß man, was Angst ist.
Wenn man aber von den Ängsten von heute liest, dann kann man sich nur wundern: So gibt es die Arachnophobie, die Angst vor Spinnen. Da kann man höchsten von Hysterie reden
Die Medien berichten immer wieder, dass die Deutschen ein ängstliches Volk seien: Sie fürchten den Klimawandel, den Terrorismus, die Armut im Alter…
In Wirklichkeit sind das aber keine echten Ängste, sondern Sorgen.
Und was soll schon bei einer Umfrage, wovor man Angst hat, anderes heraus kommen, als dass die Menschen von diesen Sorgen reden.
Die Deutschen sind also wohl kaum ein ängstliches Volk, aber wenn das mit dem Absturz unseres Landes so weiter geht, dann wird man einmal Angst bekommen können.

Schlimmer als Homophobie: Cenosillicaphobie

 


Ich bin im Krieg groß geworden und weiß, was Angst ist: Wie oft haben wir um unser Leben fürchten müssen. Heutzutage haben die Menschen kaum noch Angst, höchstens Flugangst (Aviophobie) oder andere Phobien. Das Sonderbare daran ist, dass manche dieser Phobien eigentlich gar keine echten Ängste sind:
Nehmen wir als Beispiel die Homophobie. Das ist ein völlig verfehlter Begriff, mit dem diejenigen verunglimpft werden sollen, die über die Homosexualität eine andere Auffassung haben, als dem Mainstream entspricht. Ich glaube nicht, dass es wirklich Menschen gibt, die Angst vor Lesben, Schwulen oder überhaupt vor der Homosexualität haben. Aber trotzdem werden diejenigen, die beispielsweise die Ehe für Schwule ablehnen, als homophob bezeichnet. Durch diese Etikettierung soll ihnen klar gemacht werden, dass sie hinter dem Zeitgeist hinterher hinken: Sie werden als Feiglinge hingestellt, die sogar vor so etwas Harmlosen wie einer Lesbe Angst haben.

Heute habe ich nun eine neue Phobie entdeckt, die Cenosillicaphobie, von der ich noch nie etwas gehört hatte. Wir sind offenbar geradezu umzingelt von Phobien. Heute ist die  Cenosillicaphobie besonders schlimm, denn heute ist der Tag der Bierliebhaber und unter denen sind sicher einige, die diese „Angst vor leeren Gläsern“ spüren. Aber diese Phobie ist jedenfalls eine, bei der eine Abhilfe ganz einfach möglich ist.
Beim Bier habe ich aber doch eine andere Angst, nämlich eine, für die es noch keinen Fachausdruck gibt: die Angst, dass es bald kein Bier mehr geben könnte:
https://autorenseite.wordpress.com/2019/08/28/katastrophe-bald-kein-bier-mehr/
Schlimm, wo doch Bier mein einziger Schlankmacher ist!

Meine Angst vor Frauen

Wer kann helfen?
Unlängst befasste sich die Sendung „Bayern 1 am Morgen“ mit Phobien. Leider hatte ich zu wenig Zeit, sie anzuhören oder gar mein spezielles Problem mitzuteilen. Die Sendung erklärte alle möglichen skurrilen Ängste. Kaum zu glauben: Z.B hatte jemand Angst vor Knöpfen! Meine spezielle Angst aber kam nicht vor. Für sie gibt es offenbar nicht einmal einen bekannten Namen, obwohl sie weit verbreitet ist: Ich habe sie daher Feminaphobie getauft. Angst vor Frauen. Kaum hatte ich diesen Namen erfunden, gab ich ihn mal bei Google ein. Man weiß ja nie, ob nicht vielleicht jemand schon vorher die Idee hatte, ein solches Wort zu „schöpfen“. Es gibt ja wohl kaum eine Buchstabenfolge, die nicht schon irgendwann bei Google aufgetaucht ist, selbst wenn sie einige „X“ oder „Y“ enthält. Und tatsächlich fand ich bei Gloria.tv diesen Satz:
„Aufgrunddessen muss man bei den Kräuselnetzlern durchaus von einer kruden Feminaphobie© sprechen. Wie arm.“
Aber der Satz half mir auch nicht weiter, eher im Gegenteil. Kann man überhaupt an so einem Wort ein Urheberrecht geltend machen? Muss ich meine Feminaphobie nun in Mulierphobie umtaufen? Welcher Anwalt weiß da Rat?

Anscheinend bin ich mit meiner Phobie nicht allein. Das beruhigt etwas.
Ich bin zwar verheiratet, doch hat dies meine Phobie nicht behoben. Zwar habe ich in meiner Ehe gelernt, dass Frauen durchaus auch ungefährlich sein können, jedenfalls normalerweise. Meine Ängste betreffen aber fremde Frauen, auch da wiederum nur bestimmte Typen. Neulich war ich beispielsweise im Finanzamt. Dort wird man in einem Service-Zentrum empfangen. Als ich dort eintrat, glotzten mich zwei übereinander sitzende Reihen von Frauen aus ihren offenen Arbeitsboxen an. Ihr finster-muffiger Blick ging mir durch Mark und Bein. Ich fing an zu schwitzen. Es war eine wahrscheinlich spezielle Art von Angstschweiß, den es offenbar nur in unserer Familie gibt, wie die unten folgende Anekdote zeigt. Als ich endlich an die Reihe kam, war ich „f.f.“ (völlig fertig). Ich hätte alle meine Steuersünden gebeichtet, wenn ich mir irgendwelcher Verfehlungen bewusst wäre. Ich versuchte, mein Zittern zu verbergen, um nicht den Eindruck zu erwecken, ich hätte ein schlechtes Gewissen.  „Ha!“ rief die Beamtin auf einmal, dass es mir kalt den Rücken runter lief: „Da haben Sie zu wenig angegeben!“ Ich machte sie darauf aufmerksam, dass die von ihr vermisste Summe an anderer Stelle eingetragen war. Sie belehrte mich dann in einem Ton wie man mit einem geistig minderbemittelten Schüler spricht, was ich warum falsch gemacht hatte.
Nächste Woche muss ich zur Zahnärztin und allein schon beim Gedanken an dieses Wort bricht mir wieder der Schweiß aus. Wie konnte ich nur auf die Idee kommen, beim Anmelden in der Praxis auch mit der Behandlung durch eine Frau einverstanden zu sein? Weiß eine Frau überhaupt, wie sensibel ein Mann sein kann – besonders an den Zahnnerven? Darf man als Mann beim eventuellen Bohren seinen Schmerz zeigen oder gilt das als unmännlich? Fragen über Fragen – Soll ich meinen Termin vielleicht doch lieber absagen?
Gut, dass es auch andere Frauen gibt, wie beispielsweise die Zenzi, die mir bei unserem monatlichen Stammtisch das Bier serviert. Die könnte mich glatt von meiner Phobie heilen, wenn ich nicht schon verheiratet wäre.

Und nun zur Anekdote:

Meine Tante berichtete, dass sie sich einmal auf dem Chiemsee bei einem Unwetter in höchster Lebensgefahr befunden habe. Als jemand dies nicht recht glauben wollte, erzählte sie: „Unser Vater hatte ein Ruderboot gemietet und ist mit uns auf den See hinaus gerudert, als ein Sturm losbrach. Die Wellen wurden höher und höher, schwappten schließlich sogar ins Boot. Unser Vater ruderte wie ein Wahnsinniger, so dass wir doch endlich heil, aber durchnässt das Ufer erreichten. Am nächsten Tag brachte ich sein durchgeschwitztes Hemd in die Wäscherei. Als ich es wieder abholte, reklamierte ich, dass es noch Schweißflecken hatte. Die Wäschereibesitzerin schaute kurz hin und sagte: „Das geht nicht weg. Das ist Todesschweiß!“
Mehr Anekdoten hier.
Suchen Sie etwas Besonderes zum Lesen? Hier ist es.

Meinungsfreiheit: Das ist schon sehr merkwürdig

Sie können über die Kirche, die Parteien oder die Regierung schreiben, was sie wollen. Da rührt sich von Seiten der Betroffenen nichts. Ist das nicht merkwürdig? Man sollte doch meinen, dass sich die Angegriffenen zur Wehr setzen. Aber nichts geschieht. Es ist fast so, als sei das Internet ein riesiger Papierkorb, in dem Leute, die als Psychopathen gelten, Dampf ablassen können, um den sich dann aber keiner kümmert.
Wirklich keiner? Doch, es gibt wenige Gruppen von Menschen, die sofort erbittert antworten, wenn man etwas über sie schreibt, was ihnen nicht gefällt:
Gerade hat dies der Salzburger Weihbischof Laun erfahren müssen: Einer Zusammenfassung seines Vortrags auf der Internetseite der Abtei zufolge verglich Laun sexuelle Vielfalt mit Krankheit und kritisierte zunächst die heutigen „Gender-Ideologien“: „In der verordneten Freiheit, sexuell alles auszuprobieren, gebe es keine Freiheit, diese abzulehnen.“ Gender-Mainstreaming sanktioniere unerbittlich alle, die sich nicht fügten. „Ärzte und Psychologen, die Menschen helfen wollen, die unter ihrer Homosexualität leiden, müssen damit rechnen, entlassen zu werden. Und ein Hotelbesitzer habe sein Haus verloren, weil er einem ‚Homoduo‘ kein Zimmer für dessen ‚Flitterwochen‘ habe vermieten wollen“, wird der Weihbischof zitiert.
http://www.salzburg.com/nachrichten/salzburg/chronik/sn/artikel/salzburger-weihbischof-laun-vergleicht-schwule-mit-nazis-136551/
Herr Weihbischof, so etwas darf man doch nicht sagen. Wir haben zwar eine Meinungsfreiheit. Die endet jedoch bei Schwulen, bei einem gewissen Volk im Nahen Osten, das ich vorsichtshalber lieber nicht nenne, und bei den Schwarzen. Was die letzteren anbetrifft, darf man nicht nur das Wort „Neger“ nicht mehr benutzen; auch das Wort „Farbiger“ ist neuerdings verboten. Und was die Homosexualität angeht, ist das so ähnlich wie bei dem Katholizismus: Man darf sie keinesfalls als Krankheit bezeichnen oder gar über eine Heilung reden, sonst bist du es, der krank ist. Für deine Krankheit wurde auch schon ein eigener Name erfunden: Homophobie. Der bekannteste Mensch, der darunter leiden soll und den alle Welt bemitleidet, ist Putin.
Schreib’s dir hinter die Löffel: Zum Thema Homosexualität darf man nur mit Wowereit sagen: „Das ist gut so!“ Wehe, wenn…
Mehr über Meinungsfreiheit hier:
https://autorenseite.wordpress.com/2015/02/02/meinungsfreiheit/