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Kenne ich nur die falschen Ärzte?

Als alter Mann bekomme ich nun zum dritten Mal Post vom Landratsamt mit  einer Einladung zum Impfen. Inzwischen liegen bei mir ein Dutzend ungelesene Seiten. Ich will erst mal abwarten und mich orientieren.
Daher habe ich mich natürlich zunächst bei dem medizinischen Personal umgehört und gefragt, ob diese Experten sich impfen lassen würden. Die Antwort war immer gleich: „Auf keinen Fall!“
Na so was! Kenne ich vielleicht nur die falschen Ärzte? Und dann habe ich mich bei einer Quelle orientiert, bei der man wohl erwarten kann, dass man einigermaßen objektiv informiert wird: beim Ärzteblatt. Da las ich, dass sich drei Viertel der Ärzte impfen lassen wollen – bei den Ärztinnen und beim Pflegepersonal war der Prozentsatz erheblich geringer:
https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/119400/Drei-Viertel-der-Aerzte-wollen-sich-gegen-SARS-CoV-2-impfen-lassen
Natürlich ist diese Statistik mit Vorsicht aufzunehmen. („Vertraue keiner Statistik, die du nicht selbst gefälscht hast!“) Es ist nämlich vielleicht so, dass manche Ärzte sich nicht einmal anonym als Impfgegner eintragen, weil sie in der Bevölkerung kein Misstrauen gegen die Impfung erzeugen wollen – nach dem Motto: Sollen die sich impfen lassen, das schützt uns auch.“
Die nicht sehr hohe Impfbereitschaft bei den Ärzten wirkt auf mich nicht gerade motivierend: Wenn sich nicht einmal alle die Leute impfen lassen, die dauernd einem erheblichen Ansteckungsrisiko ausgesetzt sind, warum soll ich das tun, weil ich doch höchstens beim Einkaufen angesteckt werden könnte, wo das Personal die ganze Zeit gesund geblieben ist?
https://autorenseite.wordpress.com/2020/12/12/coronapolitik-gescheitert-iv/
Und ich denke an eine frühere Grippeimpfung, die ich ganz naiv auf Empfehlung über mich ergehen ließ. Ich war danach zwei Wochen lang grippekrank, wenn auch nicht so schwerwiegend. Und nun erfahre ich im Zuge der Corona-Impfung, dass die früheren Grippeimpfungen nur einen unzureichenden Schutz boten, nämlich zu ca. 60 %. Das wurde damals verschwiegen. Wenn ich das gewusst hätte, hätte ich mich nie impfen lassen, zumal man ja nicht sicher wusste, welche Art von Virus auf uns zukommen würde.
Ich halte mich nun erst mal an den altbayerischen Grundsatz: Nix G’wisses woaß ma net. Schau’n ma mal. dann seh’n mir ’s scho!“

 

Verstehen Sie das?


Wo man hinhört, fehlt der Nachwuchs: besonders bei den Pflegeberufen, dem Handwerk, dem Krankenhauspersonal und nun auch bei den Lehrern und übrigens auch bei den Beamten. Da wird dauernd über die Beamten gemeckert, weil die angeblich so viele Vorzüge erhalten wie Beihilfe und dergleichen. Aber die Leute fragen sich nicht, warum trotzdem zu wenig Nachwuchs in das angeblich so fürstlich besoldete Beamtendasein strebt.
Was ich daran nicht verstehe ist dies. Wir leben doch in einer Marktwirtschaft, in der doch das Prinzip von Angebot und Nachfrage gilt. Wenn es also zu wenig Arbeitskräfte in bestimmten Branchen gibt, muss man die Leute halt besser besolden. So einfach wäre das. Aber es rührt sich zu wenig: Lieber lassen Krankenhäuser Abteilungen schließen oder Schulen den Unterricht ausfallen, als dass mehr Kräfte durch höhere Einkommen angelockt werden.
Es nützt auch nichts, dass u.a. der IWF Deutschland auffordert, die Löhne zu erhöhen. Warum funktioniert da die Marktwirtschaft nicht? Sieht unsere Regierung nicht, dass Trumps „America first“ die Ursache darin hat, dass Trump bei uns Dumpinglöhne ausmacht. Und er hat damit Recht, nicht nur, weil das Lohnniveau niedrig ist, sondern weil wir immer mehr „Aufstocker“ haben, denen der Staat einen Teil des Lohnes zahlt. So etwas ist halt kein fairer Wettbewerb.