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Mangel überall: Wie soll das weiter gehen?

Wo wir hinschauen, herrscht Mangel: bei den Arbeitskräften und bei den Waren.
Allein heute lese ich, dass in Traunreut die letzte noch produzierenden Bäckerei, die es im Stadtgebiet überhaupt noch gibt, wegen Personalmangels schließen muss. Dasselbe haben wir schon öfter aus der Gastronomiebranche hören müssen.
Wie soll der Staat funktionieren, wenn 330.000 Arbeitskräfte fehlen? Dann müssen Mörder frei gelassen werden, weil ihnen nicht rechtzeitig der Prozess gemacht werden kann, denn die Verfahrensdauer verlängert sich ständig:
https://autorenseite.wordpress.com/2014/08/10/unglaubliche-justiz-mutmasslicher-vergewaltiger-freigelassen-19092260/
Wie soll das weiter gehen, wenn Krankenhäuser Abteilungen wegen Personal schließen müssen?
https://www.kma-online.de/aktuelles/klinik-news/detail/krankenhaeuser-schliessen-abteilungen-aus-personalmangel-a-42415
Auf den Normalstationen sind sechs Prozent der Stellen und auf den Intensivsta­tionen zwölf Prozent der Stellen unbesetzt geblieben:
https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/130701/Personalmangel-bei-Pflegekraeften-verschaerft-sich-finanzielle-Absicherung-fehlt
Wer soll sich um die Alten kümmern, wenn es zu wenig Pflegepersonal gibt? Zur Zeit bräuchte man 115.000 neue Stellen.
Wo sind die Menschen, um diese Stellen zu besetzen und wo ist das Geld, um diese Leute zu bezahlen?
Wie sehr auch sonst die Arbeitskräfte fehlen, haben wir gerade auf den Flugplätzen gesehen.
Wie soll das alles weiter gehen? Ein konkreter Plan fehlt. Man will Leute aus dem Ausland holen, aber beim Flugplatzpersonal hat sich gezeigt, dass unser Land nicht mehr so attraktiv ist. Und das ist gut so. Wir können unser Land nicht voll pfropfen mit Menschen unterschiedlichster Herkunft, die dann in ihren Heimatländern fehlen. Da sind Konflikte vorprogrammiert.

Übrigens fehlen uns nicht nur Arbeitskräfte, sondern auch immer mehr Waren. Akut wird das besonders bei Medikamenten. Derzeit fehlen ca. 1000 teils lebenswichtige Medikamente:
https://www.wiwo.de/unternehmen/industrie/lieferengpaesse-in-apotheken-ich-schaetze-dass-um-die-tausend-medikamente-fehlen/28588968.html

Auch der Dümmste merkt inzwischen: So können wir nicht weiter machen.

 

Lauterbach: Aufklärung fehlt


Nun kommt die Impfpflicht für Krankenhaus-und Pflegepersonal.
Was mich wundert, ist die Tatsache, dass so viele, die in Krankenhäusern arbeiten und dort das Corona-Elend sehen, sich dennoch nicht impfen lassen. Ihre Bedenken sind also sehr tiefgreifend. Und es ist nicht ausgeschlossen, dass sie mit ihren Klagen Erfolg haben werden:

Vom RKI hören wir: „In der Summe ist das Risiko, dass Menschen trotz Impfung PCR-positiv werden und das Virus übertragen, unter der Deltavariante deutlich vermindert. Wie hoch das Transmissionsrisiko unter Omikron ist, kann derzeit noch nicht bestimmt werden.“ Da derzeit fast nur die Omikron-Variante aktiv ist,  zwingt man Menschen zu einer Impfung, obwohl man das Transmissionsrisiko gar nicht kennt. Ob die Gerichte das durchgehen lassen?
Warum genügt nicht das Tragen einer FFP2-Maske? Das Max Planck-Institut hat festgestellt: „Tragen sowohl die infizierte als auch die nicht-infizierte Person gut sitzende FFP2-Masken, beträgt das maximale Ansteckungsrisiko nach 20 Minuten selbst auf kürzeste Distanz kaum mehr als ein Promille.“ Man sieht also, dass die Masken das Infektionsrisiko gewaltig senken.
Was ich vermisse, ist eine klare Aussage Lauterbachs zu den beiden Möglichkeiten, Patienten vor Ansteckungen zu schützen. Muss eine Impfung wirklich sein?
https://autorenseite.wordpress.com/2021/03/11/corona-das-wunder-von-aldi/

 

 

Kenne ich nur die falschen Ärzte?

Als alter Mann bekomme ich nun zum dritten Mal Post vom Landratsamt mit  einer Einladung zum Impfen. Inzwischen liegen bei mir ein Dutzend ungelesene Seiten. Ich will erst mal abwarten und mich orientieren.
Daher habe ich mich natürlich zunächst bei dem medizinischen Personal umgehört und gefragt, ob diese Experten sich impfen lassen würden. Die Antwort war immer gleich: „Auf keinen Fall!“
Na so was! Kenne ich vielleicht nur die falschen Ärzte? Und dann habe ich mich bei einer Quelle orientiert, bei der man wohl erwarten kann, dass man einigermaßen objektiv informiert wird: beim Ärzteblatt. Da las ich, dass sich drei Viertel der Ärzte impfen lassen wollen – bei den Ärztinnen und beim Pflegepersonal war der Prozentsatz erheblich geringer:
https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/119400/Drei-Viertel-der-Aerzte-wollen-sich-gegen-SARS-CoV-2-impfen-lassen
Natürlich ist diese Statistik mit Vorsicht aufzunehmen. („Vertraue keiner Statistik, die du nicht selbst gefälscht hast!“) Es ist nämlich vielleicht so, dass manche Ärzte sich nicht einmal anonym als Impfgegner eintragen, weil sie in der Bevölkerung kein Misstrauen gegen die Impfung erzeugen wollen – nach dem Motto: Sollen die sich impfen lassen, das schützt uns auch.“
Die nicht sehr hohe Impfbereitschaft bei den Ärzten wirkt auf mich nicht gerade motivierend: Wenn sich nicht einmal alle die Leute impfen lassen, die dauernd einem erheblichen Ansteckungsrisiko ausgesetzt sind, warum soll ich das tun, weil ich doch höchstens beim Einkaufen angesteckt werden könnte, wo das Personal die ganze Zeit gesund geblieben ist?
https://autorenseite.wordpress.com/2020/12/12/coronapolitik-gescheitert-iv/
Und ich denke an eine frühere Grippeimpfung, die ich ganz naiv auf Empfehlung über mich ergehen ließ. Ich war danach zwei Wochen lang grippekrank, wenn auch nicht so schwerwiegend. Und nun erfahre ich im Zuge der Corona-Impfung, dass die früheren Grippeimpfungen nur einen unzureichenden Schutz boten, nämlich zu ca. 60 %. Das wurde damals verschwiegen. Wenn ich das gewusst hätte, hätte ich mich nie impfen lassen, zumal man ja nicht sicher wusste, welche Art von Virus auf uns zukommen würde.
Ich halte mich nun erst mal an den altbayerischen Grundsatz: Nix G’wisses woaß ma net. Schau’n ma mal. dann seh’n mir ’s scho!“

 

Verstehen Sie das?


Wo man hinhört, fehlt der Nachwuchs: besonders bei den Pflegeberufen, dem Handwerk, dem Krankenhauspersonal und nun auch bei den Lehrern und übrigens auch bei den Beamten. Da wird dauernd über die Beamten gemeckert, weil die angeblich so viele Vorzüge erhalten wie Beihilfe und dergleichen. Aber die Leute fragen sich nicht, warum trotzdem zu wenig Nachwuchs in das angeblich so fürstlich besoldete Beamtendasein strebt.
Was ich daran nicht verstehe ist dies. Wir leben doch in einer Marktwirtschaft, in der doch das Prinzip von Angebot und Nachfrage gilt. Wenn es also zu wenig Arbeitskräfte in bestimmten Branchen gibt, muss man die Leute halt besser besolden. So einfach wäre das. Aber es rührt sich zu wenig: Lieber lassen Krankenhäuser Abteilungen schließen oder Schulen den Unterricht ausfallen, als dass mehr Kräfte durch höhere Einkommen angelockt werden.
Es nützt auch nichts, dass u.a. der IWF Deutschland auffordert, die Löhne zu erhöhen. Warum funktioniert da die Marktwirtschaft nicht? Sieht unsere Regierung nicht, dass Trumps „America first“ die Ursache darin hat, dass Trump bei uns Dumpinglöhne ausmacht. Und er hat damit Recht, nicht nur, weil das Lohnniveau niedrig ist, sondern weil wir immer mehr „Aufstocker“ haben, denen der Staat einen Teil des Lohnes zahlt. So etwas ist halt kein fairer Wettbewerb.