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Austria is aa nimmer felix!

 

Die Salzburger Nachrichten melden:
In Österreich vermisst jemand an seinem Vogelhäuschen die Vögel. Warum sollte es auch in Österreich besser sein als bei uns. Ich habe hier schon öfter darüber geschrieben, dass ich in einer Todeszone lebe. Auch bei uns bleiben die Vögel weg.

Und noch eine schlimme Nachricht:
In Österreich wurden Proben aus dem Schwarzaubach und der Stiefing – beide in der Steiermark – sowie aus dem Sipbach in Oberösterreich genommen, laut der NGO Gegenden mit einer besonders hohen Dichte an Schweineställen. Pro Probe wurden bis zu fünf Tierarzneimittel, darunter mehrere Antibiotika, und bis zu 38 verschiedene Pestizide festgestellt.

Und schließlich auch das noch:
In der Stadt Salzburg übernehmen Menschen ohne Bekenntnis bald die Mehrheit. Nur noch 43 Prozent sind katholisch und das in einer Stadt, die wie ganz wenige vom Katholizismus geprägt wurde.

 

 

Das Zeitalter der Nicht-Leser


Es wäre schön, wenn Sie das hier lesen würden, aber das muss nicht sein.
Wie oft aber bestätigen Sie, etwas gelesen zu haben, was Sie nicht einmal angeschaut haben? Wenn Sie ein Auto kaufen, müssen Sie einen mehrseitigen Vertrag unterschreiben, den Sie mit Sicherheit nicht lesen, weil Sie ihn sowieso nicht verstehen. Oder wenn Sie im Internet bestellen, müssen Sie bestätigen, dass Sie die AGB und Datenschutzbestimmungen gelesen haben.
Aber haben Sie schon einmal hineingeschaut, ob Ihnen da etwas untergejubelt wird, was Sie nie gewollt hätten?

Auch diejenigen, die heute etwas zu entscheiden haben, wissen häufig nicht, um was es geht. Ein eklatantes Beispiel war einmal die Änderung des Meldegesetzes, die im Bundestag schnell durchgewinkt wurde, weil die Abgeordneten ein wichtiges Länderspiel der deutschen Nationalmannschaft im Fernsehen anschauen wollten. Erst hinterher stellte man fest, dass man das Gesetz gar nicht so gewollt hatte.

Und gerade wurde etwas Schreckliches zu diesem Thema aufgedeckt:
Eines der am meisten eingesetzten Pestizide ist Chlorpyrifos. Das Pflanzenschutzmittel tötet Schädlinge und wird beim Getreide- und Obstanbau eingesetzt. Es wurde in der EU zugelassen, obwohl eine wichtige Studie zur Gefährlichkeit des Stoffes für die Gesundheit offenbar fehlerhaft war. In deren Rohdaten gab es zwar deutliche Hinweise darauf, dass bei allen getesteten Dosen der Aufbau des Gehirns signifikant beeinträchtigt wird, aber es findet sich davon nichts in dem Report der Studie wieder. Aber wer nimmt sich schon die Zeit, genauer hinzusehen?

 

Na, dann Prost, Gesundheit und wohl bekomm’s!

Das Bundesland Baden-Württemberg wollte verhindern, dass Getränke-Hersteller Mineralwasser mit Schadstoffen verkaufen und ging vor Gericht. Dieses hat sich dagegen entschieden und beschlossen, dass natürliches Mineralwasser nicht gänzlich frei von Pestizidrückständen und anderen Belastungsstoffen sein muss. Einen Grenzwert gibt es allerdings nicht.
http://web.de/magazine/gesundheit/ernaehrung/17701662-urteil-baden-wuerttemberg-mineralwasser.html#.A1000145
Da können wir Verbraucher nur staunen! Manche Mütter kaufen sich doch tatsächlich immer noch Mineralwasser zum Kochen für ihre Babys, damit diese was Gesundes bekommen.
Und noch etwas zur Mineralwasserbelastung: Ist es nicht schön, wenn es keinen Grenzwert gibt? Da haben wir nun auf einmal die Freiheit selbst zu entscheiden, wie viel Schadstoff wir zu uns nehmen wollen (wenn wir nur wüssten, wie viel drin ist.)
Endlich sieht einmal ein Gericht den Tatsachen ins Auge: „Natürlich“ heißt heutzutage eben auch: schadstoffbelastet! Die Industrie will, dass wir uns an diesen Normalzustand gewöhnen. Sie hat immer schon gefunden, dass alle Stoffe so lange der Nahrung beigemischt werden dürfen, bis deren Schädlichkeit erwiesen ist. Deshalb wird es wohl in Zukunft so sein, dass nicht mehr von „Schadstoffen“, sondern von „Beimengungen“ gesprochen werden soll.
Sie werden dagegen natürlich protestieren. Vorher sollten Sie aber hierüber nachdenken: Da gibt es viele Leute, die glauben an Homöopathie und meinen, mit geringen Dosen eines Stoffes könnte man Krankheiten heilen. Das kann auch ein Gift sein. So könnte es also durchaus sein, dass uns ein bisschen Pestizid sogar gesünder macht. Haben sich die Homöopathen schon einmal darüber Gedanken gemacht? (Lieber nicht, denn wenn die Bevölkerung zu gesund würde, gäbe es viele Arbeitslose im Gesundheitswesen.)