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Zitat zum Tag: Wir sind in der Pandemie erst dann auf dem richtigen Weg…

„Wir sind in der Pandemie erst dann auf dem richtigen Weg, wenn uns die Virologen schlüssig erklären können, warum das Personal der Supermärkte trotz beengter Verhältnisse gesund bleibt, wir aber nicht in ein Lokal gehen dürfen, wo Tische mit Abstand und Plexiglasscheiben vor Ansteckungen schützen.“

Coronapolitik gescheitert (IV)

Wenn ich so sehe, wie unsere Coronapolitik gelaufen ist, dann glaube ich, dass wir heute besser da stünden, wenn man ganz schlicht
> das Gehirn eingeschaltet hätte und
> die Augen aufgemacht hätte:

Ein bisschen schlichtes Nachdenken hätte schon früher die Erkenntnis gebracht, auf die Virologen jetzt gekommen sind: Der durchsichtige Mundschutz aus Plastikscheiben bringt nichts. Dazu braucht man doch keine Untersuchungen, sondern das sagt doch einem der gesunde Menschenverstand, dass Atemluft, die man ungefiltert über einer Scheibe heraus lässt, nicht gegen Viren geschützt sein kann. Vielleicht ist es sogar schlechter, wenn der Atem über die Scheibe in die Höhe geblasen wird, wie es bei manchen solcher Mundschutzarten der Fall ist.
Diese Scheiben hätten also von vornherein verboten werden müssen.

Und wenn man die Augen aufmacht, sieht man, wie sehr schon ein schlichter Mundschutz wirkt. Ich kaufe abwechselnd in 4 verschiedenen Supermärkten ein. Und da frage ich immer an der Kasse, ob das Personal gesund geblieben ist. Und zu meiner Überraschung wurde das überall bejaht. Dabei hat man nicht gelogen, denn ich sah jeweils die Gesichter, die mir bekannt waren. Nehmen wir als Beispiel den ALDI-Markt hier. Der hat enge Gänge, wo ein Abstand von 1,5 m nicht eingehalten werden kann. Dort räumt das Personal direkt neben den einkaufenden Kunden die Regale ein. Dennoch ist keiner krank. Was lernen wir also beim bloßen Hinsehen? Die Maske wirkt!

 

Justiz und Gerechtigkeit

„Gerechtigkeit wird zum Unrecht, wenn man zu lange auf sie warten muss.“
https://autorenseite.wordpress.com/aphorismen-uber-die-justiz/

Gerade hat der EuGH nach 20-jähriger Prozessdauer ein Urteil über das Musiksampling erlassen, und damit ist der Prozess noch nicht einmal zu Ende. Wer kann einen solchen Prozess bezahlen und wer kann nach so langer Zeit noch etwas davon haben, dass er endlich ein Urteil bekommt?
Wie sich die Zeiten ändern! Es ist schon ein paar Jahrzehnte her, da genoss die deutsche Justiz einen so ausgezeichneten Ruf, dass ausländische Firmen hier prozessierten, weil sie so schnell zu einem objektiven Urteil kamen.
Inzwischen lesen wir immer häufiger von verschleppten Prozessen: Sexualverbrecher und sogar Mörder mussten frei gelassen werden, weil man ihnen nicht rechtzeitig den Prozess gemacht hat. Ja sogar der Europäische Gerichtshof musste der deutschen Justiz Rügen erteilen wegen zu langer Prozessdauer. Aber es ändert sich offenbar nichts.
Die Richter verweisen darauf, dass der Staat zu sehr am Personal spare, so dass also die anfallende Arbeit nicht mehr rechtzeitig erledigt werden könne. Die Politik sieht dagegen keinen Personalnotstand. So liegen die Gerichte und die Politik in einem ständigen Clinch.
Was dabei aber nicht passieren darf, sind die Skandale, über die die Presse berichtet. Haftsachen dürfen keinesfalls liegen bleiben, sondern müssen vordringlich erledigt werden, so dass kein Verbrecher, der von der Polizei mühsam festgesetzt wurde, nur deshalb frei kommt, weil ihm nicht rechtzeitig der Prozess gemacht wurde. Wenn trotzdem immer wieder über solche Vorkommnisse berichtet wird, gewinnt man den Eindruck, als handele es sich um eine Art von unerlaubtem Streik, dem man dienstaufsichtlich begegnen müsste.
Und es darf auch nicht sein, dass unangenehme Prozesse, die viel Arbeit machen, hintenan gestellt werden. In der Justiz werden ja ständig Statistiken geführt, aus denen sich ergibt, wie lange Verfahren unerledigt sind. Es beeinträchtigt wohl nicht die richterliche Unabhängigkeit, wenn der Vorgesetzte seine Richter anweist, Haftsachen sofort und alte Prozesse nun endlich einmal anzupacken. Für so etwas ist ja wohl die Dienstaufsicht da.
Im Buch „Adieu Justitia“ können Sie ein wenig hinter die Kulissen der Justiz schauen.

Werden wir immer dümmer? (II)


Wenn man so alt wird wie ich, staunt man, wie schnell und wie sehr sich alles ändert:
Früher wurden Schwule bestraft, heute findet man das gut so.
Früher war das Zusammenleben Unverheirateter ein strafbares öffentliches Ärgernis, heute ist es normal.
Früher gab es Umstandsmoden, die die Schwangerschaft verbergen sollen, heute stellen Frauen ihre Babybäuche in Illustrierten zur Schau.
So gäbe es noch viele Beispiele, aber ich will hier ein besonderes herausgreifen, das zeigt, wie dumm wir geworden sind:
Früher gehörten die Krankenhäuser überwiegend der öffentlichen Hand oder kirchlichen Orden und alles hat bestens funktioniert. Da erschien sogar der Koch am Krankenbett und fragte, ob man besondere Wünsche habe. Und heute? Da werden die kostenintensiven Notaufnahmen oft zu klein gehalten mit der Folge, dass Sanitätswagen oft mehrere Krankenhäuser anfahren müssen, um einen lebensgefährlich Verletzten unterbringen zu können. Die ersten Menschen müssen sterben, weil die Intensivstationen keinen Platz für sie haben:
https://autorenseite.wordpress.com/2018/11/17/schlimme-nachrichten-10/
Die Krankenhäuser leiden genauso wie die Pflegeheime an Personalmangel. Und warum ist das so? Uns wird gesagt, das würde am fehlenden Nachwuchs liegen. Das stimmt aber so nicht: Wir hätten genügend Menschen, nur arbeiten die am falschen Arbeitsplatz. Eine Krankenschwester sagte mir neulich, sie müsse sehr hart arbeiten und der Nachtdiens falle ihr schwer, während ihre Freundin in einem Bekleidungsgeschäft „eine ruhige Kugel schieben“ würde und dabei wesentlich besser bezahlt würde.
Wir sind nicht mehr wie früher in der Lage, die Menschen dort einzusetzen, wo sie wirklich gebraucht werden, denn sie arbeiten dort, wo sie das meiste Geld einbringen:
Heutzutage sind die Innenstädte voll von Bekleidungsgeschäften, weil die Leute gerne shoppen gehen. Ein solches Vergnügen konnte man sich früher nicht leisten. Dadurch war das Personal, das heute für das Einkaufsvergnügen der Menschen in den vielen Modeläden arbeitet, für wichtigere Tätigkeiten wie die Krankenpflege frei.
Noch schlimmer ist es in der Unterhaltungsindustrie: Schauen Sie allein schon einmal die vielen überflüssigen Fernsehsender an und überlegen Sie mal, wie viele Menschen dort beschäftigt sind, um etwas zu produzieren, auf das man gerne verzichten könnte. Ein Dutzend Sender wäre schon mehr als genug.
Warum bringen wir es nicht fertig, die Menschen wieder dort einzusetzen, wo sie wirklich gebraucht werden? Sind wir dazu zu dumm? Die Politiker versuchen, das zu vertuschen, indem sie fälschlich die Schuld dem fehlenden Nachwuchs zuschreiben.
Wir verhalten uns im Grunde genommen so ähnlich, wie ein Straßenfeger, der einen Unfall beobachtet, aber nicht hilft, weil er meint, erst die Straße kehren zu müssen.