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Meine Erinnerungen an die Marmolata

Ich habe die Marmolalta-Südwand durchstiegen und vorher in der Contrin-Hütte übernachtet. Dort hing ein Spruch an der Wand: „Bergsteiger, die die Marmolata-Südwand durchsteigen wollen, werden gebeten, vorher zu zahlen!“ Eine charmante Warnung!
Natürlich war ich oft im landschaftlich schönsten Skigebiet zum Ski fahren. Die Dolomiten mit ihren herrlichen Berggestalten sind einfach einmalig. Und so war ich natürlich auch mit Skiern auf der Marmolata.

Und wenn ich nun von dem Unglück an der Marmolata lese, frage ich mich: Was taten die Bergsteiger um 13.45 Uhr auf dem Gletscher? Wer sich auf einem solchen Eis bewegt, sollte beim ersten Morgengrauen starten und mittags wieder herunten sein. Gerade im Zeichen des schmelzenden Permafrostes sind die Gletscher noch gefährlicher geworden, wie das Unglück zeigt.

In den Bergen wird’s gefährlich

So sieht der Waldbahnweg bei Weißbach aus. Hier fuhr einst eine Bahn das Holz, das in der Saline von Bad Reichenhall gebraucht wurde, zu Tal. Später, als die Bahn abgebaut wurde, machte man einen schönen Wanderweg daraus. Der ist nun ein Opfer des Klimawandels geworden. Durch den vielen Starkregen ist das Erdreich an den steilen Hängen so sehr durchnässt, dass es mit den Bäumen abrutscht. Deshalb ist der Weg jetzt gesperrt.
Gerade ist in Österreich wieder mal eine Mure auf die Felbertauernstraße abgegangen, auch eine Folge des Starkregens.
Eine weitere Gefahr droht in den Bergen durch das Schmelzen des Permafrosts. Der hat bisher Geröll und Felsmassen zusammengehalten. Und nun lösen sich die Berge an manchen Orten auf und dann gibt es Tote. Vielleicht ist ja auch der tödliche Unfall, der sich gerade im Kaisergebirge ereignet hat, darauf zurück zu führen.
Auch auf den Gletschern wird es gefährlicher: Man kann sich nicht mehr darauf verlassen, dass Eistürme stehen bleiben, wenn man früh unterwegs ist.
Um die Gefahren zu bannen, hat man entlang der Alpenstraße mit Millionenaufwand Fangnetze längs der Straße errichtet, um die Felsbrocken abzufangen, die früher vom dichteren Wald aufgehalten wurden.
Der Klimawandel macht sich also in den Alpen besonders bemerkbar, wie wir auch am eklatanten Abschmelzen der Gletscher sehen.

Wann stirbt die Menschheit aus?


Das bekannte Genie Hawkins hat uns noch eine Überlebenszeit von höchstens 100 Jahren eingeräumt. Wenn er noch erlebt hätte, was nun alles passiert, hätte er vielleicht die Frist kürzer bemessen:

Fischsterben an der Nordseeküste, Elefantensterben in Botswana, Gletschersterben in den Alpen, Hitzerekord in Sibirien … Viren, Bakterien und Algen sollen schuld sein. Aber was geht uns das an?
Nehmen wir als Beispiel Sibirien: Ein Drittel von Russland war dauerhaft gefroren,
aber nun durch die Klimaerwärmung schwindet der Permafrost im Boden. Das führt nicht nur zu kaum beherrschbaren Waldbränden mit gewaltigem CO2-Ausstoß, sondern die im Boden eingefrorenen Gase werden freigesetzt: Das wäre doppelt so viel CO2, wie in der Atmosphäre vorhanden ist.
Was aber schlimmer ist, ist die Tatsache, dass
auch eingefrorene Viren und Bakterien durch den schmelzenden Permafrost frei gesetzt werden: Gerade ist in Russland ein 12-jähriger an Milzbrand gestorben. Die Corona-Pandemie hat uns gezeigt, wie schnell sich solche an sich längst überwundenen Krankheiten ausbreiten können.