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Die Wahrheit sieht je nach Perspektive anders aus

„Die Wahrheit sieht je nach dem Standpunkt anders aus: Wenn du oben bist, ist die Mitte unter dir, nicht aber, wenn du von unten schaust.“
H. Pöll, Aphoristiker und Buchautor

 

Wenn du wie ich in einem kleinen bayerischen Dorf wohnst, erlebst du den Asylantenzustrom anders als manche Städter: Auf einmal laufen im Dorf ein paar Farbige herum und grüßen dich freundlich. Eine alte Bäuerin kommentierte die neuen Bewohner so: „Nette Neger hamma da!“
Völlig anders sehen das manche Großstädter: Ihr altes Stadtviertel wird zu einem Migrantenghetto. Sie fühlen sich gar nicht mehr wie in Deutschland. Schlimmer ist, dass ihr Kind in der Schule zu einer Minderheit gehört, die gemobbt und verprügelt wird. Sie müssen daher ihr Kind auf eine andere weit entfernte Schule schicken. Klar, dass solche Leute bei jeder Demonstration gegen die Flüchtlingswelle mitlaufen – gleichgültig, ob sie von der AfD, PEGIDA oder sonstigen veranstaltet werden. Deshalb ist es falsch, wenn alle diese Leute in einen Topf geworfen werden. Man wirft ja auch die Fußballfans nicht mit den Hooligans in einen Topf.
So gesehen hat Seehofer recht, wenn er die Migration als Mutter aller Probleme bezeichnet: Jede Frau, die betatscht worden ist oder Angst hat, abends allein unterwegs zu sein, und jeder, dessen Wohnumfeld sich in eine No-Go-Area verwandelt und viele andere Betroffene wählen daher die AfD . Dies auch aus einem anderen Grund: Unsere Bürokratie erweist sich als unfähig, das Flüchtlingsproblem zu verarbeiten. Der Fall Amri belegt das, was immer wieder zu beobachten ist: Die Abschiebung von Straftätern und Gefährdern funktioniert nicht.
Die AfD wird kaum wegen ihres Programms gewählt, sondern wegen des Versagens der GroKo. Deshalb werden die „Volksparteien“ abgestraft und es wird ihnen ein Denkzettel verpasst. Der „Denkzettel“ ist das Motiv für 78 % der AfD-Wähler.
Auch dies ist die Wahrheit:
https://autorenseite.wordpress.com/2017/11/29/flucht-aus-deutschland/

Aufstand in Chemnitz – Das Dilemma der Gegner der Flüchtlingspolitik


Es gibt zahlreiche Deutsche, die gegen Merkels Flüchtlingspolitik sind: Das sind beispielsweise die Einwohner von kleinen Orten, die von Flüchtlingen überschwemmt werden oder die Eltern von Schülern, deren Kinder als Deutsche in ihrer Klasse eine Minderheit sind, die angefeindet wird. Es gibt auch schon die ersten Deutschen, die unserem Land wegen der Flüchtlingspolitik den Rücken kehren:
https://autorenseite.wordpress.com/2017/11/29/flucht-aus-deutschland/
Das Traurige ist, dass diese Menschen von den Politikern normalerweise in einen Topf geworfen werden mit Rechtsextremen, Rassisten, Fremdenfeinden und sogar Nazis, obwohl nichts davon zutrifft. Sie sind aber einfach nur gegen Merkels Flüchtlingspolitik, die Deutschland verändert hat: Zahlreiche Menschen haben wegen dieser Politik ihr Leben lassen müssen. Deutschland ist kein sicheres Land mehr: Es gibt No-Go-Areas, in die sich nicht einmal eine Polizeistreife hinein traut.
Wenn nun die ganz schlichten Gegner von Merkels Flüchtlingspolitik ihre Stimme erheben wollen, sehen sie vielfach keine andere Möglichkeit, als mit PEGIDA und der AfD mitzumarschieren, auch wenn sie sich mit diesen nicht identifizieren können. Aber ihnen ist halt der Protest wichtiger als die Frage, mit wem sie ihn ausdrücken. Und bei der Wahl wird es dasselbe sein: Die AfD legt ständig zu.
Der Fehler der Regierung ist, dass sie alle Protestdemonstranten in ein Topf wirft und beschimpft, anstatt sie auseinander zu dividieren. Und noch etwas vermisse ich bei der Regierung: Wie wäre es denn, wenn sie mal von den Flüchtlingen oder den Moscheen ein Zeichen der Dankbarkeit anfordern würde?
(Übrigens sehe ich gewisse Parallelen zwischen den Fußballfans und den Demonstranten in Chemnitz. Wie oft schon haben wir erlebt, dass mit den Fußballfans Hooligans kamen, die viel gewaltsamer waren als die Demonstranten in Chemnitz. Das ist halt so in einer Zeit, in der die Familien kaputt gemacht wurden und die Schulen nach Polizei, Psychologen und Sozialarbeitern rufen, um gegen Gewalt vorzugehen.)
Was unsere abgehobenen Politiker nicht sehen, ist die Tatsache, dass es überhaupt im Volk gärt. Nur Oskar Lafontaine wundert sich (außer mir), dass es bei uns noch keinen Aufstand gegeben hat:
https://autorenseite.wordpress.com/2018/04/21/unsere-armen-rentner-und-die-schaebige-regierung/
Auch ich habe hier schon oft gefordert: „Deutschland erwache!“ und die Gründung einer radikal-sozialen Partei gefordert:
https://autorenseite.wordpress.com/2017/04/03/rpd-radikal-soziale-partei-deutschlands/
Vielleicht kommt ja letztlich bei Wagenknechts „Aufstehen“ so etwas Ähnliches heraus, wenn Kühnert und andere GroKo-Gegner in der SPD mitmachen.

„Diskursives Wachkoma“ – Reden Sie deutsch, Herr Maas!


Meinen Sie wirklich, Herr Maas, dass Sie Ihre Wählerschaft erreichen, wenn Sie ein
„Ende des des diskursiven Wachkomas“ fordern? Fragen Sie doch mal Ihre Alt-Genossen, was das sein soll.
Im übrigen befinden sich diejenigen, die bei Demonstrationen nicht mit marschieren, nicht im Wachkoma, sondern sehr viele von ihnen finden es richtig, dass gegen die Flüchtlingspolitik protestiert wird. Diese Leute wollen nur nicht mit PEGIDA oder der AfD demonstrieren, aber sich auch keinesfalls dagegen stellen.
Ihre Aufgabe als Außenminister wäre es, im Ausland klar zu machen, dass es bei den Demonstrationen zwar bei manchen Lautstarken um Ausländerfeindlichkeit, Rechtsextremismus und Rassismus geht, dass aber die Masse in erster Linie gegen die Flüchtlingspolitik aufsteht. Es ist ausgesprochen übel, wenn Sie alles in einen Topf werfen. Vielleicht ist dies ja dem Wahlkampf zuzuschreiben, weil Sie Angst haben müssen, von der AfD überholt zu werden. Da haben Sie schon mildernde Umstände.

Dresden: Viel Lärm um (fast) nichts

 

Das Volk ist wie ein Hund, dem man einen Knochen hinwirft. An dem beißt er sich fest und merkt nicht, was sonst noch um ihn herum geschieht.
H. Pöll, Aphoristiker und Buchautor

Pegida hat in Dresden demonstriert. Als ein ZDF-Team die Demonstration gefilmt hat, hat ein Mann dagegen protestiert. Diesen Protest hat das Filmteam aufgenommen. Und die Polizei hat sich des Vorfalls angenommen. Dieser schlichte Vorfall wird nun zu einem Drama hochstilisiert, als wenn die Demokratie in Gefahr wäre. Sogar die Kanzlerin hat sich aus Tiflis eingeschaltet und die gar nicht zuständige Bundesjustizministerin hat Aufklärung gefordert und zwar eine lückenlose. Die Sachsen sind offenbar in den Augen der beiden Damen nicht in der Lage, den Fall vernünftig zu bearbeiten – daher ihre Mahnungen.
Schrauben wir den Vorfall mal auf ein vernünftiges Maß herunter, dann standen die nicht beneidenswerten jungen Beamten vor der Frage, was zu tun war. Zunächst einmal hatten sie aufzuklären, was überhaupt geschehen war. Und dann standen sie vor der schwierigen Rechtsfrage, ob ein Demonstrant nicht nur als Demonstrationsteilnehmer, sondern auch als Einzelperson aufgenommen werden durfte – ganz offensichtlich zum Zwecke der Verbreitung durch eine Fernsehsendung. Ob solche Aufnahmen zulässig sind, hängt von den Umständen ab, die zunächst zu ermitteln waren und dann einer durchaus schwierigen rechtlichen Würdigung zuzuführen waren. So etwas dauert natürlich eine gewisse Zeit.
Auch wenn nun bei der polizeilichen Arbeit Fehler unterlaufen sein sollten, ist es doch völlig unangebracht, deswegen die Pressefreiheit oder gar die Demokratie gefährdet zu sehen. Das Theater, das um den Vorfall veranstaltet wird, dient offensichtlich zum einen dem Wahlkampf nach dem Motto: „Seht her, wir kümmern uns um alles.“ Zum anderen soll mit dem Aufbauschen der Angelegenheit davon abgelenkt werden, dass es wichtigere Probleme gab, die zu lösen gewesen waren: Was geschieht mit den Flüchtlingen, die im Hafen von Catania festgehalten werden? Wäre es nicht Aufgabe der EU, sich dieser armen Menschen anzunehmen? Und hätte nicht die Kanzlerin längst in der EU auf eine Lösung dringen sollen, anstatt sich in Sachsen einzumischen? Aber das traut sie sich nicht, weil sie zu viele Fehler in ihrer Flüchtlingspolitik gemacht hat und sie daher lieber nichts über die bedauernswerten Menschen an Bord eines Schiffs der Küstenwache sagt. Sie hat ja gesehen, welchen Ärger es dem Bürgermeister von Bielefeld eingebracht hat, als es sich dieser Menschen annehmen wollte.

Wie die Politiker den Hass schüren

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Gabriel war es, der PEGIDA als „Pack“ bezeichnete. Aber auch ganz allgemein sprechen die Politiker von Fremdenfeindlichkeit, Rechtspopulismus oder Hass gegen den Islam, wenn Bürger sich gegen den Zuzug von Moslems wehren.
Dabei ist es völlig falsch, alle Gegner der gegenwärtigen Asylpolitik in einen Topf zu werfen:

Da gibt es natürlich Neonazis und andere, die einen Hass gegen Moslems haben und die teilweise sogar gewalttätig werden.
Aber es gibt auch andere, die einfach fragen, wieso wir Leute ins Land lassen sollen, unter denen sich Terroristen befinden. Dies ist beispielsweise die Einstellung der Ostländer der EU. Man kann diese Leute doch nicht alle verunglimpfen oder lächerlich machen mit dem Argument, sie seien übertrieben ängstlich. Solchen Leuten hält man so unsinnige Berugigungsformeln vor wie diese:„Man wird eher von einem Krokodil gebissen, als dass man Opfer eines Terrorakts wird.“
Außerdem gibt es Bürger, die fürchten, dass Deutschland überfremdet wird, wenn zu viele Flüchtlinge zu uns kommen. Sie sehen, dass sich immer mehr No-go-Areas bilden, die hauptsächlich von Migranten besiedelt sind. Und erste Eltern klagen jetzt schon darüber, dass ihr deutsches Kind in der Schulklasse zu einer Minderheit gehört, die darunter leidet, dass der Rest der Klasse wegen seiner mangelnden Deutschkenntnisse das Vorankommen der Klasse bremst.
Manche rechnen sogar aus, wann die Migranten mit ihrer zahlreicheren Nachkommenschaft die Mehrheit in Deutschland bilden werden.
Schließlich muss man auch die Armen in Deutschland, die sowieso schon immer mehr werden, verstehen: Sie wollen sich von den Politikern nicht vormachen lassen, dass nicht sie hauptsächlich die Leidtragenden des Flüchtlingszustroms sind, denn sie sehen: Die Wohnungen werden noch teurer und der Kampf um Arbeitsplätze wird härter.
Wenn nun all diese Menschen, die aus den verschiedensten Gründen die Aufnahme weiterer Flüchtlinge ablehnen, von den Politikern völlig undifferenziert beschimpft werden, dann halten sie trotz ihrer unterschiedlichen Haltung zusammen: Sie laufen bei PEGIDA mit oder wählen Rechtspopulisten. Und wenn sie weiter so beschimpft werden, vergrößert sich der Hass.

Verlogene Asylpolitik

Merkel

Kann mir jemand das erklären:
Wir reden dauernd von einer Willkommenskultur und klopfen uns immer wieder selbst auf die Schultern, weil wir uns einbilden, so ziemlich die letzten Gutmenschen in Europa zu sein.
Aber ist das wirklich so? Ich sehe das anders: In Afrika gibt es Exklaven, die zu Europa gehören. Manchmal sehen wir Bilder davon: Eine von ihnen ist Ceuta. Sie ist von hohen unüberwindlichen Zäunen umgeben, also solchen, die wir dem ungarischen Regierungschef als unmenschlich vorgeworfen haben.
Wenn wir nun aber das Asylrecht ernst nehmen würden, müssten wir in Ceuta jeden hereinlassen, der dort „an die Tür klopft“ und um Asyl nachsucht. Wäre das so, bräuchte kein Flüchtling die gefährliche Fahrt über das Mittelmeer anzutreten.
Kann mir jemand erklären, warum Ceuta den Flüchtlingen verschlossen bleibt und wie das mit dem Asylrecht vereinbar ist?
Wahrscheinlich wird die Regierung sagen, dafür seien die Spanier verantwortlich und dazu wolle sie nichts sagen.
Ich aber meine, man sollte endlich mit der Verlogenheit der Asylpolitik aufhören und neue klare Richtlinien erarbeiten. Es steht ja wohl fest, dass wir nicht halb Afrika bei uns aufnehmen können. Die Obergrenze, von der Seehofer schon immer gesprochen hat, haben sowohl Gauck als auch der Dalai Lama aufgegriffen und gefunden, dass es Grenzen für unsere Aufnahmekapazität gibt. Wann hat endlich die europäische Politik den Mut, das einmal zu diskutieren und dann Regeln dafür aufzustellen. Hätte man das schon frühzeitig getan, gäbe es keine starke PEGIDA und auch die AfD hätte nicht den großen Zulauf. Auch jenseits der Grenze wären die Rechtspopulisten wesentlich schwächer. So aber nehmen diejenigen zu, die in der EU keine Zukunft mehr sehen: Dass die Briten die EU verlassen wollen, ist, wenn man die Interviews im Fernsehen verfolgt, hauptsächlich eine Folge der verfehlten Asylpolitik der EU. Und in Österreich sind laut einer Studie sind nur noch 51 Prozent der Meinung, dass ihr Land EU-Mitglied bleiben soll.
http://www.salzburg.com/nachrichten/oesterreich/politik/sn/artikel/oexit-umfrage-sieht-mehrheit-fuer-eu-mitgliedschaft-202824/
Der österreichische Außenminister hat die Lage richtig erfasst, indem er soeben sagte, die Flüchtlingspolitik sei der größte Fehler, den die EU gemacht habe. Dieser Meinung sind auch viele Deutsche und deshalb gibt es auch bei uns eine steigend Zahl von Bürgern, die Der EU skeptisch gegenüberstehen:
https://autorenseite.wordpress.com/2016/06/25/brexit-da-stimmt-doch-was-nicht/

Nee, Herr Gabriel, so nicht

Gabriel
Ich erklär’s Ihnen mal, um Ihre Begriffe von „Mob“, „Rassisten“ und „völkischem Denken“ ein wenig zurecht zu rücken. Ein bisschen differenzierter sollte man doch auch als Politiker denken und reden.
1. Es gibt in Deutschland Leute,
a) die Flüchtlinge aufnehmen wollen
b) und andere, die das ablehnen
c) oder jedenfalls nicht so viele ins Land lassen wollen. Auch die letzteren beiden darf man nicht in einen Topf werfen.
2. Die Gegner der bisherigen Flüchtlingspolitik gliedern sich auch wieder in die verschiedensten Gruppierungen:
a) Da sind zunächst einmal Leute wie Seehofer, die gegen einen unkontrollierten Zustrom sind und diesen als rechtswidrig ansehen.
b) Viele sind gegen Flüchtlinge, weil sie dadurch eine Beeinträchtigung der Sicherheit befürchten. Diese Leute sind zwar nicht generell islamophob, wollen aber nicht, dass wir uns durch Salafisten, Islamisten, IS-Schläfer und dergleichen gefährden. Außerdem wollen sie nicht, dass wir uns Konflikte zwischen Sunniten und Schiiten oder zwischen Arabern und Juden aufladen und ähnliche Unruheherde zulassen.
c) Das, was Sie, Herr Gabriel, als völkisch oder rassistisch sehen, ist das intuitive Erfassen einer Erkenntnis, die der bekannte Philosoph Safranski so ausdrückt:
„Um in einer freiheitlichen Gesellschaft zu ­leben, bedarf es einer dazu passenden ­Mischung aus Gewohnheit und Erziehung. Viele muslimische Zuwanderer bringen das nicht mit.“ Dem Mann kann man wohl kaum Rassismus oder völkisches Denken im Sinne des Nationalsozialismus vorwerfen. Es ist auch kein „völkisches Denken“, wenn Menschen fürchten, dass eine Masse an Flüchtlingen zu einer Macht im Staate wird, bei der man nicht weiß, wie diese sich vielleicht auswirken wird. Da gibt es beispielsweise auf einmal die türkisch geprägten „Osmanen Germania“: Sie wollen „das ganze Land übernehmen“. So etwas wird von unseren naiven Politikern nicht genügend ernst genommen, und der Geheimdienst hat bei Mundlos & Co. Gezeigt, was von ihm zu erwarten ist. Lesen Sie bitte hierzu auch im Zitat zum Tag weiter unten, wie einfach ein Staat aus den Angeln zu heben ist.
d) Es gibt genügend Menschen, die finden, dass die vielen jungen Männer, die aus den Krisenregionen zu uns strömen, besser ihr Land verteidigen oder aufbauen sollten, anstatt dies beispielsweise unseren Soldaten in Afghanistan zu überlassen.
e) Viele Bürger sind für eine Obergrenze und auch Sie werden eines Tages erkennen, dass das Boot irgendwann voll ist.
f) Und es gibt natürlich auch echte Rassisten. Doch glaube ich, dass das nur wenige sind.
Also, Herr Gabriel, so einfach, wie sie die Sache sehen, ist sie nicht. Denken Sie mal darüber nach, warum im Ausland immer öfter zu hören ist: „Die Deutschen müssen verrückt sein!“ Ich glaube ja nicht, dass Sie verrückt sind, sondern dass Ihre populistischen Äußerungen nur aus der Angst vor PEGIDA und der AfD zu verstehen sind.

Brandstifter Gabriel und Co

Wir lesen und sehen dauernd in den Medien, was für Entgleisungen es bei PEGIDA & Co. gibt. Den läppischen Galgen mit den Zetteln haben wir schon bis zum Erbrechen vorgeführt bekommen. Was mich aber wundert, ist, dass die Medien nicht in gleicher Weise den Entgleisungen der Politiker entgegentreten: Wenn de Maizière bei PEGIDA von Rattenfängern spricht, dann sind doch für ihn diejenigen, die da mitgehen, Ratten. Und für Gabriel sind diese Menschen Mob oder Pack und im Kopf krank. Was ist das für eine unflätige Redeweise. Warum hören wir keine sachlichen Argumente? Es wäre an der Zeit, dass die Politiker uns ganz klar sagen, wir wir den Zustrom von täglich 10.000 Flüchtlingen bewältigen wollen.
Zur Beruhigung wird dem Volk mitgeteilt, dass diejenigen, die kein Asyl bekommen, mit Bundeswehrmaschinen abtransportiert werden. Aber was kommt dabei heraus? Heuer sind im ganzen Jahr nur insgesamt etwa so viele Menschen abgeschoben worden, wie an einem einzigen Tag zugewandert sind. Das, was uns also hier zur Zeit ganz groß von den Politikern über die Mainstream-Medien eine gute Lösung des Problems verkauft wird, ist also in Wirklichkeit keine schon allein deshalb, weil aus Rechtsgründen höchstens insgesamt so viele Menschen abgeschoben werden dürfen, wie an 5 Tagen zuwandern.
Warum eskaliert bei uns der Streit über die Asylanten so heftig und artet in Gewalt aus? Zum einen, weil die Politiker diejenigen, die gegen einen weiteren Zuzug von Flüchtlingen sind, ausgrenzen, und zum anderen deshalb, weil sie keine Lösungen des Problems anbieten außer dem Spruch „Wir schaffen das!“, ohne dabei das „wie“ hinzu zu fügen.
Warum ist in Österreich alles anders?
Manchmal liegt man völlig schief mit dem was man denkt. Bisher glaubte ich, die Österreicher hätten deshalb nur wenige Übergriffe auf Flüchtlinge, weil sie die alle nach Deutschland durchwinken. Aber in den „Salzburger Nachrichten“ las ich eine andere plausible Erklärung: Es liegt an der FPÖ. Sie ist ein Sammelbecken für alle Rechtsextremen, das es so in Deutschland nicht gibt: Die NPD wird mit den Nazis in Verbindung gebracht und die AfD steht nach dem Austritt ihrer prominenten Mitglieder auch nicht gerade als ansprechend da. So bleibt denjenigen, die gegen den Zuzug weiterer Flüchtlinge sind, nur als Alternative, bei PEGIDA mit zu marschieren bis jemand in Deutschland eine neue Partei gründet wie die FPÖ oder den Front National in Frankreich. Eine solche Partei wäre dann ein Sammelbecken für PEGIDA und Co. So könnten sich die Leute dem Votum der Wähler stellen und dann je nach ihrem Gewicht im Parlament mitwirken, anstatt auf der Straße zu revoltieren. Auch wenn man gegen solche Parteien ist: Es sollte sie geben, wie das Beispiel Österreich zeigt.

Mainstream und PEGIDA

Was uns fehlt ist eine klare Unterscheidung zwischen Fremdenhassern, Rassisten, Neonazis, Rechtsextremen und Rechtspopulisten. Das ist schlimm. Was aber noch schlimmer ist: Wer aus guten Gründen gegen die Einwanderung weiterer Flüchtlingsmassen ist, wird einfach einer dieser Gruppen zugeordnet, und damit braucht man sich mit seinen Ansichten gar nicht mehr auseinander zu setzen. Er ist bereits abgestempelt als übles Subjekt.
So wird der Bürger in die gewünschte Richtung gedrängt.
http://info.kopp-verlag.de/hintergruende/deutschland/heinz-wilhelm-bertram/medien-blogger-wissenschaftler-konservative-buerger-stehen-unter-ideologischer-dauerzermuerbung.html
Jüngstes Beispiel ist ein Galgen, den ein(e) Demonstrant(in) bei einer PEGIDA-Demonstratiom mitführte. Daran hingen 2 Zettel, auf denen stand, dass der für „Mutti“ und Gabriel reserviert sei. Dass dies geschmacklos ist, steht außer Frage.
Typisch ist die Reaktion der Mainstream-Medien. Was für ein Wirbel wurde da veranstaltet: Im Fernsehen gab es keine Nachrichten ohne Bilder von dem Galgen, und kaum ein Magazin oder Kommentator ließen das Thema aus. Bis ins kleinste Käseblatt war alles voll von Empörung.
Was mir an dem Ganzen missfällt, ist zweierlei:
Zunächst einmal hatte ein paar Tage zuvor eine Demonstration von TTIP-Gegnern stattgefunden, wo man eine Guillotine mitführte. Davon wurde keinerlei Aufhebens gemacht. Warum gibt es hier zweierlei Maß? Ganz einfach, weil PEGIDA in die „Pfui-Ecke“ gestellt werden muss, während man das aber nicht mit dem überwiegenden Teil der Bürger machen kann, die ja gegen TTIP sind. Das Traurige an der Sache ist nur, dass die Mainstream-Medien hier unisono mitmachen.
Und das zweite, was mich an der Berichterstattung über die PEGIDA-Demonstration stört, ist, dass ich mich zu wenig informiert fühle: War der Galgen eine Aktion eines einzelnen oder war er geplanter Teil der Gesamtveranstaltung? Die Unterscheidung ist wichtig, denn man kann den Veranstaltern nicht alles zurechnen, was einer von Tausenden tut.
Als völlig übertrieben erscheint auch die Reaktion der Staatsanwaltschaft: In dem lächerlichen Galgen eine Anstiftung zu einer Straftat (also offenbar Mord) zu sehen, ist für mich nicht nachvollziehbar. Und die Staatsanwaltschaft sollte gefragt werden, ob sie bei der Guillotine den gleichen Maßstab angelegt hat.
Siehe dazu auch diese Karikatur: http://web.de/magazine/unterhaltung/comic/karikaturen-18584042
Besuchen Sie mich bitte auch auf meiner „anderen Seite“ – heute mit dem Thema: „Mit Aufschwung in den Abschwung“.
http://die-andere-seite.blog.de/2015/10/14/aufschwung-abschwung-20760149/

Wir engstirnigen Gutmenschen

Unsere Gesellschaft ist zweigeteilt: Auf der einen Seite stehen die Gutmenschen, die alle Flüchtlinge aufnehmen wollen.
Auf der anderen Seite sind diejenigen, die gegen die Aufnahme von Ausländern sind. Sie werden häufig als Neo-Nazis, Rechtspopulisten oder „brauner Mob“ beschimpft.
Die Spaltung der Gesellschaft beruht darauf, dass die Politiker nicht sagen, wie es weiter gehen soll. Die Österreicher sind da erfreulicherweise offener für eine Diskussion. Der Salzburger Landeshauptmann Haslauer sieht auch in seinem Land die Gesellschaft geteilt zwischen Hilfsbereitschaft und „aggressiver Ablehnung“. Man müsse die Frage „Wie viele noch?“ jetzt beantworten, fordert er.
http://www.salzburg.com/nachrichten/dossier/fluechtlinge/sn/artikel/fluechtlinge-haslauer-ruft-nach-einer-klaren-obergrenze-159654/
Auch wir hätten von vornherein eine solche Diskussion nötig gehabt. Dann hätte es wahrscheinlich PEGIDA nie gegeben, sondern man hätte von Anfang an darüber gesprochen, wie viele Ausländer wir aufnehmen wollen oder können. Ganz Afrika kann jedenfalls nicht zu uns kommen.
Die Gutmenschen zeichnen sich durch eine gewisse Scheinheiligkeit aus: Sie bremsen den Zustrom von Ausländern dadurch ab, dass sie diese auf lebensgefährliche Fluchtwege wie über das Mittelmeer verweisen. Wenn diese Politiker ihre behauptete Hilfsbereitschaft ernst nehmen würden, würden sie beispielsweise in Melilla keine hohen Zäune errichten, sondern Büros für die Anerkennung von Asylanten einrichten, um dann die anerkannten Flüchtlinge mit Schiffen nach Europa abzuholen. Wenn sie das aber nicht tun, liegen sie im Grunde genommen auf derselben Linie wie PEGIDA, allerdings in abgeschwächter Form.
Wir Deutschen sind so verklemmt, dass wir uns nicht trauen, über die Frage zu diskutieren, wann „das Boot voll“ ist. Schon jetzt hausen viele Asylanten bei uns unter menschenunwürdigen Verhältnissen. Wie soll das weiter gehen? Fordern die Gutmenschen vielleicht Wohnungsämter, wie es sie nach dem Krieg gab, um die Flüchtlinge in den Wohnungen der Bundesbürger unterzubringen?
Und noch eine Frage wird überhaupt nicht aufgeworfen: Wie steht es um unsere Sicherheit? Wie viele IS-Kämpfer kommen als Schläfer mit den Asylsuchenden zu uns? Und wenn die Zahl der Flüchtlinge weiter so zunimmt: Könnte es nicht sein, dass diese Leute sich zusammenrotten, um die wohlhabenden Deutschen auszuplündern? Vielleicht kommt einmal eine Zeit, in der wir neidvoll nach Australien blicken, wo ein harter Kurs gegen Flüchtlinge verfolgt wurde. Man kann sagen, das sei herzlos, aber so lebt man auf jeden Fall sicher. Und wo liegt bei uns die Grenze zwischen Hilfsbereitschaft und Sicherheitsbedürfnis?