Schlagwort-Archive: Partei

Zitat zum Tag

Hier kommt wie jeden Tag ein Zitat. Mehr in dem Buch „Mit spitzer Feder“. In diesem Buch finden Sie ungewöhnliche Aphorismen. Es wäre nett, wenn Sie daraus einmal etwas zitieren würden.

Was plagst du dich mit Studium und Examen, um ein höherer Beamter zu werden, wenn du mit dem richtigen Parteibuch auch ohne solche Anstrengungen Minister werden kannst?
H. Pöll

Schauen Sie mal hier!

Die letzten Stimmen der Vernunft? Weidel und Wagenknecht

Wer hätte das gedacht, dass ausgerechnet zwei so gegensätzliche Frauen die letzten Stimmen der Vernunft im deutschen Bundestag sind? Damit Sie wissen, wie Sie dran sind und was auf Sie zu kommt, hören Sie sich doch mal die beiden kurz an. Das wird Ihnen die Augen öffnen bzw. den Sand aus denselben entfernen, den man Ihnen dauernd hinein streut:
Weidel
Wagenknecht
Was Frau Wagenknecht betrifft, hat die Frau allein mehr Gewicht als ihre ganze Partei. Kein Wunder, dass sich da Eifersüchteleien regen und manche den Ausschluss von Frau Wagenknecht aus der Partei fordern. Diese ist ein total zerstrittener Haufen: Zwei Abgeordnete sind gerade ausgetreten. Wann endlich merkt Frau Wagenknecht, dass sie in der Linken keine Zukunft hat und dass sie auch den Karren nicht aus dem Dreck ziehen kann?
Sie könnte sich verdient machen, indem sie eine neue starke linke Partei gründet, in der sich alle sozial denkenden(!) Kräfte sammeln und an der nicht der Ruch von DDR und SED klebt, den man ihr immer noch vorwirft, um die Wähler abzuschrecken.
Deutschland krankt daran, dass es keine starke linke Partei gibt. Nur so konnte es zum Merkelismus kommen, mit dem ich mich hier öfter beschäftigt habe.

Seit vielen Jahren habe ich daher gefordert, dass sich in Deutschland eine RPD bildet:
https://autorenseite.wordpress.com/2017/04/03/rpd-radikal-soziale-partei-deutschlands/
Die Missstände bei uns dämmern langsam auch dem Volk. Es kann doch nicht so weiter gehen wie im Merkelismus, nämlich das die Reichen immer reicher werden und die Armen immer ärmer. Inzwischen ist es so weit gekommen, dass auch schon der Mittelstand Angst vor dem Absturz hat und die Armen nicht mehr wissen, wie sie ihr Essen bezahlen sollen.

Macron hat die Zeichen der Zeit verstanden: Er will seine Partei umbenennen und umstrukturieren. Das müssen auch die linken Kräfte tun:
https://www.traunsteiner-tagblatt.de/nachrichten_artikel,-macrons-partei-wird-umgetauft-und-neu-strukturiert-_arid,732980.html
Wie wäre es denn mit einer deutschen RPD, die vielleicht besser auch wie in Frankreich Renaissance-Partei hieße, um damit an die Zeiten anzuknüpfen, in denen man in Deutschland sorgenfrei von seinem Einkommen leben konnte?

Zur Zeit werden die Zustände in unserem Land mit 3 Rettungspaketen, an deren Finanzierung noch unsere Enkel zu tragen haben, übertüncht. Aber weil die Pakete nicht reichen, wird nun der Ruf nach einem Rettungsschirm laut: Die Lage wird also ernster. Die gemeindlichen Versorgungsbetriebe geraten durch die hohen Energiepreise in eine Notlage. Eine Notlage gibt es auch bei den Brauereien, die unter dem CO2-Mangel leiden. Um nur zwei Beispiele für den Zustand der Unternehmen heraus zu greifen. Wie soll das alles nur weiter gehen, bis endlich mal jemand in der Regierung sich traut zu sagen: „Die Sanktionen waren ein Fehlschlag. Sie haben nichts gebracht. Heben wir sie auf!“ Vorläufig heißt es ja immer noch, man müsse warten, bis sie wirken. Aber ein Blick nach Kuba und Indien zeigt: Da können wir lange warten, ohne dass dabei etwas heraus kommt.

Zwei Polterer am frühen Morgen

Mein „Senf dazu“:

Gerade überfliege ich die Schlagzeilen von heute. Da „poltert“ Lawrow gegen den Westen. Und noch ein zweiter Polterer ist in den Schlagzeilen unterwegs und er übertrifft sogar noch Lawrow „lautstark”: Söder. Sein Stil, der sich am Vorbild Strauß orientiert, kommt nicht mehr so recht an, nicht einmal mehr in der eigenen Partei:
https://autorenseite.wordpress.com/2022/01/03/soeder-wie-immer-auf-krawall-gebuerstet/
https://autorenseite.wordpress.com/2022/02/21/wie-stark-ist-soeder/
Will Söder wirklich Lawrow Konkurrenz machen oder ihn sogar übertreffen?

Neue Spaltung: Jung gegen Alt?

Auf einmal hört man bei uns in der Politik immer öfter die Forderung, die Alten sollten abtreten und den Jüngeren Platz machen. Richtig daran ist, dass wir sicherlich etliche Alte in der Politik haben, die sich nicht mit Ruhm bekleckert haben. Wenn AKK und Altmaier gehen, ist das wohl nicht gerade ein Verlust. Und andere hätten auch längst ihren Hut nehmen sollen.
Aber wir hatten gerade in guten Zeiten unserer Republik hervorragende Alte an ihrer Spitze, beispielsweise Adenauer oder Schmidt, um nur zwei zu nennen. Und wenn es viele Institutionen gibt, die Senate (zu deutsch: Ältestenräte) aufweisen, so zeigt dies, dass gerade Menschen mit viel Lebenserfahrung in leitenden Posten gefragt sind. Ihr Rat ist wertvoll.
Andererseits bringen junge Kräfte oft mit neuen Ideen und anderen Perspektiven wieder neuen Schwung in die Politik. Leute wie Daniel Günther zeigen, wie so etwas gut funktioniert. Als Gegenbeispiel sei Amthor genannt.
Wir sollten also keine Fronten zwischen Alt und Jung bilden, sondern zwischen Verkrusteten und Ideenreichen, also zwischen guten Leuten und solchen, die von Parteien einfach nur auf Grund ihrer langen Zugehörigkeit nach oben gebracht werden.
Deshalb ist es unsinnig, wenn der Vorsitzende der JU Bayern fordert, der alte Schäuble solle auch sein Bundestagsmandat aufgeben, um Jüngeren Platz zu machen. Damit ruft er in unserer ohnehin gespaltenen Gesellschaft zu einer neuen Frontstellung auf, nämlich Jung gegen Alt. Wer so schlicht denkt,  sollte wohl eher selber zurück treten als Schäuble. Schäuble war oft der Mahner gerade dort, wo etwas schief lief, beispielsweise beim Wahlgesetz. Solche Leute braucht die CDU gerade jetzt in unruhigen Zeiten als Kompass.

 

Schlappe Parteijugend

Oh Wunder! Auf einmal hört man etwas von der Jungen Union. Von ihrem schon etwas ältlich wirkenden Chef hört man auf einmal starke Worte: „In der CDU darf kein Stein auf dem anderen bleiben.“
Um im Bild zu bleiben: Wo war denn die Junge Union, als das Haus der CDU begann, baufällig zu werden? Sollte nicht gerade die Jugend einer Partei gleichsam die Hefe sein, die ein Teig zum Gelingen braucht? Aber die Jugend Deutschlands macht nicht in den Parteien von sich reden, sondern außerhalb in den Fridays for Future.
Bei der Jungen Union hat man eher den Eindruck, als wären dort junge Leute eingetreten, die darauf warten, eines Tages mal an ein Amt zu gelangen: ein schlapper Haufen. Wenn diese Leute jetzt auf einmal mit starken Worten tönen, so tun sie das deshalb, weil Laschet zum Abschuss frei gegeben ist und weil man nun auf sich aufmerksam machen muss, wenn es um die Neubesetzung von Posten geht.

Wenn die jungen Leute in der Jungen Union nicht schon vorzeitig vergreist wären, wären sie eine kämpferische Truppe wie Fridays for Future, aber eben im Sinne der Partei.
Ich stelle mir eine Parteijugend so vor:
Sie durchforscht das Internet nach Seiten, die sich mit ihrer Partei beschäftigen. Und wenn sie dort Negatives findet, sollte sie dem entweder entschlossen entgegen treten oder sie sollte es als Anregung für die „Alten“ aufgreifen. Das Thema „Merkelismus“ hätte genug Gelegenheit gegeben, sich einmal grundlegend damit zu befassen. Herr Kuban: Schon damals hätten Sie dieses Haus mit dem Namen „Merkelismus“ einreißen müssen.

Zitat zur Wahl

Das muss man gelesen haben.

Hier kommt wie jeden Tag ein Zitat. Mehr in dem Buch „Mit spitzer Feder“. In diesem Buch finden Sie ungewöhnliche Aphorismen. Es wäre nett, wenn Sie daraus einmal etwas zitieren würden.

Das beste Parteiprogramm nützt nichts, wenn der Kanzlerkandidat nicht sympathisch ist.

Mehr über den Autor auf der Homepage oder in er Sonderseite für Frauen–Nichtversteher: https://autorenseite.wordpress.com/frauen/

„Irre Diskussion“ über die CDU-Kanzlerkandidatin

Die CDU sollte sich auf ein altes Sprichwort besinnen: „Man soll das Fell de Bären nicht verteilen, bevor er erlegt ist.“ Merz hat daher recht, wenn er von einer irren Diskussion spricht, die gerade bei der CDU über die Kanzlerkandidatur geführt wird. Sie überwuchert die Sachthemen, bei denen dringender Handlungsbedarf besteht. Im übrigen wird sich die CDU damit abfinden müssen, dass es ohnehin einen grünen Kanzler geben dürfte. Die CDU sollte sich ein Beispiel an den Grünen nehmen, für die solche Fragen derzeit kein Thema sind.
Die CDU wäre im übrigen gut beraten, wenn sie bei der K-Frage – wie wohl die SPD beim Parteivorsitz – eine Urwahl durchführen würde. Die Parteibasis hat nämlich mehr Gespür dafür, wer beim Volk eher ankommt. Außerdem würde ein bisschen mehr Demokratie nicht schaden.

SPD: Denkt mal drüber nach!


Wenn man nun die „Medienexperten“ im Fernsehen hört, wie sie der SPD Ratschläge geben, da kann ich nur an meine gute alte Mutter denken. Die hätte gesagt: „Olle Kamellen“.
Die Parteien haben sicher auch solche Ratgeber, die zwar viel Geld kosten – aber was ist dabei heraus gekommen? Der Absturz der SPD ist weiter fort geschritten.
Also liebe Sozis: Da hätte ich einen guten Rat für euch, der nichts kostet, weil ich finde, dass wir mehr denn je eine starke Linke brauchen:
https://autorenseite.wordpress.com/2017/04/03/rpd-radikal-soziale-partei-deutschlands/

Wenn ihr ehrlich seid, müsst ihr feststellen: Ihr habt den Karren an die Wand gefahren. Und was macht man in so einer Situation? Schaut euch mal um: Da könnt ihr von der Wirtschaft etwas lernen. Was tun Unternehmen, die in eurer Lage sind? Sie pfeifen auf den einst erworbenen Goodwill ihrer Firma, den sie zerstört haben und der nichts mehr wert ist. Sie werfen den alten Ballast ab und fangen unter einem Namen völlig neu an:
So wurde beispielsweise aus der Hamburg-Mannheimer Versicherung die Ergo-Versicherung und aus der Citibank wurde die Targo-Bank. Diese und andere Firmen hatten mit Skandalen ihren Ruf so ruiniert, dass sie sich mit Millionenaufwand ein neues Image zulegen mussten. Nur wenige Menschen sehen wohl noch wie ich bei der Reklame der Targobank vor ihrem inneren Auge die protestierenden Menschen vor der Citibank.
Freilich werden sich viele von den alten Genossen dagegen wehren, der ältesten Partei Deutschlands einen solchen harten Schnitt zu verpassen. Vielleicht ginge es mit einem Kompromiss: Es gründet sich mit den fortschrittlichen Kräften eine neue SPD (NSPD), die schonungslos mit der alten SPD abrechnet, weil diese die Interessen ihrer Klientel schmählich verraten hat. Oder man gründet mit Kräften aus der Linken eine RPD (s. Link oben). Frau Wagenknecht hat so etwas Ähnliches ja mal mit der Bewegung „Aufstehen“ versucht.
Liebe Sozis: Nehmt euch die AfD als Beispiel: Die hat erkannt, das rechts neben den Parteien viel Platz ist, und sie hat sich dort etabliert. Links ist noch mehr Platz. Da muss man hinein stoßen, aber nicht mit einem alten Karren, den man an die Wand gefahren hat.

Krankheit von Politikern: das Guttenberg-Syndrom

Unsere Demokratie ist krank, wenn wir die Staatsform, in der wir leben, überhaupt noch als Demokratie bezeichnen wollen.
Was aber das Schlimmste an unserer Republik ist, sind die Leute, denen die Führung des Staates anvertraut ist. Wenn man sie so anschaut, kann man nur sagen: „Von Tuten und Blasen keine Ahnung.“ Es kann einfach nicht angehen, dass junge Leute, die sich nicht von unten nach oben gedient und nicht genügend Erfahrungen gesammelt haben, ein Ministerium leiten. Kein Wunder, dass sie von Kabarettisten mit Ausdrücken wie „Spontitruppe“ verhöhnt werden.
Guttenberg ist vielleicht deshalb das beste Beispiel für das mangelnde Können dieser Leute, nicht etwa deshalb, weil er sich durch besondere Unfähigkeit „ausgezeichnet“ hätte, nein, seine Fähigkeiten hielten sich auf dem Level des Kabinetts. Nachdem er zurücktreten musste, wurde erst offenbar, was er hinterlassen hat: „Unhaltbare Zustände!“ Diese Diagnose stammt nicht von der Opposition, sondern von seinem Nachfolger aus derselben Fraktion.
Erinnern wir uns: Was wurde dieser Mann gelobt! Und wie schäbig wurde das Verhalten der Opposition hingestellt, die diesen „tüchtigen“ Mann feige durch Heckenschützen habe abschießen lassen. Die Kanzlerin wollte ja trotz allem noch wegen seiner angeblichen Tüchtigkeit an ihm festhalten, denn sie habe ja keinen Wissenschaftler, sondern einen ausgezeichneten Verteidigungsminister engagiert.
Nun kommt also auf, was der Mann wirklich gewesen ist: Ein Blender, nicht nur bei seiner Doktorarbeit, sondern auch im Beruf.
Dass wir mehr solche Blender haben, zeigte sich am Fall Koch-Mehrin. Sie ist das weibliche Gegenstück zu Guttenberg. Wie kann es jemand, der durch dauernde Fehlzeiten im Parlament aufgefallen ist, bis zur Vizepräsidentin bringen?
Es ist dasselbe wie bei Guttenberg: In unserer herunter gekommen Medienrepublik kommt es weniger auf das Können der Leute an als auf die Art, wie sie sich in den Medien präsentieren können. Und da macht es sich gut, wenn man als „sexiest Woman“ im Parlament gilt, auch wenn die erotische Ausstrahlung weit hinter der von der alten Sophia Loren zurückbleibt.
Kehren wir zum Phänomen Guttenberg zurück: Wenn man ganz oben steht, wie er seinerzeit als Minister, hat keiner aus seinem Umfeld den Mut, den Mund aufzumachen. So fällt gar nicht auf, dass er nur ein Blender ist. Und so wird er gefeiert als der Mann, der die Verkleinerung der Bundeswehr erfunden und auch nachhaltig begonnen hat hat. Dass beides nicht stimmt, sah man erst später, als die eigenen Parteifreunde von ihm abrücken. Wir hatten es hier ja schonlange  vorher festgestellt.

SPD: Endlich aufwachen, Genossen!

 

„Du entdeckst, dass es auch von ganz unten noch bergab gehen kann.“
    H. Pöll, Aphoristiker und Buchautor
Mehr über den Autor auf der Homepage oder in der Leseecke.

An das obige Zitat aus meinen Altersweisheiten fühle ich mich erinnert, wenn ich heute Morgen in den Nachrichten höre, dass die SPD in den Umfragewerten noch weiter abgesackt ist: auf sage und schreibe magere 14 %! Ihr seid auf dem Weg von der Volkspartei zur Splittergruppe, Genossen! Wann endlich wacht Ihr auf? Ihr habt eine gesellschaftliche Verpflichtung. Wenn Ihr ausfallt, besteht die Gefahr, dass in die Lücke extreme Parteien vorstoßen.
Warum tut Ihr nicht Eure Pflicht und endlich das, was ich Euch hier schon öfter vorgeschlagen habe? Nehmt endlich zur Kenntnis, dass man mit einem Auto, das man an die Wand gefahren hat, nicht einfach so weiter fahren kann:
https://autorenseite.wordpress.com/2018/10/01/wie-die-spd-ueberleben-kann/

Wer die Agenda 2010 zu verantworten hat, wer bei der sich entwickenlnden Wohnungsmisere zu lange zugesehen hat…, hat sich so weit von seiner Klientel entfernt, dass er von ihr nichts mehr erwarten kann. Habt Ihr eigentlich mitgekriegt, dass es in den letzten 10 Jahren Eurer Regierungsmitverantwortung etwas gegeben hat, was der Gipfel des Unsozialen ist: Die Zahl derer, die von ihrem Einkommen nicht leben können hat sich verdoppelt. Es ist ein Verstoß gegen die Menschenwürde, wenn Ihr diese Arbeitnehmer zu Bittstellern gemacht habt. So etwas hat es früher in unserem Lande nie gegeben.