Schlagwort-Archive: Papst

Katholische Kirche: Schlimmer als der Missbrauch

Die Missbrauchsfälle in der Katholischen Kirche sind schlimm genug. Aber es geht noch schlimmer. In Kanada wurden 1000 Gräber indigener Kinder entdeckt:
https://www.tagesschau.de/ausland/amerika/kanada-graeberfund-101.html
Es handelt sich dabei um Kinder, die der indigenen Bevölkerung weg genommen worden waren, um sie auf die westlich-christliche Kultur um zu erziehen. Welch schlimmes Schicksal diese Kinder hatten, lesen Sie in dem verlinkten Beitrag.
Dazu wäre endlich mal ein Wort des Papstes erforderlich.

Der unwürdige Eiertanz von Papst Benedikt XVI

Wir sind es gewohnt, dass Papst Benedikt auch ein dunkles Kapitel seines Lebens schön färben lässt:
https://autorenseite.wordpress.com/2020/02/16/sonntagsgedanken-papst-benedikt-xvi-schuldet-uns-einen-letzten-dienst/
Nun allerdings kommt es knüppeldick für ihn. Fest steht, dass er die Unwahrheit gesagt hat. Obwohl damit nicht sicher erwiesen ist dass dass er vorsätzlich gehandelt hat, wird er von einem Teil der Medien der Lüge bezichtigt, während andere Medien nur dezent berichten, er habe seine Aussage korrigieren müssen.
Übel ist nun allerdings, dass der Papst durch seinen Privatsekretär Gänswein verlautbaren lässt, es habe sich um ein „technisches Versehen“ gehandelt. Übel daran ist, dass der Papst sich nicht selbst äußert, sondern seinen Privatsekretär vor schickt. Damit hält er sich immer noch die Ausrede offen, er habe so etwas nicht selbst gesagt, sondern sein Sekretär sei schuld. Und übel ist auch, dass kein Wort der Entschuldigung von ihm zu hören ist, sondern von einem absurden „technischen Versehen“ die Rede ist.
Das will der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Georg Bätzing, so nicht mehr hinnehmen Er hat von dem emeritierten Papst Benedikt eine Entschuldigung für sein Verhalten im Missbrauchsskandal der katholischen Kirche gefordert. Der Papst müsse sagen: “ ‚Ich habe Schuld auf mich geladen, ich habe Fehler gemacht, ich bitte die Betroffenen um Verzeihung.‘ Anders geht das nicht“.
Was nun, Papst Benedikt? Wahrscheinlich wird der Rest Schweigen sein.

Laut wird es allerdings in der Heimatstadt des Papstes: Traunstein. Dort ist er Ehrenbürger und man hat ihm schon zu Lebzeiten ein Denkmal gesetzt. Auch ein Platz wurde nach ihm benannt und den Ehrenring hat er auch noch bekommen. Zu viel der Ehre?
Nun rumort es plötzlich in der Kreisstadt. Die  »Grüne Jugend Traunstein« versammelt sich heute vor dem Denkmal und fordert eine kritische Auseinandersetzung der Stadt mit ihrem Ehrenbürger und dem Träger ihres Traunsteiner Ehrenrings. Die Kommunen und der Landkreis Traunstein wollen eine Kommission einsetzen, die sich mit dem Thema aus historischer, juristischer und theologischer Sicht befassen wird. Man darf gespannt sein.

 

Keine Heiligsprechung für Papst Benedikt XVI

Ich bin kein Freund von Papst Benedikt:
https://autorenseite.wordpress.com/2020/02/16/sonntagsgedanken-papst-benedikt-xvi-schuldet-uns-einen-letzten-dienst/
Sein schön gefärbter Lebenslauf hätte ihm vielleicht ermöglicht, das zu erreichen, was vielen seiner Vorgänger zuteil wurde: die Heiligsprechung.
Nun allerdings wird er durch etwas belastet, was sich je nach Framing so anhört:
„Papst korrigiert Aussage“ bzw. „Falschaussage des Papstes“.
Die erste Überschrift klingt nach einer harmlosen Versehen, die zweite rückt den Papst in den Verdacht der Lüge. Man sieht: Je nach Formulierung sieht derselbe Sachverhalt entweder so oder völlig anders aus.
Mir tut der Mann leid, weil er am Ende seines Lebens in so eine Situation gekommen ist.

Sonntagsfrage: Wer hat dem Menschen die Hormone eingegeben: Gott oder Satan?

Verboten neu

https://autorenseite.wordpress.com/home/

Geht es Ihnen auch so? Wenn man sie Bibel liest, hat man auf einmal mehr Fragen als Antworten:
Zum Beispiel frage ich mich bei dem, was sich so alles rund um den Sex ereignet: Kann es wirklich sein, dass Gott den Menschen so geschaffen hat, wie er ist, oder hat Satan dieses Werk Gottes verdorben, indem er sein Teufelszeug, nämlich die Hormone, dazu gegeben hat?
Oder wie wäre es wohl, wenn Jesus anstatt, dass er vor 2000 Jahren auf einem Esel in Jerusalem eingeritten ist, heute mit einem Trabbi in Berlin erschienen wäre oder wenn er den Papst besucht hätte?
Auf all diese Fragen versucht das Buch „Verbotene Zone“ in unterhaltsamen Geschichten Antworten zu geben. Das Buch ist allerdings für Weihwasserfrösche nicht geeignet.

Die römisch-katholische Skandalkirche

Die Rede ist hier nicht von den unglaublichen Missbrauchsskandalen, sondern von einem finanziellen Skandal, der viel schlimmer ist als der von Wirecard. Bei Wirecard ist das Geld ja nur einfach verschwunden, aber bei der Kirche stellt sich auch die Frage des Betruges:
Die Kirche sammelt ja Jahr für Jahr den Peterspfennig unter dem Motto „Geld für die Armen“. Und was tut die Kirche mit dem Geld? Sie investiert in britische Immobilien.
Ich habe deshalb die provokante Frage gestellt: Muss der Papst in den Knast? Das war natürlich eine satirische Übertreibung, die aber klar machen soll, wie schlimm der Umgang der Kirche mit dem Geld ist:
https://autorenseite.wordpress.com/kirchensteuer/
Der Papst ist natürlich kein Betrüger, aber sein Umgang mit dem Geld, das er als Nachfolger Petri gesammelt, ist so unglaublich, dass bei einem solchen Versagen normalerweise die Frage des Rücktritts gestellt würde. Er durfte doch das Geld, das in seinem Namen gesammelt wurde, nicht einfach dem Staatssekretariat des Vatikans zur weiteren Verwendung überlassen, sondern hätte selbst bestimmen müssen, welchen Armen es zugute kommen soll. Es sollen ja 350 Millionen verzockt worden sein. Was hätte man mit diesem Geld alles anfangen können!. Die Katholische Kirche stünde als „Leuchtturm“ in unserer Welt der Geldgier da, wenn das Geld in die Flüchtlingslager geflossen wäre.

Nehmen wir einmal an, eine Organisation würde Geld für die Opfer der Flutkatastrophe sammeln und würde das Geld dann auch in Londoner Immobilien investieren: Was würde dann passieren? Die Antwort ist klar. Aber beim Umgang mit dem Peterspfennig hörte man nicht einmal aus den Kreisen von „Wir sind Kirche“ einen Protest. Irgendwie fühle ich mich an Wilhelm Busch erinnert: „… sprach nichts als: „Heilig! Heilig!“

Immerhin wird im Vatikan der Skandal nicht unter den Teppich gekehrt, sondern es gibt ein Strafverfahren:
Der ehemalige Präfekt der vatikanischen Kongregation für Heilig-und Seligsprechungen, Kardinal Becciu, der im September auf Druck von Papst Franziskus zurückgetreten war, muss sich wegen Geldunterschlagung und Amtsmissbrauchs verantworten. Angeklagt ist auch die Expertin in Geopolitik und Becciu-Vertraute Cecilia Marogna.
Ich frage mich, was wohl mit dem Begriff „Vertraute“ umschrieben wird und denke an das Konzil von Nicäa, wo bestimmt wurde, dass Priester nur „unverdächtige Frauen“ um sich haben dürfen. Also für mich ist die Frau verdächtig, seit ich ein Bild von ihr sah.

Gegen den Papst: Schwule Paare werden doch gesegnet


Der Papst hat die Segnung von schwulen Paaren verboten. Aber keine Angst, Ihr Schwulen: Ihr bekommt weiter Euren Segen:
Mich erinnert die derzeitige Situation an die Mischehe meiner Eltern, die im Jahr 1930 kirchlich getraut wurde: Damals war sie genau so verboten wie nun die Schwulenehe. Aber meine Eltern wurden trotzdem katholisch getraut, weil es einen Geheimtipp gab, wie man so etwas erreichen konnte. Der Prior von St Benedikt in München hatte Verständnis für die Liebenden und nahm die Trauung vor.

Viel günstiger als damals bei meinen Eltern ist die Lage für die Schwulen heute: Nach zahlreichen katholischen Gremien und Verbänden haben sich auch zwei katholische Bischöfe in scharfer Form gegen das Nein des Vatikans zur Segnung homosexueller Paare gewandt. Wenn also im Gegensatz zu früher so viele das päpstliche Verbot für falsch halten, so wird es mit Sicherheit viele Priester geben, die den Schwulen ihren Segen geben werden. Und eines Tages wird es so sein wie bei den Mischehen: Kein Mensch wird verstehen, warum man die verboten hat.

Was ich nicht verstehe, ist dies: Die Bibel enthält so vieles, von dem sich die Kirche distanzieren müsste.  Warum nicht auch von der Verdammung der Schwulen?

Zitat zum Tag


Hier kommt wie jeden Tag ein Zitat. Mehr in dem Buch „Mit spitzer Feder“. In diesem Buch finden Sie ungewöhnliche Aphorismen. Es wäre nett, wenn Sie daraus einmal etwas zitieren würden.

Wir brennen wahrlich vor Geldgier.“
                                       ( Hl. Hieronymus)

https://autorenseite.wordpress.com/2019/11/29/muss-der-papst-in-den-knast/
Mehr über den Autor auf der Homepage oder in er Sonderseite für Frauen–Nichtversteher: https://autorenseite.wordpress.com/frauen/

Zitat zum Thema Kirche

Hier kommt wie jeden Tag ein Zitat. Mehr in dem Buch „Mit spitzer Feder“. In diesem Buch finden Sie ungewöhnliche Aphorismen. Es wäre nett, wenn Sie daraus einmal etwas zitieren würden.

Willst du ein guter Christ sein, dann nimm dir deine Kirche nicht zum Vorbild: Sie wird immer reicher und bringt für die Armen und Hungernden keine echten Opfer.

Und wenn du für die Kirche opferst, schau, was aus deinem Opfer wird:
https://autorenseite.wordpress.com/2019/11/29/muss-der-papst-in-den-knast/

Mehr über den Autor auf der Homepage oder in er Sonderseite für Frauen–Nichtversteher: https://autorenseite.wordpress.com/frauen/

Warum Maria 2.0 scheitern muss

Dafür gibt es zwei Gründe:

1. Es hallt in den alten Gemäuern der Kirche immer noch nach, was Papst Pius II. (1405-1464) gesagt hat:
Wenn du eine Frau siehst, denke, es sei der Teufel! Sie ist eine Art Hölle!
Das ist ja erst 700 Jahre her. Frauen gelten aber in der Kirche immer noch als „verdächtig“, wie dem kanonistischen Standardwerk, dem „Jus Canonicum Universum“, zu entnehmen ist: Danach können die Kleriker zur Besorgung des Haushalts unverdächtige Frauen in ihr Haus aufnehmen, z.B. Mutter oder Tante. Es seien aber auch andere unverdächtige Frauen möglich; als Eignungskriterien nennt er vorgerücktes Alter und zugleich erwiesene Tugendhaftigkeit und Frömmigkeit.
Was die Verdächtigkeit der Frauen anbetrifft, schauen Sie sich dieses Bild an:

2. Über Papst Pius II lesen wir weiter bei katholisch.de:
„Ähnlich widerspenstig zeigte sich die Kurie bei seinen Bestrebungen um eine Kirchenreform.“ Wenn also schon ein Papst bei der Kirchenreform gescheitert ist: wie wollen dann ein paar mutige Frauen Veränderungen herbei führen? Da kann ich nur sagen: Respekt, aber das war’s dann wohl.
Lesen Sie dazu auch:
https://autorenseite.wordpress.com/2021/02/23/zitat-zur-bischofskonferenz-maria-2-0/

Geduld, Ihr Frauen (II)

 

Über dieses Thema habe ich gerade schon etwas geschrieben:
https://autorenseite.wordpress.com/2021/02/07/zitat-zum-sonntag-geduld-ihr-frauen/

Es ist nicht so, dass sich in der Katholischen Kirche nichts ändern würde: Wie anders war das alles noch in meiner Jugend!
> Zur Erstkommunion erhielt ich ein Gebetbuch mit einem Bild des Papstes Pius XII. Darauf war er beim Beten abgebildet – mit einem Heiligenschein! So ein Bild würde sich ein Papst heute nie erlauben.
> Und auch das erlaubt sich heute kein Papst mehr: Wenn Pius XII im Petersdom eine Messe las, ließ er sich in einer Sänfte hinein tragen. Ja, das waren noch Zeiten!
> Niemand hätte damals geahnt, was noch alles auf diese Kirche zukommen würde. Erst konnte die Kirche ja noch die Missbrauchsfälle und all die sonstigen Verfehlungen unter der Decke halten. Wer traute sich schon, gegen einen Priester schmutzige Vorwürfe zu erheben? Wenn man so etwas gemacht hätte, hätte man ja befürchten müssen, wegen Verleumdung bestraft zu werden oder schlimmer: von der Gemeinde geächtet zu werden. Aber dann brach der Schmutz überall hervor, denn die Kirche hatte missachtet, was in der Bibel steht:
„Denn nichts ist verborgen, das nicht offenbar werde, auch nichts Heimliches, das nicht kund werde und an den Tag komme.“ (Lukas 8,17) Und noch deutlicher konnte die Kirche bei Hiob 12,22 nachlesen: „Er öffnet die finsteren Gründe und bringt heraus das Dunkel an das Licht.“
> Dadurch hat die Kirche viel an ihrer Autorität verloren und ihre Mitglieder treten in Massen aus. Das hätte früher kaum einer gewagt aus Angst vor der Hölle, aber an den Teufel glauben nur noch die Erzkonservativen.
>  Was sich doch alles seit meiner Kindheit geändert hat: Früher gab es eine echte Fastenzeit. Heute hält man höchstens eine Diät ein. Und die Abstinenz am Freitag ist auch sanft entschlafen.
> Man musste damals nüchtern zur Kommunion gehen und im Religionsunterricht lernten wir, ob man nach einem versehentlichen Wasserschlucken beim Zähneputzen noch nüchtern war.
> Wegen des Nüchternheitsgebots ging man früh in die Kirche. Und die anderen wurden verächtlich die „Halb-Elf-Uhr-Christen“ genannt.
> Wenn jemand starb, las man, wenn alles seine Ordnung hatte, in der Todesanzeige, dass er „wohl versehen mit den Sterbesakramenten verstorben“ ist.
> Man hatte ein Kreuz im Esszimmer und man betete vor und nach dem Essen.
> Und man hatte ein kleines Weihwasserbecken im Haus, mit dem man sich segnete, bevor man fort ging.
> Natürlich ging man am Sonntag in die Messe. Sogar in der oben abgebildeten kleinen Kirche von Bernhaupten, einem Ortsteil des Dorfes Bergen, wurden gut besuchte Messen gelesen.
> Solche Filialkirchen gibt es nicht mehr und immer mehr Kirchengemeinden werden zu einer einzigen zusammengefasst. Oft wird aus vier ehemaligen eine einzige neue Gemeinde – angeblich wegen Priestermangel, aber wirklich wohl eher wegen Mangels an Kirchgängern.
> Es gab einmal einen Index, auf dem Bücher standen, die ein Katholik nicht lesen durfte. Als ich Abitur machte und etwas von C.F.Meyer lesen musste, brauchte ich einen Dispens.
> Und an den Kirchen hingen Film und Theaterkritiken, nach denen man sich zu richten hatte. Da gab es dann beispielsweise Bedenken gegen ein Ballett, weil sich „die Männlichkeit des Solotänzers zu sehr abdrückte“.

Das alles sind Veränderungen innerhalb eines einzigen Menschenlebens, die aus katholischer Sicht geradezu erdrutschartig sind. Daher werden wir nicht mehr lange auf Priesterinnen warten müssen, denn die Kirche braucht die Frauen. weil Männer allein mit Führungsaufgaben überfordert  sind:
https://autorenseite.wordpress.com/2021/02/06/die-unfaehigkeit-der-maenner/