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Heute ist der Welttag der Solidarität mit dem palästinensischen Volk


Schon wieder so etwas Antisemitisches? Das werden diejenigen fragen, die „Schubladen-Denker“ sind. Diese Menschen kann ich beruhigen: Dieser Gedenktag wurde von der UNESCO eingeführt. Wer aber lieber feiern statt gedenken möchte, findet im Kalender der kuriosen Feiertage diese Möglichkeiten:
Resteessen-Tag – der National Throw Out Your Leftovers Day in den USA
Tag der elektronischen Grußkarten – der amerikanische Electronic Greetings Day
Tag des Square Dance – der amerikanische National Square Dance Day

Antisemit Ban Ki Moon – eine ironische Betrachtung

Da kann man nur sarkastisch werden:

Schon wieder können wir ein erschreckendes Beispiel von Antisemitismus ausmachen:
UN-Generalsekretär Ban Ki Moon hat den neuerlichen Beschuss einer UN-Schule im Gazastreifen durch die israelische Armee als „weitere schockierende Verletzung des Völkerrechts“ kritisiert. Er sprach von einer „moralischen Schandtat“ und einem „kriminellen Akt“ Israels.
Ban Ki Moon sollte doch wissen, dass das Völkerrecht nur für Friedenszeiten gemacht wurde. Aber im Ernstfall greift man zu Giftgas wie in Syrien oder bombardiert gezielt die Bevölkerung wie in Dresden. Dagegen muss man doch die Art der Kriegführung durch Israel direkt als human bezeichnen, denn dabei sind die toten Zivilisten doch nur ein Kollateralschaden (Wenn ich mich recht erinnere, stammt dieser Begriff vom früheren Verteidigungsminister Scharping). So etwas muss man bei modernen Kriegen einfach in Kauf nehmen. Schauen Sie sich die Listen der Toten der letzten Kriege an: Immer gab es mehr tote Zivilisten als Soldaten. Das ist doch logisch, weil es mehr Zivilisten als Soldaten gibt. Und das will man nun Israel vorwerfen? Wie human die Israelis im Gaza-Streifen vorgehen, belegt doch die Tatsache, dass sie immer wieder Feuerpausen einlegen, damit die Palästinenser Tote und Verwundete bergen können. Hat es so etwas vielleicht im letzten Weltkrieg gegeben?
Man sieht: Der Antisemitismus breitet sich immer mehr aus. Da muss mal wieder Gauck ran.
Aber im Ernst: Warum hören wir von Gauck nicht ähnliche Worte wie von Ban? Und wenn die Israelis sich das Recht nehmen, Krankenhäuser und UN-Schulen zu bombardieren, weil dort angeblich Waffen der Hamas lagern: Warum sehen wir für die Waffen keinen Beweis?

Warum der Antisemitismus zunimmt

Zum sechsten Mal haben die Israelis eine UN-Schule angegriffen, obwohl ihnen die UN die genauen Daten der UN-Gebäude im Gaza-Streifen mitgeteilt hatten. Diese UN-Gebäude erschienen den armen Palästinensern als einzige Fluchtmöglichkeit, denn ihr Land ist ja völlig abgeriegelt. Nun sind sie nicht einmal auf neutralem Boden sicher und sie haben weder Strom noch Wasser.

Als der UN-Beauftragte die Zustände schilderte, brach ihm die Stimme.

Was in Gaza geschieht, sind unbeschreibliche Kriegsverbrechen. Warum tut denn keiner was dagegen? Können sich die Israelis alles leisten? Wo bleiben die Boykott-Maßnahmen, die bei der Ukraine-Krise so schnell beschlossen wurden? Ist die EU nur ein Kolonialgebiet der USA?

Und während Sie dies lesen, stirbt in Palästina wieder ein Kind.

Aber wehe, wenn Sie Antisemit werden! Dann schimpft der Gauck.

Bin ich ein Antisemit?

Ich habe in diesem Blog Kritik an der Kriegführung Israels geübt:
https://autorenseite.wordpress.com/2014/07/22/antisemitismus-ueberall-18938458/
Und gestern sah ich in den Nachrichten, dass die Israelis eine Schule der UN beschossen und zahlreiche Menschen getötet haben. Es war so (und das musste den Israelis auch klar sein), dass sich zahlreiche Menschen in dieses Gebäude geflüchtet hatten, weil sie meinten, dort unter dem Dach der UN sicher zu sein.
Von Netanjahu hörten wir zu dem Vorfall nur, die Hamas benutze die Bevölkerung als menschliche Schutzschilde. Kein Wort des Bedauerns zu dem Beschuss des Krankenhauses oder des UN-Gebäudes.
Bin ich nun schon ein Antisemit, wenn ich die Vorgehensweise der israelischen Armee als Kriegsverbrechen ansehe? Oder sind diejenigen Antisemiten, die angesichts solcher Kriegsführung mit Schildern auf die Straße gehen, auf denen sie geschrieben haben: „Feiger Jude“?
Ich meine, wir sollten sehr sorgfältig unterscheiden zwischen Antisemitismus und harter Kritik und wir sollten nicht jede Kritik, die vielleicht auch mal über die Stränge schlägt, als Antisemitismus bezeichnen.
Im übrigen meine ich, dass die Welt groß ist und dass unser Land nur ein „Fliegenschiss auf dem Globus“ ist. Seien wir angesichts unserer Vergangenheit mit unseren Protesten doch sachlicher als die Demonstranten in anderen Ländern. Frankreich empört sich sowieso viel stärker als unsere Bevölkerung. Was würden unsere Politiker wohl sagen, wenn das bei uns geschehen würde?

Antisemitismus überall

Hat Netanjahu bedacht, was er mit seinem Krieg gegen die Palästinenser auslöst? Überall sieht man antisemitische Demonstrationen. Wird es dabei bleiben oder wird es so weit kommen, dass Juden überall Opfer von Gewalttaten werden? Zu befürchten ist das schon, denn der Hass der Palästinenser muss grenzenlos sein: Die derzeitige Bilanz des Krieges sieht so aus: 25 tote Israelis gegen 500 getötete Palästinenser. Da könnte sich doch mancher berufen fühlen, diese Bilanz etwas auszugleichen, etwa durch Anschläge gegen Synagogen.
Die Bilder des Krieges sprechen gegen die Israelis: Niemand spricht ihnen das Recht auf Verteidigung ab. Aber dabei ist doch das Maß der Verhältnismäßigkeit zu wahren. Wenn spielende Kinder am Strand erschossen werden und ein Krankenhaus beschossen wird, dann wird sich wohl kaum jemand außerhalb Israels finden, der so etwas verteidigt. Was das Krankenhaus anbetrifft, behauptet Israel, dass sich darin ein Waffenlager befunden habe. Wo bleiben die Beweise? Heute wird doch alles mit Bildern dokumentiert. Warum sehen wir also das Waffenlager nicht in den Medien? Dann ergäbe sich immer noch die Frage, ob in einer solchen Situation ein Krankenhaus beschossen werden darf oder ob nicht im Hinblick auf die Übermacht Israels andere Maßnahmen hätten ergriffen werden müssen.
Ich kann den Palästinensern nachfühlen, wie sie empfinden: Ich lebte als Kind in einer Stadt, die durch Bombenangriffe zu 88 % zerstört wurde und ich wurde als Kind beim Kartoffeln-Sammeln von britischen Tieffliegern beschossen. Aus meiner Sicht waren die Alliierten Verbrecher, gegen die sich die Deutschen wehren mussten. Und so wird auch Netanjahu durch seinen Krieg nur erreichen, dass die Palästinenser fest zur Hamas stehen.