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Verstehen Sie das?

Wenn man x-beliebige Seiten aufruft, kommt nun  fast immer die Frage, ob man dem zustimmt, von dem die meisten wohl kaum wissen, was es ist: Abrufen von Informationen von Ihrem PC, Marktforschung, Einsatz gezielter Reklame…
Man kann das ablehnen, aber probieren Sie das mal bei YouTube, seit es von Google übernommen wurde. Da geben Sie schnell auf.
Was ich nur nicht verstehe: Was will ein schlichter Verkäufer von x-beliebigen Waren mit solchen Informationen anfangen? Steckt vielleicht gar nicht der Verkäufer, sondern auch hier wieder Google dahinter?

Anderes Thema: Auch das verstehe ich nicht: Der Paketdienst der Post wurde privatisiert. Irgendjemand schrieb einmal, das ginge darauf zurück, dass Frau Springer eine Anlagemöglichkeit in dieser Nullzinszeit suchte und sie daher ihre Beziehungen zur Kanzlerin habe nutzen können. Ich weiß nicht, ob das so stimmt. Dem Volk wird ja immer weis gemacht, die Privaten könnten alles besser und billiger. Aber haben Sie was davon gemerkt? Jedenfalls fahren bei uns nun 6 Paketzustellfirmen anstelle der einzigen Post. Sie alle verstopfen die Straßen noch mehr und belasten zusätzlich die Umwelt. Was ich nun nicht verstehe, ist dies: Wir beobachten überall eine Zusammenarbeit und sogar Zusammenschlüsse von großen Firmen. Warum funktioniert so etwas beim Paketdienst nicht?

 

 

Auto, Bauern

 

 

Vorsicht, giftige Pakete!

Zur Zeit findet der Weltwirtschaftsgipfel statt. In den Nachrichten kam die Meldung, dass die Banken einen Haufen giftiger Papiere im Keller haben und dass sie diese in „Paketen verschnüren“ und  verkaufen. Da wird man sich dann auf die Suche nach a+b-Kunden machen, denen man einredet, es handele sich um „Anlagen mit Potenzial“. (a+b-Kunden sind solche in meiner Altersklasse, die nach der Diktion einer Bank „alt und blöd“ sind und  denen man alles Mögliche aufschwatzen kann. Hier ein erschütterndes Beispiel:
https://autorenseite.wordpress.com/2016/08/30/egoismus-der-alten-forts/
Wenn Sie das gelesen haben, brauchen Sie nun etwas zur Aufheiterung: Beim Stichwort „Paket“ fällt mir ein Erlebnis ein, das ich in meinen Anekdoten geschildert habe:

Als junger Student war ich Mitglied der Bergwacht, und weil ich viel Zeit hatte, half ich gelegentlich dem bekannten Wiggerl Gramminger beim Bau und der Reparatur von Akias, die er ja erfunden hatte. Dabei gab es nur ein Problem: Als ich aufs Klo musste, fragte ich den Wiggerl, wo diese Lokalität sei. Er antwortete:
„So was ham mir hier net. Hier muass‘t halt in d‘ Hosen machen!“ So verstand ich ihn und hielt das für einen Scherz.
Tatsächlich aber hatte er gemeint: „Hier musst du in Dosen machen.“
Der Wiggerl klärte mich auf, was zu tun sei: „In der Garage steh’n alte leere Konservendosen, da machst ’nei. Pass aber auf, dass nix daneben geht. Beim großen Geschäft musst’d abwechselnd vorn und hinten schließen. Das ist nicht einfach und des muass ma üben. Am Anfang muasst a Zeitung drunter legen.“
Tatsächlich gelang es mir beim ersten Mal, alles zielgenau in eine Dose zu bekommen.
„Und was jetzt?“ fragte ich ihn.
„Jetzt kommt der Hauptspaß. Nun wickelst’d das Ganze in Packpapier und klemmst es in den Gepäckständer von dein’m Radl. Und dann wart’st, bis dir des Zeug g’stohl’n wird. Mir san hier nämlich im Glasscherbenviertel von München.“
„Aber wohin damit, wenn das Packerl nicht gestohlen wird?“ wollte ich noch wissen.
„Des gibt’s net! Aber in dem Fall muasst d’as halt abends mit heim nehmen.“
Ich war gespannt. Kaum hatte ich mein Packerl auf dem Rad vor dem Haus untergebracht, war es schon weg. Der Wiggerl freute sich ganz diebisch darüber, dass seine Prognose zugetroffen hatte.

Privatisierung ist Ausplünderung des Volkes

Ich habe mich ja schon einmal damit befasst, dass in unserer asozialen Marktwirtschaft das Volksvermögen den gierigen Investoren zum Fraß vorgeworfen wird, und dies am Beispiel Post demonstriert:
https://autorenseite.wordpress.com/2017/11/04/privatisierung-wieso-eigentlich/
Nun diskutiert man darüber, wie man die Schadstoffbelastung in den Städten verringern kann, und da stellt man auf einmal völlig überrascht fest, was voraus zu sehen war: nämlich dass zu viele Fahrzeuge für die Zustellung von Paketen unterwegs sind. In München sind das 6000 täglich. Nun überlegt man, wie man diese Verkehrsbelastung reduzieren kann. Mit etwas Voraussicht hätte man das Problem vermeiden können, indem man die gute alte Post am Leben gelassen hätte.
Statt eines einzigen Postautos, das früher die Pakete in einem Bezirk ausfuhr, kommen nun bei uns 6 Zustelldienste und alle fahren die selben Strecken. Was für ein Unsinn!
Das Ganze wird nun in der Vorweihnachtszeit zu einem besonderen Problem, weil immer mehr Waren im Internet bestellt werden und also der Zustellverkehr insbesondere dank Amazon gewaltig zunimmt.
Mir tun die schlecht bezahlten Zusteller immer leid: In oft völlig verstopften Straßen müssen sie ihr Fahrzeug irgendwo abstellen, um ein Paket auszuliefern. Ein Hupkonzert des behinderten sonstigen Verkehrs und wüste Beschimpfungen sind die Folge. Ich hätte für so einen Job keine Nerven