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Die intolerante Toleranz

Zur Zeit breitet sich eine geradezu fanatische Forderung nach Toleranz bei den Schwulen aus, die fast so ist, wie man sie früher bei den Religionen beobachten konnte. Die „Toleranz“ ist so aggressiv geworden, dass sie in Intoleranz gegenüber anders Denkenden ausartet. Heute gilt es nicht mehr als tolerabel. wenn jemand gegen eine Schwulenehe ist. So jemand wird als rückständig oder homophob abgestempelt. Wieso eigentlich? Er ist halt nur anderer Meinung als er nach der heutigen Stimmung sein soll.
Unerträglich ist für die Schwulen, dass sich bisher nur ein einziger Fußballer als einer der Ihren geoutet hat. Ich finde es richtig, wenn die Fußballer ihre sexuelle Ausrichtung für sich behalten. Das ist Privatsache und geht niemanden etwas an. Und warum soll sich jemand outen, wenn das womöglich nachteilige Folgen für ihn hat? Warum soll er sich den Pfiffen eines Mobs aussetzen, der findet, Fußball sei ein Sport für „richtige Männer“?
°Jeder soll nach seiner Fasson selig werden°, hat schon Friedrich II gesagt und ich möchte hinzu fügen: „… aber er soll es für sich behalten, wenn es um sein Sexualleben geht.“

 

Liebesdrama: Große Opfer für die Liebe?

Norbert Hoffmann (36), Generalsekretär der Bayern-FDP, und Sigi Hagl (52), Landesvorsitzende der Grünen in Bayern, sind ein Paar. Nun sickert durch: Hoffmann muss sein Amt als Generalsekrtär aufgeben und auch Hagl kandidiert nicht mehr für den Landesvorsitz ihrer Partei.–
Mir fiel dazu ein, wie es früher war, wenn ein Katholik sich in eine Protestantin verliebte. Das war ein Drama, denn heiraten durften sie normalerweise nicht. Deshalb gab es darüber ein trauriges Lied mit dem Refrain, der mir noch in Erinnerung ist:
„… weil die Lina evangelisch
und der Schorsch katholisch war.“

Meine Eltern waren von einem solchen Schicksal betroffen. Weil mein Vater Katholik und meine Mutter Protestantin waren, durften sie nicht heiraten, sofern nicht mein Vater eine Dispens von seinem Bischof bekam, und die war nicht zu leicht zu erreichen. Daher gab es einen  Geheimtipp: Der Prior von St. Benno in München hatte ein Herz für die Verliebten und gewährte großzügig Befreiung von den Fesseln der Liebe und so verdanke ich ihm auch meine Existenz. Man sollte ihn heilig sprechen, weil er mutig die Engstirnigkeit der Kirche durchbrochen hat.

Bevor Sie sich nun fragen, ob nun das Verbot konfessionsverschiedener Ehen inzwischen dadurch Wiederauferstehung feiert, dass die Liebe über die Parteigrenzen hinweg verboten ist, kann ich Sie beruhigen. Sigi Hagl will Stadtoberhäuptin werden und bei Hoffmann weiß man nix Genaues. Wir warten ungeduldig darauf, dass er sich endlich outet.
Jedenfalls haben wir Gott sei Dank kein Liebesdrama antiken Ausmaßes vor uns, wie man in unserer Zeit zunehmender Engstirnigkeit fast befürchtet hätte.

Ersparen Sie uns Ihr Coming-out! Danke!

                

Wen interessiert das, ob ein Fußballspieler schwul ist? Ich glaube: keinen ernsthaften Menschen. Dennoch hören wir immer wieder aus Kreisen der Lesben und Schwulen die Aufforderung, die schwulen Fußballer sollten sich endlich outen.
Ähnlich war der bei Web.de veröffentlichte Artikel: „Beschämend für Deutschland: Angst vor Coming-out am Arbeitsplatz“: Dort las man: „Die meisten lesbischen, schwulen, bi-, trans- oder intersexuellen Arbeitnehmer in Deutschland haben sich einer neuen Studie zufolge im Job bislang gar nicht, oder nur wenigen Kollegen gegenüber geoutet.“ Anscheinend hätten sie Angst.
Ich frage mich, warum sollen sich Menschen ohne Grund öffentlich über ihre sexuelle Orientierung äußern? Das gehört zur menschlichen Intimsphäre, die man bewahren sollte. Es ist doch merkwürdig: Auf der einen Seite fordern die Menschen mehr Datenschutz und auf der anderen Seite sollen sie ihre intimsten Geheimnisse hinaus posaunen.
Ich glaube, die ständige Forderung der Lesben und Schwule nach einem Coming-out erklärt sich damit, dass diese Bewegung sich immer mehr in den Vordergrund spielen will. Daher auch die Love-Paraden und der Christopher-Street-Day.
Jeder, der sich outet, sollte sich überlegen, „cui bono“, also ob das für ihn gut ist. Das gilt nicht nur für die Offenlegung der sexuellen Ausrichtung, sondern auch beispielsweise für die Religion und vieles andere, was man besser für sich behalten sollte. Da tut ein bisschen Datenschutz ganz gut.

Kann man Tiere heiraten?

Ja so etwas gibt es:
https://www.sn.at/panorama/international/seltsame-hochzeit-in-mexiko-buergermeister-heiratet-krokodil-30437005
Da heiratet ein Bürgermeister ein Krokodil. Allerdings ist das Ganze nicht ernst gemeint. Wenn ich allerdings die Love-Parades sehe, frage ich mich, wo bleiben denn die Sodomiten (Tierliebhaber)? Warum wird hier nicht auch der Ruf nach dem Outen laut, das ja zum neuen Volkssport geworden ist: Das, was früher in Beichtstühlen schuldbewusst geflüstert wurde, wird ja nun stolz hinaus posaunt. Also ihr Sodomiten: Wo bleibt ihr mit eurem Schaf oder Hund oder was auch immer – ich habe da keine Ahnung? Ihr wärt doch so süß in der Love-Parade!

Frage zur EM: Schwule Fußballer dabei?

Fußball
Die Fußballer stehen in der Kritik, weil die Schwulen unter ihnen sich nicht „outen“. Manche werfen ihnen sogar Feigheit vor.
Ich kann nur sagen: Gott sei dank gibt es noch Menschen, die ihre sexuelle Ausrichtung für sich behalten. Was geht es andere an, wer mit wem ins Bett geht? Ist das nicht ihre Privatsache? Wer ist eigentlich auf die blöde Idee gekommen, dass sich Schwule unbedingt outen müssen?
Manche mögen es ja für modern gehalten haben, sich zu ihrer Homosexualität zu bekennen, und sie mögen gedacht haben, dass dies ihrem Image in der Öffentlichkeit förderlich sein könnte. Aber nun wird direkt ein Zwang ausgeübt, dass alle Schwulen sich zu outen hätten. Da kann ich nur den schwulen Fußballern sagen: „Weiter so! Spielt Fußball und bewahrt uns vor euren Sexualpraktiken!“

Love-Parade

Das ist schon eine höchst seltsame Veranstaltung. Hinterher wurden die Akteure interviewt und sie sagten eigentlich ziemlich übereinstimmend, sie wollten sich gegen die Tabuisierung der Homosexualität wenden. Ich finde, dass das Spektakel eher das Gegenteil beweist.
In den Interviews wurde beklagt, dass sich bisher kein weiterer Fußballer und auch kein Wirtschaftsboss als Schwule geoutet haben. Ich kann da nur sagen: Gott sei Dank! Wohlgemerkt: Ich habe nichts gegen Schwule, aber ich habe etwas gegen das Outen. Was geht es das Volk an, wer mit wem ins Bett geht? Das ist Privatsache und soll es auch bleiben. Die Privatsphäre sollte respektiert werden, ohne dass gewisse Leute ständig nach einem Coming-out schreien. Was für einen Informationswert hat es denn für die Öffentlichkeit, wenn sich jemand als Schwuler offenbart? Sollte das nicht den Menschen so gleichgültig sein wie die Tatsache, dass er einen Kleinwagen fährt? Sollte bei den Leuten wie Wowereit nicht ihre Arbeit im Brennpunkt stehen? Was bringt es der Öffentlichkeit, wenn sie erfährt, dass Wowereit schwul ist? Die Folge davon ist, dass viele Leute über den Mann nicht mehr wissen, als dass er homosexuell ist. Und vielleicht ist das ja der Zweck des Coming-out: Die Presse hat etwas zu schreiben und der Mann bleibt mit solchen Meldungen im Blickpunkt der Öffentlichkeit, der eingebläut wird, so einen seelischen Nackttanz toll zu finden haben.
Manchmal denke ich, wenn ich in der Presse seitenweise Artikel über solche Themen lese, ob das nicht alles Teil einer Kampagne ist, die uns von unseren eigentlichen Problemen ablenken soll.

Es gibt keine schwulen Fußballer und das ist gut so!

Von Wowereit stammt der Ausspruch: „Ich bin schwul, und das ist gut so.“ Er ist nicht der einzige, der das gut findet, sondern eine ganze Reihe von anderen Politikern und Showgrößen haben sich „geoutet“. Wieso eigentlich? Wen geht das etwas an, wer mit wem ins Bett geht? Die Leute sollen ihre Arbeit machen und ihr Privatleben für sich behalten.
Aber die Promis haben erkannt, dass sich das Privatleben gut vermarkten lässt. So gibt es heutzutage Sendungen, die früher undenkbar gewesen wären. Sogar im öffentlich-rechtlichen Sender ZDF wird der neueste Tratsch über Promis verbreitet und man sieht förmlich vor seinem inneren Auge die Manager dieser Promis bei den Sendern Schlange stehen, damit diese ihren Star mal wieder ins Fernsehen bringen, denn das steigert seinen Marktwert. Dabei muss man darauf achten, dass man dem richtigen Trend folgt: Früher haben viele Stars nicht geheiratet, denn das umgab sie mit einer Aura des Geheimnisvollen, oder sie lebten in „wilder Ehe“, was bei den früheren Moralanschauungen und Gesetzen als mutig, sexy oder geradezu abenteuerlich galt. Heute heiraten sie lieber, weil sich eine Hochzeit gut vermarkten lässt und der später folgende Rosenkrieg bei der Scheidung auch wieder Honorare abwirft.
Beim Fußball ist nun aber alles anders: Frauen wird man da vielleicht zugestehen, dass sie Lesben sind, denn Fußball ist ein Kampfsport. Aus diesem Grund wird das schlichte Publikum aber keine schwulen Männer auf dem Platz sehen wollen, weil diese nach weit verbreiteter Ansicht eher weichlich veranlagt sind.
Es ist also keine gute Idee unserer Kanzlerin, wenn sie meint, es solle sich endlich mal ein schwuler Fußballer outen. Der Mann würde nur alle Vorurteile auf sich lenken. Nachdem nun das Thema Homosexualität der Promis bis zum Überdruss in den Medien breit getreten wurde, kann man mit den Outen der sexuelle Andersartigkeit sowieso keine Aufmerksamkeit mehr erregen. Also da schweigt ein Fußballer besser. Und so wird dieses Thema wohl so langsam in der Versenkung verschwinden