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Sind die Österreicher gescheiter als die Deutschen?

 

Die Zeiten sind vorbei, in denen man über die Österreicher schäbige Witze machte wie diesen:
Warum haben die Badewannen in Österreich zwei Abläufe?
Einen für Warmwasser und einen für Kaltwasser.

Inzwischen sind uns solche ohnehin ungehörigen Witze längst vergangen. Wir blicken staunend nach Österreich und fragen uns, sind die Deutschen dümmer oder nur sind es nur ihre Politiker?

Tu, felix Austria! Niedrigere Mieten und höhere Renten als in Deutschland

Nun haben uns die Österreicher sogar auf einem Gebiet überholt, wo wir uns einmal mehr Kompetenz zugetraut haben: Unsere Nachbarn sind bei der Digitalisierung weiter vor gerückt und  haben uns hinter sich gelassen. Besonders gut liegt man dort bei digitalen öffentlichen Diensten und der Verfügbarkeit von digitalem Wissen und ausgebildeter Experten.
https://abo.sn.at/nachrichten/abonnement/zeitungsabos/testabonnement/sn/artikel/sn-lesen-und-staubsauger-roboter-gewinnen-484502/?utm_campaign=testengewinnensaugroboter21&utm_source=sn-at&utm_medium=display&utm_content=sitelink

Ist bei uns nicht auch ein bisschen Österreich?

Bestimmte Medien haben 220 Millionen Euro aus dem Etat des Wirtschaftsministeriums bekommen, deklariert als Branchenhilfe. Typisch: Wirtschaftsminister Peter Altmaier weiß von nichts. Man weiß angeblich auch überhaupt nicht, wie es zu dieser Branchenhilfe gekommen ist.
Natürlich erhielten nur bestimmte Medien Geld und Sie dürfen raten, welche.
Dazu fällt mir das Sprichwort ein:
„Der Hund beißt nicht die Hand, die ihn füttert.“
Die Geldempfänger werden sich also wohl auch dankbar gezeigt haben. Oder haben Sie irgendwo eine Analyse des Merkelismus gelesen außer hier?
https://autorenseite.wordpress.com/2020/11/14/was-ist-der-merkelismus-i-2/

Ist das nicht auch bei uns ein bisschen so wie in Österreich? Nur weiß bei uns keiner was über die Verantwortlichkeit und schließlich hat der Bundestag diese „Branchenhilfe“ genehmigt. Aber wer regt sich schon darüber auf? Nur ich?

Es war zu schön, um wahr zu sein

Bei Notfällen gab es keine Grenzen: Die österreichischen Notärzte halfen bei Notfällen in Bayern aus und umgekehrt. Das beschränkte sich nicht auf ein Paar Ausnahmefälle, sondern alljährlich half man sich einige hundert Mal gegenseitig.
Nun aber bremst die Bürokratie. Die Kassenärztliche Vereinigung Bayerns verlangt eine vorherige schriftliche Anmeldung. In Salzburg ist man alarmiert.
https://www.sn.at/salzburg/politik/notaerzte-aus-bayern-kommen-im-extremfall-nicht-mehr-nach-salzburg-106915402
Scheitert nun die Nachbarschaftshilfe an der Bürokratie? Wenn „schriftlich“ bedeutet, dass ein Schriftstück gefertigt werden muss, sieht es düster aus. Wenn aber eine E-Mail genügt und die KVB schon ein vorgefertigtes Exemplar zur Verfügung stellt, dann genügt ein Knopfdruck, um die Anforderungen zu erfüllen. Nur: Was hat die KVB davon?
Auf keinen Fall darf das Erfordernis der schriftliche Mitteilung dazu führen, dass Menschenleben wegen der Bürokratie gefährdet werden.

Unsinn in Österreich


Salzburg ist nur einen Katzensprung von uns entfernt. Und so gehört ein gelegentlicher Bummel durch diese schöne Stadt zu unseren Freizeitvergnügungen. Aber zur Zeit können wir nicht hinüber fahren, weil die Österreicher auf den 3 G (geimpft, getestet, geheilt) bestehen.
So ein Unsinn: Wir haben in Deutschland einen besseren Inzidenzwert (12) als Österreich (14.4). Welchen Sinn macht da eine solche Einreisebeschränkung? Sie bringt den österreichischen Touristikunternehmen herbe Verluste.
Vielleicht ist ja das  Dilemma, in dem der österreichische Kanzler steckt, schuld daran, dass er keine Zeit hat. die Einreisebestimmungen den Inzidenzzahlen anzupassen.
Oder ist es womöglich so, dass man in Österreich sagt: Wenn ich mich schon infiziere, dann auf keinen Fall mit einem deutschen Virus. Mit so einem haben wir schon einmal schlechte Erfahrungen gemacht.

Kanzler Kurz in Bedrängnis – aber er hat nichts zu befürchten

Sehr geehrter Herr Kanzler Kurz,
ich liebe Österreich und wäre froh, wenn wir einen Kanzler wie Sie hätten.
Nun muss ich zu meinem Bedauern erfahren, dass Sie in Kalamitäten stecken. Ich habe mich mit den Vorwürfen, die gegen Sie erhoben werden, nicht weiter befasst. Aber eine Verurteilung droht Ihnen nicht:
Wer so alt ist wie ich, wird – wenn er sich selbst gegenüber kritisch ist – schon erfahren haben, dass etwas ganz anders war, als man vielleicht sogar vor Gericht beschworen hätte. Irren ist menschlich. Das gilt auch für das Gedächtnis. Da solche Fehler des Gedächtnisses unvermeidlich sind, kann niemand verurteilt werden, der sein Gehirn ernsthaft angestrengt hat und dann zu einem falschen Ergebnis gelangt ist.
Mir fällt zu Ihrem Problem ein spektakulärer Fall aus Bayern ein: Der frühere bayerische Minister Zimmermann stand wegen Meineids vor Gericht. Dass er falsch ausgesagt hatte, stand fest. Aber er wies jede Schuld von sich und hatte das Glück, einen Sachverständigen zu finden, der ihm bescheinigte, dass seine falsche Erinnerung womöglich an einer kurzen Unterzuckerung des Gehirns gelegen haben könnte. Da das Gericht diese dann nicht ausschließen konnte, wurde Zimmermann freigesprochen.
Ich hoffe für Sie, dass sich alles zum Guten wendet.
Mit freundlichen Grüßen aus Bayern
Judex

Corona: Na, so was!

In den Salzburger Nachrichten lesen wir, dass jeder neunte Österreicher eine Corona- Infektion hinter sich habe, die allerdings in 60 % der Fälle asymptomatisch verlaufen sei. Ob es bei uns genau so ist?
Noch etwas Interessantes erfahren wir in dem Artikel: In Österreich sterben 1,8 Prozent der Infizierten, aber in Deutschland von 2,2 Prozent.
Ja, in Österreich gibt es offenbar noch mehr Naturburschen, die mehr aushalten.

Ist die deutsche Politik dümmer als die anderer Staaten?

Die Menschheit wird ja allgemein immer dümmer, was bei der Schwierigkeit der zu bewältigenden Aufgaben ein Verhängnis ist.
Manchmal frage ich mich, ob das Phänomen Dummheit nicht vielleicht in Deutschland besonders um sich greift:
Schon im Verhältnis zu den Österreichern sehen wir schlecht aus:
https://autorenseite.wordpress.com/2018/04/21/unsere-armen-rentner-und-die-schaebige-regierung/
https://autorenseite.wordpress.com/2019/10/31/tu-felix-austria-traurige-mieten-und-renten-in-deutschland/
Noch schlechter schneiden wir jedoch im Vergleich zu China ab. Während man in Wuhan schon wieder tanzt. leiden wir unter dem zweiten strengen Corona-Lockdown, der uns nun das ganze Weihnachtsfest vermiest:
https://autorenseite.wordpress.com/2020/12/01/corona-china-tanzt-wieder-und-deutschland-ist-deprimiert/
Zur Zeit häufen sich wieder die Fehler bei der Corona-Bekämpfung. Lesen Sie dazu nur mal die letzten 3 Beiträge zu diesem Thema.
So brauchen wir uns nicht zu wundern, dass wir wirtschaftlich gewaltig ins Hintertreffen geraten: Während in China die Wirtschaft um 2 % zulegt, hat die EU ein Minus von 8 % zu verzeichnen.
Und schauen Sie sich mal sonst um: Woher kommen PCs, Software, Online-Giganten wie Amazon, Facebook,… ?
Und wo bleiben wir? Wir haben es nicht einmal fertig gebracht, ein eigenes Facebook aufzubauen, wie ich schon vor vielen Jahren hier gefordert habe, sodass nun unsere Daten in die USA wandern, wo wir doch sonst beim Datenschutz so penibel sind.
Heute kam die Nachricht, dass sich die CDU nun im Zuge des Machtwechsels in den USA endlich etwas traut, was selbstverständlich ist und was ich hier seit Jahren gefordert habe: nämlich dass man den Onlinehandel besteuert. Es geht doch nicht an, dass die Geschäfte in Deutschland Gewerbesteuern bezahlen und Amazon seine Steuern dort zahlt, wo es am billigsten ist, wenn überhaupt. Jedes Geschäft muss dort versteuert werden, wo es getätigt wird. Dies zu fordern hat man sich bisher offenbar nicht getraut, weil man Folgen für die Autoindustrie gefürchtet hat.
Was spricht übrigens dagegen, dass man den Onlinehandel zum Schutz der Innenstädte stärker besteuert als die Geschäfte der Innenstädte?

Moria: kalte Österreicher und warmherzige Deutsche?

Es sind schreckliche Bilder, die wir auch schon vor dem Brand des Flüchtlingslagers aus Moria gesehen haben. Und sie zeigen uns ein völliges Versagen der EU: Schnelle Asylverfahren und sofortige Rückführung der abgelehnten Bewerber hätten die Katastrophe vermeiden können.
Aber auch nun nach dem Brand zeigt sich die Handlungsunfähigkeit der Politik: Wenn schon die EU über keine schnelle Eingreiftruppe für den Katastrophenfall verfügt, müsste doch Deutschland in der Lage sein, von heut‘ auf morgen gut bewohnbare Zeltunterkünfte und Nahrungsmittel nach Moira zu schaffen. Aber durch die Untätigkeit wächst das Mitleid mit den Flüchtlingen und wir machen uns erpressbar. Wir blenden die von den griechischen Behörden gemeldete Gewalttätigkeit von Flüchtlingen aus, die wohl im Anzünden der Unterkünfte gegipfelt haben dürfte, und sehen mehr auf die Bilder von armen Müttern mit kleinen Kindern, die nun schweres Leid zu ertragen haben.
All das wäre nicht nötig gewesen wenn man jeweils schnell gehandelt hätte. Schlimm! Seehofer wird im Gegensatz zum österreichischen Kanzler seine harte Haltung nicht lange durchhalten können.
Manchmal frage ich mich, wie viele Flüchtlinge wohl kommen würden, wenn es uns wirtschaftlich schlecht ginge. Und manchmal denke ich auch: verkehrte Welt. Da kommen junge Männer als Flüchtlinge aus Afghanistan, während unsere jungen Männer dort unter Einsatz ihres Lebens deren Land verteidigen.

Fridays gegen Altersarmut


In Deutschland herrschen Zustände, die eigentlich unerträglich wären, wenn
man sie nicht durch die Merkel‘sche Politik der sanften Gewöhnung hinnehmen würde. Der deutsche Michel ist eingelullt worden und sanft entschlafen. Nur gelegentlich gibt es hier und da ein Aufbegehren, das aber durch die Politik des Aussitzens irgendwann wieder einschläft. Die „Fridays for Future“ sind die erste etwas zähere Protestbewegung, die es längst auch schon in ähnlicher Weise von Seiten der Alten gegeben haben müsste:
Was sind das für Zustände, wenn die Alten
in unserem reichen Land als Flaschensammler durch die Städte ziehen und sich an Tafeln ernähren, weil die Rente aus einem langen Berufsleben nicht reicht? Es gab einmal eine starke Bewegung der Alten, die die Politiker das Fürchten lehrte, nämlich die grauen Panther. Aber die sind inzwischen zu einer Splitterpartei herunter gekommen. Wie konnte das nur passieren?
Nun jedoch nehmen sich die Alten die Jugend zum Vorbild und veranstalten
Fridays gegen Altersarmut. Das könnte ja gefährlich werden, denken offenbar unsere Politiker und so besinnt man sich auf ein altes Herrschaftsprinzip aus vorchristlicher Zeit, das sich bis heute erhalten hat:
„Divide et impera!“. „Teile und herrsche!“ – man treibt einen Keil der Spaltung in die Phalanx der Gegner:
So verbündet man sich mit denen, die eigentlich die Partei der Alten ergriffen haben müssten: Die Gewerkschaft sieht „reinen Populismus“ bei den Initiatoren der Fridays gegen Altersarmut und wirft ihnen vor, sie hätten
keine konkreten Ziele oder Forderungen, sondern nur ein Feindbild. Da kann man nur sagen: Dümmer geht‘s nimmer. Die Ziele der Alten sind doch klar und berechtigt: Sie brauchen mehr Geld.
Und der VdK sowie der Paritätische Wohlfahrtsverband warnen davor, dass Akteure der extremen Rechten die Bewegung der Alten unterwandert haben könnten und das Thema Armut instrumentalisieren wollten.
Man weiß offenbar nicht Genaues, aber man diffamiert diejenigen, die eigene Versäumnisse der Wohlfahrtsverbände offenbaren.
Typisch ist für unsere Zeit, dass man immer gleich zum Stichwort „Instrumentalisieren“ greift, wenn einem etwas nicht gefällt.
Man redet ja bei uns immer über die Spaltung des Volkes. Und so versucht man, die Alten auch zu spalten und man hat schon etliche Menschen mobilisiert, die gegen diese angeblich rechte Bewegung der Alten protestieren.
Also, liebe Altersgenossen, lasst euch nicht auseinander dividieren! Gemeinsamkeit macht stark. Und wenn es solche Missstände gibt wie bei uns, dann ist es doch gleich, wer bei den Protesten mit marschiert: Die Hauptsache ist, dass man ein gemeinsames Ziel hat, das endlich durchgesetzt werden muss. Wir wollen doch nicht dümmer sein, als die Österreicher:
https://autorenseite.wordpress.com/2018/11/04/sind-die-oesterreicher-gescheiter-als-die-deutschen/
Deutschland stürzt ab.
Das habe ich hier oft beschrieben:
https://autorenseite.wordpress.com/2020/01/21/deutschland-stuerzt-ab-14/
Die meisten wollen es nur nicht wahr haben, weil es zuerst die Armen erwischt, und weil sie dem dauernden Gerede der Kanzlerin vom Aufschwung glauben. Der scheinbare Aufschwung wird bezahlt durch Ausbeutung der Bürger, deren Sparguthaben mit Nullzinsen geplündert werden, mit Renten am Existenzminimum, …
Warum wurde bei uns der Spitzensteuersatz, der schon einmal bei 56 % gelegen hat, mit Hilfe der Sozis (!) auf 42 % abgesenkt? Sollten da nicht zuerst die Stellschrauben nachjustiert werden, bevor es die Armen trifft? Aber da hebt gleich ein Geschrei an: Das sei ja Sozialismus oder: „Schluss mit der Neiddebatte.“ „.Keine Bestrafung der Leistungsträger, die ja wieder investieren.“ Was sind das aber für Leistungsträger, die vom ererbten Kapital leben und ihr Geld oft im Ausland anlegen? Da ist es doch besser, wenn die Armen mehr Rente bekommen, die sie auf jeden Fall in Deutschland für den Lebensunterhalt ausgeben. Aber die Armen haben bisher keine Stimme, die laut genug ist, dass sie gehört wird.
In Österreich beträgt übrigens der Spitzensteuersatz 55 %, ohne dass dort die Wirtschaft zusammengebrochen wäre. Bei uns hat es ja auch früher mit einem ähnlichen Steuersatz geklappt. Und so wunderten wir uns nicht, dass es sogar deutsche Unternehmer gegeben hat, die eine Anhebung des Spitzensteuersatzes gefordert haben.
Aber damit sind sie nicht durchgedrungen, denn die von den Lobbys beherrschten C-Parteien sind die großen Hüter der sich ständig vergrößernden Reichtümer. Horst Seehofer bekannte einmal (versehentlich?):
»Diejenigen, die entscheiden, sind nicht gewählt und diejenigen, die gewählt werden, haben nichts zu entscheiden.«

Tu, felix Austria! Niedrigere Mieten und höhere Renten als in Deutschland

Unter dem obigen Titel habe ich hier schon öfter die Frage gestellt, ob die Österreicher gescheiter sind als wir Deutschen. Nicht nur die Renten sind in Österreich um 400 Euro höher, sondern die Mieten sind auch erstaunlich billig:
Obwohl Wien die lebenswerteste Stadt der Welt ist, sind die Mieten dort etwa nur halb so hoch wie in München. Das liegt auch daran, dass es in Wien etwa viermal so viele Sozialwohnungen gibt wie in München.
In München gehen 1500 der 8500 neu errichteten Wohnungen auf das Konto der beiden städtischen Wohnbaugesellschaften, in Wien errichten die Genossenschaften 4800 der 12.000 neuen Wohnungen pro Jahr, berichten die Salzburger Nachrichten.
Bernd Rießland, Obmann des GBV (Österreichischer Verband gemeinnütziger Bauvereinigungen),
sagt dazu: „Es stellt sich immer die Frage: Wer ist der Eigentümer? Wien fühlt sich der sozialen Miete verpflichtet, München eher dem Kapital.“
Man sollte es nur drastischer ausdrücken: Bei uns wurde der Wohnungsmarkt dem Raubtierkapitalismus zu Fraß vorgeworfen. Ganz vorne war Söder dabei mit seinem Verkauf von Sozialwohnungen, der anderswo einem Politiker das Genick gebrochen hätte. Aber bei uns hat es Söder beim vergesslichen Volk inzwischen so weit gebracht, dass er sogar Kanzlerkandidat werden könnte.