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Die Orbanisierung Europas

Erinnern Sie sich noch an 2015? Die Kanzlerin lud mit ihrem „Wir schaffen das!“ Flüchtlinge aus aller Welt zu uns ein. Und Ungarns Regierungschef Orban, der einen Grenzzaun errichtet hatte, wurde als Verbrecher hingestellt, der gegen die Menschenrechte verstieß. Ihm wurde sogar Brutalität gegenüber den Flüchtlingen vorgeworfen, indem immer wieder das selbe Bild gezeigt wurde, auf dem eine Journalistin einem Mann einen Fußtritt gab (als wenn Orban dies angeordnet hätte).

Und nun?
Längst hat sich Europa  abgeschottet wie Orban: durch hohe Zäune um die Exklaven in Afrika und durch Verweisung der Flüchtlinge auf den lebensgefährlichen Seeweg.
Was wir bisher aus Lesbos sahen, war schon schlimm genug und wird nun übertrumpft durch die Vorfälle am Stacheldrahtzaun von Griechenland. 2 Tote soll es gegeben haben und Flüchtlinge sollen geschlagen worden sein, was die griechische Regierung jedoch bestreitet.
Was hätten wir uns alles ersparen können, wenn wir dem Beispiel Orbans gefolgt wären und wenn wir eine neue Exklave in Afrika für die Flüchtlinge gegründet hätten. Das hätte doch machbar sein müssen mit einem Bruchteil des Geldes, das wir hier für die Flüchtlinge ausgeben und das wir Erdogan bezahlen und uns damit in Abhängigkeit von diesem Mann begeben haben.

Die Orbanisierung Europas

Erinnern Sie sich noch an die Flüchtlingswelle 2015? (Entschuldigung: „Flüchtlingswelle“ darf man ja wie „Neger“ nicht mehr sagen. Also: Flüchtlingskrise!) Was haben sich die Menschen aufgeregt über Orban, der einen Zaun errichtet hatte und nur einen offiziellen Eingang offen hielt, der allerdings nirgends erwähnt wurde. Dafür sahen wir immer wieder Bilder von einer Reporterin, die auf einen Flüchtling eintrat als Beweis für die Brutalität Orbans, als wenn er persönlich die Frau dazu angestiftet hätte.
Das „Wir schaffen das“ der Kanzlerin öffnete dann die Grenzen für alle, die da kamen. Und nur wenige fragten wie ich hier, ob wir nicht das Asylrecht ändern müssen, denn wir können ja nicht ganz Afrika bei uns aufnehmen. Und ich warnte schon damals davor, dass Terroristen mit den Flüchtlingen ins Land kommen würden und viele Deutsche das mit dem Leben bezahlen müssten. Das hat sich bewahrheitet. Und das bedeutete einen gewaltigen Aufschwung für die AfD.

Die Kanzlerin begreift manches nicht schon bei konkreten Warnungen, sondern erst dann, wenn sie die Folgen ihres Tuns sieht, das war bei der Atompolitik nach Fukushima so und es ist nun bei den Flüchtlingen dasselbe:
Man hat die Flotte, die Flüchtlinge im Mittelmeer rettete, zurück gezogen und die Grenzen dicht gemacht. Das Schiff Alan Kurdi musste viele Tage lang im Mittelmeer herum irren, bis man sich geeinigt hatte, wer die Flüchtlinge von diesem Schiff aufnimmt.

Das Asylrecht ist praktisch außer Kraft gesetzt und durch einen Gnadenakt für wenige ersetzt worden. Was ich vermisse, ist eine Konferenz der Staatschefs zwecks Klärung, wie es mit dem Asylrecht weiter gehen soll. Aber was schert schon die Politiker das Völkerrecht. Es ist ein reines „Schönwetterrecht“, das jedem im Ernstfall egal ist. Wir sahen das im letzten Krieg, im Irakkrieg oder in Srebrenica u.a.
Immerhin sollte die Regierung doch dem Volk erklären, warum sie sich so „orbanisiert“ hat.

Die Merkel-Toten?


Gerade hat es viel Wirbel um den Besuch Orbans beim Parteitag der CSU gegeben. Die Mainstream-Medien verurteilen ihn unisono. Und was sie dem Mann besonders vorwerfen, ist die Tatsache, dass er die Flüchtlingsfrage mit Terrorismus vermengt. Die „Gutmenschen“ melden sich hier gleich als die großen Moralisten zu Wort: Man dürfe doch nicht die Flüchtlinge mit Terroristen gleich setzen.
Das ist die Art, wie hier diskutiert wird – als wenn sie von der Regierung gesteuert wird: Der wunde Punkt von Merkels Flüchtlingspolitik ist nämlich der, dass im Zuge des ungehemmten Zuzugs von Asylsuchenden natürlich auch Terroristen mit ins Land gekommen sind. Und eine ehrliche Diskussion würde die Frage untersuchen, wie viele Deutsche Opfer von solchen Terroristen geworden sind. Dabei müsste auch ganz offen die Frage untersucht werden: Darf ein Staat Flüchtlinge aufnehmen auf die Gefahr hin, dass seine Bürger Opfer von Terroristen werden können? Weil Orban diese Frage verneint hat, gilt er für viele als der verfemte Mann Europas. Aber sollte man nicht auch seine Meinung respektieren, auch wenn man sie nicht billigt? Wenn Orban mit uns so umginge wie wir mit ihm, würde er die deutschen Terroropfer als „Merkel-Tote“ bezeichnen.
Übrigens haben wir eine neue Fluchtbewegung: Es gibt nicht wenige Menschen, die aus Deutschland und Frankreich wegziehen und in Ungarn eine sichere Zuflucht suchen:
https://autorenseite.wordpress.com/2017/11/29/flucht-aus-deutschland/
Auch innerhalb Deutschlands ist eine Fluchtbewegung zu beobachten: Deutsche Eltern wollen nicht, dass ihre Kinder in Schulen gehen müssen, wo der Nachwuchs von Flüchtlingen die Mehrheit bildet. Diese Eltern sind keineswegs Rassisten, sondern fürchten nur, dass die Kinder mit ausländischen Wurzeln, die oft wenig deutsch sprechen, den schulischen Fortschritt hemmen. Diese Eltern ziehen daher in Gegenden, in denen die deutschen Kinder in der Mehrheit sind. So kommt es häufig statt zu einer Integration zu einer Ghettobildung an deren Ende dann sogar No-Go-Areas stehen. Es wird ja immer bestritten, dass es so etwas in Deutschland schon gäbe. Aber als was bezeichnet man dann Stadtteile, in die sich die Polizei nur mit einem größeren Aufgebot trauen kann?

Tolle Laufbahn: Vom Verbrecher zum Vorbild

Zaun
Erinnern Sie sich noch daran, als der ungarische Ministerpräsident Orban einen Grenzzaun errichtete? Unsere Mainstream-Presse fiel über ihn her und brandmarkte ihn als Unmenschen. Und immer wieder sahen wir Bilder von einer Frau, die einen Flüchtling trat – so, als ob Orban persönlich dafür verantwortlich sei.
Immerhin besaß der Bayerische Ministerpräsident Seehofer den Mut, Orban aufzusuchen und mit ihm zu reden. Das wurde ihm genauso wie sein Putin-Besuch von den Mainstream-Medien übel angekreidet.
Doch nun auf einmal hat sich das Blatt gewendet: Auch unsere Nachbarn in Österreich haben einen Zaun errichtet und sogar der Staat, der die liberalste Asylanten-Politik betrieb, nämlich Schweden, schottet sich ab. Und auch der Dalai Lama meint, dass wir nicht zu viele Flüchtlinge aufnehmen können.
Schließlich noch eine Bemerkung zur Asylpolitik: Ich habe hier ja schon vor längerer Zeit vorgeschlagen, dass diejenigen, die illegal zu uns kommen, ihr Asylrecht verwirkt haben und ohne weitere Prüfung zurück geschickt werden müssen. Dasselbe hat nun auch der österreichische Außenminister gefordert.

Altkanzler Kohl bei Orban

Dass der Altkanzler sich nun auf einmal in die Politik einmischt und Orban aufsucht, werden manche als späte Rache an seinem „Mädel“ ansehen. Wie dem auch sei: Orban ist ein typisches Beispiel dafür, wie hierzulande von den Mainstream-Medien Politik gemacht wird. Wir sahen seinerzeit erstmals Stacheldraht an der Grenze und immer wieder ein Bild einer Ungarin, die einen Flüchtling tritt. Uns wurde vorgeführt, dass hier ein Unmensch am Werk ist. Dass er aber offizielle Grenzübergänge für Asylanten offen hielt, wurde verschwiegen oder in den Hintergrund gestellt.
Inzwischen ist Orbans Kurs von anderen Staaten übernommen worden und dort regieren natürlich keine Unmenschen.
Was mich am Kurs der Kanzlerin schon immer gestört hat, wird jetzt offenbar werden. Sie hat durch ihr „Wir schaffen das!“ eine Einladung an die ganze Welt ausgesprochen. Und das, was als Geste der Humanität erschien, wird sich nun ins Gegenteil verkehren. Die Kanzlerin hat eine Völkerwanderung ausgelöst und bewirkt, dass Zehntausende ihr Hab und Gut verkauft und sich auf die Reise ins gelobte Land (BRD) gemacht haben, wobei Tausende ihr Leben verloren haben. Diese armen Menschen erleben nun als raue Wirklichkeit, dass sie entweder abgeschoben werden oder nicht in die BRD kommen dürfen, sondern einem anderen Land zugeteilt werden. All dies wird menschliche Katastrophen auslösen, die die Frage aufwerfen werden, ob es nicht besser gewesen wären, wenn wir von vornherein Orbans Beispiel gefolgt wären. Und wenn wir uns früher auf die Schultern geklopft und gefunden haben, was wir doch für gute Menschen sind, wird es nun umgekehrt sein und man wird fragen, wer denn schuld an den Unmenschlichkeiten ist, die nun von den Kameras eingefangen werden, wenn die ersten Zwangsabschiebungen kommen.

 

Das Herodes-Prinzip

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Ich habe einen Wirkungsmechanismus entdeckt, den ich Herodes-Prinzip nennen möchte. Herodes war ja der König, der nach Angaben der Bibel angeblich alle Säuglinge umbringen ließ, um den „neugeborenen König der Juden“ zu töten. Seitdem ist er eine der am übelsten beleumdeten Personen der Geschichte. Tatsächlich aber war der gemeinte Herodes längst tot, als Jesus geboren wurde. Hätte es den Kindermord zu Bethlehem wirklich gegeben, hätte der mit Sicherheit auch in der sonstigen Geschichtsschreibung seinen Niederschlag gefunden. Es konnte einfach im römischen Reich nicht passieren, dass ein König sämtliche Babys umbringt, ohne dass dies irgendwo erwähnt wird.
Aus dieser Geschichte haben Propagandisten eine Lehre gezogen: Entsprechend dem Herodes-Prinzip hängt man missliebigen Staatsoberhäuptern etwas an, was nicht der Wahrheit entspricht, um sie dann vernichten zu können. Das war bei Saddam Hussein so, als die USA ihm vorwarfen, Atombomben zu bauen. Ähnlich war es auch bei Janukowitz: Weil der Westen ihn los werden wollte, um die Ukraine in die Nato zu bekommen, dichtete man ihm an, er habe auf sein eigenes Volk schießen lassen. Wie eine neutrale Untersuchung beweist, stimmt das nicht, sondern das Gegenteil ist richtig.
http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2016/01/02/studie-vom-westen-unterstuetzte-opposition-hat-maidan-massaker-veruebt/
Typisch ist ja, dass die Ukraine dieses Massaker angeblich nicht aufklären konnte. Man lässt Gras über die Sache wachsen und mit der Zeit stand dann Janukovitz ähnlich da wie Herodes.
Manchmal frage ich mich, ob das, was man Assad vorwirft, wahr ist: Er soll ja Giftgas gegen seine eigene Bevölkerung eingesetzt haben. Ist er also auch „herodisiert“ worden? Ich halte es auch gut für möglich, dass die Oppositionsstreitkräfte erbeutetes oder selbst hergestelltes Giftgas benutzt haben, um damit Assad ins internationale Abseits zu stellen.
http://www.was-die-massenmedien-verschweigen.de/aktuell/Giftgasunfertig.pdf
http://aixpaix.de/muenchhausen/syrien.html
Die Nachrichten, die aus Syrien kommen, sind sowieso immer mit Vorsicht zu genießen: Es wurde dauernd von verbrecherischen Bombardierungen durch die Russen berichtet. Ich frage mich nur, warum die Russen so etwas Widersinniges tun sollten.
Kurzum: Es gibt viele, die als Nachfolger von Herodes hingestellt werden. Putin ist auch so einer.
Ebenso erging es seinem Kollegen Orban. Er wurde bei uns verteufelt (herodisiert), weil er einen Grenzzaun bauen ließ. Was dabei meist verschwiegen wurde, ist die Tatsache, dass er Übergangsstellen für einen geordneten Eintritt in sein Land einrichtete. Um das Bild von Ungarn abzurunden, sahen wir immer wieder Bilder von einer Ungarin, die nach einem armen Flüchtling trat (Das hätten wir leicht durch Bilder aus Deutschland überbieten können). Was uns die Bilder aus Ungarn suggerieren sollten, war, dass wir mit unserer Flüchtlingspolitik die besseren Menschen sind. Und so wurde jede vernünftige Kritik an dieser Politik schon im Keime erstickt. Wenn wir ehrlich gewesen wären, hätten wir uns an die eigene Nase fassen und zugestehen müssen, dass wir in Ceuta und Mellila viel schlimmere Zäune errichtet haben als Orban.
Inzwischen hat auch Österreich in Spielberg einen Zaun gebaut und andere Staaten wollen folgen. Auch Dänemark und Schweden haben sich abgeschottet. Aber diese Länder werden nun nicht so behandelt wie Orban.

Das Herodes-Prinzip

Das Herodes-Prinzip
Ich habe ein Phänomen entdeckt, das so bisher nicht beschrieben wurde. Ich taufe es daher „Herodes-Prinzip“. Herodes ist ja in den Augen der meisten Menschen eine der übelsten Gestalten der Geschichte, weil er den Kindermord von Bethlehem beging. Das steht so in der Bibel und ist daher für viele unumstößliche Wahrheit. Tatsächlich dürfte aber diese grausige Geschichte nur ein dichterisches Ausschmückungsdetail sein, mit dem die Evangelisten zeigen wollten, wie gefährdet die Kindheit Jesu war. Es kann nämlich keinesfalls sein, dass eine so schreckliche Tat wie der Kindermord nicht irgendwo seinen Niederschlag in der sonstigen Geschichtsschreibung gefunden hätte. In den offiziellen Berichten findet sich nur der Hinweis, welche Verwandten Herodes umgebracht hat. So lag es nahe, ihm auch eine solche Tat wie den Kindermord anzuhängen. Wahrscheinlich wird Herodes also insoweit völlig zu Unrecht beschuldigt.
Nehmen wir aber lieber ein anderes Beispiel aus unserer Zeit: Nach dem, was wir in den Medien lesen, ist Orban jener Unmensch, der einen Zaun um Ungarn errichten ließ. Was aber dabei gezielt verschwiegen wird, ist die Tatsache, dass er damit die Flüchtlinge zwingen wollte, sich registrieren zu lassen. Dafür hatte er Grenzübergänge, also eine Art von Transitzonen eingerichtet. Die Flüchtlinge wollten sich aber nicht registrieren lassen, weil sie fürchteten, einem bestimmten Land zugewiesen zu werden. Sie wollten aber nach Deutschland oder Schweden.
Wenn unsere Medien Orban als eine Art von Verbrecher gegen die Menschlichkeit hinstellten, so übersahen sie dabei, dass um die Enklaven der EU in Afrika viel schlimmere Zäune errichtet worden waren. Darüber hat sich aber damals niemand aufgeregt.
Ich habe den Verdacht, dass es auch Putin so ähnlich geht wie Orban:
http://web.de/magazine/politik/rezension-endspiel-metamorphosen-wladimir-putin-michail-sygar-31045196
Ich glaube, dass der Mensch solche Personen als Hintergründe braucht, um sich davor positiv abzuheben. Daher muss ständig eine neue Sau durchs Dorf getrieben werden. Dann fühlt man sich wohl und sagt: Gott sei Dank! Ich (Wir) bin (sind) nicht so.