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Tut was für eure Augen!

Brille

Es gibt die Redensart: etwas „wie einen Augapfel zu hüten“. Doch dieser Spruch stimmt nicht mehr. Wir sind unsensibel (oder dümmer?) geworden, was unsere Augen anbetrifft:
In Europa und den USA sind bereits rund 40 Prozent der Kinder und Jugendlichen kurzsichtig . Das sind doppelt so viele wie noch in den 1990-er Jahren. Unter den Studenten braucht sogar jede(r) Zweite eine Brille. Zwar lesen wir hier, dass Kurzsichtige vergleichsweise schlauer sind als Normalsichtige:
http://web.de/magazine/gesundheit/kurzsichtigkeit-folge-intelligenz-31959610
Sehr Kurzsichtige sollen sogar noch intelligenter sein. Das stimmt aber in dieser Allgemeinheit nicht. Natürlich sind Menschen, die durch vieles Lesen ihre Augen kaputt gemacht haben, oft klüger als diejenigen, die kaum gelesen haben.
Aber ein wirklich intelligenter Mensch geht sorgsam mit seinem Körper um, also auch mit seinen Augen. Er ernährt sich gesund. Und so, wie ein Mensch, der sitzend arbeitet, etwas für seine Wirbelsäule tun muss, muss auch derjenige, der viel liest, Ausgleichsübungen für seine Augen machen. Ich habe schon in der Volksschule gelernt, dass man alle Viertelstunden von seinem Buch aufschauen und in die Ferne blicken muss, um die Augen zu trainieren. Und das stimmt tatsächlich. Ich brauche mit meinen 82 Jahren immer noch keine Brille. Vielleicht liegt es auch daran, dass ich häufig Karotten zu essen bekam -wegen der Augen. Und natürlich saße früher nicht vor dem PC, denn den gab es noch nicht. Wir waren draußen an der frischen Luft. Schade, dass solches Grundwissen heute verloren gegangen zu sein scheint. Die Menschen von heute können oft nicht mehr über den Tellerrand ihres berufsbedingten Wissens hinaus sehen.
Kurzsichtige sind also vielfach Leute, die ganz einfache, aber sehr wichtige Grundregeln für das Leben nicht kennen.
Und wer weiß schon, dass
empfindliche Kinderaugen das kurzwellige Licht von Smartphones ungehindert bis zur Netzhaut vordringen lassen und dass die Strahlen dort einen Schaden wie bei einem einen Sonnenbrand verursachen können? Als Folge sind schwere Sehstörungen zu befürchten, bis zum Verlust der Lese-Fähigkeit. Aber wer nutzt schon eine App zur Dämpfung des kurzwelligen Lichts seines Smartphones?
Ähnlich verhält es sich ja mit den Ohren: Diese Organe sind oft schon in frühester Kindheit erheblichen Belastungen ausgesetzt, weil viele Kinder nicht mehr vorgelesen bekommen, sondern mit Ohrstöpseln Geschichten von einem Gerät hören. Und so geht es dann weiter: Krach in Discotheken, Radio im Auto auf full Power …
Wachsen da einmal schwerhörige, halbblinde Menschen heran?