Schlagwort-Archive: öffentlich

Wozu öffentlich-rechtliches Fernsehen?

Über die grundsätzlichen Fragen wurde hier schon öfter geschrieben. Aber es sind doch noch einige Randbemerkungen angebracht: Fällt Ihnen das auch auf, dass die öffentlich-rechtlichen Sender immer mehr die privaten kopieren? Boulevard-Sendungen wie „Leute heute“ hat es früher im ZDF nicht gegeben, aber beim Ringen um die Quote müssen die öffentlich-rechtlichen halt erfolgreiche Programme der Privaten kopieren, und so sehen wir jeden Tag, wie Promifrauen bei irgendeinem unbedeutenden Event gekleidet waren. Zum Glück für solche Sendungen gibt es ja fast jeden Tag so ein Event.
Mit den Kochshows ist es dasselbe: Nie wurde früher bei den öffentlich-rechtlichen gekocht, heute im ZDF sogar gleich in zwei Sendungen. Es fehlt aber dort zur Zeit noch die „Shopping-Queen“.
Als RTL sein Nachrichtenstudio umgebaut hatte, konnten die öffentlich-rechtlichen natürlich nicht zurückstehen und machten dies nach, allerdings ziemlich schlecht beleuchtet. Was nun aber das Problem ist: wie bei RTL sitzen nun die Nachrichtensprecherinnen nicht mehr hinter einem Tisch, sondern stehen daneben. Eigentlich will ich die Damen gar nicht in einer Ganzkörperpräsentation sehen. Auch sie fühlen sich in dieser Rolle offensichtlich nicht wohl. Manche fühlen sich zu dick und stehen mit gekreuzten Beinen da, weil sie finden, dass dies schlanker wirkt. Und daher hätte ich einen Vorschlag für ein Programm:
Weil wir dauernd Miss-Wahlen haben (gerade wurde eine Miss Tuning gewählt!), sollte man auch mal eine Miss Kreuzbein wählen. Die fehlt uns noch.
In einem sind allerdings die öffentlich-rechtlichen den privaten Sendern voraus: Sie haben eine Nachrichtensprecherin mit goldenen Haaren. Erst dachte ich ja, sie wurde eine Perücke mit Kunsthaar tragen, die halt im Fernsehen golden herüber kommt. Dann aber sah ich im Fernsehen, dass es einen Goldhaarspray gibt. Aber goldene Haare sehen so scheußlich aus, dass es nicht umsonst ein Märchen über einen Teufel mit goldenen Haaren gibt, allerdings nur mit drei, denn mehr ist auch ihm offenbar unerträglich.