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Respekt, Frau Buder!

Die CDU hat einen großen Fehler gemacht, als sie Frau Buder nicht ermöglicht hat, an der Wahl des Parteivorsitzenden teilzunehmen. Das wäre ein Zeichen dafür gewesen, dass die Demokratie auch unten an der Basis angekommen ist:

CDU: Wahl des Parteivorstands – Mein Beileid, Frau Buder

Wenn nun drei alte Männer den Scherbenhaufen zusammen kehren wollen, den die Kanzlerin hinterlassen hat, so ist davon nicht viel zu erwarten: Haben die drei jemals den Mund aufgemacht, um die schlimmsten Missstände zu beseitigen?
Schäbig ist, dass etliche Parteimitglieder Frau Buder vorwerfen, es sei ihr nur um Aufmerksamkeit gegangen. Nein, ihre Kandidatur war wichtig, weil sie zeigt, wie es um die Union steht.
Man könnte natürlich gegen Frau Buder einwenden, sie habe nicht genug Erfahrung, um eine Partei zu führen. Aber hat man je nach Erfahrung gefragt, als man zwei Frauen zu Verteidigungsministerinnen machte? Frau Buder ist intelligent und hätte sich schon in den Job einer Parteivorsitzenden eingearbeitet. Ihre Wahl wäre ein Paukenschlag gewesen, mit dem die Basis hätte zeigen können: Wir wollen einen totalen Neuanfang und brechen mit Frau Buder auf.

CDU: Frauen an die Front! Bravo, Frau Süssmuth!

Nun spricht sich auch Frau Süssmuth für die Idee aus, die ich hier schon geäußert habe: In der CDU sollten sich auch Frauen um den Posten einer Parteivorsitzenden bewerben:
https://autorenseite.wordpress.com/2021/11/03/was-die-cdu-von-den-hunden-lernen-koennte/
Allerdings schlug ich eine Doppelspitze vor. Aber die Idee von Frau Süssmuth ist vielleicht noch besser: Wenn sich schließlich zwei ältere Herren um den Parteivorsitz bewerben werden, stehen sie für ein „weiter so“. Eine junge Frau dagegen würde einen völligen Neuanfang symbolisieren. Und sie hätte gute Chancen, denn in der Basis dürfte es gären, seit gegen ihren Willen der erfolglose Laschet an die Spitze gestellt wurde. Da könnte es durchaus sein, dass nicht nur die Frauen eine Frau wählen würden, sondern auch die vielen Unzufriedenen. Dann könnte es also spannend werden. Nur Mut, meine Damen!

Für die SPD gibt es nur eine Rettung: Kühnert.


Der frühere Bundeskanzler Kohl sprach gelegentlich von der „Gnade der späten Geburt“. Das ist eine demütige Erkenntnis, die zum Ausdruck bringt, dass er sich
wohl gefragt hat, in was er verwickelt worden wäre, wenn er früher auf die Welt gekommen wäre.
Auch Kühnert hat diese „Gnade der späten Geburt“. Er ist nicht schuld daran, dass seine Partei ihre Klientel schmählich verraten hat. Das wäre gut für einen Neuanfang, der eine radikale Abkehr von der übrigen Linie bringen müsste.
Die SPD hat ja das Glück, dass sich nicht – wie sich auf der rechten Seite die AfD etabliert hat – auch auf der linken eine radikal-soziale Partei breit gemacht hat.
Und günstig ist auch für die SPD, dass man von Wagenknechts „Aufstehen“ auch nichts mehr hört und daraus keine neue Partei entstanden ist.
Gerade weil sich die Jugend mit „Fridays for Future“ politisch engagiert, wäre ein junger Parteichef für die SPD die Lösung, weil der den alten Ballast abschütteln könnte.
Freilich gehört Mut dazu, Kühnert zu wählen. Aber man sollte sehen, dass er zum einen auch nicht mehr kaputt machen kann als die bisherige Parteiführung und dass der Mann am glaubwürdigsten einen neuen Aufbruch verkörpern könnte. Zur Not könnte man ihn ja in eine Doppelspitze einbinden.

SPD: Denkt mal drüber nach!


Wenn man nun die „Medienexperten“ im Fernsehen hört, wie sie der SPD Ratschläge geben, da kann ich nur an meine gute alte Mutter denken. Die hätte gesagt: „Olle Kamellen“.
Die Parteien haben sicher auch solche Ratgeber, die zwar viel Geld kosten – aber was ist dabei heraus gekommen? Der Absturz der SPD ist weiter fort geschritten.
Also liebe Sozis: Da hätte ich einen guten Rat für euch, der nichts kostet, weil ich finde, dass wir mehr denn je eine starke Linke brauchen:
https://autorenseite.wordpress.com/2017/04/03/rpd-radikal-soziale-partei-deutschlands/

Wenn ihr ehrlich seid, müsst ihr feststellen: Ihr habt den Karren an die Wand gefahren. Und was macht man in so einer Situation? Schaut euch mal um: Da könnt ihr von der Wirtschaft etwas lernen. Was tun Unternehmen, die in eurer Lage sind? Sie pfeifen auf den einst erworbenen Goodwill ihrer Firma, den sie zerstört haben und der nichts mehr wert ist. Sie werfen den alten Ballast ab und fangen unter einem Namen völlig neu an:
So wurde beispielsweise aus der Hamburg-Mannheimer Versicherung die Ergo-Versicherung und aus der Citibank wurde die Targo-Bank. Diese und andere Firmen hatten mit Skandalen ihren Ruf so ruiniert, dass sie sich mit Millionenaufwand ein neues Image zulegen mussten. Nur wenige Menschen sehen wohl noch wie ich bei der Reklame der Targobank vor ihrem inneren Auge die protestierenden Menschen vor der Citibank.
Freilich werden sich viele von den alten Genossen dagegen wehren, der ältesten Partei Deutschlands einen solchen harten Schnitt zu verpassen. Vielleicht ginge es mit einem Kompromiss: Es gründet sich mit den fortschrittlichen Kräften eine neue SPD (NSPD), die schonungslos mit der alten SPD abrechnet, weil diese die Interessen ihrer Klientel schmählich verraten hat. Oder man gründet mit Kräften aus der Linken eine RPD (s. Link oben). Frau Wagenknecht hat so etwas Ähnliches ja mal mit der Bewegung „Aufstehen“ versucht.
Liebe Sozis: Nehmt euch die AfD als Beispiel: Die hat erkannt, das rechts neben den Parteien viel Platz ist, und sie hat sich dort etabliert. Links ist noch mehr Platz. Da muss man hinein stoßen, aber nicht mit einem alten Karren, den man an die Wand gefahren hat.