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Sind Sie ein netter Mensch?

Wenn ich zur Weihnachtszeit durch die Straßen fahre und am Müllabfuhrtag die Tonnen am Straßenrand stehen, dann sehe ich, wenn ich Glück habe, vielleicht einmal an einer Tonne ein Kuvert mit einem Trinkgeld. Wie anders war das früher, als die Müllabfuhr vom öffentlichen Dienst gemacht wurde. Ein Fahrer und zwei Mann waren unterwegs und trotzdem war die Müllabfuhr billiger als heute. Und um Weihnachten herum läuteten die Müllmänner an den Haustüren, um ein frohes Fest und glückliches neues Jahr zu wünschen. Natürlich kassierten sie dabei nicht wenig Trinkgeld.
Nun kommt ein Privatunternehmen zum Müllsammeln. Ein Mann wurde eingespart. Der übrig Gebliebene leert die Tonnen allein. Zeit zum Trinkgeldsammeln hat er kaum. Er bekommt ja auch in der Regel nichts. Denken Sie doch mal darüber nach, ob sie ihm nicht eine kleine Freude machen sollten, indem Sie ihm ein Kuvert mit guten Wünschen und einem Scheinchen an die Tonne hängen. Es tut Ihnen ja nicht weh, aber ihm machen Sie eine Freude.
In diesem Zusammenhang fällt mir mein Vater ein. Er hat sich bis ins hohe Alter einen Brauch aus der Kindheit bewahrt: Am 1. Advent stellte er eine leere Krippe auf. Für jede gute Tat durfte er einen Strohalm hinein legen, damit das Christkind an Weihnachten schön weich liegen konnte. Das Trinkgeld für den Müllmann wäre also doch vielleicht einen Strohhalm wert gewesen!
Und auch der Postbote würde sich freuen, wenn Sie seinen Mindestlohn ein wenig aufbessern.
So sieht es aus mit der Nettigkeit:
https://autorenseite.wordpress.com/2020/11/12/heute-ist-der-weltnettigkeitstag-sind-sie-dabei/

Sind Frauen netter als Männer?

Früher gab es die Festtage und den Tag der Arbeit. Und dann kamen die Leute auf die Idee, auch anderes in den Blickpunkt zu rücken. Und so machten sie alle 365 Tage des Jahres zu irgendwelchen Gedenktagen. Und weil die Tage des Jahres dafür nicht ausreichten, packte man mehrere Themen in einen Tag hinein.
Heute ist zum Beispiel u.a. der Tag des menschlichen Geistes. Der hat seine Berechtigung, denn die Menschen werden immer dümmer und es liegt auf der Hand, dass man etwas dagegen tun muss, bevor die künstliche Intelligenz die Herrschaft übernimmt.
Heute ist auch der Tag der spontanen Nettigkeit. Zwar gibt es schon den Welttag der Nettigkeit, aber es ist gut, die Menschen wieder daran zu erinnern, dass man auch mal ganz spontan ein bisschen nett sein kann.
Gestern, als ich am Berg wanderte, habe ich mich zufälligerweise auch schon mit diesem Thema beschäftigt und mir die Frage gestellt, ob Frauen netter sind als Männer. Es ist ja üblich, dass man sich normalerweise am Berg grüßt, wenn man sich begegnet. Und da ist mir aufgefallen, dass die Männer mit ihrem normalen Alltagsgesicht grüßten, die Frauen aber mit einem netten freundlichen Lächeln. Seitdem denke ich darüber nach, ob die Frauen vielleicht automatisch auf Charme schalten, wenn einem Mann begegnen oder ob die Frauen vielleicht überhaupt netter sind,  Was meint Ihr?

Heute ist der Griesgram-Tag. Sind Sie dabei?

Hässliche Menschen: Kürzlich las ich in einem rührenden Blog, dass sich eine junge Bloggerin darüber beklagte, dass die Menschen immer hässlicher würden. Sie meinte damit nicht das äußere Erscheinungsbild, sondern die griesgrämige Wesensart, insbesondere die aussterbende Höflichkeit. In der Tat ist es heute nicht mehr selbstverständlich, dass man sich gegenseitig die Tür aufhält bzw. sich dafür bedankt, dass man grüßt, wenn man sich in einem Lokal niederlässt, …
Diese Wesensart prägt sich auch im Gesicht aus. Wenn ich in einem Gasthaus sitze und Leute herein kommen sehe, schaue ich sie an und wette mit mir selbst, ob sie grüßen oder nicht. Und dabei gewinne ich fast immer, auch wenn ich meistens auf die Unhöflichen setze. Man sieht ihnen halt ihre Grisgrämigkeit an. Und die breitet sich immer mehr aus.
Unglaublich fand ich, was eine Personalchefin im Rundfunk berichtete: Leute, die sich um eine Stelle in ihrer Firma bewarben, grüßten nicht einmal, als sie zum Bewerbungsgespräch eintraten.

Toll fand ich eine Sendung im amerikanischen Fernsehen. Da wurde die Höflichkeit der Menschen getestet. Man hielt anderen die Tür auf und stellte sie zur Rede, wenn sie sich nicht bedankten.
Mir ist noch derjenige in Erinnerung, der einen Preis für seine Höflichkeit gewann. Das war ein Kellner im Waldorf Astoria, zu dem ein junges Paar mit einem Baby kam und ihn bat, das Fläschchen für das Kleine zu wärmen. Er tat dies sehr freundlich und verlangte kein Geld dafür.
Die Griesgrämigen sind in der Regel Menschen, die zu dumm sind zu erkennen, wie viel schöner das Leben sein kann, wenn man nett zu einander ist.
Und noch ein Aphorismus aus meiner Sammlung:

Jeder Mensch hat wie ein Musikinstrument eine gewisse Grundstimmung: Der eine ist eher positiv eingestellt, der andere negativ, der eine sagt eher ja als nein, beim anderen ist es umgekehrt: er ist „verstimmt“.

Heute ist der Weltnettigkeitstag

Die Nettigkeit der Menschen nimmt immer mehr ab:
Wenn die Gäste, die ein Lokal betreten, freundlich grüßen, herrscht dort insgesamt eine angenehmere Atmosphäre, als wenn die Leute muffig herein stapfen und Platz nehmen. Oft schließt sich ja auch noch dem Gruß ein freundlicher Satz an oder es entwickelt sich sogar ein Gespräch.
Leider ist den meisten das Gefühl dafür verloren gegangen.
Wenn ich in einem Lokal sitze, beobachte ich die Menschen. Ich kann fast immer mit 100%-iger Sicherheit vorher sagen, wer grüßen wird und wer nicht. Die notorischen Nicht-Grüßer sollten sich einmal klar machen, dass sich ihre negative Grundstimmung nicht nur im Gesicht ausprägt, denn Freundlichkeit macht schön. Auch das ganze Leben sieht anders aus, wenn man es mit einer positiven Grundstimmung anpackt.
Vielleicht sollte man einmal im Fernsehen einen Nettigkeitspreis vergeben. Ich erinnere mich an eine solche Sendung aus den USA. Dort hatte ein Ober aus dem Waldorf-Astoria-Hotel den Nettigkeitswettbewerb gewonnen, weil er einem jungen Paar das Fläschchen für sein Baby gewärmt hatte, ohne dass das Paar irgendeine weitere Bestellung aufgegeben hätte.

Seien Sie doch auch mal nett!

Der Firma Vodafone verdanke ich einen Haufen Ärger. Wie in den Blogs weiter unten beschrieben war ich 3 Wochen ohne DSL-Anschluss. Und da freut man sich, wenn es Menschen gibt, die sich Sorgen manchen, wie es mir geht. So las ich auf meiner Homepage:
https://autorenseite.wordpress.com/blogs/
„„Was ist los? Ich vermisse Ihre spitzzüngigen Gedanken!
Ich hoffe, Sie machen irgendwo Urlaub, wo es schon richtig Frühling ist und sind nicht irgendwo in einem Krankenhaus.
Mit der Zeit sind Sie mir richtig ans Herz gewachsen, auch weil ich Ihnen so gern widerspreche (in wichtigen Dingen bin ich meistens Ihrer Meinung).
Sie dürfen gern etwas ganz Gemeines über Frauen schreiben, wenn Sie bloß gesund sind.
Alles Gute Ihnen!““
Eine andere Frau bedankte sich für eines meiner Bücher. Sie schrieb, sie habe die ganze Nacht am Bett ihres sterbenden Vaters gewacht. Auf seinem Nachttisch habe sie ein Buch von mir gefunden und gelesen. Dabei habe sie sich entspannen können und sogar am Sterbebett ihres Vaters gelacht.
Wenn ich das Buch nur für diese Frau geschrieben hätte, wäre es für mich ein Erfolg gewesen, der hohe Verkaufszahlen aufgewogen hätte.
Und so gäbe es noch etliche Beispiele. Wissen Sie eines, dann schreiben Sie es doch bitte als Kommentar.
Übrigens müssen die Pfadfinder jeden Tag etwas Gutes tun. Wie steht es denn mit Ihnen? Wäre diese Verpflichtung nicht auch etwas, was man sich mindestens mal für den Ostermontag vornehmen könnte? Geht es Ihnen auch so, dass man sich gleich viel besser fühlt, wenn man etwas Gutes getan hat?