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Vor 75 Jahren: Kapitulation – Ich war dabei: So war’s

 

Heute vor 75 Jahren kapitulierte Deutschland. Wir wohnten damals in Kiel und so sah es dort aus:

„Auf Kiel fielen insgesamt bei 90 Luftangriffen 44 000 Sprengbomben, 900 Minenbomben und rund 500 000 Brandbomben. Fast 3000 Zivilisten verloren ihr Leben, über 5000 wurden verletzt, 167 000 Einwohner wurden obdachlos. Die Zahl der Toten wäre höher gewesen, wenn nicht während des Krieges zahlreiche Luftschutzbunker gebaut, über 150 000 Kieler evakuiert und nicht Schulkinder im Rahmen der Kinderlandverschickung in weniger gefährdete Gebiet gebracht worden wären. Am 1. Januar 1945 hatte die Stadt nur noch 143 000 Einwohner, vor allem Frauen und Alte. Vor dem Krieg hatten in Kiel 261 000 Menschen gelebt.“
Über 5 Millionen Kubikmeter Schutt bedeckten die Stadt. Denn 35% der Gebäude waren zerstört, 40% beschädigt, 25% unbeschädigt. Noch schlimmer war es um die Wohnungen in Kiel bestellt. 40% waren zerstört, 40% beschädigt und nur 20% unbeschädigt.“
(https://www.kiel.de/de/bildung_wissenschaft/stadtarchiv/erinnerungstage.php?id=34)

Als Kiel kampflos übergeben wurde, befürchtete ich das Schlimmste, das uns ja die Nazis für diesen Fall prophezeit hatten. Die bisherigen Feinde, die uns als Kinder beim Kartoffelsammeln auf dem Feld beschossen hatten und die immer wieder die endlosen Flüchtlingstrecks angegriffen  hatten, waren nicht nur in meinen Augen, sondern auch völkerrechtlich Kriegsverbrecher. Was würde nun aus uns werden?
Meine Mutter schickte mich am Tag des Einmarsches der Briten zum Milchmann (So etwas gab es damals noch.) Ich hatte ein wenig Angst, beruhigte mich aber, als es dort sehr voll war und die Frauen sich unterhielten mit der übereinstimmenden Meinung: „Gott sei Dank: Der Krieg ist vorbei und schlimmer kann es nun auch nicht werden.“ In diesem Augenblick meldete ein Junge aufgeregt, dass der erste britische Panzer unten an der Hauptstraße stehen würde und dass die Soldaten den Passanten die Uhren abnehmen würden (Ja, eine Uhr war damals ein Wertgegenstand,).
Als ich wieder zu Hause war, hielt es meine Mutter für besser, alles zu vernichten, was mit dem Dritten Reich verbunden war: Das war zunächst einmal Hitlers „Mein Kampf“. Das Buch gehörte damals in jeden Haushalt wie die Bibel. Ich verbrannte es in unserer Brennhexe, einer chamottierten Blechkiste, auf der wir in Ermangelung von Strom und Gas kochten. Dann zertrümmerte ich mit einem Hammer das Parteiabzeichen meines Vaters. Er war zwar kein Nazi, aber im NSKK (National-sozialistischen Kraftfahr-Korps) wegen der schönen Touren, die dieser Verein damals unternahm.
Außerdem verbrannte ich ein Ölbild meines Vaters in Uniform, das ihm jemand zum Geburtstag gemalt hatte. Meine Mutter fand, wenn unser Haus durchsucht würde, könnte ihn jemand für Hitler halten, obwohl überhaupt keine Ähnlichkeit vorhanden war.
Nachdem wir unsere Wohnung auf diese Weise entnazifiziert hatten, rumpelte es draußen. Der erste Panzer fuhr vor. Ich war natürlich neugierig und schaute vorsichtig hinaus, aber es war alles ganz anders, als ich mir gedacht hatte. Ein Neger (Das durfte man damals noch sagen)  lag auf dem Panzer in der Sonne und lachte. Kinder liefen hinterher und bettelten um Schokolade, die er gelegentlich verschenkte. Dabei hielt er das Buch „Mein Kampf“ in die Höhe und nannte den Preis: „One chocolade!“ Und dann zeigte er ein Parteiabzeichen her und rief: „Three choclades!“
Ich meldete das meiner Mutter und wir fanden: Waren wir blöde!
Ja so war’s damals!

 

 

Jetzt ist die AfD gefordert

Ich sehe mit Entsetzen, wie sich unser Land immer mehr spaltet und die Gegner immer feindseliger aufeinander los gehen. Zur Zeit kann man kaum den Fernseher einschalten, ohne zu erfahren, dass die AfD schuld an den Morden von Hanau ist. Sogar in einer „Mädchensitzung“ im Karneval kann man mit solchen Thesen Beifall einheimsen. Nur: So einfach ist die Sache nicht:
https://autorenseite.wordpress.com/2020/02/21/hanau-wer-ist-schuld-cdu-oder-afd/
Die AfD könnte, ja müsste sogar zur Befriedung der Lage beitragen, indem sie klare Kante zeigt.
Manchmal denke ich, ich wäre gerne Ghostwriter für die Reden der verschiedenen Parteien. Dann würde ich der AfD raten, eine gemeinsame Pressekonferenz mit Gauland , Höcke und Meuthen einzuberufen und dabei folgendes klar zu bekennen:
1. Die AfD ist verfassungstreu und bekennt sich insbesondere zu dem Grundsatz: „Die Würde des Menschen ist unantastbar.“ Das gilt für alle Menschen ohne Rücksicht auf ihre Herkunft.
2. Die AfD ist nicht rassistisch oder fremdenfeindlich. Sie lehnt nur den ungebremsten Zuzug von Ausländern ab. Sie verfolgt damit die gleiche Politik wie die östlichen Länder der EU und die USA. Der Vorwurf von Nationalsozialismus ist also falsch.
3. Die AfD hat schon früh vorgeschlagen, für die Flüchtlinge außerhalb Europas einen Aufenthaltsort zu schaffen, wo sie gefahrlos und würdevoll leben können. Diese Politik wäre humaner als die derzeitigen Zustände auf Lesbos. Wir geben jährlich 23 Milliarden für die Flüchtlinge aus. Für einen Bruchteil dieser Summe wären zahlreiche Staaten in Afrika bereit, menschenwürdige Aufenthaltsorte aufzubauen.
4. Wir sind weder antisemitisch noch gegen Moslems. Wir wollen aber, dass das Abendland nicht seiner kulturellen Wurzeln beraubt wird.
5. Die AfD ist nicht antidemokratisch, sondern will ihr Programm dadurch verwirklichen, dass sie dazu vom Volk Zustimmung erhält.

Zu solchen Thesen müsste sich die AfD einmal in einer grundsätzlichen Verlautbarung klar bekennen. Ob sie damit als glaubwürdig betrachtet wird, steht auf einem anderen Blatt.

 

 

Hanau: Wer ist schuld? CDU oder AfD?


Neben der Trauer, die wir über den Massenmord von Hanau empfin
den, stellen nun schon die ersten fest, wer schuld ist: die AfD, weil sie mit ihrem völkischen Denken den Boden für solche Taten bereitet habe. Wir haben für solche politischen Schnellschüsse ein eigenes Wort erfunden, das es so früher nicht gegeben hat: Das Verbrechen wird „instrumentalisiert“.
Ich würde statt von „instrumentalisieren“ eher von „selektieren“ sprechen: Man sucht sich bei einem komplexen Sachverhalt eine mögliche Ursache heraus und das ist gut für die Massen, denen eine komplizierte Ursachenforschung fremd ist.
> Für mich ist sie Hauptursache für solche Verbrechen die allgemeine Verrohung der Gesellschaft, die hier beschrieben ist. Schüler gehen mit einem Messer in die Schule. Die Polizei ist nicht mehr der „Freund und Helfer“, sondern ein Feind, den man am liebsten umbringen würde. Sogar Beamte, Sanitäter und auch Ärzte werden Opfer von Gewalttaten. Natürlicherweise gipfelt eine solche Verrohung darin, dass man den politischen Gegner vernichtet.
> Gewalt ist allgegenwärtig im Fernsehen. Schlagen Sie mal die TV-Programm-Zeitschrift auf und zählen Sie, wie viele Krimis da angeboten werden. Ist es nicht merkwürdig: Gewalt im Fernsehen ist selbstverständlich, aber wenn zwei Menschen Spaß miteinander (sprich: Sex) haben, dann
darf so etwas auf keinen Fall gezeigt werden.
> Hauptursache der Verrohung der Gesellschaft ist die Zerstörung der Familie: Kinder, die in einer liebenden Gemeinschaft aufwachsen, neigen nicht zu Gewalt. Aber wenn die Jugend sich weit gehend selbst überlassen bleibt, gibt bei ihnen oft der Stärkere den Ton an und das ist meist der, von dem die stärkste Gewalt ausgeht. Die Lehrer klagen darüber, dass ihre Schüler nicht erzogen seien und sie diese Aufgabe übernehmen müssten. Dann ist es aber oft schon zu spät.
> Das Familienleben ist der Wohnungspolitik zum Opfer gefallen: Anders als in Österreich
ist das Wohnen bei uns immer unerschwinglicher geworden, weil man viele Sozialwohnungen verkauft hat und kaum neue gebaut hat. Damit erzielte die Regierung den gewünschten Effekt, nämlich dass beide Eheleute arbeiten müssen, um über die Runden zu kommen. Das fördert zwar den Aufschwung, geht aber zu Lasten der Kinder. Für sie bleibt wenig Zeit (also auch für liebevolle Zuwendung). Prinz Charles spricht mit seinen Pflanzen, weil die dann besser gedeihen sollen, aber bei den Kindern wäre das viel wichtiger.
> Wenn man so alt ist wie ich, sieht man Entwicklungen, die anderen vielleicht nicht so bewusst werden: Nach dem Krieg wurde die CDU unter Mitwirkung von Nazis gegründet. Und in ihrer Führungsriege hatten auch immer Nazis einen Platz: Globke, Filbinger …
Aber nun weigert man sich hartnäckig, mit einer Partei zusammen zu arbeiten, der man völkisches Denken vorwirft und die man deshalb als Nazis beschimpft. Nun sind allerdings nicht die Nazis die Erfinder des völkischen Denkens und ein derartiges Denken bedeutet auch nicht, dass man andere umbringt. Schließlich macht einen Nazi in erster Linie etwas anderes aus, nämlich die Devise: „Führer befiehl, wir folgen dir.“ Solche Tendenzen sind bei der AfD nun wohl wirklich nicht auszumachen.
Die CDU könnte also durchaus mit der AfD zusammen arbeiten, denn was schadet es denn, wenn diese Leute beispielsweise auf Landesebene mit bestimmen, wo eine Straße oder Brücke gebaut wird. Aber durch die Ausgrenzung setzt man der AfD die Märtyrerkrone auf und stärkt sie als Protestpartei, deren Nimbus bei einer Zusammenarbeit schnell leiden würde.
Weil die „Hufeisenpolitik“ der CDU auch die Linken als SED-Nachfolgepartei ausgrenzt, obwohl die CDU selbst ehemalige SED-Mitglieder in ihren Reihen hat,
wurde eine feindselige Stimmung in Deutschland erzeugt (die im übrigen durch die Ausgrenzung vieler gewählter Abgeordneter demokratiefeindlich ist). Diese feindselige Stimmung gipfelt derzeit in Attentaten. Auch das sollte man sehen und etwas dagegen tun.

Ist die CDU eine Nazi-Partei?

CDU-Generalsekretär Paul Ziemiak griff die AfD und deren Thüringer Landeschef Björn Höcke an. Er bezeichnete ihn als Nazi. Er hat dieses Urteil einmal in einem Interview damit begründet, dass die AfD rassistisch sei.
Das ist etwa so, als wenn ich Ziemiak wegen seiner Äußerung als Vollidioten bezeichnen würde. Was würde das bringen?
Was mich so ärgert an solchen Äußerungen, ist die Tatsache, dass immer weniger sachlich diskutiert wird und dass eine Debatte immer öfter zur Beschimpfung des Gegners wird.
Schlimm ist, dass das Fernsehen auf solche markigen Pauschalurteile geradezu erpicht ist und sie deshalb überträgt. Damit provoziert man geradezu solche üblen Unsachlichkeiten und man hetzt die Menschen auf. Das verstärkt die Spaltung des Volkes und das führt sogar dazu, dass Demonstranten feindselig aufeinander los gehen.
Wie schön wäre es, wenn das Fernsehen solche populistischen Äußerungen gar nicht mehr übertragen würde!

Um nun beim Rassismus zu bleiben: Ziemiak hat keine Ahnung, von was er redet: Ich habe den Rassismus selbst erlebt: Da kamen die Nazis in unsere Schule und suchten unter uns die Schüler aus, die in ihre Anstalt transportiert werden sollten, wo man die neuen arischen Menschen züchtete. Was glauben Sie wohl, Herr Ziemiak, in welcher Angst wir jungen Menschen unter diesem echten Rassismus gelebt haben?
Das, was Ziemiak bei der AfD als nationalsozialistischen Rassismus beobachten will, sehen wir ja auch in Staaten, die wohl keinesfalls in den Verdacht kommen können, Nazis zu sein: Polen, Ungarn und Tschechei. Richtigerweise hätte Ziemiak vielleicht von „Trumpismus“ reden sollen.
Übrigens sind die Nazis gar nicht Erfinder des Rassismus, sondern der hat seine Wurzeln bei Nietzsche. Und längst vor den Nazis sah der Philosoph Oswald Spengler den „Untergang des Abendlandes“ voraus.

Legt man die Ziemiak‘schen Maßstäbe bei seiner eigenen Partei an, dann ergibt sich „zweifelsfrei“, dass es sich um eine Nazi-Partei handelt. Nach dem Zusammenbruch des Dritten Reiches taten sich Männer zusammen, die die CDU gründeten. Darunter waren etliche Nazis. Und mit Hilfe dieser Partei schafften es immer wieder Nazis, in höchste Staatsämter zu kommen: z.B.: Globke, Filbinger…
Und auch andere Eigenschaften der Nazis könnte man bei der CDU ausmachen: Meinungsführerschaft durch die Mainstream-Medien
oder hemmungsloses Machtstreben, das dazu führt,
dass viele Menschen nicht mehr von ihrer Hände Arbeit leben können,
dass immer mehr Menschen an die Tafeln strömen.
dass immer mehr Kinder in Armut leben,
dass immer mehr Menschen in prekären Arbeitsverhältnissen leben und mehrere Jobs brauchen,
dass das Wohnen immer unerschwinglicher wird,
dass der Mittelstand verschwindet,
dass die Menschen ihrer Ersparnisse beraubt werden
dass sie einem Alter in Armut entgegen sehen,
dass… (Ach, wer Augen im Kopf hat, sieht es ja selbst.)
https://autorenseite.wordpress.com/2017/04/03/rpd-radikal-soziale-partei-deutschlands/

Wie unsere Demokratie immer mehr kaputt gemacht wird

Es steht schlecht um die Demokratie in diesem Land:
https://autorenseite.wordpress.com/demokratie-kaputt/
Was halten Sie denn davon, wenn etwa ein Viertel der von der Bevölkerung gewählten Abgeordneten nicht mitwirken darf? Das wird auf die Dauer nicht klappen. Deshalb rechnet ja auch jeder zweite Bundesbürger damit, dass die AfD demnächst an der Regierung beteiligt wird:
https://www.suedost-news.de/startseite_artikel,-fast-jeder-zweite-rechnet-mit-afdregierungsbeteiligung-_arid,552510.html
Im Grunde genommen geht es den alten Parteien weniger um die Erhaltung der Demokratie als um die Macht. Sie meinen, sie könnten die AfD durch Boykottierung auf die Dauer mundtot machen. Das wird sich jedoch, wie die bisherige Entwicklung zeigt, als Irrtum erweisen. Es wäre ja auch kein „Beinbruch“ für die Demokratie, wenn die AfD beispielsweise in Thüringen darüber mit entscheiden dürfte, ob hier eine Straße oder dort eine Universität gebaut wird. Wenn die AfD wie eine normale Partei behandelt würde, würde sie sehr schnell ihren Nimbus als Protestpartei verlieren und der normalen Abnutzung unterliegen wie die „Volksparteien“ derzeit. Es ist also ein taktischer Fehler, die AfD einfach zu negieren.
Da nützt es auch nichts, wenn man die Bevölkerung immer wieder aufwiegelt, Protestdemonstrationen zu veranstalten. Die beiden wichtigsten „Aufhänger“ gegen die AfD sind zwei Äußerungen von deren Politikern: Gauland hat den Holocaust als Vogelschiss in der deutschen Geschichte bezeichnet. Er hat sich für diesen sprachlichen Missgriff entschuldigt, also distanziert. Dennoch wird immer noch so getan, als sei das die Position der AfD. Was Gauland eigentlich sagen wollte, ist wohl dies: So wie die Kirche die Hexenverbrennungen nicht dauernd thematisiert, sollten wir auch mit dem dunkelsten Kapitel der deutschen Geschichte umgehen: die Erinnerung zwar wach halten, aber in einem gebührenden Rahmen:
https://autorenseite.wordpress.com/2014/11/22/gedenkstaette-gefallene-bundeswehrsoldaten-19745329/
Der zweite Aufhänger f ür die Kampagne gegen die AfD ist die Äußerung über das „Denkmal der Schande“, die bewusst so interpretiert wird, als sei das Denkmal selbst eine Schande.
Und schon ist man beim Vorwurf des Antisemitismus. Und wenn die AfD (wie viele Deutsche auch) meint, man müsse das Land vor Überfremdung bewahren, so mag man das als kleinbürgerliche Mentalität bezeichnen, aber daraus Rassismus oder Fremdenfeindlichkeit herzuleiten,
ist doch wohl verfehlt.
Übrigen sollten sich die Altparteien einmal auf ihre eigene Vergangenheit besinnen: Zu den Gründern der C- Parteien und der FDP gehörten alte Nazis, und der Verfasser eines Kommentars zu den Judengesetzen konnte es sogar zum Staatssekretär bringen. Fast noch schlimmer ist die pädophile Phase bei den Grünen. Gemessen an diesen Geschichten, an denen die Demokratie nicht zu Grunde gegangen ist, leidet die AfD nur unter „Kinderkrankheiten“, die zur Lebensgefahr hoch gespielt werden.
Es macht sich für unser Image im Ausland nicht gut, wenn wir den Eindruck erwecken, als stünde die „Machtergreifung“ schon wieder bevor.

 

Eine ganz widerwärtige Masche

Gerade steht Grönemeyers Aufruf zum Kampf gegen Rechts in der Kritik. Er wird sogar mit mit einer Sportpalast-Rede verglichen. Das ist die neueste Masche bei uns: Man wirft dem Gegner Nazi-Methoden vor.
Ähnlich war es in der an sich von mir geschätztem Heute-Show des ZDF: Da wurden AfD-Mitglieder gefragt, ob vorgelesene Sätze von Höcke oder Hitler stammen würden. Man kann ja durchaus Höckes Stil kritisieren, aber ihn mit Hitler zu vergleichen, geht unter die Gürtellinie.
Kurios ist ja: Je mehr sich die Medien und sogar der Bundespräsident gegen die AfD wenden, umso mehr wird diese Partei gewählt. Das wird sich auch demnächst wieder zeigen. Warum lässt man diese Partei nicht einfach „mitspielen“? Dann wird sie sich schon ihre Hörner abstoßen.
Ich finde jedenfalls, dass es der Demokratie schadet, wenn man die Stimmen eines großen Teils der Wählerschaft unter den Tisch fallen lässt und wenn man dauernd zur „Nazi-Keule“ greift. Das dauernde Nazi-Gerede schadet übrigens auch dem Ansehen Deutschlands im Ausland.

Aus meinem Leben


Ich werde hier von Zeit zu Zeit ein paar Episoden aus meinem Leben einstreuen.
Wenn man so alt ist wie ich, fallen einem in jeder Situation andere Erlebnisse von früher ein:
Als ich heute Morgen mein Vollkornbrot aß, dachte ich an die Kriegszeit. Wir mussten damals s
ehr hungern und da wussten die Nazis einen Ausweg:
Eines Tages erschien unser Volksschulrektor in
SA-Uniform in unserer Klasse und das zeigte uns, dass es etwas Besonderes gab. Er knallte die Hacken zusammen und rief: „Heitler!“ (was so viel bedeutete wie „Heil Hitler!“ Witzigerweise erschien er später einmal, um zu verkünden, dass wir nicht „Heitler“, sondern „Heil Hitler!“ sagen müssten).
Der Rektor verteilte Vollkornbrot-Brocken und forderte uns auf, diese lange zu kauen gemäß dem Sprichwort: „Gut gekaut ist halb verdaut.“ Er sagte uns, wir müssten das Brot so lange kauen, bis es süß schmeckt, so würde auch wenig Brot richtig satt machen. Und dann fragte er, wer denn schon einen süßen Geschmack verspüren würde. Und da flogen auch schon bald die Finger meiner Mitschüler in die Höhe, nur meiner nicht. Ich war halt schon damals ein bisschen anders als die anderen.

Die Arroganz der Altparteien


Die AfD ist ja immer noch ein bisschen in ihrer Gründungsphase: Da gärt es immer noch. Vergleicht man diese Zeit mit der anderer Parteien, da schneidet die AfD gar nicht mal so schlecht ab:
Zu den Gründungsmitgliedern der CDU und FDP  gehörten alte Nazis – und das nach dem von den Nazis begonnen Weltkrieg! In der CDU brachte es Globke, der Kommentator der Judengesetze, sogar zum Staatssekretär.
Ziemlich finster schaut es auch bei den Grünen aus: Sie trugen dazu bei, das Steine werfen auf die Polizei salonfähig zu machen, und ganz übel war ihre pädophile Phase: „Warum sollen Kinder nicht mit Papi in der Badewanne mit dessen ‚Würstchen‘  spielen?“
An all das wollen sich die alten Parteien in ihrer Arroganz nicht mehr erinnern.
Das alles hat unsere Republik einigermaßen gut überstanden. Da wird sie doch wohl nicht durch die AfD unter gehen, erst recht nicht, wenn man sie in Koalitionen einbinden würde anstatt den Willen eines großen Teils der Bevölkerung zu missachten. Diese Missachtung ihrer Stimmen macht diese Menschen nur noch giftiger, so dass die Spaltung des Volkes sich vertieft.
Manchmal frage ich mich schon, ob das noch Demokratie ist, wenn man die von einem großen Teil des Volkes gewählten Abgeordneten von der Mitgestaltung der Politik ausschließt. Wenn man von den alten Parteien immer den Ruf hört, die AfD gefährde die Demokratie, sollten sie sich doch einmal fragen, wie es denn um ihr eigenes Demokratieverständnis steht:
https://autorenseite.wordpress.com/demokratie-kaputt/
Gerade liefert Söder wieder ein Beispiel dafür, wie es in unserem Rechtsstaat aussieht. Er weigert sich konsequent, ein Urteil über die Feinstaubbelastung umzusetzen. Es täte ihm ganz gut, wenn er nun dafür hinter Gitter müsste.
Die AfD ist nicht groß geworden, weil es im Volk einen Rechtsruck gegeben hat, sondern weil das Volk gegen die Altparteien revoltiert. Die einzige, die das begriffen hat, ist Frau Wagenknecht, die eine Mitschuld ihrer Partei am Erstarken der AfD eingesteht.
Übrigens hat die AfD den Linken eines voraus: Sie hat begriffen, dass rechts von den Altparteien viel Platz ist und sie hat ihn genutzt. Links wäre aber mindestens genau so viel Platz, aber die zerstrittenen linken Parteien haben ihn nicht genutzt, so dass ihre unzufriedene Klientel ihr Missfallen durch ihr Kreuz bei der AfD zum Ausdruck gebracht hat, also auf der anderen Seite. Deshalb habe ich hier ja schon frühzeitig zu einer Vereinigung der linken Kräfte aufgerufen und, weil aus Wagenknechts „Aufstehen“ nichts geworden ist, zur Gründung einer neuen Partei, der radikal-sozialen Partei Deutschlands.

Unsere gnadenlosen „Gutmenschen“

Mein Senf dazu:

Den „Gutmenschen“ geht die Arbeit nicht aus. Nun haben sie entdeckt, dass der gebräuchliste Kommentar zum Bürgerlichen Gesetzbuch auf einen Nazi zurück geht. Sie haben daher eine Petition gestartet mit dem Motto „Palandt umbenennen“. So ein Unsinn! Wohl kaum ein Jurist weiß, wer Palandt war. Wenn heute vom „Palandt“ die Rede ist, so ist das genauso, als wenn das Buch X-Kommentar hieße. So gesehen ist es also auch keine Ehrung für einen alten Nazi, wenn sein Name auch heute noch benutzt wird. Es ist einfach praktisch. Außerdem ist es auch völlig falsch, wenn wir die Erinnerung an eine Zeit auslöschen wollen, an deren Folgen wir heute noch tragen.
Den unermüdlichen Gutmenschen sei hier gesagt, dass noch ein Haufen Arbeit vor ihnen liegt: In München gibt es eine Kardinal-Faulhaber-Straße, in der sich das Erzbischöfliche Palais befindet. Müsste die nicht umbenannt werden, weil Kardinal Faulhaber ein Tedeum anstimmen ließ, als das Attentat auf Hitler missglückte?
Und ist es für die Gutmenschen immer noch erträglich, dass eine christliche Kirche den Namen „Evangelisch-Lutherische Kirche“ trägt, obwohl Luther ein schrecklicher Antisemit war?
Und wann fordern die Gutmenschen die Ausweisung von Papst Benedikt XVI aus den Mauern des Vatikans, weil er im Dritten Reich Flakhelfer war?
Nicht einmal den Toten gönnen die gnadenlosen Gutmenschen ihre Ruhe:
https://autorenseite.wordpress.com/2017/01/26/die-gnadenlosen-gutmenschen/
https://www.heimatzeitung.de/startseite/aufmacher/3077649_Thuje-verdeckt-Jodl-Grabstein-Gerichtsentscheid-Mitte-Oktober.html

Liebe Österreicher: Ist es bei euch so schlimm?


Seit Chemnitz ist in Deutschland der Teufel los. Vor lauter Aufgeregtheit können die Politiker nicht mehr unterscheiden zwischen Gegnern der Flüchtlingspolitik, Rassisten, Fremdenfeinden und Nazis. Und nun malen manche Politiker ein Horrorbild vor uns hin: Wir könnten bald österreichische Verhältnisse haben, was noch schlimmer als Chemnitz wäre. Sagt mal, liebe Österreicher, ist es bei euch denn wirklich so schlimm? Ist es zu Ende mit „Tu felix Austria“?
Ehrlich gesagt habe ich ein schlechtes Gewissen, weil ich euren Kurz sympathischer als unsere Merkel finde. Ich habe meinen ganzen Mut zusammen genommen, um dies hier zu bekennen, obwohl ich nun wohl als Rechtsextremer gelte und vielleicht ein Fall für den Verfassungsschutz geworden bin.