Schlagwort-Archive: Nationalmannschaft

Tja, Jogi Löw: Schon mal darüber nachgedacht?

So sieht’s aus:
Jetzt hast du Mats Hummels, Jérôme Boateng und Thomas Müller aus der Nationalmannschaft rausgeworfen. Das hättest du schon nach der verpatzten WM tun sollen. Aber jetzt ist der falsche Zeitpunkt. Den Spielern stehen nämlich schwere Aufgaben bevor. Bewältigen sie diese nicht, dann heißt es, du hättest sie mental nieder gemacht. Die Millionen schweren Fußballer haben ja so zarte Seelchen. Da wird man dich als den Schuldigen ausmachen, der ihre Seelchen zerstört hat.
Ermannen sich aber die Drei und spielen trotzig so gut wie noch nie nach dem Motto „Dem zeigen wir‘s mal richtig“, dann hast du ein noch größeres Problem als sowieso schon, besonders wenn deine Neulinge bei der WM versagen, weil ihnen der Rückhalt von alten Hasen mit Coolness und Erfahrung fehlt.

Genialer Özil


Über den Mann ist eigentlich schon zu viel geredet und – auch hier – geschrieben worden. Von den gestrigen Abendnachrichten, die eine Viertelstunde dauerten, kam der Fall Özil
wieder als Topmeldung zuerst und nahm ganze 10 Minuten in Anspruch, erst dann kamen die griechischen Brandopfer und die kanadischen Terroropfer. Sogar Politiker aller Couleur mussten ihren Senf dazu geben. Damit bekommt Özil mit seinen völlig falschen Ansichten mehr Aufmerksamkeit, als er verdient hat.
Ich bin zwar kein Fußball-Fan und muss mich auf Experten verlassen: Hoeneß ist froh, „dass der Spuk vorbei ist“ und sagt weiter, Özil verstecke „sich und seine Mist-Leistung“ hinter dem umstrittenen Erdogan-Foto. Recht hat er. Ich hätte Özil ja schon beim Nicht-mit-Singen der Nationalhymne vom Platz gestellt:
https://autorenseite.wordpress.com/2018/06/19/wm-loews-groesster-fehler/
Neben seiner schlechten Leistung auf dem Spielfeld und dem ostentativen Nicht-Mitsingen der Nationalhymne ist der dritte Fehler Özils: das Foto mit Erdogan.
Kein Wunder also, dass Özil in der Kritik steht. Diese hätte jedoch seinem Image geschadet. Daher hat er einen genialen Einfall: Er tritt zum Gegenangriff an und stellt sich als Opfer des Rassismus hin. Und prompt kommt aus der Türkei das Echo, wir seien Faschisten.
Wenn er meint, die ganze deutsche Nationalmannschaft habe die Spiele verloren und er werde aus rassistischen Motiven zum Sündenbock gemacht, so geht er darüber hinweg, dass neben der Kritik am Auftritt unserer Mannschaft natürlich auch Kritik an einzelnen Spielern sein muss, die besonders ihn bei seiner Spielweise treffen musste. Das hat überhaupt nichts mit Rassismus zu tun, aber unsere wehleidigen Bauchnabelbeschauer fallen darauf herein und beklagen eine mangelnde Integration. Sie desavouieren damit vor aller Welt die gewaltigen Integrationsleistungen Deutschlands.
Warum spielt man nicht einhellig den Ball an Özil zurück und sagt ihm:
Warum hast du deine Motive zum Erdogan-Foto nicht gleich erklärt?
Warum kannst du nicht einsehen, dass du schlecht gespielt hast? Der Mensch ist keine Maschine, auch du nicht, also kann so etwas vorkommen und man würde es verstehen.
Wieso musst du gerade bei der Nationalhymne beten und warum kannst nicht durch Mitsingen zum Ausdruck bringen: Jawohl, ich gehöre dazu!
Integration ist auch eine Bringschuld.

Genialer Özil weiterlesen

WM-Katastrophe in England: Bierknappheit!


Fußball und Bier gehören zusammen, wie wir aus der Reklame wissen.
In Deutschland hat man sich im Hinbick auf die WM gut für den erhöhten Bierverbrauch gerüstet, denn man war trotz aller Warnzeichen fest davon überzeugt, dass unsere Nationalmannschaft weit kommen würde und dass daher viele Menschen zum Public Viewing (deutsch nach Duden: Rudelgucken) drängen würden.
Obwohl ich die Nationalmannschaft auf ihre Verantwortung für die deutschen Brauereien hingewiesen habe, haben die Jungs sich nicht motivieren lassen. Nicht einmal die Bayern unter ihnen wollten aus ihrer Lethargie heraus. Schämt euch, ihr Millionäre!
So sitzen nun die armen deutschen Gastronomen auf ihren Vorräten und mancher ist der Pleite nahe.
Ganz andere Probleme haben die englischen Gastronomen: Sie haben zu wenig Bier. Wir Bayern können den Engländern nachfühlen, wie sehr sie leiden müssen. Fast sind wir geneigt zu sagen: Lieber früh mit Bier bei der WM ausscheiden, als ohne Bier weiter kommen.
Wir hoffen, dass jedenfalls die bayerischen Brauereien schnell genug sind und mit ihrem Bier aushelfen. Oder nehmen sie den Engländern deren Häme über unser frühes Ausscheiden so übel, dass sie dieses arrogante Inselvolk auf dem Trockenen sitzen lassen, damit sie mal einen Vorgeschmack auf ihren Brexit bekommen?

WM: Hello Footballfriends and TV-To-Looker!

Hallo, Fußballfreunde und Fernsehzuschauer! Als ich mal bei Google Analytics nachschaute, wer diese Blog-Seite liest, war ich überrascht, dass ich auch im Ausland etliche Leser habe. Um also den internationalen Charakter dieser Seite zur Geltung zu bringen, schreibe ich heute hier in Englisch, was ich zum heutigen Fußballspiel zu sagen habe. Allerdings beherrsche ich nur das von Oettinger erfundene EU-Englisch, das auch Denglish genannt wird:

Hello Nationalmanship and TV-To-Looker (Fernsehzuschauer)!

Tonight press the thumb for our manship! (Haltet den Daumen)
We wish our nationalmanship neck- and legfracture (Hals- und Beinbruch).
I say it open to our footballplayers: You must lay a tooth to (Einen Zahn zulegen).
Hello nationalmanship, I gave you a lot of advicebeats (Ratschläge) in this blog. Stick your nose in them.
And now I hope, that this evening goes good out.

WM: Nationalhymne und Nationalmannschaft


Nur unverbesserliche Optimisten konnten glauben, dass wir das Spiel gegen Mexiko gewinnen würden. Ich habe ja hier voraus gesagt, dass wir kaum eine Chance hatten:
https://autorenseite.wordpress.com/2018/06/15/fussball-wm-es-sieht-nicht-gut-aus/
Dem Bundestrainer empfehle ich: Schauen Sie sich das Spiel noch mal am Schirm an – ganz von vorn bei den Nationalhymnen. Schon da bietet unsere Mannschaft völlig verschlafenes Bild. Nur ein Teil der Spieler singt überhaupt mit, jedoch offenbar überwiegend unsicher oder innerlich unbeteiligt. Manche singen gar nicht mit, besonders einer, der es bitter nötig hätte. Die Mexikaner dagegen waren alle voll dabei – wie nachher auch im Spiel.
Ihr habt doch Psychologen, aber anscheinend sind das Versager beim Thema Motivation. Sie sollten wissen: Ein Lied, das man gemeinsam aus voller Kehle singt, bringt mehr Schwung in die Mannschaft, als wenn man sich vorher zu einem Haufen zusammen kuschelt, so als wenn man Angst vor dem Gegner hätte. Nicht umsonst sind die Soldaten ja auch mit einem Lied auf den Lippen in die Schlacht gezogen. So ähnlich sollte es beim Fußball auch sein.
Und noch einen Fehler hat Löw gemacht. Er kümmert sich zu sehr um das Seelenleben der Spieler. Die werden dadurch zu weichlichen Hätschelkindern. Wie hat man sich doch darum gesorgt, ob Gündogan und Özil den Kopf frei kriegen nach ihrem Faux-Pas. Nehmt euch ein Beispiel an Ronaldo: Der wurde zu 2 Jahren auf Bewährung und einer Geldstrafe verurteilt, war aber auf dem Rasen trotzdem voll dabei. Bei uns in der Bundesliga dagegen wird bei Problemen in der Vorstandsetage eines Clubs gefragt, ob die Spieler das auf dem Rasen ausblenden können. Was für wehleidige Millionenverdiener haben wir doch am Ball!

Fußball-WM: Es sieht nicht gut aus


Es tut mir leid! Männer, wir müssen den Tatsachen ins Auge schauen: Es sieht nicht gut aus für unsere Nationalmannschaft. Wir haben im Testspiel gegen Saudi-Arabien ein mageres 2:1 erzielt, das eher ein Unentschieden hätte werden können. Und nun hat Russland (Nr.70 der Weltrangliste!) einen 5:0 Sieg gegen die Saudis heraus gespielt. Mit anderen Worten: Unsere Mannschaft war wesentlich schlechter als diese Nummer 70 der Rangliste.
Wir müssen uns also aufs Schlimmste gefasst machen. Und deshalb muss man jetzt schon vorbeugen und einen Schuldigen für das Debakel suchen. Das wird dann wohl das Publikum sein, das Mesut Özil und Ilkay Gündogan ausgepfiffen hat. Uns wird erzählt werden: Die beiden zarten Seelchen hätten so sehr unter den Pfiffen gelitten, dass sie nicht richtig spielen konnten. Richtige Kerle hätten ja in einem solchen Fall eine derartige Wut im Bauch, dass sie besonders los legen würden.
Auch Boateng ist offenbar so ein zartes Seelchen. Da hat doch Rumenigge ausgerechnet zur WM verkündet, dass man den Mann freigeben will. Zwar hat Boatengs Manager um diese Freigabe gebeten, aber Rummenigge hätte darauf doch nicht schon während der WM antworten dürfen! Auch Rummenigge hat dadurch schwere Schuld auf sich geladen, weil er damit unsere Mannschaft geschwächt hat. Vor der WM hätte Rummenigge doch sagen müssen: „So einen Weltklassemann verkaufen wir nicht!“ Noch schlimmer aber ist, dass Rummenigge nur einen zweistelligen Millionenverkaufspreis ins Gespräch gebracht hat. Wird nun Boateng auch auf diesem niedrigen zweistelligen Millionenniveau spielen?
Noch etwas macht unserer Mannschaft schwer zu schaffen: das Hotel. Es ist nämlich nicht so luxuriös wie das seinerzeit in Brasilien. Zwangsläufig kann also unsere Mannschaft auch nur entsprechend schlechter spielen. Einer unserer Jungs hat schon gestöhnt, dass er hinterher Urlaub braucht. Wenn also das Hotel unsere Mannschaft schon vor dem Spiel urlaubsreif macht, wie sollen die urlaubsreifen Jungs dann richtig Fußball spielen?

Wir sehen: Das kann nichts werden!