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Zitat zum Tag

Hier kommt wie jeden Tag ein Zitat. Mehr in dem Buch „Mit spitzer Feder“. In diesem Buch finden Sie ungewöhnliche Aphorismen. Es wäre nett, wenn Sie daraus einmal etwas zitieren würden.

Wie mag man nur auf die Idee gekommen sein, halbnackte Frauen und ganz nackte Kinder als Engel in Kirchen auszustellen?

Und wieso sind heute die Engel Frauen, wo doch die biblischen Engel Männer waren (Michael, Gabriel, Seraph…)?
Mehr über den Autor auf der Homepage oder in er Sonderseite für Frauen–Nichtversteher: https://autorenseite.wordpress.com/frauen/

Im Internet: Was interessiert am meisten? Wie kommt man auf 700.000 Klicks?

Immer ein Garant für mediale Aufmerksamkeit: ein Frauenbusen

Was interessiert die Menschen mehr: ein nackter Busen bzw. Frauenhintern oder gute Ideen? Ganz einfach: Sie können noch so gute Ideen haben. Sie werden aber kaum die Aufmerksamkeit erregen wie ein nackter Frauenhintern. Gerade folgen einer Frau fast 30.000 Menschen, weil die Frau ihren nackigen Hintern in malerischen Landschaften auf ihren Trekking-Touren bei Instagram ablichtet, angeblich um ihre Ex-Freunde zu ärgern.
Nur ganz ausnahmsweise kann auch mal einem Mann gelingen, mit Nacktheit bekannt zu werden. Da muss aber schon auch noch Verrücktheit dazu kommen, wie in diesem Fall:
Da hat ein Mann splitternackt einen Anlauf genommen und ist auf dem Bauch über den Holzboden eines Oktoberfest-Biergartens gerutscht. Das funktionierte dank einer Mischung aus Regenwasser und Dreck. Bei „Bild“-Online wurde das Video von diesem Vorfall fast 700.000 Mal angesehen.

Und jetzt schauen Sie mal, wo jemand mit guten Ideen vergleichbare Erfolge erzielt hat. Das kommt ganz selten vor. Und wie wollen Sie auf 700.000 Klicks kommen?

Sexismus und die neue Prüderie

Jahrelang thronten zwei Meerjungfrauen in einem Freizeitpark am Rand der indonesischen Hauptstadt Jakarta – bis der Verwaltung auffiel, dass sie barbusig waren. Nun bedecken goldene Bustiers die Brüste der Statuen.
https://www.sn.at/panorama/international/barbusige-statuen-sindin-jakarta-nicht-geduldet-67840228
Auch bei uns greift die Prüderie immer mehr um sich.
https://autorenseite.wordpress.com/2019/03/23/vom-gutmenschentum-zum-bigottismus/
Wer weiß, wie lange mein Buchtitel noch tragbar ist:
https://autorenseite.wordpress.com/2018/03/03/unsere-waffe-sind-die-nackten-brueste-iii/
Bei uns am Chiemsee könnte das Beispiel aus Jakarta bald Schule machen und die vielen Nackten könnten in Zukunft bekleidet werden, etwa so: 

Statt so:

Wenn ich hier im Schlosspark „lust“wandele (darf man das noch sagen, ohne verdächtig zu sein?) und die Nackten sehe, fallen mir immer mahnende Worte einer alten Tante ein (so was gab‘s früher einmal). Sie sagte: „Damit du mal in der Ehe nicht enttäuscht wirst: Die sind alle 14 bis 16 Jahre alt.“ Zum Verständnis für die heutige Generation: Bis zu einem gewissen Alter kannte die Jugend das andere Geschlecht in nacktem Zustand nur aus „Bocks Buch von gesunden und kranken Menschen“. Wenn meine Tante recht hat und also im Schlosspark von Herrenchiemsee nackte Kinder dargestellt werden, wird es wohl nicht lange dauern, bis die Emanzen das bemerkt haben und eine Bekleidung für die armen nackten Kinder fordern werden. Schauen Sie sich also jetzt noch einmal dort um!

 

Das letzte Tabu

Wenn ich an meine Jugend zurück denke und die Zeit von damals mit der heutigen vergleiche, dann fällt mir vor allem auf, dass viele Tabus gebrochen wurden. Die Mädchen wären damals verhaftet worden, wenn sie so in die Schule gegangen wären wie im letzten Sommer: Tief ausgeschnitten, bauchfrei und mit Hotpants. Bücher wie „Fifty Shades of Grey“ wären beschlagnahmt worden. Pornosender wären stillgelegt worden. Und Schwule wären eingesperrt worden.
Da fragt man sich heutzutage doch, was bleibt denn nun noch an Tabus übrig?
Mir fällt dazu ein: die Nacktheit in der Öffentlichkeit, denn die Provokation ist ja zu einer Art Volkssport geworden. Sie ist insbesondere ein Muss für alle diejenigen, die durch so etwas voran kommen wollen. Gerade fiel eine Schauspielerin dadurch auf, dass sie ihre Brüste her zeigte und den Rock hob, unter dem sie nichts trug. Sie kam deshalb vor Gericht und löste damit einen Medienrummel aus. Den nutzte sie dazu aus, einen neuen Song unters Volk zu bringen. Darin fordert sie mehr Nacktheit: „Zeigt her eure Brüste, zeigt her eure Mu und lächelt den fleißigen Kommissaren zu.“ Es gibt wohl kein Medium, in dem darüber nicht berichtet wurde, denn so etwas erregt mehr Interesse als die langweilige Politik.
Wenn dieses Thema „aufgearbeitet“ worden ist, fragt sich: „Was nun?“ Da bleibt
dann doch noch eines: Sex in der Öffentlichkeit. Es gibt ja schon Paare, die das ausprobiert haben, aber die waren halt unbekannt und stießen daher nicht auf ein besonderes Interesse. Anders wäre es aber schon, wenn Promis sich einen solchen Auftritt leisten würden, angeblich um eine Diskussion über unsere „Verklemmtheit“ auszulösen. Ach, was gäbe es da wieder Stoff zum Diskutieren! Man würde auf unschuldige Naturvölker verweisen, wo der öffentliche Vollzug einer Ehe zum üblichen Ritual einer Hochzeitsfeier gehörte. Und gab es nicht auch Bischöfe, die den Vollzug einer Ehe in Königshäusern überwachten? Sie sehen, darüber muss man reden, und zwar bald, denn das ist wichtiger als AKK. 🙂

Nippel und Männer

Ich bin bei Web.de. Dort wird mir dankenswerterweise jeden Tag das Wichtigste in Kürze serviert. Heute lauten die beiden Schlagzeilen ganz oben: „So viel Macht hat Juncker“ und „Immer mehr freie Nippel“. So, und nun weiß ich, was los ist auf der Welt. Man ist ja so anspruchslos geworden und will gar nicht mehr wissen, denn darüber würde man sich ja nur ärgern. Das hat schon die Bildzeitung richtig erkannt, und Web.de kopiert nun dieses Informationssystem. Das wird sich immer mehr ausbreiten, denn wer will schon dauernd was hören über die Toten in Nahost und der Ukraine. Weil nun die Fußball-WM leider vorbei ist, müssen die Medien halt wieder auf Bewährtes zurück greifen, nämlich nackte Frauen, denn wir Männer sind leider (oder: Gott sei Dank!) zu uninteressant. Deshalb verdienen männliche Models nur ganz wenig:
http://www.spiegel.de/karriere/berufsleben/model-als-job-maenner-praesentieren-mode-auf-der-fashion-week-berlin-a-980937.html
Wir sehen: Der Weg der Männer zur Gleichberechtigung ist noch weit.

Die Fußballbegeisterung der Frauen kennt keine Grenzen

In einem der letzten Blogs habe ich als Resümee der letzten WM die Erkenntnis festgehalten, dass Fußball entgegen der bisher herrschenden Meinung doch ein Frauensport ist. Im Gegensatz zu den Männern geraten Frauen beim Fußball-Schauen so sehr in Ekstase, dass sie nackig mitfiebern.
Wir müssen uns daran gewöhnen, dass nackte Frauenbrüste zu allen großen Ereignissen gehören. Bei der französischen Revolution hat das angefangen, wie ein berühmtes Gemälde zeigt. Dann haben die Femen-Frauen und Pussy Riots diese alte Tradition wieder aufgenommen. Und da kann es doch bei der Fußball-WM nicht anders sein.
Schon Ringelnatz reimte in seinem Gedicht „Fußballwahn“:
„Selbst vor dem Podex und den Brüsten
der Frau ergriff ihn ein Gelüsten,
was er jedoch als Mann von Stand
aus Höflichkeit meist überwand.“
Was können wir Männer den Frauenbrüsten entgegensetzen? Ein Six-Pack? Aber der ist halt verdammt schwer zu erarbeiten. Wir müssen akzeptieren: Der Liebe Gott hat uns benachteiligt. Näheres steht auch im Buch „Verbotene Zone„.

Skandal: Halbnackte Frau bei den Festspielen!

Stern, Spiegel und andere Pseudomoralisten, die ihr ständig auf der Suche nach Skandalen und Sexismus seid: Schaut Euch diesen Artikel über die Salzburger Festspiele an und lasst Eure immer so gern empörten Schreiberinnen wie die Himmelreich von der Kette:
http://www.salzburg.com/nachrichten/spezial/festspiele/osterfestspiele/sn/artikel/das-ist-es-was-wagner-wunderharfe-nannte-102864/
Auf dem Foto seht Ihr die Sächsische Staatskapelle Dresden mit einer Sopranistin bei den Salzburger Osterfestspielen. Die Männer sind gut und warm angezogen, nämlich mit einem Frack. Nur die arme Frau steht halbnackt dazwischen in einem ausgeschnittenen schulterfreien Kleid. Man sieht daran, wer bei den Salzburger Festspielen in Wirklichkeit immer noch Regie führt: der Sexismus. Wann endlich kommt die Zeit, in der auch Frauen einen Frack tragen dürfen? Schließlich hat das weibliche Geschlecht ja auch vor vielen Jahren durchgesetzt, statt eines Rocks eine Hose tragen zu dürfen. Und der Hosenanzug ist inzwischen auch zu einem üblichen Kleidungsstück für die Frau im Beruf geworden.
Wir fordern nun an dieser Stelle Karl Lagerfeld auf, endlich den längst fälligen Frauenfrack zu entwerfen.
Und bei dieser Gelegenheit noch etwas: Auch auf Bällen sieht man Frauen in entwürdigenden Abendkleidern, die oft mehr enthüllen, als sie verdecken. Die armen Frauen sind von der sexistischen Gesellschaft gezwungen worden, sich in dieser Form wie bei der Fleischbeschau zu präsentieren. Wann endlich räumen Stern, Spiegel und Frauen Schwarzer und Himmelreich mit diesen schäbigen Bräuchen auf?
Hier ein Hoffnungsschimmer für Frauen: Ob Bilder wie diesse irgendwann einmal zum Alltag gehören?
http://twitter.com/Ian_Jeffery/status/454533116322127872/photo/1
Vorsicht, Männer! Schaut lieber nicht hin!

Lieber hüllenlos als mit Pelz

„Lieber hüllenlos als mit Pelz. Alena Gerber tut es anderen Stars nach und zieht sich aus.“ So lese ich es heute auf der Startseite von Web.de.
Es tut mir leid: Ich weiß nicht, wer diese Frau ist. Ich bin wahrscheinlich zu alt, um das wissen zu können. Vielleicht will sie ja durch ihre Nacktfotos einen größeren Bekanntheitsgrad erreichen, so dass auch Menschen wie ich nicht mehr an ihr vorbei schauen können.
Was mich an der Sache stört, ist die Scheinheiligkeit solcher Aktionen. Sie wurde am besten von Naomi Campbell offenbart, die einmal als eine der ersten an einer derartigen Nacktdemonstration teilnahm. Kaum sah man die Bilder in den Medien, schon wurde Naomi als Model in Pelz gezeigt. So viel zur Ehrlichkeit der Anti-Pelz-Aktionen.
Immerhin hat man es damit fertig gebracht, der Pelzbranche einen schweren Schlag zu versetzen. Die Frauen trauten sich auf dem Höhepunkt dieser Aktionen nicht mehr, im Pelz auf die Straße zu gehen. In den Zeitungen war zu lesen, dass militante Pelzgegner solche Frauen angespuckt haben oder ihre Kleidung mit Farbe besprüht haben.
Wenn es die nackt posierenden Frauen wirklich ehrlich meinen würden, müssten sie auch Vegetarierinnen sein, denn die Massentierhaltung steht der Pelztierhaltung doch kaum nach.
Also ist das Nacktposieren für „die armen Pelztiere“ nichts anderes als ein PR-Gag. meist von Frauen, denen nichts anderes einfällt.
Warten wir also auf das nächste Jahr und schauen, welche Frau uns da als nackte Pelztierfreundin vorgeführt wird.