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Warum Atomenergie nachhaltig und grün ist

In meinen Aphorismen ist zu lesen:

Wo viel Geld dahinter steckt, hat die Vernunft keine Chance.

Das habe ich geschrieben, als man diskutierte, wie Venedig zu retten ist. Es gab verschiedene Möglichkeiten. Die beste und billigste hätte Venedig vor jedem Hochwasser bewahrt. Stattdessen wählte man die milliardenschweren Tore, die aber nicht verhindern können, dass Venedig dauernd überschwemmt wird. Ein Professor sagte auf die Frage, warum man so einen Unsinn gebaut habe, da sei halt am meisten Geld dahinter gesteckt.

Dasselbe erleben wir nun bei der Atomenergie. Obwohl die Reaktoren ein Sicherheitsrisiko darstellen, wie wir bei Tschernobyl und Fukushima gesehen haben, und sie eine Schadenbilanz von fast 500 Milliarden Dollar aufweisen, wird dieser Unsinn von der EU als nachhaltig qualifiziert, also von unseren Steuergeldern unterstützt. Wie kann eine gefährliche Energie nachhaltig sein, wenn die Endlagerfrage immer noch ungelöst ist?

Warum lasst ihr euch das gefallen?

Manchmal habe ich nicht das Gefühl, in Deutschland zu leben, sondern in einem Irrenhaus. Wie oft habe ich hier schon geschrieben: Deutschland erwache, aber es hat nichts genützt: Der deutsche Michel schläft weiter und so stürzt Deutschland ab.

Warum lasst ihr euch als Steuerzahler das gefallen, dass mit eurem Geld der Kauf von E-Autos mit bis zu 9.000 Euro subventioniert wird? Sogar das arme alte Mütterchen, das von Hartz-IV lebt, zahlt beim Einkauf über die Mehrwertsteuer ihren Anteil an der Subvention. Wieso eigentlich? Wäre es nicht besser, anstatt die E-Autos zu subventionieren den Kauf von Benzinern und Dieseln mit einer gleich hohen Strafsteuer zu belegen oder die steuerliche Belastung von solchen Fahrzeugen Jahr für Jahr zu erhöhen, anstatt uns als Steuerzahler zur Kasse zu bitten?

Die Subventionitis ist eine Krankheit unserer Zeit. Sogar umweltschädliche Unternehmungen werden mit 57 Milliarden unterstützt. Einer unserer führenden Wissenschaftler hatte einmal nachgewiesen, dass Subventionen größtenteils sinnlos oder sogar kontraproduktiv sind. Er wollte nur die Zuwendungen an die Landwirtschaft aufrecht erhalten. Ähnliches hörten wir auch schon einmal vor langer Zeit von Herrn Lindner, aber nun anscheinend nicht mehr, denn das Streichen von Subventionen kostet Wählerstimmen. Die Politiker sehen sich halt zu gern in der Rolle der noblen Spender. 

Nun sehen wir gerade, wie die Atomindustrie als „nachhaltig“ eingestuft werden soll. Das bedeutet, dass sie Subventionen erhalten soll. Wieso eigentlich? Warum können nicht diejenigen, die ein Atomkraftwerk betreiben wollen, ihr Unternehmen selbst bezahlen, wie es ja auch jeder einzelne Geschäftsinhaber tut? Es erweist sich wieder einmal als weitsichtig, was ein Professor beim Streit um die Schutzmaßnahmen für Venedig sagte: „Es wird nicht das Vernünftigste gemacht, sondern das, wo das meiste Geld dahinter steht,“ °Geld regiert die Welt“, sagt ja auch ein Sprichwort, und so wird uns auch die Atomindustrie abkassieren. Solche Praktiken führen dazu, dass sich immer weniger Staaten und Menschen wohl in Europa fühlen: Neben Polen und Ungarn sind beispielsweise in Frankreich ein Drittel der Menschen gegen die EU. Wann kommt der nächste Exit?

Wir sehen, dass wir unseren eigenen Staat in der EU zu sehr aufgegeben haben, wenn wir nun mit unserem Geld wahrscheinlich Atomkraftwerke unterstützen müssen, die uns womöglich direkt an die Grenze gebaut werden. 

Warum gehen die Bürger nur wegen Corona oder wegen dem Klima auf die Straße? Warum nicht auch gegen ihre unverschämte Ausbeutung?

Kaum zu glauben: Als ein Blatt Papier noch einen Wert hatte

Als ich jung war, hatte nach dem Krieg jedes Blatt Papier noch einen Wert. Deshalb ging man sparsam damit um. Wenn ein  Schreiben nur auf einer Seite beschrieben war, benutzte man die andere als Schmierpapier. So wurde das Papier nachhaltig genutzt.

Inzwischen sieht es anders aus. Eine Papierflut ist über mich herein gebrochen. Die Schreiben, die ich erhalte werden immer mehr und immer länger. Wieso ging das früher anders? Wer soll das alles lesen?
Typisch ist auch, dass die Postbank nicht mehr die kleinen Kontoauszüge heraus gibt, sondern inzwischen größere auf einseitig beschriebenen DIN-A4-Seiten. Da verbraucht man nun mehr als doppelt so viel Papier wie vorher. Offenbar handelt es sich auch noch um Thermopapier, das  teurer in der Produktion sein dürfte als normales Papier.  Aber Papier hat heute eben keinen Wert mehr und das schadet der Umwelt.  Der Anfall an Müll wächst und es müssen mehr Bäume gefällt werden.

Die andere Art von Urlaub

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Manchmal bin ich in Bad Reichenhall und denke an meine Urgroßmutter, die häufig hier in Urlaub war und malte. Was für ein ruhiger, entspannter und auch erfüllter Urlaub war das! Sie bestellte sich Menschen, die ihr als Modell dienten, und malte Bilder wie dieses.
Auch heute kommen viele nach Bad Reichenhall, um an der hiesigen Akademie das Malen zu lernen. Sie verbringen hier einen erfüllten Urlaub, von dem sie sicherlich mehr haben, als wenn sie nach China fliegen und in einem Pauschalurlaub von der Stange die chinesische Mauer anglotzen. Eigentlich müsste man ja solche Urlaube ausbremsen durch hohe Besteuerung des Flugbenzins oder eine Vergnügungssteuer. Was mich aber ärgert, ist die Tatsache, dass laut Salzburger Nachrichten von den 35 deutschen Flughäfen nur 6 Gewinn abwerfen. Es wird also wohl so sein, dass der Steuerzahler die anderen 29 subventionieren muss. Wieso eigentlich? Muss es wirklich sein, dass Krethi und Plethi überallhin in Urlaub fliegen und dass das auch noch subventioniert wird? Der Flugverkehr wird ohnehin schon in unglaublicher Weise bevorzugt, weil er nicht mit den Mineralölabgaben belastet wird, die im Straßenverkehr fällig sind. Das muss geändert werden. Wir leben immer noch so, als ob es Öl in Hülle und Fülle gäbe. Dabei haben wir schon mehr als die Hälfte des vorhandenen Öls verbraucht und müssen nun schon die Tiefsee anbohren oder Schiefer auspressen. Auch wenn die Ölvorräte also noch nicht auf einmal erschöpft sein werden, ist es sicher, dass plötzlich wieder eine Spekulation einsetzt, die den Ölpreis in ungeahnte Höhen treiben wird. Beim Dreifachen des derzeitigen Preises lag er schon. Aber von Mal zu Mal wird die Spekulation schlimmer. Es kann also durchaus einmal so weit kommen, dass Heizen zum Luxus wird und das alles nur, weil wir die Augen vor der Zukunft verschließen und den wertvollen Rohstoff Öl verplempern. Aber das Wahlvolk will lieber die Erde total ausplündern, wie uns am Welterschöpfungstag bewusst gemacht wurde.
Wenn ich an meine Urlaube zurück denke, so waren die meist sehr umweltfreundlich: Als Student bin ich in den Semesterferien mit dem Rad von Kiel zum Klettern in die Berge gefahren. Das war immer ein echtes Abenteuer. Später mit meiner Familie hatten wir am Anfang kein Auto und verbrachten den Urlaub zuerst zu Hause. Als ich in meinem Büro gefragt wurde, wo ich denn im Urlaub gewesen sei, antwortete ich wahrheitsgemäß: „Zu Hause!“ Daraufhin sagte eine Sekretärin: „…dass Sie das sagen mögen!“ Später waren wir auf einer Almhütte und hatten dort viel Spaß. Wir waren auch mehrfach im Ferienzentrum Damp 2000 an der Ostsee. Obwohl wir dort meist mit dem Wetter Pech hatten, denke ich gern daran zurück, denn es hat uns trotzdem ausgezeichnet gefallen: Die Tochter war den ganzen Tag auf einem Reithof und unser Sohn spielte dauernd Fußball: draußen oder in der Halle. Und wir beiden Alten spielten Tennis und gingen zum Bowlen oder besichtigten Sehenswürfigkeiten. Und abends in der Tanzbar hatten wir eine Gaudi mit dem Hansaquintett, wie wir sie in dieser Form nie wieder erlebt haben. Ja, das waren alles gelungene, aber nachhaltige Urlaube.