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Gloria von Thurn und Taxis: Frauen an den Herd?

Gloria von Thurn und Taxis hat gerade nach Presseberichten gesagt, viele Frauen würden lieber zu Hause bleiben, wenn sie wirtschaftlich die Möglichkeit dazu hätten. Ja, so ist es heute: Man kann mit Selbstverständlichkeiten, die heutzutage vielleicht doch keine mehr sind, Schlagzeilen machen. Es ist doch unbestreitbar, dass viele Frauen gerne Hausfrauen wären, anstatt sich dem Stress zwischen den beruflichen Pflichten und den Anforderungen der Mutterschaft auszusetzen.
Im übrigen ist ja auch der Hausfrauenberuf einer der schönsten der Welt und nicht etwa nur der eines „Heimchens am Herd“:
https://autorenseite.wordpress.com/2020/05/06/hausfrau-der-schoenste-und-schwierigste-beruf/
Aber wenn man so etwas sagt wie Gloria von Thurn und Taxis gilt man als „erzkonservativ“ – sprich „von vorgestern“.
Man sollte doch einmal eine Umfrage unter den berufstätigen Frauen machen, wie viele von ihnen lieber zu Hause wären. Das wären zwar nicht die Karrierefrauen, aber doch wohl die Mehrheit. Und dabei käme also zu Tage, dass wir ein Wirtschaftssystem haben, das die Familien zerstört, wie die hohe Scheidungsrate beweist. Wir hören zwar dauernd etwas vom Aufschwung, aber dieses Gerede soll darüber hinweg täuschen, dass es bergab geht, denn fürher reichte das Einkommen eines Normalverdieners aus, um eine Familie, die in der Stadt wohnen konnte, zu ernähren, und heute muss ein Ehegatte allein für die Miete einer Wohnung m Außenbezirk arbeiten. Früher war eben doch vieles besser:
https://autorenseite.wordpress.com/2018/08/22/wie-haben-wir-damals-so-leben-koennen-3/

Frauen hatten es früher viel besser

Ansichten eines unverbesserlichen alten Bayern:

Die Frauen hatten es früher viel besser.
Natürlich protestieren die jungen Emanzen
gegen so eine Behauptung energisch und sagen: Damals waren die armen Frauen „Heimchen am Herd“. Die Frauen waren angeblich unterprivilegiert: der Mann bestimmte den Wohnort…usw. Ja, da werden sie nicht müde, all diese „Grausamkeiten“ aufzuzählen. Sicher: So war die Rechtslage, aber die Lebenswirklichkeit war genau umgekehrt. Nicht nur beim Untergang der Titanic hieß es: „Frauen…zuerst!“
Ich überblicke in meinem hohen Alter vier Generationen und da kann ich mit Fug und Recht behaupten: Nie ging es den Frauen so schlecht wie jetzt.
Zunächst mal zwei Aphorismen vorweg, die meine These stützen:

Eine Frau, die sich für intelligent hält, verlangt die Gleichberechtigung mit dem Mann. Eine Frau, die intelligent ist, tut das nicht.
Colette
*
Je mehr Gleichberechtigung die Frauen errungen haben, desto mehr Vorteile haben sie verloren.
H. Pöll
*

Was die Frauen, verloren haben, ist die Verehrung, die ihnen früher zuteil wurde und die der Dichter Schiller so beschrieben hat:

Ehret die Frauen! Sie flechten und weben
Himmlische Rosen ins irdische Leben,
Flechten der Liebe beglückendes Band,
Und in der Grazie züchtigem Schleier.
Nähren sie wachsam das ewige Feuer
Schöner Gefühle mit heiliger Hand.“

Frauen wurden früher sogar mit Elfen und Engeln verglichen (obwohl die Engel der Bibel ja eigentlich Männer waren: Michael, Raphael, Seraph…).. Die Frauen von heute wollen alles andere sein als Elfen oder Engel: Sie sind lieber Power- oder Karrierefrau, ein heißes Girlie, Influencerin oder was auch immer.

Wenn ich in meiner Familie zurück schaue, dann hatte es meine Oma am besten: Schon als Kind wurde sie von einem Diener begleitet, der ihre Mappe trug und einen Schirm über sie hielt, damit sie nicht „aussah, wie ein Straßenarbeiter“. Und als sie selbst Mutter von 6 Kindern war, wurde sie von einem Kindermädchen und einer Köchin unterstützt. Da wird nun mancher sagen: Und was war mit dem Personal? Dem ging es wesentlich besser als vielen Arbeitnehmern heutzutage.

Meine Mutter war eines dieser Heimchen am Herd und mit dieser Position völlig zufrieden. Sie ging gerne zum Einkaufen der Lebensmittel in die Stadt und hatte auf diese Weise immer viel Bewegung und Abwechslung. Sie kochte gerne und gut. „Heute können die Menschen nicht mehr kochen“, stellte gerade ein Sterne-Koch anlässlich der Corona-Krise fest. Die Frauen von heute sehen das Kochen im Vergleich zu ihrer beruflichen Arbeit als eine minderwertige Tätigkeit an. Tatsächlich aber ist Kochen eine Kunst: Was die Musik für die Ohren, Bücher für den Geist und Bilder für die Augen sind, ist das Kochen für die Geschmacksnerven: eine echte Kunst. Kochen sollte also doch eigentlich mehr Spaß machen, als wenn eine Frau stattdessen Ärztin wäre und eine Darmspiegelung durchführen würde.
Meine Mutter hatte als Hausfrau viel Zeit zum Lesen und Zeit für ihre Freundinnen zum gemeinsamen Stricken oder Kaffeeklatsch. Und vor allem war sie für uns Kinder da. Sie war der ruhende Pol der Familie. Was die Frauen von heute zu einem solchen Dasein halten, hörte ich kürzlich von einer Verkäuferin: „Zu Hause würde mir die Decke auf den Kopf fallen.“

Meine eigene Frau gab gerne ihren durchaus geliebten Beruf auf und wurde Hausfrau nach dem Motto: „Hic Rhodos, hic salta!“ So sah sie nun ihre Hauptaufgabe darin, sich den Kindern zu widmen. Sie musizierte mit ihnen, so dass wir eine geradezu professionelle Hausmusik hatten. Sie selbst hatte sich in harter Arbeit das Zitherspielen beigebracht und spielte das Harry Lime Theme wie Anton Karas. Sie malte auch gern und gut (s. Bild oben) und sie las gerne (auch manche meiner Bücher als Lektorin). Sie war natürlich auch mit den Hausaufgaben meiner Kinder beschäftigt. Eines der Kinder war Legastheniker und wäre auf der Sonderschule gelandet, wenn es nicht durch meine Frau bis zum Abitur unterstützt worden wäre. Noch einen großen Vorteil hatte ihr Leben als Hausfrau: Wenn ich mich mal im Beruf frei machen konnte, war sie bereit, mit mir etwas zu unternehmen. So hatten wir ein schönes abwechslungsreiches Leben.
Und wenn ich dann die berufstätigen Frauen von heute sehe, dann tun sie mir leid. Sie versäumen einen großen Teil des Schönsten am Leben: ihre Kinder aufwachsen zu sehen. Eine bekannte Filmschauspielerin sagte einmal: „Ich bin doch nicht blöd und gönne meinem Kindermädchen das Leben, das mir eigentlich zusteht.“
Die Berufstätigkeit der Frauen setzt die Familie unter Stress: Nach einem erfüllten Arbeitstag muss abe
nds eingekauft, die Wohnung gereinigt werden … Da wäre eine Phase des Ausruhens oder der Freizeitbeschäftigung angezeigt.
Das Merkwürdige am unterschiedlichen Leben der Frauen von früher und heute ist der: Früher war der Lebensstandard viel niedriger; dennoch waren Frauen in der Regel Hausfrauen. Heute bei dem viel höheren Lebensstandard brauchen die jungen Paare das zweite Einkommen der
berufstätigen Ehefrau. Deshalb habe ich hier ja schon einmal gefragt:
Wie haben wir damals nur so leben können?
Früher hatte ein Mann „Kavalier“ zu sein. Er hatte die Frauen zu verehren, ihnen die Tür aufzuhalten, die Koffer zu tragen, die Zeche zu zahlen… All das ist nicht mehr richtig „in“. Nur noch beim Heiratsantrag hat der Mann, wenn man den Filmen glauben darf, immer noch nieder zu knien.

Die „Mutter aller Probleme“


Recht hat er, der alte Seehofer, als er die Migration als „Mutter aller Probleme“ bezeichnete. Wie ist es denn zum Erstarken der AfD und zu Chemnitz gekommen? Die großen Demonstrationen gingen doch von PEGIDA wegen der Flüchtlingsfrage aus. Und was war vorher los? Kaum etwas, so dass ich hier mehrfach aufgefordert habe: „Deutschland erwache!“ Wohnungsnot, Leiharbeit, Aufstocker, Minijobs, Rentenkürzung, … alles wurde ohne Demonstration als „alternativlos“ geschluckt. Erst als die Flüchtlingswelle über uns herein brach, die viele Deutsche das Leben kostete, gingen die Massen auf die Straße. Und die Flüchtlingswelle machte auch die AfD groß. So gesehen hat Seehofer also völlig recht, wenn er die Migrationswelle als Mutter aller Probleme bezeichnet.
Es dürfte nämlich auch so sein, dass in Chemnitz nicht nur die AfD-Anhänger und PEGIDA-Leute marschierten, sondern es werden auch viele dabei gewesen sein, die dachten, sie „müssten es denen da oben mal so richtig zeigen“.
Seehofer hat auch Verständnis für die Demonstranten in Sachsen gezeigt. Mit Recht sagte er, wenn sich Leute empörten, mache sie das noch lange nicht zu Nazis.
Was nämlich bei uns fehlt, ist eine klare Positionierung der Politiker und der Demonstranten sowie eine offene Diskussion. Die Altparteien finden es besser, die AfD und die Demonstranten pauschal als Nazis, fremdenfeindlich und rassistisch zu bezeichnen, als dass sie sich im einzelnen damit auseinander setzen. Das Pauschalurteil stimmt zwar in dieser Verallgemeinerung nicht, aber es wird vom Volk geglaubt. Mir fällt dazu ein Ausspruch von Adolf Hitler ein: „So etwas wie „Wahrheit” gibt es nicht. „Wahrheit“ ist eine Lüge, die du den Leuten so lange erzählt hast, dass sie vergessen haben, dass es eine Lüge war.“ Typisch ist beispielsweise, dass die Medien und die Kanzlerin im Zusammenhang mit Chemnitz von Hetzjagden auf Ausländer berichteten, während Verfassungsschutzpräsident Maaßen erklärt, dafür gebe es überhaupt keine Belege.

Was auch in der Hitze der Auseinandersetzungen fehlt: Von der AfD und den Demonstranten vermisse ich klare Bekenntnisse zum Rechtsstaat und eine klare Positionierung dazu, was „Ausländer raus !“ bedeuten soll: Abschiebung aller Flüchtlinge oder aller Fremden? Und wie soll das gehen, wenn kein Staat die Leute haben will? Es wäre doch interessant, wenn im Fernsehen einmal Seehofer mit Bachmann und Weigel über solche Themen diskutieren würde.
Die „Mutter aller Probleme“ kann einmal Ereignisse zur Folge haben, die ich in der Geschichte „Bartholomäusnacht in Berlin“ beschrieben habe. Sie finden diese Lektüre in der „Leseecke“. Wie schnell die Stimmung umschlagen kann, hat die „Reichspogromnacht“ gezeigt. Ich möchte nicht wissen, was passiert, wenn IS-Kämpfer aus Kreisen der Flüchtlinge ein Massaker in einer Schule anrichten würden. Wenn man sich das vor Augen hält, sieht man: Wir wandeln auf schmalem Grat.

Zitat zum Tag: Lob der Frauen

Hier kommt wie jeden Tag ein Zitat. Mehr lesen Sie in dem Buch: Nebenbei bemerkt – Aphorismen über Gott und die Welt:

Hausfrau und Mutter zu sein in der heutigen Zeit ist einer der schönsten, aber auch schwierigsten Berufe, und wer das bestreitet, ist nur zu dumm, um das zu begreifen.

H. Pöll, Buchautor und Aphoristiker

Mehr über den Autor auf der Homepage oder in der Leseecke.
Sonderseite für FrauenNichtversteher: https://autorenseite.wordpress.com/frauen/

Zitate zum Thema „Ehe und Partnerschaft“

Aus „Nebenbei bemerkt – Aphorismen über Gott und die Welt“:

https://autorenseite.wordpress.com/

„Der Hauptfehler des Mannes ist, dass er sogar das Unmögliche möglich macht, nur um eine Frau zu erobern. Der Hauptfehler der Frau ist, dass sie dies für den Normalzustand hält.“

Tag der Alleinerziehenden

Wer verdient bei uns der größten Respekt?
Es wäre ja interessant, was eine Umfrage zu diesem Thema ergäbe. Sie werden aber kaum erraten, wie meine Antwort lauten würde. Es sind die allein erziehenden Mütter, vor denen ich am meisten Respekt habe. Meistens sind es ja die Frauen, denen die kleinen Kinder bei einer Scheidung zugesprochen werden oder denen sie bei einer Trennung einer Beziehung verbleiben. Jede fünfte Mutter ist in einer solchen Situation. In vielen Fällen verdient der Mann zu wenig, um zur Unterhaltszahlung herangezogen zu werden. Das verlangt dann vielen Frauen außerordentliche Anstrengungen ab, um ihren Kindern ein einigermaßen normales Leben zu ermöglichen. Nicht wenige von ihnen müssen zwei Jobs auf sich nehmen, um über die Runden zu kommen. Und deshalb finde ich, dass man diese Frauen mehr ins Zentrum der allgemeinen Aufmerksamkeit rücken sollte. Die Frauenorganisationen kümmern sich ja eigentlich vorwiegend um andere Probleme: Frauenquote, gleiche Entlohnung, usw. Aber ihr Interessenbereich richtet sich weniger auf die alleinerziehenden Mütter. Immerhin gibt es zwar einen Verband der Alleinerziehenden, doch der ist in der Öffentlichkeit nicht so präsent wie die Frauenorganisationen.
Deshalb plädiere ich hier dafür, einen Tag der alleinerziehenden Mutter einzuführen. Das wird immerhin dazu führen, dass deren Situation ins Blickfeld der Politik gerückt wird.

Frauen zurück an den Herd!

So lesen wir es zur Zeit in der Presse. Es geht um die Französinnen, die den Deutschen immer als Beispiel hingestellt wurden, weil sie mehr Kinder in die Welt setzen als die Deutschen. Die deutschen Frauen bringen es gerade mal durchschnittlich auf 1,35 Kinder. Demgegenüber gebären die Französinnen fast 2 Kinder.
Wir lasen bisher, dass in Frankreich alles so toll sein soll. Geboten wird alles, was die Eltern brauchen: Kinderfürsorge, Betreuung der Kleinkinder und Zahlung von Familienbeihilfen, Mutterschafts- und Vaterschaftsurlaub. Und so erfuhren wir besonders in den Frauenzeitschriften, wie großartig sich in Frankreich Mutterschaft und Beruf vereinbaren lassen.
Aber nun trauen wir unseren Augen nicht. Wir lesen auf einmal: Die Französinnen wollen zurück an den Herd.
Was mich an diesen Meldungen stört, ist der Ausdruck „zurück“, als wenn das ein Rückschritt wäre. Immer mehr Frauen dämmert nämlich, dass das Leben als „Heimchen am Herd“ keinesfalls zur Verblödung führt, sondern meist mehr Erfüllung beinhaltet als eine berufliche Karriere.
https://autorenseite.wordpress.com/frauen/
Frauen haben meist ein besseres Leben als Männer, weil viele die Wahl haben zwischen Beruf und Hausfrauendasein. Und sie können wechseln, wenn sie mit ihrer Wahl nicht zufrieden sind.
https://autorenseite.wordpress.com/leseecke/2012/11/28/frauen-besser-maenner-15257728/

Die Mutter im NSU-Prozess

„Brigitte Böhnhardt im NSU-Prozess: Kein Wort für die Opfer“
So lautet eine Schlagzeile im Spiegel über einem Artikel von Frau Friedrichsen. Und im Artikel schreibt sie:
„Sie sagt nicht, dass ihr Menschen und deren Angehörige leidtun, denen mit der Ceska 83 in die Köpfe geschossen worden war und die elend am Tatort verbluteten. Kein Wort in Richtung der Opfer.“
Ich finde das ausgesprochen übel, was der Spiegel hier zu Papier gebracht hat. Aufgabe eines Zeugen ist es, Tatsachen zu bekunden, die zur Aufklärung der Tat beitragen, bzw. wie es die StPO ausdrückt: „Der Zeuge ist zu veranlassen, das, was ihm von dem Gegenstand seiner Vernehmung bekannt ist, im Zusammenhang anzugeben.“ Für eine Entschuldigung oder Beileidsbezeugung ist in einer Zeugenaussage eigentlich kein Platz. Und wenn Frau Friedrichsen trotzdem so etwas erwartet und Frau Böhnhardt ins moralische Abseits stellt, so ist das in meinen Augen eine Gemeinheit gegenüber einer Frau, die sicherlich genug gelitten hat.
Es wäre gut, wenn der Spiegel sich darauf besinnen würde, sachlich zu berichten und dabei auf das moralisierende Gutmenschentum zu verzichten.