Schlagwort-Archive: Moral

Zitat zum Tag

Hier kommt wie jeden Tag ein Zitat. Mehr in dem Buch „Mit spitzer Feder“. In diesem Buch finden Sie ungewöhnliche Aphorismen. Es wäre nett, wenn Sie daraus einmal etwas zitieren würden.

Die Moral leidet darunter, dass oben diejenigen sitzen, die Verantwortung tragen, und unten die Menschen sind, die Anordnungen ausführen müssen. Diejenigen, die oben sitzen, sehen oft nicht die Folgen ihres Tuns und die Ausführenden entschuldigen sich damit, dass sie sagen, sie würden nur tun, was ihnen befohlen wurde. H. Pöll


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Zitat zum Tag

Hier kommt wie jeden Tag ein Zitat. Mehr in dem Buch „Mit spitzer Feder“. In diesem Buch finden Sie ungewöhnliche Aphorismen. Es wäre nett, wenn Sie daraus einmal etwas zitieren würden.

Die Moral leidet darunter, dass oben diejenigen sitzen, die Verantwortung tragen, und unten die Menschen sind, die Anordnungen ausführen müssen. Diejenigen, die oben sitzen, sehen oft nicht die Folgen ihres Tuns und die Ausführenden entschuldigen sich damit, dass sie sagen, sie würden nur tun, was ihnen befohlen wurde.
H. Pöll

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Kampfmoral: Was hat Moral mit Kampf zu tun?

Nach Geheimdienstberichten sinkt die Kampfmoral der russischen Soldaten. Gemeint ist aber wohl eher die Motivation.
Aber was hat Kampf mit Moral zu tun? Hier drei Beispiele:
> Kiel war der Reichskriegshafen und wurde daher von den Bombern dem Erdboden gleich gemacht. Aber nicht alle Piloten bombardierten die Stadt. Der Wald in der Umgebung war voll mit Bombentrichtern und mein Vater, der selbst Soldat war, sagte: „Schau dir das an: Es gab doch noch anständige Kerle unter den Bomberpiloten. Die haben ihre Fracht hier abgelassen.“
> Ein Holländer, der bei der UNO in Srebrenica eingesetzt war, wurde in seinem Gewissen nicht damit fertig, dass man die Stadt und damit auch das Schicksal der Männer kampflos den übermächtigen Serben überlassen hatte, so dass es zu dem grausamen Massaker kam. Er fragte sich immer wieder, ob nicht jedenfalls es hätte kämpfen sollen.
> In meiner Leseecke habe ich unter dem Titel „Der Ordensträger“ auch einen Fall beschrieben, der zeigt, wie schwer ein bekannter Politiker bis zu seinem Lebensende darunter gelitten hat, dass er im Krieg Menschen getötet hatte.
Und wenn man die Selbstmordraten der amerikanischen Kriegsheimkehrer anschaut. sieht man: Der Mensch ist nicht zum Töten geeignet.

Ukraine: Wo bleibt die Kirche?

Man sah schon Bilder von Putin in der Kirche. Es macht sich gut für Diktatoren, wenn sie sich dem Volk als brave Kirchgänger zeigen, und auch die Kirche profitiert davon, wenn sie ein solches Vorbild präsentieren kann.
Ich weiß nicht, ob Putin nun im Krieg auch noch Zeit für die Kirche hat, wenn ja, was ihm da vielleicht gesagt würde.

Jedenfalls vermisse ich im Krieg gegen die Ukraine ein klares Wort der russisch-orthodoxen Kirche. Müsste sie nicht ein sofortiges Ende der Kampfhandlungen fordern?
Aber es zeigt sich wieder einmal: Die Kirchen sind reine Schönwetter-Moralisten. Sie halten immer zur Obrigkeit, die ja für ihr Wohlergehen sorgt. So war es auch bei uns in der Nazi-Zeit. Da sah man in Hitler die von Gott gewollte Obrigkeit, der man zu gehorchen hatte. Und so segnete man die Kanonen.

 

Zitat zum Thema Politik

 

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Kein normaler Mensch würde es moralisch finden, sich ein Luxusleben zu gönnen, wenn es seine Nachkommen bezahlen müssen. Aber die Politiker finden daran nichts Anstößiges. (H. Pöll)

Mehr über den Autor auf der Homepage.

Zitat zum Thema Politik

 

Hier kommt wie jeden Tag ein Zitat. Mehr in dem Buch „Mit spitzer Feder“. In diesem Buch finden Sie ungewöhnliche Aphorismen. Es wäre nett, wenn Sie daraus einmal etwas zitieren würden.

Es wird immer das Fehlen der Moral beklagt. Was aber wichtiger ist, ist das Fehlen der Solidarität. Wenn niemand dort Kunde bliebe, wo das Personal ausgebeutet oder ausspioniert wird oder wo die Manager absahnen, dann würde das erreicht, was durch die fehlende Moral verloren gegangen ist.
(H. Pöll)


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Tag des Bikinis


Skandalös! so sagte man seinerzeit, als der Franzose Béard den Bikini erfand, den er ausgerechnet nach dem Atoll benannte, wo seinerzeit die Atomtests stattfanden. Als Béard seine neue Erfindung auf einer Modeschau präsentieren wollte, fand er zunächst nicht einmal eine Frau, die bereit gewesen wäre, sich so auf dem Laufsteg zu präsentieren. So musste er schließlich eine Stripperin anheuern.
Der Skandal war perfekt: Die Presse verurteilte einhellig diesen „Verstoß gegen die Moral“ und der Bikini wurde auf den Stränden verboten. Erst ab 1960 setzte er sich dann doch durch.
Inzwischen ist er allerdings noch knapper geworden: Nur noch ein Schnürl im Hintern:

Frau, Strand, Meer, Ozean, Mädchen

Was lernen wir daraus? Der Kampf der Behörden um die Erhaltung der Moral, der mit dem „Zwickelerlass“ begann, endete mit einem Schnürl im Hintern. Eine Niederlage der gestrengen Amtsmoral auf der ganzen Linie und ein Sieg der Frauen, so könnte man meinen. Aber ich glaube nicht, dass die Emanzen das auch so sehen. Sie haben ja einmal ihre BHs verbrannt, weil sie behaupteten, die Männer hätten ihnen diese beengenden Kleidungsstücke aufgezwungen. Und auch die neue Nacktheit gefiel ihnen nicht. So warf eine Frauenzeitschrift die Frage auf:
°Und muss es unbedingt sein, dass diese Frauen nur im Bikini bekleidet über den Laufsteg hüpfen müssen?“
Inzwischen geht nun tatsächlich der Trend in die andere Richtung: Vor nicht allzu langer Zeit hatte die Bildzeitung immer eine nackte Frau abgedruckt. Das ist nun vorbei. Auch die Werbung ist weniger sexy geworden: Vorbei ist die Zeit, als für Luxuslimousinen mit Frauen im Bikini auf der Kühlerhaube geworben wurde.
Es ist auch nicht lange her, als die Frauen die Oben-Ohne-Mode durchsetzten. Sogar in der Türkei, wo so etwas verboten ist, zeigten sie den in Ganzkörperkleidung badenden Türkinnen, was „Freiheit“ bedeutet. Aber auch diese Freiheit ist inzwischen sanft entschlummert. Die Frauen ziehen sich wieder am Strand so züchtig um, als wenn Männer erblinden könnten, wenn sie etwas mehr sehen.

 

Zitat zum Tag

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Die Kirchen tun so, als würden sie für mehr Moral auf der Welt sorgen: Aber hat man je gehört, dass ein Atheist einen Menschen mit anderer Glaubensüberzeugung umgebracht hätte?

Mehr über den Autor auf der Homepage oder in er Sonderseite für Frauen–Nichtversteher: https://autorenseite.wordpress.com/frauen/

Der Papst und Söder einig: Eine Impfpflicht muss her

Der Papst macht sich zum obersten Impfexperten für Katholiken und fordert eine Impfpflicht für alle aus moralischen Gründen. Ich bin nun allerdings ein Mensch, der manches kritisch hinterfragt und deshalb sollte der Papst doch einmal erklären, warum man aus seiner Sicht etwas dagegen tun soll, wenn doch Gott die Pandemie geschickt hat. Und noch etwas sollte er zur Moral sagen: Bisher wurden Impfstoffe erst nach einer langen Prüfungsphase zugelassen, und das nicht ohne Grund. Und wenn nun die Impfstoffe notgedrungen ganz schnell auf den Markt kommen: muss man dann nicht auch Verständnis für die Impfverweigerer haben?
Ich habe in meinen Aphorismen geschrieben:

„Wir tun so viel und wissen so wenig.“

Ob das nicht auch vielleicht gerade für die Coronaimpfung gelten könnte? Mir fällt dazu die Contergan-Katastrophe ein: Mütter, die dieses Mittel eingenommen hatten, bekamen behinderte Kinder. Wer weiß schon, welche Spätfolgen eine Coronaimpfung haben könnte?
Mir fällt auf, dass unter den Impfverweigerern viele Angehörige der medizinischen Berufe sind – und das, obwohl sie im Beruf einer hohen Ansteckungsgefahr ausgesetzt sind. Söder will nun dagegen vorgehen, indem er eine Impfpflicht für das Personal von Altenheimen vorschreibt, unter denen es ja auch viele Impfgegner gibt.  Ich halte das für Aktionismus. Wenn die alten Insassen der Heime weitgehend geimpft sind, sind diejenigen geschützt, die das wollen, und die anderen, die mit Maske, also dem Risiko leben wollen, soll man halt gewähren lassen.

PS.: Ich hätte da eine interessante Lektüre für den Papst:

https://autorenseite.wordpress.com/home/

 

Zitat zum Sonntag

 

Hier kommt wie jeden Tag ein Zitat. Mehr in dem Buch Mit spitzer Feder“. In diesem Buch finden Sie ungewöhnliche Aphorismen. Es wäre nett, wenn Sie daraus einmal etwas zitieren würden.

Bisher dachte ich immer, die Kirche sei notwendig, um jedenfalls noch ein bisschen Moral in der Welt aufrecht zu erhalten, bis ich las, dass ausgerechnet die Gegner der Kirche, nämlich die Freimaurer, dafür gesorgt hätten, dass die Kriege ein wenig „menschlicher“ geworden seien nach den Grausamkeiten des 30-jährigen Religionskrieges.

Mehr über den Autor auf der Homepage oder in er Sonderseite für Frauen–Nichtversteher: https://autorenseite.wordpress.com/frauen/