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Von der Ehe zum legalisierten Konkubinat mit kirchlichem Segen

Ringe
Geht es Ihnen auch so? Ich freue mich, wenn ich Paare sehe wie die Obamas, denen das Glück aus den Augen strahlt, wenn sie beieinander sind. Auch eine Freude ist es für mich immer wieder, wenn ich ganz alte Paare Arm in Arm oder Hand in Hand durch die Stadt gehen sehe und wenn man ihnen ansieht, dass sie sich immer noch am Leben freuen, weil sie einander haben. So etwas wird immer seltener.
Obama hat es bei seiner Abschiedsrede auf den Punkt gebracht, als er sich auch bei seiner Familie bedankte und über seine Frau sagte, sie sei ihm nicht nur eine gute Ehefrau gewesen sondern auch „my best friend.“
„Die gute Ehe beruht auf dem Talent zur Freundschaft“, sagte schon Nietzsche. Oder wie ich es in meinen Aphorismen gesagt habe: „
Viele Ehen scheitern, weil das Paar zu sehr an Sex und zu wenig an Freundschaft gedacht hat.“
Wenn Sie heute die Partnerschaften anschauen, muss man feststellen, dass Filmstars meist untereinander heiraten: Es ist so ähnlich wie früher beim Adel. Mesalliancen sind sehr selten. Sogar Fußballer heiraten nicht irgendwelche Mädchen, sondern es muss schon ein Model sein. Was man daran ablesen kann, ist der allgemeine Trend nämlich, dass in erster Linie nach sexueller Attraktivität geheiratet wird. Und dann noch nach Möglichkeit ein Model – das macht schon was her. Das bringt auch Prestige. Natürlich ist es richtig, wenn die Attraktivität bei der Partnerwahl eine Rolle spielt, aber sie allein ist keine Basis für eine Ehe. Und so erleben wir bei den Promis ein munteres „Bäumchen-wechsele-dich-Spiel“. Wenn der Partner älter wird, muss er ausrangiert werden wie ein Gebrauchtwagen – so entspricht es der verbreiteten Konsum-Mentalität.
Hinter diesem System steckt eigentlich eine frappierende Dummheit. Eine Eheberaterin brachte es einleuchtend auf den Punkt: „Wenn in einer Beziehung einer einen neuen Partner haben will, weil die Beziehung nicht mehr funktioniert, so ist das so ähnlich, als wenn ein Golfspieler bei einem Fehlschlag meint, auf einem anderen Platz weiter spielen zu müssen.“
Kürzer kommt es in diesem Zitat zum Ausdruck, von dem ich nicht weiß, wer es gesagt hat: „Eine Geliebte aufgeben ist ein Zeichen mangelnder Phantasie.“
Oder in meinen Aphorismen heißt es: „Menschen, die sich scheiden lassen, sind so ähnlich wie Leute, die sich eine schöne Orchidee kaufen und dieser die Schuld geben, wie sie mangels ausreichender Pflege eingeht.“ Eine Partnerschaft bzw. Ehe muss man pflegen, um sie zu erhalten. Weil das Wissen darüber verloren gegangen zu sein scheint, steigt die Zahl der Scheidungen. Die Ehe wird dadurch immer mehr zu einem legalisierten Konkubinat herab gewürdigt . Sogar die Katholische Kirche hat nun eingelenkt und ermöglicht neuerdings eine Scheidung, wenn jemand bei der Trauung nicht die notwendige Reife hatte. Aber wer hat die denn schon?
Literatur: Eheprobleme? Lesen Sie dazu die kostenlose Kurzgeschichte in der Leseecke: „Die alte Tante“
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Was Männer an Frauen so bewundern

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Gerade las ich auf der Titelseite von Web.de diese Frage: „Wer ist dieser ungeschminkte Star?“ Nun, ich konnte diese Frage schon deshalb nicht beantworten, weil ich zu wenig Stars und solche, die es sein möchten, kenne. Was ich aber bei dieser Gelegenheit bewundere, ist die Fähigkeit von Frauen, aus einem Allerweltsgesicht eine perfekte Schönheit zu machen.
Ein derartiges Wunder durfte ich einmal in München persönlich erleben. Ich war zufällig am Haus der Kunst in München und hörte, dass dort Modeaufnahmen gemacht würden. Da schaut man natürlich zu. Etwa ein Dutzend junger Mädchen, wie man sie so halt auch auf der Straße sieht, verschwand im Haus, um sich umzuziehen und zurecht zu machen. Ich vermutete, dass die Fotos wohl für einen Kaufhauskatalog gemacht würden – so durchschnittlich wirkte das Ganze.
Aber dann kamen die Damen heraus – eine nach der anderen – und posierten in den verschiedensten Stellungen. Toll! Unglaublich, dass das dieselben waren, die ich vorher hatte ins Haus gehen sehen. Und ich bekam einen hohen Respekt vor den Visagistinnen, die aus Allerweltsgesichtern perfekte Schönheiten gemacht hatten. Das ist ja fast schwieriger als die Portrait-Malerei, denn ein Visagist muss sich mit dem abgeben, was da vor ihm sitzt, während ein Maler auf einer weißen Leinwand ganz von vorne beginnen kann.
Da können wir Männer nur staunen. Mir fiel dabei die Operette „Die Fledermaus“ ein, in der der Herr von Eisenstein auf einem Ball seine eigene maskierte Frau nicht erkennt. Das gibt’s doch nicht, hatte ich bisher gedacht. Aber bei der Maskerade der Models stellte ich fest: Das gibt’s doch!

Übrigens das Mädel hier am Strand ist nicht ein nettes von vielen: Das ist dieselbe wie oben: Marilyn Monroe. Kaum zu glauben!
Monroe

Lieber hüllenlos als mit Pelz

„Lieber hüllenlos als mit Pelz. Alena Gerber tut es anderen Stars nach und zieht sich aus.“ So lese ich es heute auf der Startseite von Web.de.
Es tut mir leid: Ich weiß nicht, wer diese Frau ist. Ich bin wahrscheinlich zu alt, um das wissen zu können. Vielleicht will sie ja durch ihre Nacktfotos einen größeren Bekanntheitsgrad erreichen, so dass auch Menschen wie ich nicht mehr an ihr vorbei schauen können.
Was mich an der Sache stört, ist die Scheinheiligkeit solcher Aktionen. Sie wurde am besten von Naomi Campbell offenbart, die einmal als eine der ersten an einer derartigen Nacktdemonstration teilnahm. Kaum sah man die Bilder in den Medien, schon wurde Naomi als Model in Pelz gezeigt. So viel zur Ehrlichkeit der Anti-Pelz-Aktionen.
Immerhin hat man es damit fertig gebracht, der Pelzbranche einen schweren Schlag zu versetzen. Die Frauen trauten sich auf dem Höhepunkt dieser Aktionen nicht mehr, im Pelz auf die Straße zu gehen. In den Zeitungen war zu lesen, dass militante Pelzgegner solche Frauen angespuckt haben oder ihre Kleidung mit Farbe besprüht haben.
Wenn es die nackt posierenden Frauen wirklich ehrlich meinen würden, müssten sie auch Vegetarierinnen sein, denn die Massentierhaltung steht der Pelztierhaltung doch kaum nach.
Also ist das Nacktposieren für „die armen Pelztiere“ nichts anderes als ein PR-Gag. meist von Frauen, denen nichts anderes einfällt.
Warten wir also auf das nächste Jahr und schauen, welche Frau uns da als nackte Pelztierfreundin vorgeführt wird.